
Ausgerechnet dem Weltklimarat IPCC, dessen Berichte seit Jahrzehnten als angeblich wissenschaftliche Grundlage für immer neue Klimavorschriften, CO₂-Abgaben und milliardenschwere Transformationsprogramme dienen, droht das Geld auszugehen. Die jüngste Vollversammlung in Äthiopien endete im Streit. Weder über den nächsten Klimabericht noch über dessen Finanzierung konnte eine Einigung erzielt werden.
Bei der Sitzung in Addis Abeba scheiterten die Vertreter der Mitgliedstaaten am 16. Oktober daran, einen verbindlichen Zeitplan für den siebten Sachstandsbericht und den Haushalt für 2027 zu verabschieden. Besonders Saudi-Arabien, Indien, Russland und China stellen sich gegen den von europäischen Staaten geforderten Zeitplan. Der nächste große Klimabericht könnte damit erst nach der für 2028 vorgesehenen Überprüfung des Pariser Klimaabkommens erscheinen.
Noch gravierender sind die finanziellen Probleme. Während der IPCC jährlich mindestens 5,8 Millionen Schweizer Franken an Beiträgen benötigt, liegen die laufenden freiwilligen Zahlungen deutlich darunter. Die USA, jahrzehntelang wichtigster Geldgeber, haben ihre Unterstützung eingestellt. Bleibt die Finanzierung auf dem bisherigen Niveau, könnten die Rücklagen bis Ende 2028 aufgebraucht sein.
Die Ironie der Geschichte hat durchaus ihren Reiz: Ausgerechnet jene Institution, deren Klimaszenarien seit Jahrzehnten als Rechtfertigung für eine Politik dienen, die unzählige Betriebe in wirtschaftliche Bedrängnis gebracht, Insolvenzen begünstigt und ganze Industriezweige unter Druck gesetzt hat, steht nun selbst vor dem finanziellen Abgrund. Nachdem im Namen des Klimaschutzes Milliarden vernichtet und wirtschaftliche Existenzen gefährdet wurden, könnte es bald den Weltklimarat selbst treffen. Eine gewisse Schadenfreude und Zukunftshoffnung dürfte sich da mancher kaum verkneifen können.
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