(David Berger) Im hessischen Nidda drang eine Gruppe junger Männer kurz vor Beginn des Gottesdienstes in das Gotteshaus ein, sie filmten die Teilnehmer und riefen „Es gibt nur einen Gott, und das ist Allah“. Doch das eigentliche Problem für die Pfarrerin war – so die Lokalpresse -, dass die jungen Muslime weder zum Gottesdienst angemeldet waren noch eine Mund-Nasen-Schutzmaske trugen. 

Bei manchen Nachrichten weiß man nicht, ob man lachen oder weinen, ob man neidisch oder mitleidig auf die Tätergruppe schauen soll. So ging es mir, als mir gestern Abend eine Leserin einen Link zu einem Beitrag in der Wetterauer Zeitung zuschickte, in dem es um die Störung eines Ostergottesdienstes in Nidda ging.

In dem Leading-Text des Artikels heißt es: „Wegen eines Zwischenfalls im Vorfeld des Ostergottesdienstes in der Niddaer Stadtkirche ermittelt der Staatsschutz gegen drei bisher noch unbekannte Täter. Diese hatten anscheinend alkoholisiert Gottesdienstbesucher beleidigt und islamische Parolen gerufen. Obwohl eine Polizeistreife noch während des Gottesdienstes eintraf, konnten die Täter bisher noch nicht identifiziert werden.“

Nicht angemeldete Störung ohne Corona-Maske

Das eigentliche Verbrechen der Gruppe ist dabei freilich noch gar nicht benannt: Sie trugen bei ihrem Auftritt nicht den bekannten Mund-Nasenschutz und weigerten sich so auch ein Bekenntnis zur „neuen Normalität“ abzulegen:

„Offenbar seien die jungen Männer durch die eintreffenden Besucher und die beleuchtete Kirche auf den bevorstehenden Gottesdienst aufmerksam geworden, beschreibt die Gemeinde die weiteren Ereignisse. Zwei von ihnen seien durch den Seiteneingang in die Kirche gekommen. Dabei hätten sie ihre Handys auf die Gottesdienstbesucher gerichtet und diese anscheinend gefilmt. Außerdem hätten sie Flaschen, in denen vermutlich Alkohol war, dabei gehabt.

Pfarrerin Hanne Allmansberger forderte die jungen Männer auf, die Kirche zu verlassen, weil diese weder zum Gottesdienst angemeldet waren, wie Allmansberger ihnen erläuterte, noch eine Mund-Nasen-Schutzmaske trugen. Doch statt der Aufforderung zu folgen hätten die Störer mehrfach »Es gibt nur einen Gott, und das ist Allah« und »Allah ist der Größte« gerufen. Dabei hätten sie das Geschehen offenbar weiter gefilmt.“

Wer ist stärker: Gott oder die Corona-Maske?

Erst als die Pfarrerin die Störer nochmals eindringlich aufforderte, den Kirchenraum zu verlassen, verschwanden die alkoholisierten Muslime. Die Angst, dass sie erneut ohne Maske und Voranmeldung kommen könnten, bliebt freilich. Und so wurde die Polizei noch während des Gottesdienstes über den Vorfall informiert.

Ganz offensichtlich sind hier – mehr oder weniger bewusst zwei Welten aufeinander gestoßen, die eine Schlüsselfrage unserer Zeit ganz unterschiedlich beantwortet haben: Wer ist stärker: Gott oder die Corona-Maske?

Das im Artikel Beschriebene erinnert an eine ebenfalls aus Hessen stammende Nachricht, die vor wenigen Wochen die Runde machte, nach der die Polizei ein Pärchen im Bereich des Frankfurter Bahnhofs beim Sex erwischt hatte. Und ihnen nun „eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Nichttragens eines Mund-Nasen-Schutzes droht. Der Mann war laut Angaben der Polizei im Laufe des Abends bereits mehrfach von den Beamten ohne Maske angetroffen worden.“ (Quelle)

Oder um es mit dem dritten Artikel des Credos der „neuen Normalität“ zu sagen: „Alle Wünsche werden klein, gegen den gesund zu sein.“

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