Die wichtigsten Botschaften nach dem Anschlag in Berlin?
Habt keine Angst. Und: Die Rechten dürfen nicht davon profitieren.

Ich glaube:
Sie fürchten unsere Angst.
Angst, wenn sie nicht lähmend ist, ist wie alle Gefühle ein starker Motivator. Liebe, Mitleid, Barmherzigkeit, Nächstenliebe, Unzufriedenheit und eben auch Angst sind die Triebkräfte für Veränderung.
Und die fürchten sie.

Sie wollen ruhige, alles hinnehmende, nichts in Frage stellende Menschen. Menschen, die keine Motivation zur Veränderung haben. Denn vor denen haben sie Angst. Denn sie drohen ihnen das zu nehmen, was am Wichtigsten ist: Macht.

Die Macht der Steuerung unseres Staates, die Macht über die öffentliche Meinung, die Macht Themen zu bestimmen. Deswegen läuft auch keine Kampagne gegen die Ideologie der Mörder. Keine Auseinandersetzung, in der wir unsere westlichen Werte der Aufklärung, unserer christlich-jüdischen Basis gegen totalitäre, alles beherrschen wollende Ideologien verteidigen.
Wäre es ein rechtsextremer Anschlag gewesen, hätte jemand gesagt: habt keine Angst? Oder: sagt nichts gegen die Ideologie der Mörder?

Aber so passiert etwas anderes: eine Kampagne gegen die Angst. Die gleichzeitig selbst Angst schürt: Angst vor Rechts. Ich habe Angst vor Rechtsextremisten, ja. Aber wo ist der Zusammenhang? Und wer wird denn nicht alles als „rechts“ pauschal abgestempelt?
Und:
Wie kann jemand selbst Angst schüren und gleichzeitig die Angst diffamieren? Ganz einfach: Es geht um die Herrschaft über die Angst. Die Macht zu bestimmen, wovor wir Angst haben dürfen, ja sollen und wovor wir keinesfalls Angst haben dürfen. Die Angst als Instrument der Herrschaft.
Und dieser Kampf läuft nicht erst seit Berlin:
„Ihr seid kalte und mitleidslose Unmenschen!“ – Der Kampf um die Gefühlshoheit

Meine Ängste, unsere Ängste gehören uns.
Nutzen wir die Kraft, die sie uns geben, um unsere Freiheit zurückzugewinnen.

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Old-Man
Gast
Old-Man

Hallo Ifis,

die fürchten nicht die Angst sondern die Wut des Volkes,und das zu Recht.

Ich für meinen Teil war mein langes Leben niemals ängstlich,aber vorsichtig.
Angst ist eine notwendige Eigenschaft um das eigene Überleben zu sichern,Ich habe daraus halt erhöhte Vorsicht gemacht und bin bisher sehr gut damit gefahren.

Erhöhte Vorsicht ist ein guter Wegbegleiter ohne seine Lebensqualität einschränken zu müssen.

Wolfgang Zerbe
Gast
Wolfgang Zerbe

Völlig richtig. Wenn man Angst empfindet und die Angst einen noch nicht lähmt, ist man hellwach aber vorsichtig. Das empfinden von Angst schützt und macht einen Menschen abwehrbereit. Davor haben die Mächtigen in unserem Lande panische Angst!

vercingetorix
Gast
vercingetorix

Heute hat doch tatsächlich ein hoch-gestellter Bischof im Vatikan, ein gewisser Mgr. Galantino, in einem Interview mit dem italienischen “ Corriere de la Sierra „, die kühne Behauptung aufgestellt, all dieser Terrorismus habe gar nichts mit dem Islam zu tun, sondern mit Kapitalismus und Geldgier!!!
Ich fürchte ganz diese Einfaltspinsel im heutigen Vatikan, bringen aus Dummheit und Feigheit das Ende der römischen Kirche herbei!
Wie kann man nur einen solchen Unsinn reden,und dann auch noch hoffen bei den Menschen Autorität zu haben?
Es tut mir leid, aber dieser Papst ist nicht mein Papst!