(David Berger) Die stehenden Ovationen und Bravo-Rufe wollten gestern bei der Premiere von „Piaf Symphonique“ im berühmten Opernhaus von Nizza nicht enden. Anne Carrere war bereits vor dem Ende des großen Schlussapplauses zu Tränen gerührt.

Schon beim vorletzten geplanten Chanson wollte der noch vor Ende des Liedes einsetzende Applaus und Jubel des Publikums im klassischen, rotsamtenen Opernhaus in der Altstadt von Nizza nicht enden. Carrere, die mit einer glockenhellen Stimme, die mehr an die junge Mireille Mathieu als an Edith Piaf erinnerte, rang von da an immer öfter mit den Tränen – bis sie in der letzten Zugabe des „Non, je ne regrette rien“ mit einer Stimme sang, der man die Tränenrührung deutlich anmerkte.

Die gestrige Premiere hat ein Vorspiel: Seit 2014 erringt Nice Gil Marsallas Produktion „Piaf!“ von der Royal Albert Hall in London bis zur Carnegie Hall in New York und nach Rio de Janeiro einen umjubelten Erfolg nach dem anderen. Millionen Zuschauer haben sie gesehen.

„Quel triomphe!“

An diesen Riesenerfolg knüpft Gil Marsalla nun an und hat gute Chancen diesen mit „Piaf Symphonique“ forzusetzen. Das Besondere: nicht wie bisher begleiten nur ein Flügel (Nobuyuki Nakajima) und das berühmte Pariser Akkordeon (Guy Giuliano) die Piaf-Interpretin, sondern ein ganzes Orchester. Zur Premiere hatte man klug das weltbekannte Orchestre Philharmonique de Nice unter der Leitung von György G. Ráth gewählt.

„Quel triomphe!“ rief mir mein Nachbar im Opernhaus gestern beim minutenlang andauernden Schlussapplaus zu. Die sicher auch mit der Sehnsucht nach Vor-Macron-Zeiten zusammenhängende Piaf-Renaissance in Frankreich wird durch diese Produktion neuen Aufwind erhalten. Und das verdientermaßen.

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