Ein erschossener Student, viele Lügen, ein nachhaltig zerstörtes Land.  Ein Gastbeitrag von Adam Elnakhal

50. Todestag des Studenten Benno Ohnesorg: Am 2. Juni 1967 wird der 26-jährige, verheiratete Student in Berlin (West) von dem Kriminalobermeister, MfS-Agenten und SED-Mitglied Karl-Heinz Kurras erschossen. Der tragische Tod des jungen Mannes wird von der linkspolitischen Studentenschaft instrumentalisiert. Die damals einsetzenden 68er zerstören dieses Land bis heute sehr erfolgreich.

Viele wichtige Zäsuren sind uns aus der deutschen Geschichte bekannt: 1803 Säkularisierung, 1832 Hambacher Fest, 1871 Reichsgründung, 1918 Ausrufung der Republik, 1933 Hitler, 1945 Stunde Null, 1949 Gründung von BRD und DDR, 1953 17. Juni, 1961 Bau der Berliner Mauer, 1989 Fall der Mauer, 1990 Wiedervereinigung, 2002 von oben aufoktroyiertes Eurobargeld u.v.a.m.

Dabei war es vor allem auch das Jahr 1967 welches unsere Gesellschaft bis heute tiefgreifend verändert/e und das keineswegs nur zum Positiven, wie es uns die Linken bis zum heutigen Tage verkaufen möchten.

Benno Ohnesorg1Im Jahr 1967 starb mit Konrad Adenauer der erste Bundeskanzler und mit ihm die Ära des bürgerlichen, christlich-abendländischen Westdeutschlands. Geboren wurde eine sozialistische Bewegung, deren Spätfolgen noch immer nicht enden wollen und die der Bundesrepublik Deutschland in diesem Jahrhundert den Todesstoß versetzen könnte. In den vergangenen fünf Jahrzehnten sind die 68er den Weg durch die Instanzen gegangen. Viele Alt-68er und 68er-Nachfolger waren und sind Lehrkräfte an den Schulen und Hochschulen, Journalisten, Redakteure und prägen die (öffentliche) Meinung von Jung und Alt.

Die westdeutschen Wohlstandsstudenten, die 1967 gegen den persischen Schah demonstrierten, der sich damals zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in der Bundesrepublik befand, schauten weg als 1979 der todbringende, unterdrückerische Scharia-Islam die Islamische Republik Iran ausrief.

So sind die Linken: Menschenrechtsverletzungen sind nur dann zu missbilligen, wenn sie nicht sozialistisch oder islamisch bedingt sind.

Doch zunächst zurück zum 2. Juni 1967 und zu seinem Verursacher Karl-Heinz Kurras:

polizistDer 1927 in Ostpreußen geborene Kurras, der seit 1950 Westberliner Polizist war, versuchte 1955 nach Berlin (Ost) zu wechseln. Der Kommunist suchte damals selbst die Partei in Ostberlin auf, wo man ihn dazu brachte im Westteil der Stadt als IM der Stasi zu bleiben. Auch nach dem Bau der Berliner Mauer verriet Kurras Dienstgeheimnisse aus den Westberliner Exekutivbehörden an die Ostberliner Stasi. 1964 wurde er in die SED aufgenommen. Am 2. Juni 1967 verfolgte Kurras als Westberliner Zivilpolizist die Anti-Schah-Demonstranten in die Nebenstraßen und Hinterhöfe und erschoss in einem Hinterhof aus direkter Nähe den Studenten Benno Ohnesorg. Reue fühlte er dabei zu keinem Zeitpunkt und bezeichnete Ohnesorg gegenüber seiner tschechoslowakischen Hauswirtschaftlerin als „Lump“ und gab ihr gegenüber den gewollten Mord zu. Die BRD hat ihn dafür nie verurteilt. Die SED hat ihn nicht aus der Partei ausgeschlossen. Gegenüber den Westbehörden konnte Kurras seine Tätigkeit bei der Staatssicherheit erfolgreich geheim halten.

Die westdeutschen Behörden versuchten „ihren“ Polizisten zu schützen. Beweise wurden vernichtet, Photos verfälscht, Beweise am Leichnam des Benno Ohnesorg vernichtet. Erst 2009 wurde die MfS-Tätigkeit des Herrn Kurras öffentlich.

Was bleibt ist ein seltsamer Beigeschmack: Warum blieb der Stasi-Fall Kurras so lange im Dunkeln?

Die Folgen des 2. Juni 1967 sind bekannt: Die westdeutschen Studentenproteste der politischen Linken wuchsen an und es bildeten sich linksterroristische Organisationen wie die Bewegung 2. Juni, die Rote Armee Fraktion sowie die Revolutionären Zellen. 1969 wurde Brandt Bundeskanzler.

Altgediegene Werte wie Treue wurden durch Parolen „Wer zweimal mit der selben pennt, gehört zum Establishment.“ ersetzt. Liebe galt nicht mehr viel. Ehebruch und Scheidung gehören seitdem zum guten Ton und scheinen für eine linke Parteikarriere fast schon eine Voraussetzung zu sein.

Bunte Blumen und bunte Tapeten malten Luftschlösser und ersetzen die würdevolle Bürgerlichkeit der Adenauer-Zeit. Staatliche Symbole gerieten unter die Walze der 68er, sowohl die schwarz-rot-goldene Bundesflagge als auch der westdeutsche Nationalfeiertag am 17. Juni, der an den Volksaufstand 1953 gegen die SED-Diktatur erinnerte.

