Seine Fans kann man sich nicht aussuchen. Wahr ist aber auch: Jeder Prominente und Politiker setzt bestimmte Themen und Zeichen, die bestimmte Leute wiederum zu seinen Fans oder Anhängern machen.

Das ist auch bei Hillary Clinton so, die für die Demokraten in den USA die Nachfolge von Barack Obama antreten will.

Umso erstaunlicher ist eine Nachricht, die heute Amerikas Öffentlichkeit schockiert:

Der Vater des Orlando-Killers, der in einem Schwulenclub in Orlando ein blutiges Massaker anrichtete und 49 Menschen tötete, tritt nun als Unterstützer der Politikerin in deren Wahlkampf auf. So etwa gestern als Clinton einen Wahlkampfauftritt in Florida absolvierte und Mateen gut sichtbar in ihrer Nähe stand.

Hillary Clinton sei gut für die Vereinigten Staaten, während Trump keine Lösungen für das Land parat habe, ließ Seddique Mir Mateen die erstaunten Journalisten wissen.

Mateens Sympathien für Clinton dürften auch von deren Statements zu den Ursachen für das Orlando-Massaker herrühren. Ähnlich wie Obama suchte sie die Verantwortung dafür in den zu großzügigen Waffengesetzen der USA und wies jeden Zusammenhang mit der den Islam prägenden Homophobie energisch zurück.

clinton

Mateens Vater steht in dieser Positionierung Clinton offensichtlich sehr nahe. Die „Wikipedia“ lässt uns wissen:

„Mateens Vater Seddique Mir Mateen sagte gegenüber NBC News, dass die Tat seines Sohnes nicht religiös motiviert sei, sein Sohn aber sehr wütend geworden sei, nachdem er in Miami vor Monaten zwei sich küssende Männer gesehen habe. Seddique Mir Mateen selbst täuschte 2015 eine Kandidatur für die bereits ein Jahr zuvor gehaltene Präsidentschaftswahl in Afghanistan vor.

Außerdem sympathisierte der Vater des Täters auf einem islamischen Fernsehsender aus Kalifornien sowie auf YouTube mit den Taliban.“

Paradoxerweise wird Hillary Clinton von zahlreichen organisierten Homosexuellen in den USA ebenfalls im Wahlkampf unterstützt. Ja selbst auf dem Kölner „Christopher Street Day“ gab es einen eigenen Stand, der für Clinton-Sympathien unter deutschen Homosexuellen warb.

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