Genitalverstümmelungen: Großes Leid auch für Frauen und Kinder in Deutschland

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(c) Pixabay CC0

„Heute ist der Tag der Menschenrechte. Wie ich finde ein wichtiger Tag, um diese in den Fokus zu rücken und sich gemeinsam weltweit für mehr Menschenrechte und deren Einhaltung einzusetzen“, so der hessische CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Anlässlich dieses Tages haben der hessische Sozial- und Integrationsminister Kai Klose und die Landesgeschäftsführerin von pro familia Hessen, Brigitte Ott, auf die neue Website des Präventions- und Schutzprojekts „Verbesserung von Schutz und Versorgung für Frauen und Mädchen, die in Hessen von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen oder bedroht sind“ hingewiesen.

Menschenrechtsverletzungen durch nichts zu rechtfertigen

„Diese Menschenrechtsverletzungen sind durch nichts zu rechtfertigen. Gewalt gegen Frauen in Deutschland und weltweit zu beenden, ist mir seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen. Ein großes Problem dabei ist und bleibt die Genitalverstümmelung von Frauen und Mädchen.

Nicht nur im afrikanischen Kulturraum ist diese unmenschliche Praxis noch üblich, auch hier in Deutschland wurde immer wieder von einer steigenden Anzahl von Fällen berichtet“, so Tipi und weiter: „Frauen und Kinder leiden sehr schwer unter Genitalverstümmelungen, teilweise bleiben die physischen und psychischen Folgen sogar ein Leben lang.“

Auf der neuen mehrsprachigen Website werden zum einen emotional ansprechende Inhalte auf die Zielgruppe „Betroffene“ zugschnitten und schnelle Wege zur Hilfe und Begleitung aufgezeigt. Zum anderen werden Fachkräften sachlich aufbereitete Informationen zum Thema geboten, um sich umfassend und schnell zu informieren.

„Besonders gut finde ich daran, dass die Seite neben Deutsch und Englisch auch in Somali und Tigrinja angeboten wird, denn gerade Somalia, Äthiopien und Eritrea sind weltweit die Länder mit der weitesten Verbreitung von weiblicher Genitalverstümmelung“, so der CDU-Politiker.

Frauen und Kinder aus Familien holen

„Wir dürfen das Thema nicht totschweigen, sondern müssen offen darüber sprechen und die Gefahren und Probleme aufzeigen. Hilfsangebote sind sehr wichtig, um die Frauen und Mädchen aus ihren Familien, die ihnen solch schreckliche Dinge antun, herausholen und ihnen zu einem Leben in Selbstbestimmtheit, Freiheit und Sicherheit verhelfen zu können.

Mit Aufklärungsarbeit müssen wir verdeutlichen, welch große Gefahr die Genitalverstümmelung für die Gesundheit und die Zukunft der Betroffenen darstellt“, so Tipi abschließend.

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