Musk zieht die Starlink-Bremse: Ukrainische Drohnenoperationen gestört – Trump hatte Selenskyj gewarnt

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Elon Musk hat offenbar die Geduld mit der ukrainischen Kriegsführung verloren. Nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj trotz ausdrücklicher Warnungen Donald Trumps weitere Angriffe auf russische Ölraffinerien angekündigt hatte, meldet die ukrainische Armee nun erhebliche Einschränkungen bei der Nutzung von Starlink. Mehrere militärische Drohnenoperationen mussten bereits abgebrochen werden.

Die Vorgeschichte ist brisant: US-Präsident Donald Trump hatte Kiew ausdrücklich aufgefordert, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen. Die Attacken gefährdeten nach seiner Darstellung die internationale Energieversorgung und trieben die Dieselpreise in die Höhe. Trump drohte sogar damit, die Weitergabe amerikanischer Geheimdienstinformationen einzuschränken. Selenskyj zeigte sich zunächst unbeeindruckt und kündigte am Wochenende an, die Angriffe fortzusetzen, solange Russland seinerseits ukrainische Energieanlagen attackiere. Auch Elon Musk schaltete sich ein. Auf seiner Plattform X kommentierte er das Vorgehen des ukrainischen Präsidenten mit den unmissverständlichen Worten: „Zelenskyy has gone too far“ – „Selenskyj ist endgültig zu weit gegangen.“

Nun folgt eine Entwicklung, die in Kiew erhebliche Unruhe auslöst. Wie Reuters und ukrainische Medien am Mittwoch berichten, hat Musks Unternehmen SpaceX die Nutzung des militärischen Satellitensystems Starshield, einer Spezialversion von Starlink, über Nacht eingeschränkt. Bei höheren Fluggeschwindigkeiten brechen Verbindungen ab, teilweise bereits bei 110 bis 120 Stundenkilometern. Ukrainische Militärs bestätigen, dass deshalb mehrere Drohneneinsätze abgebrochen werden mussten. Eine vorherige Warnung habe es nicht gegeben. Ob Musk damit bewusst auf Selenskyjs Missachtung der amerikanischen Warnungen reagiert oder ob andere Gründe hinter der technischen Einschränkung stehen, ist bislang nicht bestätigt. Der ukrainische Präsidentenberater Serhij Beskrestnow vermutet allerdings ausdrücklich einen politischen Zusammenhang.

Der Vorfall demonstriert, wie abhängig die ukrainische Kriegsführung inzwischen von amerikanischer Technologie ist. Ein Unternehmen kann durch eine technische Änderung militärische Operationen erheblich beeinträchtigen. Ausgerechnet Musk, dessen Satellitennetz die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges entscheidend unterstützt, führt Kiew damit die Grenzen seiner technologischen Unabhängigkeit vor Augen. Während in europäischen Hauptstädten die Sorge vor einem weiteren Rückzug amerikanischer Unterstützung wächst, steht Selenskyj vor einer unangenehmen Erkenntnis: Solidaritätsbekundungen aus den Reihen der EU-Kriegswilligen können die technischen Fähigkeiten von Starlink nicht ohne Weiteres ersetzen.


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