(David Berger) Kaum beachtet von den deutschen Mainstreammedien bahnt sich derzeit in den Niederlanden eine Art neuer Bauernkrieg an. Tausende von Bauern sehen sich und die gesamte Lebensmittelversorgung der Niederlande durch unsinnige EU-Umweltauflagen in ihrer Existenz bedroht.

„Die Massenproteste der mutigen holländischen Bauern weiten sich aus und erhalten immer größeren Zulauf sowie Unterstützung aus der Bevölkerung. Mittlerweile blockieren die Landwirte Flughäfen, Autobahnen und Verteilerzentren. Aber auch ein Grenzübergang zu Deutschland wurde bereits blockiert. All das erinnert an die mutigen Trucker-Proteste von Kanada zu Beginn des Jahres … In Holland spitzt sich die Lebensmittel-Verbraucherkrise weiter zu. Vor allem die Regale bei Frischprodukten wie Milchprodukten und Gemüse sind in den Supermärkten zu.“ (so „Unser Mitteleuropa“)

Drohungen der Regierung

Nun hat die niederländische Regierung eine ihrer Drohungen, notfalls mit brutaler Gewalt gegen die eigenen Bürger vorzugehen umgesetzt: „Am Dienstagabend hat die niederländische Polizei Schüsse auf einen Bauernprotest nahe der Stadt Groningen abgegeben. Das berichtet die Tageszeitung De Telegraaf. Dort hieß es weiter, Demonstranten hätten laut Polizei versucht, Fahrzeuge in Beamte und Dienstwagen zu steuern. Die Polizei habe laut eigenen Aussagen gezielte Schüsse sowie Warnschüsse abgegeben.“ (Quelle)

Hier ein Video von der Eskalation. Die Übersetzung des Textes: „Bei einer Demonstration von Landwirten in Heerenveen gab die Polizei zwei Schüsse auf einen Traktor ab, als dieser stillstand und der Landwirt aus seinem Traktor ausstieg. Es ist nicht bekannt, ob es sich um einen gezielten Schuss handelte oder ob der Beamte versehentlich schoss, als er seine Waffe im Anschlag hatte.“

Update 06.0722, 17 h: Mutter des beschossenen 16-Jährigen: „Er könnte tot sein !“

„Unfassbare Wild-West-Szenen spielen sich derzeit in einem der politisch korrektesten und liberalsten EU-Länder ab:

Der (weiter unten erwähnte und) von der Polizei beschossene Traktorfahrer ist ein noch minderjähriger 16-jähriger Junge. Der Teenager befindet sich noch in Haft, die Polizei will dessen Identität nicht bestätigen.

Sehr viel Vertrauen scheinen die holländischen Traktorbauern aber nicht mehr in den Rechtstaat zu setzen: In Leeuwarden fordert eine Gruppe von Traktor-Bauern vor und in der Polizeiwache die Freilassung des Jungen: „Du bist jung und du wolltest etwas. Aber Den Haag zerstört unsere Zukunft.“ Die Polizei hat die Zufahrtsstraße mittlerweile vorsichtshalber blockiert.

Verzweifelte Mutter

Die Mutter des 16-Jährigen zeigt sich verzweifelt: Ihr Junge sei zum Zeitpunkt des Vorfalls mit seinem Bruder auf dem Heimweg gewesen. Sie hätten den ganzen Tag gearbeitet und wären anfangs noch etwas zögerlich betreffend der Teilnahme an den Protesten gewesen: „Ich sagte: Musst du gehen? Denn die Atmosphäre ist ziemlich aggressiv. Aber sie sind 16 und 17, hey, also hatten sie abends einen Termin bei Thialf.“

Dann wären sie später am Abend an der A‑32-Einfahrt der A32 auf eine Polizeiabsperrung gestoßen. Die Mutter bestreitet entschieden, dass ihr Sohn in Beamte gefahren sei. „Er wollte darum herumfahren, über die Böschung. Ich verstehe wirklich nicht, warum die Polizei geschossen hat. Und warum schossen sie nicht auf den Reifen? Das Einschussloch befindet sich in der Nähe der Kabine. Er hätte tot sein können.“ (Quelle)