(Thomas Böhm) Nachdem JouWatch diesen Skandal aufgedeckt hatte, beschäftigt sich nun auch Henryk M. Broder in der „Welt“ mit einem Thema, das an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten ist, aber gleichzeitig zeigt, wie die Linksgrünen in unserem Land die Meinungsfreiheit verabscheuen und wie sehr sie sich die DDR zurückwünschen.

Es geht, wie bereits beschrieben, um die Seite agentin.org, die von der Heinrich-Böll-Stiftung ins Netz gestellt wurde. Sie denunziert so genannte „antifeministische Bürger“ in eine alphabetisch sortierten Liste auf.

Dabei tauchen so manche prominente Namen auf wie Hedwig von Beverfoerde, Hadmut Danisch, Jürgen Elsässer, Mathias von Gersdorff, Björn Höcke, Birgit Kelle, Alexander Kissler, Michael Klonovsky, Götz Kubitschek, Roger Köppel, Felizitas Küble, Harald Martenstein, Matthias Matussek, Frauke Petry, Akif Pirinçci, Bettina Röhl, Jakob Tscharntke, Beatrix von Storch und Gloria von Thurn und Taxis – also das Who is Who des konservativen Widerstands, allesamt Kämpfer gegen das Sodom und Gomorra der grünlinken Gender-Ideologie, alles Menschen, die noch den Unterschied zwischen Mann und Frau erkennen und akzeptieren.

Also ganz normale Menschen eben.

Broder beklagt sich zurecht:

Bis das Amüsement über dieses skurrile Dossier der Erkenntnis weicht, womit man es zu tun hat: einer Massendenunziation von Menschen, die nichts anderes verbrochen haben, als in Fragen von Ehe, Familie und Moral anderer Meinung zu sein als die Verfasser der Liste, die ihre Meinung für die einzig richtige und zulässige halten. Die Tatbestände „christlich“, „ultra-katholisch“ und „familistisch“ sind Teile einer Indizienkette, die zu einem Urteil vor dem Tribunal der grünen Heinrich-Böll-Stiftung führt: schuldig wegen antifeministischer Umtriebe!“

Man muss dazu wissen, wer diesen Gesinnungsterror finanziert: Die EU mit knapp 60 Millionen Euro. Der Topf, aus dem die Kohle rinnt, nennt sich „projektbezogene Fördermittel.“

Unsere dunkle Vergangenheit hat gezeigt, dass das Auflisten von Andersdenkenden eine wahrlich deutsche Tugend ist und wieder einmal bestätigt es sich, dass diese finsteren deutschen Tugenden bei den linken und grünen Protagonisten immer noch, oder schon wieder ganz intensiv gepflegt und weiter ausgebaut werden.

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Der Beitrag erschien zuerst hier: JOUWATCH