Die Internationale Tourismusbörse, kurz ITB, ist seit 1966 ein Erfolgsmodell. Sie ist die weltweit führende Messe ihrer Art und gibt gleichzeitig als Publikumsmesse, nicht nur für Fachbesucher, die Chance einen Blick auf die Urlaubsländer und die Urlaubstrends zu tun.

Als alte Travellerin habe ich das Angenehme mit den Nützlichen verbunden und einige Eindrücke der ITB eingefangen. Menschen und deren Kultur waren mir immer wichtiger als wunderschöne Strände, auch wenn sich das mit den Jahren ändert. Mit dem Rucksack wochenlang durch touristisch völlig unerschlossene Gegenden zu ziehen wäre mir heute (leider) zu anstrengend.

Aber meine Liebe zu fremden Ländern und fremden Kulturen habe ich mir erhalten. Allerdings auch nie ohne die Schattenseiten bewußt wahrzunehmen. Von einer dieser Schattenseiten mehr in einem zweiten Artikel.

Heute jedoch geht es nur um Schönes. Um Länder, ihre Kultur, ihre Sehenswürdigkeiten, ihre Menschen.

Tourismus ist eine riesige Chance, besonders für arme Regionen. Ich komme selbst aus einer der ärmsten deutschen Regionen, die erst durch Tourismus aus dieser bitteren Armut herauskam. Auch die Feindschaft dem Tourismus gegenüber kenne ich. Unverantwortliche Dummköpfe, die zwar das Geld sehen, aber nicht bereit sind zu akzeptieren, dass die Menschen in diesen Regionen, die auf einmal ein Auskommen haben, gerne bereit sind diesen Preis zu zahlen. Und dass sich im Laufe der Jahre der Tourismus meist sanfter gestaltet. Und dass die Menschen in Tourismusgegenden auch ein bißchen stolz darauf sind, denn es sagt etwas über die Schönheit der eigenen Heimat aus.

Tourismus hilft auch die eigene Kultur zu erhalten. Die Gäste wollen das Land, die Region kennen lernen und sie interessieren sich dafür warum das Land so ist, wie es ist. Traditionspflege und Brauchtum erleben durch Touristen unstrittig eine Förderung, die man bei vielen Politikern, die keine spezifische Kultur des „eigenen“ Landes wahrnehmen können, schmerzlich vermisst.

It’s the culture, idiot, möchte man sagen, und die Menschen.