Der „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber ist sowohl für die Leser der freien wie der gleichgeschalteten Medien kein Unbekannter. Vor zwei Jahren veröffentlichte Schreiber das Aufsehen erregende Buch „Inside Islam. Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“. Sein Marktvorteil: er kritisiert den real existierenden Islam hart, überschreitet aber nie die Komfort-Zone des politisch Korrekten.

Schulen kein Ort der Bildung, sondern Orte der Ideologisierung

So auch in seinem neuen, gestern erschienenen Buch „Kinder des Koran“, in dem er die Schulbücher in der islamischen Welt unter die Lupe nimmt, „unter anderem aus dem Iran, der Türkei, Afghanistan, Saudi-Arabien. Was wird dort im Religions- oder Geschichtsunterricht gelehrt? Was lernen Schüler über Philosophie? Schreiber sprach mit Lehrern, Eltern und Schülern und stellte fest: In einigen Ländern sind Schulen kein Ort der Bildung, sondern Orte der Ideologisierung. Junge Menschen lernen dort, die Welt mit anderen Augen zu sehen, als wir es im Westen tun. Und das hat auch Auswirkungen auf Deutschland und Europa“. – so der Verlag in seinem Klappentext.

„Das war ganz scheußlich, was ich da zu lesen bekam“, klagte der Autor am 2. Mai bei der Präsentation seines neuen Buches in Berlin.

Und das selbst in der Türkei. Schreiber: „Erdoğan verändert das Bildungssystem, rückt die Religion mehr und mehr in den Vordergrund. Jede neugebaute Schule soll inzwischen eine Moschee oder einen Gebetsraum haben. Immer wieder gibt es Diskussionen über die an türkischen Schulen vermittelten Inhalte, Diskussionen, die auch bis zu uns dringen.“ Und das wirkt sich auch auf die Schulbücher aus. Dort erscheint Europa als der große Gegner, als Reich der Ungläubigen, dem die Türkei eine schlagkräftige Armee gegenüber stellen muss.

Der Westen als Kollaborateur Israels

Eine wichtige Rolle spielen dabei die von der derzeitigen Regierung besonders geförderten Imam-Hatip-Schulen. Dort gebe es „sieben Stunden für zusätzliche Pflichtfächer: jeweils 2 Stunden „Der Koran“, „Das Leben des Propheten Mohammed“, Arabisch und eine Stunde „Grundkenntnisse der Religion“. Dennoch könne man dort die gleichen Schulbücher wie an den staatlichen Schulen verwenden.

Immer wieder tauchen der „Westen“ und „Israel“ als die Bösen, die Feinde der islamischen Welt auf: „Der Westen, so Schreiber über seine Lektüre, würde demnach versuchen, „Hurerei in muslimischen Ländern zu fördern, die Sitten zu untergraben und sei der Kollaborateur von Israel“. Das eine derartige Feindseligkeit explizit in den Lehrbüchern geäußert werde, habe er so nicht erwartet.“ (Quelle)

Schulbücher über Entwicklungshilfe durch Deutschland finanziert

Nach einem Bericht der Morgenpost soll bei der Buchvorstellung auch die Generalsekretärin der FDP, Linda Teuteberg, zugegen gewesen sein. Sie kritisierte, „dass viele dieser Schulbücher über Entwicklungshilfe durch Deutschland finanziert werden. Denn Schreiber spricht in seinem Buch auch an, dass Länder wie Ägypten, Afghanistan und Palästina von westlichen Ländern unterstützt werden und sogar abhängig sind. Diese Finanzhilfe sollte es seiner Meinung nach nur noch gegen inhaltliche Mitsprache bei der Gestaltung der Schulbücher geben.

Außerdem warnte Schreiber vor einer zu laxen, kulturrelativistischen Sicht auf solche Länder und fragt: „Was nutzen Demokratieförderungsprojekte, wenn gerade dort, wo junge Menschen die Welt verstehen lernen – an den Schulen – mittelalterliche Unterweisungen stattfinden?“ Die finanzielle Förderung müsse von Deutschland aus besser kontrolliert werden und das Geld dürfe erst fließen, wenn die Schulbücher vorgelegt und bestimmte Vorgaben wie religiöse Toleranz erfüllt worden sind.“

 

Schreiber, Constantin
Kinder des Koran. Was muslimische Schüler lernen
Verlag: Econ, Artikelnummer: A5475683. ISBN-13: 9783430202503, Preis: 18,00 € (Versandkostenfrei in Europa, inkl. MwSt.)

Das Buch kann hier bestellt werden.

 

 

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