Jüngste Äußerungen Claudia Roths zeigen: Trans- und Homosexuelle und ihr berechtigter Wunsch nach Gleichberechtigung werden von Genderideologen für fremde Interessen instrumentalisiert. So etwas ist angesichts des Leidensdrucks, den diese Menschen tatsächlich auch bei uns auszuhalten haben, beschämend. Deshalb fordert David Berger: „Frau Roth, hören Sie auf Homosexuelle für ihre parteipolitischen Interessen zu missbrauchen!“

Die Grünen-Politikerin und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Claudia Roth bekennt sich ganz offen zu dem – wie sie es nennt – „Genderwahn“. In einem Facebookpost ließ sie unlängst wissen, dass sie „FÜR RESPEKT! FÜR GLEICHE RECHTE! FÜR GENDERWAHN!“ zu kämpfen entschlossen ist. Da sie Ihr Motto mit einer Regenbogenflagge bebildert, ist anzunehmen, dass es ihr um Respekt vor und gleiche Rechte für Homosexuelle geht. Wie das dann allerdings mit der Genderideologie vereinbar sein soll, die sie angesichts der ideologischen Verbohrtheit ihrer Vertreter zurecht als „Wahn“ bezeichnet, bleibt schleierhaft.

„Die Gendertheorie, die Geschlechterrollen und somit auch sexuelle Veranlagung weitestgehend von gesellschaftlichen Konstituenten abhängig macht, bietet genau den ideologischen Boden, den jene Homo-Heiler benötigen, die sonst von Frau Roths Parteikollegen Volker Beck und den Seinen so vehement bekämpft werden.“

Denn die Genderideologie hat sich in letzter Zeit nicht nur als totalitäres System offenbart, das am liebsten jeden Kritiker erbarmungslos als „homophob“ und „rechtspopulistisch“ aus dem öffentlichen Diskurs kicken würde. Sie ist zudem geradezu Ausdruck fehlenden Respektes vor (schwulen) Männer und (lesbischen) Frauen. Das ist Frau Roth eventuell unbekannt, da in queeren Kreisen  die Gleichsetzung der Anliegen der Genderideologien mit denen homosexueller Männer, die sich für mehr Akzeptanz und Integration in unserer Gesellschaft engagieren, wie eine Seuche um sich greift.

Die homosexuellen Genderideologie-Fans müssen sich allerdings fragen lassen: Was hilft es schwulen Männern, wenn man ihnen sagt, dass sie ihr Geschlecht und damit auch ihre sexuelle Orientierung beliebig von Tag zu Tag neu wechseln und bestimmen können? Dass man Mädchen deshalb besonders fördern müsse, weil man ihnen gesellschaftlich ja eine bestimmte Rolle anerzogen habe, in der sie sich vielleicht nicht wohl fühlen? Steckt in diesem Zusammenwerfen von Genderideologie und Emanzipation schwuler Männer nicht das Vorurteil, dass Schwule eigentlich gar keine richtigen Männer sind und sein wollen und man sie nun von dieser Last des Männlichseins befreien müsste? Dass es Männer, die Männer lieben, eigentlich gar nicht geben könne bzw. dürfe?

Und bietet die Gendertheorie, die Geschlechterrollen und somit auch sexuelle Veranlagung weitestgehend von gesellschaftlichen Konstituenten abhängig macht, nicht genau den ideologischen Boden, den jene Homo-Heiler benötigen, die sonst von Frau Roths Parteikollegen Volker Beck und den Seinen so vehement bekämpft werden?

„Es muss endlich auch den Dümmsten klar werden: Wer für den Genderwahn streitet, streitet damit auch gegen selbstbewusste und mit ihrem Sosein zufriedene Männer und Frauen. Er steht gegen trans- und homosexuelle Identität“

Auch gleiche Rechte kann gerade der Genderwahn nicht garantieren. Vielmehr fällt die Genderideologie transsexuellen Menschen mit ihrer Vorstellung von der freien Wählbarkeit des Geschlechts auf üble Weise in den Rücken. Insofern kann man sagen, dass wer für die Genderideologie plädiert, Intoleranz und Ungleichberechtigung Trans- und Homosexueller, Trans- und Homophobie in Kauf nimmt.

Da Claudia Roth unumstritten als hochintelligente Akademikerin bekannt ist, verwundert es dann doch, dass hier völlig inkompatible Forderungen aufgetischt werden. Noch abstruser wird es, wenn man weiß, dass Rothe eine der energischsten Befürworterinnen der Islamisierung Deutschlands ist. Sollte sie mit ihren diesbezüglichen Wünschen erfolgreich sein, ist es nicht nur mit dem Respekt vor Homosexuellen konsequent vorbei, sondern die Gender-Ideologie hat sich ganz schnell von alleine erledigt. Wie das dann abgeht, hat man bereits in der Silversternacht in Köln beobachten können.

„Frau Roth, hören Sie auf Homosexuelle für ihre parteipolitischen Interessen zu missbrauchen!“

Dieses Kombinieren des Kampfes um die Gleichberechtigung homosexueller Männer mit der teilweise tatsächlich zum Wahn geratenden Genderideologie kann rational tatsächlich nicht begründet werden. Und so taucht der Verdacht auf, dass Homosexuelle und ihr berechtigter Wunsch nach Gleichberechtigung hier einfach mal wieder für ganz andere Interessen instrumentalisiert werden sollen.

So etwas ist angesichts des Leidensdrucks, den tatsächlich auch bei uns noch immer Transsexuelle, Lesben und Schwule auszuhalten haben, beschämend: Frau Roth, hören Sie auf Homosexuelle für ihre parteipolitischen Interessen zu missbrauchen!

Foto: Claudia Roth © By Harald Bischoff (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons