(David Berger) Tausende Muslime haben sich am vergangenen Wochenende auf dem Tempelhofer Feld in Berlin zum „Gebet unter freiem Himmel“ versammelt. Im „Tagesspiegel“ zeigt sich nun die liberale Muslimin Seyran Ates empört darüber, dass die Verantwortlichen bei Grün Berlin das Feld einem extrem umstrittenen Neuköllner Verein („Neuköllner Begegnungsstätte“)  überlassen haben, um dort diese Veranstaltung abzuhalten. Mit Religionsfreiheit habe das nichts zu tun.

Religionsfreiheit dürfe nicht so interpretiert werden, dass man im Namen der Religion die Grenzen der Grundrechte (wie etwa das der Gleichberechtigung) verletze.

In diesem Zusammenhang kritisierte Ates auch die nun vorerst wieder zurückgenommene Abschaffung von Schweinefleisch und Gummibärchen in zwei Leipziger Kitas:

Zwei muslimische Kinder bestimmen, was 298 andere essen dürfen

„In Leipzig können dann plötzlich zwei Kinder, drei Jahre alt, die von Erwachsenen instrumentalisiert werden, darüber bestimmen, was 298 andere Kinder essen beziehungsweise nicht mehr essen dürfen.

Hier gibt es eine Schräglage im Hinblick auf das friedliche Zusammenleben. Es kann nicht sein, dass die Dominanz einer Minderheit mit all ihren archaischen und patriarchalischen Strukturen gefeiert wird.“

Gebet im Freien soll austesten, wie weit man schon gehen kann

Ihr müsst mutiger werden, ihr müsst mehr einfordern, ihr müsst Euch mehr Rechte nehmen.“

Dass dieses Gebet im Freien, an einem öffentlichen Platz der Stadt Berlin zelebriert werde, sei kein Zufall, sondern eine Art Pilotprojekt, mit dem man austesten wolle, was die nicht-muslimische Bevölkerung akzeptiere, um dann den nächsten Schritt zu gehen:

„Ja, für mich ist es ein Pilotprojekt und Anreiz für andere, sich ihm anzuschließen. Nehmen wir doch als Beispiel das Kopftuch. Vor 20 Jahren trugen es noch vereinzelt erwachsene Frauen. Dann immer jüngere Frauen, und heute ist es für viele Menschen nichts Besonderes mehr, wenn sogar kleine Kinder ein Kopftuch tragen.

Schritt für Schritt wird etwas visualisiert, an das sich die Menschen gewöhnen sollen. Es gibt aus diesen Kreisen – die Muslimbrüder oder die Verbände, die aus der Türkei oder aus Katar gelenkt werden – immer wieder Stimmen, die sagen: Ihr müsst mutiger werden, ihr müsst mehr einfordern, ihr müsst Euch mehr Rechte nehmen.“

 Wir müssen auch „muslimische Identitäre“ bekämpfen

Was viele noch immer nicht verstanden haben, betont dann Seyran Ates überzeugend: Der mit Millionen an Steuergeldern und mit der Unterstützung nahezu aller Mainstreammedien geführte „Kampf gegen Rechts“ hat bislang übersehen, dass es höchste Zeit sei, in diesem Zusammenhang auch die „muslimischen Identitären“ zu bekämpfen, die die AfD noch rechts überholten:

„Man bekämpft sehr berechtigt den wachsenden Rassismus und die Islamfeindlichkeit der Identitären. Aber man übersieht leicht, dass es sich bei diesen Menschen, die solche Sonderrechte einfordern, um muslimische Identitäre handelt. Diese Leute sehe ich sogar noch rechts neben der AfD.“

Damit hat Ates ein Problem angesprochen, das sowohl von rechter wie linker Seite aufgrund eines extrem eingeengten Schubladendenkens bislang übersehen wurde: Muslimische und Schnellroda-Identitäre verbindet ein gemeinsamer Hass auf alles Liberale, auf die abendländische Kultur der Freiheit und des Westens und Israel.

Gefährliche Allianzen von Neurechten und Islamisten

So kommt es, dass man auf Seiten der Neurechten Sympathien für das islamische Kopftuch ganz frei zugibt und ein wichtiger Ideengeber der IB vor kurzem einen Islam-Kritiker wie Michael Stürzenberger als „islamophob“ beschimpfte. Von daher kennt Ates leider die Identitären nicht wirklich, bei denen man wohl Rassismus, aber keine echte Islam-Kritik finden wird.

Da bahnen sich vielmehr gefährliche, weil bislang kaum beachtete Allianzen gegen die Werte unserer Verfassung an! Gut dass Frau Ates darauf so unmissverständlich hingewiesen hat, auch wenn ihr die ganze Dimension – aufgrund mangelhafter Kenntnisse der IB – nicht klar zu sein scheint.

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