Göttingen: Linke Gewalt gegen christliche Lebensschützer – zwölf Polizisten verletzt

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Eine friedliche christliche Gebetsaktion für den Schutz ungeborenen Lebens ist am Samstagabend in Göttingen von massiven Gegenprotesten überschattet worden. Als Gegendemonstranten versuchten, zu den Lebensschützern vorzudringen, musste die Polizei einschreiten – zwölf Beamte wurden verletzt.

Am Samstag, dem 15. August, hatten sich in Göttingen Christen unter dem Motto „Öffentlicher Rosenkranz gegen Abtreibung“ versammelt. Nach Angaben der Polizei verlief die eigentliche Kundgebung friedlich: Die Teilnehmer beteten und trugen in Redebeiträgen ihre Position zum Schutz des ungeborenen Lebens vor. Initiiert wurde das ganze von der „Deutschen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum“ (TFP).

Nach dem Ende der Veranstaltung eskalierte jedoch die Situation. Gegendemonstranten versuchten nach Darstellung der Polizei, zu den Teilnehmern der christlichen Kundgebung vorzudringen. Polizeikräfte bildeten eine Sperrkette, um ein unmittelbares Aufeinandertreffen zu verhindern. Personen aus dem Gegenprotest übten dabei laut offizieller Polizeimeldung „erheblichen Druck“ auf die Beamten aus und wandten auch Gewalt gegen Einsatzkräfte an. Die Polizei setzte unter anderem Pfefferspray ein.

Die Bilanz ist bemerkenswert: Zwölf Polizeibeamte wurden durch Reizstoffe verletzt, mehrere Rettungswagen mussten zur Versorgung der Einsatzkräfte anrücken. Die Polizei spricht von rund 200 Zwangsanwendungen und prüft nun mögliche Straftaten.

Nach einem Bericht des Christlichen Forums waren lediglich etwa 20 bis 40 christliche Lebensschützer vor Ort. Mathias von Gersdorff berichtet, die Polizei habe schließlich die Abfahrt der Teilnehmer aus einem Parkhaus gesichert und ihre Fahrzeuge aus der Stadt eskortiert.

Der Vorfall wirft damit erneut die drängende Frage auf: Wie frei können Christen in Deutschland ihre Überzeugungen noch öffentlich vertreten, wenn bereits ein Rosenkranz für das ungeborene Leben einen derart aggressiven Gegenprotest hervorruft? Dass die Polizei zwischen friedlich betenden Christen und gewaltbereiten Gegendemonstranten stehen muss und dabei zwölf Beamte verletzt werden, sollte jedenfalls weit über kirchliche und lebensrechtliche Kreise hinaus zu denken geben.


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