Im bayerischen Marktoberdorf hat ein aufmerksamer Wähler beim zuständigen  Kreiswahlleiter Ralf Kinkel Wahlbeschwerde eingelegt, nachdem es gestern in Immenhofen zur EU-Wahl nur Bleistifte ausgelegen haben sollen.

In dem Text des Beschwerdeschreibens, der PP vorliegt, heißt es, dass es die Möglichkeit gebe bei der Briefwahl oder bei der Übertragung der gesammelten Stimmen durch das Vote IT (Wahlorganisationssystem) zu manipulieren sei nicht erst seit gestern bekannt. Und dann wörtlich weiter:

„Bei uns in 87674 Immenhofen lagen heute am 26-05-2019 in allen 3 Wahlkabinen nur Bleistifte zum ausfüllen der Wahlzettel bereit. Angeblich wurde bei der letzten Bundestagswahl gegen die Filzstifte moniert, da die Kreuze zu erkennen waren. Da muß sich doch jeder Bürger mit halbwegs gesundem Menschenverstand doch einmal fragen, warum sie keine Kugelschreiber in den Kabinen ausgelegt haben! Waren diese etwa zu teuer (ebay: Schneiderkugelschreiber 0,1822€)?

Während ich mein Kreuz mit meinem mitgebrachten Kugelschreiber auf meinem Wahlschein versehen habe, verlangte meine Frau von den anwesenden Wahlhelfern einen Kugelschreiber, wobei dies eine Diskussion und unverstandenes lächeln der Wahlhelfer auslöste. Natürlich habe ich diesen Bleistift als Beweis mit nach Hause genommen und getestet, wie schnell Kreuze zu entfernen sind, einfach rucki zucki.

in Schelm der böses denkt, wenn dies in der ganzen Bundesrepublik Deutschland nicht auszuschließen ist! Für mich jedenfalls hat dieses heutige Erlebnis in unserer Kommune einen schalen Beigeschmack, womit ich mich nicht so recht darüber freuen kann.

In Welden ermittelt bereits die Polizei

In einem weiteren Fall ermittelt bereits die Polizei wegen Verdachts auf Wahlbetrug: In Welden wurden angeblich AfD-Stimmen aus der Urne genommen. Hier hatte ein Betroffener im Netz folgenden Text veröffentlicht:

„Ich habe gerade eben meine Stimme abgegeben und es gab eine Besonderheit: Vor mir gingen zwei Männer ins Wahllokal, die offen verkündeten, die AfD wählen zu wollen. Als die beiden das Wahllokal verließen, wurden die Türen kurz geschlossen, was mich verwunderte. Ich ließ mich nicht beirren, öffnete eigenmächtig die Tür und sah wie ein Herr seine Hand in der Wahlurne hatte. Sofort zog er seine Hand schreckhaft heraus! Ich nahm mein Handy und machte schnell zwei Fotos, bevor ich angeschnauzt wurde. Fotos wären verboten – und der Herr fing schnell an, das Siegel mit Tesafilm zu überkleben.“

Dass „Correctiv“ nun mit einem großen Aufwand den Fall anzweifelt, dürfte eher dafür sprechen, dass da wirklich etwas dran ist.