(David Berger) Für den Bürgermeister von Rutland (Vermont), Chris Louras, sieht die Lage gar nicht gut aus: Er musste vergangene Woche seine Sachen packen und das Rathaus von Rutland verlassen. Er hatte die Wahlen Anfang März verloren. Und das, obwohl er in den USA von den Linken als Held gefeiert wurde.

Hatte er doch beschlossen, das was Merkel mit einem ganzen Land macht, mit seinem kleinen Städtchen zu machen: Er öffnete die Türen für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak.

Das wurde nicht nur als ein großartiger Akt der Humanität gefeiert, sondern man erhoffte sich durch die Neubürger auch einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung. Auf Fragen von Journalisten sagte er immer wieder, dass die ganze Gemeinde hinter ihm stehe, der Protest der Opposition komme aus einer kleinen, aber lautstarken Minderheit ohne Bedeutung.

Sein nun mit deutlicher Mehrheit siegreicher Herausforderer bei der Wahl warf Louras allerdings vor, über die Köpfe der Bürger hinweg das Programm beschlossen zu haben, das die Zahl der Zuwanderer jährlich immer mehr erhöhen sollte.

Obwohl nur zwei Familien aus Syrien eintrafen, musste er sich nun eines besseren belehren lassen: Nach mehreren erfolgreichen Amtsperioden verlor er die Wahl. Die „Wahlhelfer“ haben sich alles andere als nützlich erwiesen.

Nach wie vor ist er davon überzeugt richtig gefahren zu sein, auch wenn er jetzt einen verhängnisvollen Unfall gebaut hat. Aber damit ist er nicht alleine – seinem großen Vorbild Hillary Clinton ging es da ganz ähnlich.