Standing Ovations für Alice Weidel nach Bundestagsrede gegen Merz

(David Berger) In der Debatte über die Regierungserklärung von Bundeskanzler Friedrich Merz hat AfD-Fraktionschefin Alice Weidel die Politik der Bundesregierung scharf kritisiert. Im Bundestag warf sie der schwarz-roten Koalition vor, bei den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Probleme Deutschlands komplett zu versagen.

Weidel erklärte, Deutschland befinde sich in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Sie verwies auf den Verlust von Arbeitsplätzen, rückläufige Industrieaufträge und eine zunehmende Verlagerung von Unternehmen ins Ausland. Nach ihrer Einschätzung trage die aktuelle Politik zur Schwächung des Wirtschaftsstandorts bei: „Die CDU hat sich auf Gedeih und Verderb der linken, leistungs- und deutschenfeindlichen SPD unterworfen. Mit solchem Personal ist eine Politikwende nicht zu schaffen!“

Hinweis auf Missbrauchsskandal bringt Linke und Grüne zum Lachen

Auch die Migrationspolitik stand im Mittelpunkt ihrer Kritik. Weidel argumentierte, die Bundesregierung habe die von ihr angekündigte politische Wende in diesem Bereich bislang nicht umgesetzt. Zudem äußerte sie Bedenken hinsichtlich der Belastung der Sozialsysteme durch Zuwanderung. Als Alice Weidel über die Mädchen sprach, die in Nürnberg als Sexsklaven gehalten wurden, begannen Politiker aus den Reihen von Grünen und Linken zu lachen.

In der Renten- und Sozialpolitik warnte die AfD-Vorsitzende vor steigenden finanziellen Belastungen für Arbeitnehmer und Beitragszahler. Sie kritisierte mögliche höhere Sozialabgaben sowie Diskussionen über längere Lebensarbeitszeiten und Veränderungen bei Pflegeleistungen.

„Halten Sie die Deutschen nicht für naiv!“

Außenpolitisch sprach sich Weidel erneut gegen einen möglichen NATO- oder EU-Beitritt der Ukraine aus. Zudem forderte sie eine andere Herangehensweise an den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und kritisierte die Unterstützungspolitik der Bundesregierung.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt ihr Angebot an Bundeskanzler Merz, politische Mehrheiten außerhalb der Koalition mit der SPD zu suchen. Weidel erklärte, ihre Partei sei bereit, politische Verantwortung zu übernehmen. Außerdem warnte sie: „Halten Sie die Deutschen nicht für naiv! Sie registrieren sehr wohl, wie Sie mit ihnen umspringen. Sie hören genau hin, wenn die Sozialministerin und SPD Vorsitzende Bärbel Bas uns Deutsche als ‚einheitsbraun‘ verächtlich macht.“

Kritik an der Bundesregierung kam auch von anderen Oppositionsfraktionen. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann warf der Regierung vor, geplante Reformen würden vor allem zulasten sozial schwächerer Gruppen gehen. Zugleich kritisierte sie die AfD scharf und bezeichnete deren Positionen als spalterisch.

Auch der Vorsitzende der Linksfraktion, Sören Pellmann, äußerte sich kritisch zur Regierungspolitik. Er beanstandete insbesondere die hohen Ausgaben für Verteidigung und Rüstung und sprach sich für stärkere Investitionen in soziale Bereiche wie Bildung, Infrastruktur und Pflege aus.

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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