NZZ: Homosexuelle sollten sich für restriktive Migrationspolitik stark machen!

2

Unter dem provokanten Titel „Warum Schwule für eine strenge Migrationspolitik sein sollten“ ist heute in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) ein zutreffender – und für deutsche Debattenverhältnisse ausgesprochen unbequemer – Beitrag von Florian Eder erschienen. Seine These: Ausgerechnet Schwule hätten allen Grund, eine strenge Begrenzung und Auswahl der Migration zu fordern.

Denn wer massenhafte Migration aus Gesellschaften zulässt, in denen Homosexualität als Sünde, Schande oder sogar Verbrechen gilt, importiert auch deren Homophobie. Was nützt die mühsam erkämpfte rechtliche Freiheit, wenn zwei Männer in Berlin wieder überlegen müssen, in welchem Viertel sie besser nicht Händchen halten?

Besonders scharf rechnet der NZZ-Beitrag mit der woken Vorstellung ab, Schwule, Migranten und Muslime bildeten aufgrund gemeinsamer „Minderheitenerfahrungen“ automatisch eine politische Solidargemeinschaft. Die Realität passt schlecht zu diesem Weltbild: Nach den zitierten Zahlen lehnen Muslime homosexuelle Freunde erheblich häufiger ab als Deutsche ohne Migrationshintergrund.

Die Pointe könnte deshalb kaum unbequemer sein: Wer die Freiheit von Homosexuellen tatsächlich schützen will, darf über importierte Homophobie und ihren religiös-kulturellen Hintergrund nicht schweigen. Eine restriktive Migrationspolitik kann gerade deshalb eine Politik zum Schutz sexueller Minderheiten sein.

Quelle: https://www.nzz.ch/der-andere-blick/warum-schwule-fuer-eine-strenge-migrationspolitik-sein-sollten-ld.10020330


Entdecke mehr von Philosophia Perennis

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.