Ein offener Brief von Torsten Ilg (Köln)

Die heute öffentlich geäußerte Kritik am Einsatz der Polizei in der Kölner Silvesternacht möchte ich nicht unkommentiert lassen, weil ich mich dafür schäme.

Ich finde es unsäglich peinlich, dass offensichtlich aufgrund der Kritik von Frau Peters (GRÜNE) der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies regelrecht dazu gedrängt worden ist, sich für die interne Verwendung des Begriffs „Nafris“ für Nordafrikaner zu entschuldigen.

Die Polizei kriminalisiert Menschen aus Afrika nicht pauschal. Die Kritik von Frau Peters ist kleinlich, politisch konstruiert und soll offensichtlich „Hass schüren“.

Und zwar den Hass von Bürgern auf die deutsche Politik, die zunehmend machtlos erscheint angesichts der Häufung der Fälle von Ausschreitungen und Kriminalität in diesem Zusammenhang.

Für mich ist diese Kritik nichts anderes als Demagogie zur Aufrechterhaltung von Feindbildern. Dies dient der Aufwertung rechtsradikaler Kräfte.

Mein herzlicher Dank und meine Anerkennung geht an die zahlreichen Polizeikräfte, die in Köln in dieser Silvesternacht dafür gesorgt haben, dass sich das Debakel vom Vorjahr nicht wiederholen konnte.

Das personelle Aufgebot wurde verzehnfacht! Letztlich kann und darf diese Lösung natürlich nicht zum Dauerzustand werden. Die Nachwuchsprobleme der Polizei haben auch mit den ungünstigen Arbeitszeiten zu tun. Kein Polizist hat bei seiner Einstellung dafür unterschrieben, künftig jedes Weihnachten oder jedes Silvester arbeiten zu müssen.

Wir müssen dringend eine Debatte über Täter führen und das hat mit Rassismus rein gar nichts zu tun!

Ähnliche Zusammenrottungen von Gruppen wie letztes Jahr wurden vorgestern nur unter großem Aufwand verhindert. Wie schaffen wir es aber grundsätzlich, die vielen Unruhestifter und Kriminellen aus Deutschland wieder in die Herkunftsländer zurückzuführen?

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, sieht das völlig richtig:

“Das hat mit Racial Profiling nichts zu tun, die Polizei stützt sich ausschließlich auf Erfahrungswerte, nicht allein auf die Hautfarbe. Es ist nun einmal Fakt, dass an den Taten in der Kölner Silvesternacht 2015/16 keine 60-jährigen deutschen Rentner beteiligt waren, sondern junge afrikanische Männer” 

RECHT hat er!

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Mein Lieblingstweet zu der seltsamen Debatte um einen Begriff: tweet-merkel-muss-weg

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Foto: Screenshot youtube/ (2) Twitter

13 Kommentare

  1. Es war doch allen „Nafris“ bekannt, dass in Köln das Polizeiaufgebot hoch sein würde. Das sollte eine Machtdemonstration gegen die sein, „die schon länger hier leben“. Wir pfeiffen auf eure Staatsgewalt. Wir sind da und werden euch unsere Vorstellung „Mann und Frau“ aufzwängen. Das wird ehr nicht besser.

  2. Hr. Mathies hat einen Fehler gemacht: Er hat sich zu der Aussage von Peters geäußert.
    Das hätte er nicht tun sollen, somit wäre die ganze Sache im Sand verlaufen.
    Ich selbst finde den Begriff „Nafris“ sehr gut, auch treffend.
    Bekanntlich sind viele dieser Nafris aus Frankreich eingereist. Ich unterstelle mal: Denen wurde gesagt: „Dort könnt ihr Frauen begrapschen“. Eien anderen Grund scheint ja diese Einreise nicht gehabt zu haben. Oder ist unser Silverster schöner als in Frankreich???

  3. Es gibt einen guten Beitrag dazu von Eva Hermann. Sie weist zu Recht darauf hin, dass diese Nafri-Diskussion nur ein Ablenkungsmanöver ist und man ganz andere Fragen stellen müsste. Zum Beispiel, warum sich so viele Nordafrikaner (sicher auch Syrer und andere Zuwanderer) mit offensichtlich aggressivem Potenzial auf einen Schlag zusammenrotten konnten trotz der Sicherheitsvorkehrungen und warum diese Verabredungen den Geheimdiensten nicht vorher bekannt waren bzw. wer sie steuert. Oliver Janich hat den Link dazu, den ich grad nicht teilen kann. 🙂 Ihr wisst ja, warum.

