Ceuta: Unbekannte verwüsten Andachtsort zur Rosenkranzmadonna

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In Ceuta ist ein kleiner Andachtsort zu Ehren der Rosenkranzmadonna und des von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochenen Kapuziners Fray Leopoldo de Alpandeire verwüstet worden. Eine Spaziergängerin entdeckte die Zerstörungen und machte den Vorfall öffentlich. Wer dafür verantwortlich ist, ist bislang unbekannt bzw. wird von den Behörden verschwiegen.

Ein Ort des Gebets, von Gläubigen mit Bildern, Blumen und religiösen Gegenständen ausgestattet – und plötzlich ein Bild der Verwüstung: Wie die spanische Lokalzeitung El Pueblo de Ceuta berichtet, wurde ein der Virgen del Rosario und Fray Leopoldo de Alpandeire gewidmeter Andachtsort im Bereich Tiro Pichón in Ceuta erheblich beschädigt. Eine Spaziergängerin entdeckte die Zerstörung. „Iba paseando por el monte y se me cortó el cuerpo al comprobar que habían destrozado este pequeño lugar de culto“, berichtet sie – beim Anblick des zerstörten kleinen Kultortes habe es ihr regelrecht den Atem verschlagen. Religiöse Gegenstände und Bilder waren beschädigt oder verstreut worden.

Der Vorfall wiegt auch deshalb schwer, weil es sich nicht um ein großes, bewachtes Gotteshaus handelt, sondern um einen jener unscheinbaren Orte der Volksfrömmigkeit, die von Gläubigen mit großer Liebe geschaffen und gepflegt werden. Gerade ihre Schutzlosigkeit macht sie zu leichten Zielen für jene, die das Christentum und hier besonders die Schlangenzertreterin Maria hassen.

Die Zeugin beklagte gegenüber der Zeitung zugleich den allgemeinen Zustand des umliegenden Berggebietes. Dort hielten sich Migranten auf; zurückgelassener Müll, Plastik, Kartons und Essensreste seien zu einem erheblichen Problem geworden. Sie forderte deshalb verstärkte Reinigung und Überwachung des Gebietes.

Mit dem Rosenkranz gegen die islamische Invasion

Eine historische Pointe erhält der Vorfall durch das Patrozinium selbst. Gerade dem Rosenkranzgebet wurde in der katholischen Tradition über Jahrhunderte eine besondere Kraft bei der Abwehr islamischer Expansion zugeschrieben. Das bekannteste Beispiel ist die Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571: Während die Flotte der Heiligen Liga gegen die osmanische Flotte kämpfte, hatte Papst Pius V. die Christenheit zum Rosenkranzgebet aufgerufen. Der unerwartete Sieg wurde in der katholischen Überlieferung der Fürsprache der Gottesmutter zugeschrieben. Pius V. führte daraufhin das Fest „Unserer Lieben Frau vom Siege“ ein; unter Gregor XIII. entwickelte sich daraus das Rosenkranzfest, das bis heute am 7. Oktober begangen wird.

Dass nun ausgerechnet in Ceuta – jener spanischen Stadt an der nordafrikanischen Küste, an der Europa und die islamisch geprägte Welt unmittelbar aufeinandertreffen – ein Andachtsort der Rosenkranzmadonna verwüstet wurde, besitzt daher für Katholiken eine besondere Symbolik.


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