Ein Gastbeitrag von Katharina Ildiko Szabo

Nun, da bekannt ist, dass der Sexualmord an der Studentin Maria L. aus Freiburg von einem Afghanen begangen wurde, der im Zuge der Willkommenshysterie 2015 in das Land kam, in dem wir schon länger leben, wird der Albtraum in den nächsten Tagen wieder richtig Fahrt aufnehmen.

Ältere, linksliberale Herren werden sich ein Glas Rotwein einschenken, die blasierte Feder spitzen und sich mit der Gewissheit ans Werk machen, mehr denn je dem Pack da unten, welches jetzt endlich Konsequenzen fordert, die richtigen Gedanken einbimsen zu müssen.

Aufschei -Trullas werden die Gelegenheit nutzen, sich schrill in den Vordergrund zu spielen und Moderatoren mit bedeutungsschwanger ernster Mine werden uns, den tumben Pöbel, mit gestrengen Worten auf den richtigen Weg führen:

Begehen nicht auch die, die schon länger hier sind, Sexualmorde?
Ist das zu nennende Charakteristika des Mörders nicht eher „Mann“ als muslimisch sozialisierter Afghane?

Müssen wir uns jetzt nicht mit ganzer Empörungskraft dem Alltagssexismus zuwenden?
Spielt man nicht den Falschen in die Hände, wenn man die Nationalität des Täters nennt?

Und, last but not least: Dürfen sich Frauen, die sich doch auch auf dem Oktoberfest von Männern, die schon länger hier sind, befummeln lassen eigentlich darüber beschweren, von einem Moslem ermordet zu werden?

Oder verfolgen sie in Wahrheit nur eine rassistische Agenda der Ausgrenzung?

Da ich dem nervlich wohl nicht mehr gewachsen bin, werde ich die Meinungsseiten unserer Massenmedien, Heute Journal, Tagesthemen sowie Illner, Lanz und Maischberger die nächsten Tage meiden.

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Foto: (c) von www.elbpresse.de (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons