Tote Hühner in Windeln im Paderborner Dom: Jetzt gibt es wieder Steuergeld!

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Sie ließen tote Hühner in Windeln vor dem Altar des Paderborner Doms tanzen – ausgerechnet vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Empörung war gewaltig, das Domkapitel entschuldigte sich. Doch nun soll das verantwortliche Tanzensemble erneut mit fast einer Viertelmillion Euro aus Steuergeldern gefördert werden.

Es waren Szenen, die im Mai 2025 bundesweit für Entsetzen sorgten: Während eines Festaktes zum 1250-jährigen Jubiläum Westfalens führten Mitglieder des Münsteraner Tanzensembles bodytalk im Paderborner Dom eine bizarre Performance auf. Mit toten, in Windeln gewickelten Hühnern tanzten sie im Altarraum und sangen „Fleisch ist Fleisch“. Unter den Zuschauern: Bundespräsident Steinmeier und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).

Nach massiven Protesten entschuldigte sich das Domkapitel. Tausende Gläubige hatten gegen die Entwürdigung des Gotteshauses protestiert. Man hätte meinen können, dass dieser Vorgang zumindest Konsequenzen für den Umgang mit öffentlichen Fördergeldern haben würde.

Weit gefehlt! Wie NIUS berichtet, wurde das Ensemble nun erneut für die Spitzen- und Exzellenzförderung des Landes Nordrhein-Westfalen vorgeschlagen. 240.000 Euro sollen zwischen 2027 und 2029 fließen – jährlich 80.000 Euro. Die endgültige Bewilligung steht allerdings noch aus. Bereits zuvor hatte bodytalk über Jahre hinweg öffentliche Fördermittel in Millionenhöhe erhalten.

Die Frage ist nicht, ob Kunst provozieren darf. Natürlich darf sie das. Die Frage ist vielmehr, warum Steuerzahler ein Ensemble weiterhin mit erheblichen Summen finanzieren sollen, dessen Auftritt selbst das zuständige Domkapitel nachträglich bedauerte. Wer tote Hühner in Windeln durch den Altarraum einer Kathedrale tanzen lässt, kann sich auf Kunstfreiheit berufen. Einen Anspruch auf staatliche Förderung begründet das allerdings nicht. Dass ausgerechnet eine CDU-geführte Landesregierung eine erneute Förderung eines solchen Ensembles in Aussicht stellt, dürfte viele katholische Wähler besonders irritieren.


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