Der gesunde Stolz auf die Nation wurde den nachfolgenden Generationen von den 68er-Pädagogen aberzogen. Die gesunde Identität zu dem eigenen Volk und die Liebe zum eigenen Volk wurde durch Nihilismus und dem Kulturegalitarismus des „Multikulti“ ersetzt.

Der Linksterrorismus der RAF forderte in 296 Anschlägen 33 Tote und über 200 Verletzte sowie einen erheblichen Sachschaden und Finanzschaden.

Doch noch gefährlicher und zersetzender als der Rotterrorismus der 1970er wirkte und wirkt die Gefahr in der Breite, die man nicht direkt sieht. Es ist die linke Umschulung und Umerziehung in den Köpfen. Es ist die gefährliche Ideologie, die den Nationalstaat als Gefahr betrachtet, obwohl dieser der Garant für Freiheit und Sicherheit ist. Es ist die Ideologie, die Toleranz gegen alles und jeden predigt außer gegen Bürgerliche und Vernunftbeladene.

Es ist die Ideologie, die uns über Jahre „Multikulti“ eingeprügelt hat und den Islam als ein Märchen aus 1001 Nacht gezeichnet hat.

Waren die 1970er noch das Jahrzehnt des gewalttätigen Linksextremismus waren, der das bürgerliche Lager in der BR Deutschland noch stark zusammenhielt, veränderte sich in den 1980ern das Gesicht der 68er von Entführern, Anarchisten und Kommunenbewohnern zu Pazifisten, Ökospießern und Reihenhauskäufern. 1990 zeigte sich der Deutschlandhass der Linken ganz offen: Man lehnte die rasche Wiedervereinigung und ab und wollte „Nie wieder Deutschland“.

1995 wurde das Schengener Abkommen umgesetzt. Nach und nach gab die Bundesrepublik jegliche Kontrollen über ihre Grenzen und mit ihnen die eigene Visapolitik auf. Von 1999 bis 2002 ersetzte der Euro die Deutsche Mark. Auf den Reisepässen und in den Politikerköpfen steht die „Europäische Union“ über der Bundesrepublik Deutschland als sei Deutschland nur ein Administrationsdistrikt von Brüssel und Straßburg.

2015 wurde von der FDJ-Sekretärin und Stasi-IM („Erika“) Merkel die no nation-no border-Politik perfektioniert und auf die Spitze getrieben.

Die antideutsche, antifreiheitliche 68er-Bewegung ist ihrem Ziel so nahe wie nie. Der Patriotismus wurde bereits weitestgehend erfolgreich beseitigt. Nun folgt die Auslöschung des christlichen Erbes und der abendländischen Kultur durch die konsequente Islamisierung.

Die 68er und ihre Nachfolger operieren auf dem Gebiet der Politik, der Gesellschaft und der Familie, der Wirtschaft sowie der Religion erfolgreicher denn je. Sie halten Parteien, Parlamente, Schulen, Kirchen, Medien und Behörden besetzt. Sie schauen bei Kinderehen weg (weil schon in den Kommunen Mädchen vergewaltigt wurden und den 80ern die Grünen die Straffreiheit für pädophile Handlungen forderten?) und schreien laut auf, wenn Trump einer Frau zu lange auf die Oberweite schaut.

Sie kritisieren die katholische Kirche für das Verbot der Frauenordination und schweigen über die weibliche Genitalverstümmelung.

Sie demonstrieren gegen Pegida und machen sich ein schönes Wochenende, wenn Tausende AKP-Anhänger in Köln und anderswo den Faschismus offen zur Schau stellen. Sie demonstrieren für ein freies „Palästina“ während in Deutschland „Tod, Tod, Israel“ und „Juden ins Gas!“ gerufen wird und ignorieren, dass die Hamas Israel von der Landkarte fegen möchte.

Sie verteufeln den Kapitalismus und leben gut im steuerfinanzierten Beamten- und Staatsapparat. Sie verteufeln die freie Marktwirtschaft während sie im neugebauten Einkaufszentrum beim Preisvergleich aufblühen und trotzdem die sozialistische Planwirtschaft romantisieren.

Sie faseln von Rechtspopulisten und melden ihre eigene Kinder auf Privatschulen an oder schicken sie gleich auf ein schweizerisches Internat. Sie faseln von unberechtigten Ängsten und wohnen in umzäunten, alarm- und videogesicherten Anwesen am Stadtrand.

Sie schwärmen von der Demokratie und kriegen vor Wut geschwollene Adern, wenn eine neue Partei Volksabstimmungen fordert. Sie schwärmen vom Frieden und finden es in Ordnung, dass die so genannte Antifa in deutschen Großstädten bürgerkriegsähnliche Zustände schafft und Besucher von AfD-Veranstaltungen um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten müssen.

Die (Post-)68er entlarven sich durch ihre Lügen selbst. Es ist Zeit, dass dieser ideologische Ballast auf der Mülldeponie landet.

Am 2. Juni 1967 tötete eine Kugel einen 26-jährigen Studenten. Doch in Wirklichkeit tötet die Kugel des SED-Mitgliedes Kurras bis heute ein ganzes Land.

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Fotos: (c) Screenshot youtube

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