(David Berger) Der französische Philosoph Alain Finkielkraut, einer der führenden französischen Intellektuellen der Gegenwart, warnt in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ vor einer Renaissance des Antisemitismus in Europa durch Massenmigration. Und unterzieht die Migrationsfreundlichkeit der offiziellen jüdischen Verbände sowie des Papstes einer vernichtenden Kritik.

In dem Interview gibt er zunächst eine schonungslose Charakteristik des neuen Antisemitismus in Europa: „Dieser Antisemitismus ist ein neues Phänomen, das eng mit der Masseneinwanderung zusammenhängt – auch wenn natürlich nicht alle Immigranten aus dem Maghreb, der Türkei, Syrien oder Schwarzafrika Antisemiten sind. Es liegt allerdings schon an der veränderten Bevölkerungsstruktur, dass der Antisemitismus in Teilen der Banlieues zur kulturellen Norm geworden ist.“

Haltung des „Zentralrats der Juden“ dumm und selbstmörerisch

Finkielkraut kritisiert auch die offiziellen jüdischen Organisationen, die sachliche Kritik – in Gleichschaltung mit dem politischen Mainstream – als „antisemitisch“ und „rassistisch“ bezeichnet:

„Die Haltung dieser Organisationen soll großherzig erscheinen, tatsächlich aber ist sie dumm und selbstmörderisch. Denn solches Verhalten kann in der Realität nur Judenfeindschaft fördern.“ 

Besonders übt der Philosoph Kritik nicht nur an den offiziellen jüdischen Organisationen in Deutschland, sondern auch den Kirchen und Papst Franziskus: „Ich habe keinerlei Nachsicht gegenüber dieser Einstellung.“ Gemeint ist die Naivität, mit der man hier die Migration und damit die islamisierung Europas feiert.

Papst interessiert nicht, ob die Christen in Europa in der Mehrheit bleiben

Moral beinhalte ein klares Bewußtsein. Und diese blauäugige Haltung betreffe nicht nur die offiziellen jüdischen Organisationen, sondern auch die offizielle katholische Kirche und die protestantischen Instanzen:

„Papst Franziskus etwa plädiert sogar für eine verstärkte Einwanderung, für die Umsetzung des UN-Migrationspaktes, für eine Ausdehnung der Aufnahmekriterien. Er trägt nicht einmal mehr Sorge dafür, daß die Christen in Europa in der Mehrheit bleiben. Dieser Papst unterzeichnete ohne mit der Wimper zu zucken den Tod Europas, so wie wir es kennen.“

Sohn eines emigrierten jüdischen Auschwitzüberlebenden

Finkielkraut ist Mitglied der Académie francaise und lehrt Philosophie an einer der Elitehochschule Frankreichs, der École polytechnique in Paris. Bekannt wurde er durch seine zahlreichen Buchveröffentlichungen und Auftritte in den Medien.Außerdem moderiert er eine eigene Sendung im Radiosender France Culture.

Wegen seiner teilweise politisch unkorrekten Äußerungen gilt er einem Teil der französischen Öffentlichkeit als „umstritten“. Geboren wurde der Sohn eines emigrierten jüdischen Auschwitzüberlebenden aus Polen 1949 in Paris.

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Das Interview können Sie komplett in der morgen erscheinenden Ausgabe der „Jungen Freiheit“ nachlesen: JUNGE FREIHEIT

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