(Jürgen Fritz) Jahrelang haben notorische Fehleinschätzer versucht, die Alternative für Deutschland klein zu reden, sie als kurzfristige Erscheinung abzutun. Inzwischen geht man mehr und mehr dazu über, sie als dauerhaftes Phänomen anzusehen und auch langsam zu akzeptieren, dass diese Partei längst dabei ist, sich dauerhaft zu etablieren.

„Wir sind gekommen, um zu bleiben“, machte Prof. Jörg Meuthen, einer der beiden Bundessprecher der AfD, kürzlich noch einmal ganz klar. Offensichtlich aber nicht nur das, wie von Monat zu Monat deutlicher wird.

Erste Stimmen innerhalb der – aus Sicht der AfD – grün-links-verseuchten CDU gehen sogar schon dazu über, das K-Wort in Bezug auf die AfD in den Mund zu nehmen. Dabei entwickeln sich die Blauen längst zu einer neuen politischen Kraft, die eine Partei nach der anderen hinter sich lässt.

Dies zeigt sich nun auch überdeutlich in der neuesten, heute veröffentlichten INSA-Meinungsumfrage im Auftrag von Bild, in welcher die AfD in Sachsen seit der letzten Landtagswahl vor 25 Monaten von 9,7 auf 21,5 Prozent steigt. Damit hat die Alternative für Deutschland bereits im vierten Bundesland die 20-Prozent-Marke überschritten:

1. Sachsen-Anhalt-Wahl im März: 24,3 %
2. Brandenburg Umfragen im Mai (infratest dimap) und Sept. (Forsa): 20 %
3. Mecklenburg-Vorpommern-Wahl Anfang Sept.: 20,8 %
4. Jetzt die Sachsen-Umfrage (INSA) : 21,5 %

Das Frappierende bei der aktuellen Sonntagsfrage in Sachsen: Die AfD ist inzwischen stärker als SPD, Grüne und FDP zusammen!

Vor allen Dingen wenn man bedenkt, dass wir von einer Partei reden, die es vor 44 Monaten noch gar nicht gab, mutet dies schier unglaublich an.

Hier die Ergebnisse der INSA-Umfrage in Sachsen (1.003 Befragte im Zeitraum 19.09. bis 23.09.):

1. CDU: 37,5 %
2. AfD: 21,5 %
3. Linke: 16,0 %
4. SPD: 13,0 %
5. Grüne: 6,0 %
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6. FDP. 2,0 %
7. NPD: 1,5 %
Sonstige: 2,5 %

Gewinne und Verluste seit der Landtagswahl am 31.08.2014:

1. AfD: + 11,8 %
2. SPD: + 0,6 %
3. Grüne: + 0,3 %
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4. Sonstige: – 1,6 %
5. FDP: – 1,8 %
6. CDU: – 1,9 %
7. Linke: – 2,9 %
8. NPD: – 3,4 %

Zwei Ergebnisse der Umfrage sind dabei besonders bemerkenswert:

a) Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich ist in seinem Bundesland beliebter als Merkel. Während 37,5 Prozent der Sachsen bei einer Landtagswahl ihr Kreuzchen bei der CDU machen würden, würden dies bei einer Bundestagswahl im Moment nur 32 Prozent tun, also 5 bis 6 Prozent weniger.

b) Genau umgekehrt ist es dagegen bei der AfD. Würde diese bei Landtagswahlen derzeit bereits fulminante 21,5 Prozent einfahren können, wären es bei Bundestagswahlen sogar 25 Prozent der Sachsen, also bereits jeder Vierte, der für die AfD stimmen würde!

Foto: Screenshot youtube