
Die Schere zwischen AfD und Union geht immer weiter auseinander. Nach der aktuellen INSA-Sonntagsfrage für BILD (Erhebung vom 21. Juli 2026) kommt die AfD auf 29 Prozent und legt gegenüber der Vorwoche noch einmal um 0,5 Prozentpunkte zu. Die Union hingegen verliert einen weiteren Prozentpunkt und fällt auf 20,5 Prozent zurück. Damit beträgt der Vorsprung der AfD inzwischen 8,5 Prozentpunkte.
Für CDU und CSU wird die Lage zunehmend prekär. Die psychologisch wichtige Marke von 20 Prozent rückt immer näher. Seit der Bundestagswahl hat die Union damit mehr als acht Prozentpunkte an Zustimmung eingebüßt. Viele Wähler scheinen der Politik von Bundeskanzler Friedrich Merz immer weniger zuzutrauen.
Währenddessen profitiert die AfD offenbar weiterhin von der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung. In den Umfragen behauptet sie nicht nur ihre Spitzenposition, sondern baut ihren Abstand zur Union Woche für Woche aus. SPD und Grüne verharren mit jeweils 13 Prozent auf deutlich niedrigerem Niveau, die Linke kommt auf 10,5 Prozent, das BSW auf 3,5 und die FDP auf 4,5 Prozent.
Die Zahlen deuten auf einen klaren politischen Trend hin: Immer mehr Bürger wünschen sich einen grundlegenden Kurswechsel. Nach dieser aktuellen Umfrage sehen viele Wähler diesen offenbar nicht mehr bei der Union, sondern bei der AfD. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, dürfte der Druck auf Friedrich Merz und die CDU-Führung weiter wachsen. Oder um es mit Alexander Kissler zu sagen: „Mit Merz in den Untergang. mit Klingbeil ins Lächerliche: Die schwarz-rote Koalition arbeitet.“
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