Der vergangene Woche von fanatischen Muslimen in der Normandie hingerichtete katholische Priester war lange Zeit ein Freund des christlich-islamischen Dialogs. Kurz vor seiner Hinrichtung scheint er umgedacht und den Exorzismus dem Appeasement-Dialog vorgezogen zu haben. Text: David Berger

 Nachdem wie üblich erst möglichst harmlose Einzelheiten zu der „Allahu-Akbar“-Hinrichtung eines katholischen Priesters in der Normandie von den Medien bekannt gegeben wurden, kann man sich nun nach und nach ein realistischeres Bild von dem Geschehen machen, wenn man vereinzelte Randmeldungen verfolgt. Und es entsteht ein Bild des Vorgehens, das immer wieder an die bekannten Märtyrervitae und die dazu gehörige Ikonographie erinnert.

Klar ist jetzt: der Priester wurde brutal gefoltert, musste sich dann vor dem Altar hinknien. Dieser Akt stellt eine Kombination aus typischen Martyrermotiven der Catholica und den Hinrichtungsriten der Islamisten dar. Noch im schwerverletzten Zustand und während ihm die beiden fanatischen Muslime die Kehle durch- und den Kopf abschnitten, hat der von Islamisten ermordete Priester so lange es ging, diese Worte nach den Aussagen der anwesenden Ordensschwestern mehrfach gesagt:

 „Vade retro, Satana – Geh weg, Satan!“

Offensichtlich hat der Priester in dieser Situation voll Gnade und Niedertracht zugleich, erkannt, was der real existierende Islam tatsächlich bedeutet. Und nun mit dieser bekannten Formel die Teufelsaustreibung dem leider häufig von einer gewissen freundlichen Naivität getragenen interreligiösen Dialog vorgezogen.

Märtyrer

Denn nach den bisher vorliegenden Kenntnissen soll der Priester sich ganz intensiv um eine enge Zusammenarbeit mit den vielen Muslimen in der stark von Migranten geprägten Gemeinde Rouen bemüht haben.

Gemeinsame Treffen in der Kirche und Feiern des Ramadans seien seit „Charlie Hedbo“ üblich gewesen. Dieses Verhalten ist zunächst bewundernswert und zeigt den ehrenwerten Versuch, den Geist des Evangeliums auch in schwierigen Situationen zu leben.

Allerdings stößt das Gute eben an seine Grenzen, wenn es auf das aggressive Böse trifft. Und gerade auch bei Religionen kann das Böse die Oberhand gewinnen, ja gar Programm werden, wie wir es am Satanismus sehen. Das ethisch Gute kann dann nur noch gut bleiben, wenn es sich aufrafft, gegen das Böse zu kämpfen: Denn die Macht des Bösen besteht in der Gutwilligkeit der Guten. Das ist eine Grundeinsicht, die von religiösen Glaubensinhalten zunächst einmal komplett unabhängig ist (philosophia perennis!)

Wenn man sich die Bilder und Videoaufzeichnungen des „Allahu-Akbar-Terrors“ weltweit betrachtet, wenn man jeden Tag aufs neue wahrnehmen muss, wie nahezu der gesamte real existierende Islam weltweit mit einer ungeheuren Brutalität und mit einem aggressiv intransigenten Expansionswillen vorgeht, verwundert es nicht, dass selbst dieser offensichtlich sehr optimistische und dialoggläubige Priester, am Ende einsehen musste, dass uns hier eine Form der Religion begegnet, die ganz anders ist als Christen- und Judentum.

Vielleicht hatte er sogar die vor wenigen Wochen für Furore sorgenden Worte  des bekannten spanischen Jesuitengelehrten Manuel Carreira gelesen: „Der Islam ist die schlimmste Seuche, die die Menschheit je gesehen hat“.

© Fotos: David Berger