(David Berger) Wie das renommierte Onlinemagazin „Jouwatch“ meldete, hat der Berliner CSD-Verein den Homosexuellen der Hauptstadt wieder mal ein dickes Ei ins rosa Nest gelegt.

Als ob der finanziellen Unregelmäßigkeiten, interner Streitigkeiten um lächerliche Pöstchen und unangemessener bis peinlicher Bilder in den Medien nicht genug wäre, setzt man jetzt noch eines drauf. Unter 200 Vorschlägen hat man nämlich jetzt sein Motto gewählt und bekannt gegeben:

„Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts!”

Dass mit dem ersten Teil des Mottos genau jene Vorurteile bedient werden, nach denen Homosexuelle mit einem geradezu missionarischen Eifer ihr Sexleben öffentlich zelebrieren, sei geschenkt.

Die Rechnung, dass dadurch junge Menschen leichter zu ihrem Coming out finden und rascher als Sexualparter zur Verfügung stehen, geht in der Regel ohnehin nicht auf. Ganz im Gegenteil.

Viele junge Schwule erzählen mir immer wieder, dass sie mit ihrem Coming out in der Familie und dem Bekanntenkreis so lange gewartet haben, weil ihnen die Schwulen oder Lesben, die man aus Film, Funk und Fernsehen – besonders von der Berichterstattung über die CSD-Paraden – kannte, so peinlich waren.

Aber da das Coming out durch den gesamtgesellschaftlichen Rahmen sehr leicht geworden ist, gleich sich das dann sozusagen aus. Wessen Intim-und Sexleben so abgenudelt langweilig ist, dass er es auf einem Paradewagen – ausgestattet mit Riesendildo und Rimmstuhl – offen ausleben möchte, der soll das meinetwegen tun.

img_9465Erfahrungsgemäß finden sich an dem Berliner Paradeweg (ganz anders als in Köln, Bild links) ohnehin kaum und wenn dann nur homosexuelle Zuschauer. Wenn die in der Szene unterwegs sind, haben sie in der Regel ohnehin schon alles sexuell irgendwie Denk- und Machbare gesehen und fahren so die Devise: Mir graut’s vor gar nichts mehr!

Dass die Bilder dann natürlich besten zu gebrauchen sind, um die kaum noch in Deutschland vorhandenen Vorurteile gegen Homosexuelle erneut aufleben zu lassen, steht dann schon auf einem anderen Blatt.

Aber irgendwie hat man sowieso den Eindruck, dass diese Kreise besonders bemüht sind, Homophobie ganz heftig anzuheizen.

Das ist auch verständlich, denn das Aufleben der Homophobie benötigen die den CSD mittragenden Homovereine zur Sicherung ihrer Finanzierung ebenso wie die Deutsche Aidshilfe einen möglichst hohen Stand an HIV-Neuinfektionen benötigt, um ihre stattliche Finanzierung durch öffentliche Gelder und damit die gemütlichen Posten im Verein sicher zu stellen.

Aber was verspricht man sich, wenn man „gegen rechts“ auftreten möchte? „Was Schwulsein überhaupt mit links und rechts zu tun hat, bleibt ein Rätsel, oder sind nur die Linken die wahren Schwulen?“

fragt zurecht Jouwatch.

keankenschwestern csdWas bewirkt es, wenn uns als Frauen verkleidete Männer nun affektiert sagen wollen, was wir zu wählen haben? Der Versuch wurde bereits schon einmal vor der Berlinwahl gemacht. Alles, was in der Homoszene seinen Namen ansatzweise richtig schrieben konnte, schloss sich einem „Bündnis bunt gegen braun“ an oder unterzeichnete einen „Berliner Appell“, der verhindern sollte, dass die AfD ins Abgeordnetenhaus einzieht.

Das Ergebnis: Die AfD zog unter Pauken- und Trompetenklang mit fast 15 % in das Abgeordnetenhaus ein. Offensichtlich hält sich die politische Glaubwürdigkeit jener bemüht bunten, in Wirklichkeit nur in eine rosa Blase lebenden Protagonisten in ähnlichen Grenzen wie jene der Nannymedien.

Und jeder politische Bevormundungsversuch erreicht bei den Wählern übrigens auch bei den homosexuellen, genau das Gegenteil. Nach dem Motto „Jetzt erst recht!“

Wie man es auch wendet:

Aus der objektiven Perspektive schadet ihr schwulen Männern und lesbischen Frauen durch euer grell aufgeschminktes Missionierungsgehabe. Wenn in Deutschland die inzwischen fast flächendeckende Toleranz Homosexueller in Zukunft wieder Risse bekommen sollte, dann seid ihr eine ganz wesentliche Ursache dafür!

Aus eurer eigenen Perspektive schadet ihr Homosexuellen, da eure ganzen Belehrungsversuche, die Homosexuellen – untermalt von betrunken klingenden Aloha-Rufen – sagen wollen, was sie zu wählen haben, erfahrungsgemäß nach hinten losgehen.

Man kann sich doch des Eindrucks überhaupt nicht mehr erwehren, dass jedes öffentliche Plädoyer gegen rechts, das von euch ausgeht, AfD & Co jedes mal wieder einen ganzen Schwung zahlreicher neuer Sympathisanten verschafft.

Deshalb ganz kurz: Wenn es euch wirklich um die gesamtgesellschaftliche Akzeptanz Homosexueller geht, dann legt den ganzen CSD für die nächsten Jahre erst mal auf Eis! Oder noch besser: schafft ihn ganz ab!