Donnerstag, 13. Juni 2024

Christen als Kriegstreiber

Es ist nicht nur irritierend, sondern beschämend, wie sich Christen, darunter auch Bischöfe, und kirchliche Medien in bezug auf den Ukrainekrieg äußern und verhalten. Man kann mit Fug und Recht von Kriegstreiberei, ja von einer wahren Lust an kriegerischer Eskalation sprechen. Ein Gastbeitrag von Anonymus*

* Man unterscheidet sich weithin nicht mehr von realitätsfernen Kriegsfurien quer durch bestimmte Parteien oder von einstigen Pazifisten, die ehedem lauthals schrien „Frieden schaffen ohne Waffen“ und jetzt nur noch mit allen verfügbaren Mitteln dröhnen „Nur mit Waffen Frieden schaffen“. Es ist eine Logik des Todes und des Tötens, der man sich, sei es aus Dummheit oder aus Verblendung oder aus der Kombination beider, verschrieben hat. Wer für den Krieg ist, ist plötzlich Pazifist, wer für den Frieden bzw. Friedensverhandlungen ist, ist plötzlich ein Kriegstreiber. Das verstehe, wer kann. Ein Christ kann es nicht. Eine Rede wie die von Sarah Wagenknecht in Berlin stünde jedenfalls jedem Bischof gut zu Gesicht.

* Wer nach den Ursachen dieses Krieges fragt, ist ein Putinversteher. Dabei gibt es mehr als nur eine Ursache, d. h. den Angriff Russlands, für diesen Krieg. Nicht zuletzt haben der Westen (vor allem USA und NATO) und das Unrechtsregime unter Poroschenko und Selenskyj in der Ukraine massiven Dreck am Stecken. Aber den Balken im eigenen Auge will und darf man an Jesu Mahnung vorbei nicht wahrhaben. Man musste ja nüchterner, ehrlicher, vorsichtiger, diplomatischer werden. Wer nach Ursachen fragt, sucht nach Lösungen. Das ist verpönt und wird oft diskriminiert. Lieber legt man Scheit um Scheit ins Kriegsfeuer und tanzt mit Panzern und Raketen im Rucksack den Totentanz auf einem atomaren Vulkan. Spirituell kraftlos und einseitig verpolitisiert präsentieren sich die Kirchen und ihre Medien vor den Herausforderungen des Ukrainekriegs.

* Nicht nur Putin muss sich vor dem ewigen Richter verantworten, auch Biden und viele andere werden vor ihm antreten müssen. Und eben die Kriegstreiberchristen bei uns auch. Und der Herr wird fragen: „Warum habt ihr mein Wort aus der Bergpredigt nicht ernst genommen, wo ich sagte: Selig die Frieden stiften, sie werden Söhne und Töchter Gottes heißen?“ „Aber wir wollten doch der gerechten Sache zum Sieg verhelfen“, kommt die etwas kleinlaute Antwort, „und da fallen halt Späne, wenn (kriegs)gehobelt wird. Und unsere westlichen Werte sollten verteidigt werden…“ Der Herr lacht laut: „Westliche Werte? Das glaubt ihr doch selbst nicht. Welche Werte denn? Alles nichts als hohle Phrasen und Lügen. Eine Kultur des Todes wolltet ihr verteidigen. Ich aber habe den Tod besiegt. Daran solltet ihr Maß nehmen. Fragt meinen seligen Papst Johannes Paul I., was eine Kultur des Todes bedeutet.“ „Verzeih, Herr, aber wir haben doch nur das Gute gewollt, selbst da, wo wir einen großen Krieg in Kauf nahmen.“ „Ihr Heuchler! Ihr setzt euer selbstgerechtes Gutsein über das Wohl der Menschen, z. B. in der Ukraine. Das kenne ich aus vielen Begegnungen und Streitgesprächen mit Pharisäern während meiner Erdenzeit. Ihr kennt sicher auch das Sprichwort, das man sich sehr zu Herzen nehmen sollte: Der Weg in die Hölle ist oft mit guten Absichten gepflastert. Gut sein wollen heißt noch nicht richtig handeln können. Um zum richtigen Handeln zu kommen, braucht es viel intellektuelle und pragmatische Kleinarbeit. Wenn ihr das im Ukrainekrieg nicht geschafft habt, ziehe ich euch die Dummheit dabei ab, nicht aber eure Verblendung und eure moralische Arroganz.“

* „Weg von mir, ihr habt mich und meine Botschaft nicht verstanden. Petrus gehorchte mir, als ich ihn mahnte: Steck dein Schwert in die Scheide; wer zum Schwert greift, kommt dadurch um. Seht ihr nicht den Scherbenhaufen, den ihr auf der Erde mit eurer kriegerischen Selbstgerechtigkeit angerichtet habt?“ „Aber Strafe muss doch sein für Bösewichte, Herr.“ „Die seid auch ihr! Mein Urteil wird gerecht sein, und auch ihr entkommt ihm nicht!“

*(Name, Anschrift usw. des Autors sind PP bekannt)

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PP-Redaktion
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