    • Das scheint wohl eine Übung der Mobilmachung der Schläfer gewesen zu sein und wie die Staatsmacht darauf reagiert? Internet war gestern SMS Kette ist heute, dank der großzügigen Verteilung von Handys. Die Nafris sind besser ausgerüstet als unsere Polizei mit ihrem Funk.
      Demnächst werden dann auch noch Nafris von Flinten Ursula ausgebildet in der Bundeswehr.

  4. Wenn die Urdeutschen in eine rechte Ecke gestellt werden nur weil den linksgrünen es nicht passt und wenn die an einer Demo teilnehmen die nicht linksgrün ist, dann werden die potentiellen Teilnehmer auch beobachtet und wenn die verdächtig erscheinen auch schon mal konntrolliert weil die verdächtig aussehen. Dann schreien die Grünen huraa!
    Die radikalen ,Grünen Blockierer haben sich zu:
    Grünen Diktatoren,
    Grünen Multikulti Diktatoren,
    Grünen Gender Diktoren,
    Grünen Heimatzerstörern
    entwickelt.
    Alles unter dem Vorwand des Grünen Gedankens, sind die nur hoch gekommen und so tyrannisiert uns jetzt eine Minderheit.

  5. Dank der Polizei für die gezielten Kontrollen – einerlei, ob die einen es „Racial Profiling“ nennen und die anderen „kriminalistische Erfahrung“. Wenn es um sexuelle Übergriffe geht, sind es nun mal erfahrungsgemäß Männer, vor allem junge Männer, die unter Generalverdacht stehen. Und in diesem Fall waren es aus gut erfahrenem Grund (!) Nordafrikaner – wie in anderen Fälle aus ebenso guten Gründen junge männliche Fußballfans generell unter dem Verdacht des Rowdytums stehen und schärfer kontrolliert werden als Frauen und alte Männer. So what?

  6. Mme Peter outete durch ihre bodenlose Dummheit die gesamte Partei, der es offenbar eher um lächerliche Label geht als um Opferschutz. Es ist völlig unrelevant wie die Polizei eine kriminelle Personengruppe bezeichnet, hauptsache sie wird dieser habhaft. Jedes Kind braucht einen Namen und das rumgeeiere um Araber, Nordafrikaner schlimmstenfalls Südländer ist unwürdig, bis vor einem Jahr wussten Deutsche nichts vom Magrehb, beinhaltet auch Berber und ander Stämme.
    Was aber wenn an einem X-beliebigen anderen Tag eine solche Zusammenrottung erfolgt und keine 1500 Polizisten zur Stelle sind? Das wird möglicherweise ein nächstes Kräftemessen werden, IRGENDWO, IRGENDWIE, IRGENDWANN
    Peter und Genossen sollten sich lieber Fragen, was diese Personengruppe im Schilde führt und wer sie leitet!

    • Muss die Anzahl der Polizisten in Köln korrigieren, nun ist von 1700 die Rede, also ebensoviel wie in Paris und Berlin! Ein Beruf mit Zukunft, dank toller Politik! Nun schreiben wir erst den 3. Januar und vor einem Jahr brauchte es Wochen zur Wahrheit in homöopathischen Dosen. Auch andere Städte waren damals wie heute betroffen, Hamburg mit mhereren Übergriffen und Vergewaltigungen und in Frankfurt kamen diesmal nahezu 2000 Magrebher zusammen, bestimmt nicht um Räuber und Gendarm zu spielen, also was geschah wirklich?

  7. Das sich hochgeilen an Abkürzungen,, von Leuten die selbst alles abgekürzt kommentieren um dabei immer die Hintertür einer Fehlinterpretation ihrer eigenen Abkürzung offen zu halten, ist wie die ewige Geschichte des Glases was halbvoll oder halb leer ist.
    Hätte der Kölner Polizeipräsident den notwendigen A…in der Hose, hätte er dies als gängiges Funkkürzel abgetan. Und die grüne Politikerin als eine eingebildete unwissende Person da stehen lassen. Aber dieses Schleimen nach oben und treten nach unten , was so groß in Mode ist bei uns in Deutschland, die absolut falsche Politik ist.

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