Die ewige Suche nach Sündenböcken

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Weiße Cis-Männer als neues Feindbild schlechthin? Hier: Dolph Lundgren (c) Eva Rinaldi [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)]

Vom verfolgten Juden zum weißen Mann am Pranger.  Ein Essay von Herwig Schafberg

Am 8. März ist der internationale Tag der Frau und am 11. März beginnen die Wochen gegen Rassismus. Im Kampf  für Frauen ist viel erreicht worden, aber noch nicht genug – erst recht nicht für Frauen, die Zwangsarbeit leisten müssen, zur Ehe oder gar zur Prostitution gezwungen werden.

Im Kampf gegen Rassismus ist auch viel erreicht worden, aber ebenfalls noch nicht genug: Weder im Verhältnis zwischen Weißen und Schwarzen noch zwischen Farbigen und genauso wenig zwischen Angehörigen verschiedener Kultusgemeinschaften. Doch was auch noch erreicht werden mag, wird erfahrungsgemäß kaum etwas daran ändern, daß Menschen weiterhin auf der Suche nach Sündenbocken sind, denen sie mit gruppenspezifischer Feindlichkeit Schuld aufladen können. Und dabei geht es nicht so sehr um Beseitigung von Unrecht, sondern viel mehr um Entladung von Spannung, auch wenn nicht zu bestreiten ist, daß privilegierte Weiße ebenso wie andere allerhand auf dem Kerbholz haben.

Menschen mögen sich erfahrungsgemäß nicht mit Ursachen für Geschehenes begnügen, sondern wollen Verursacher oder – wie Nietzsche es formulierte – Täter für etwas Geschehenes ausmachen.

Schon in grauer Vorzeit vermuteten die Menschen das Wirken von Göttern, wenn die Erde bebte, wenn es blitzte und donnerte, wenn es stürmte oder wenn der Regen ausblieb und das Gras verdorrte. In vielen Kulturen glaubte man, den Göttern Opfer bringen zu müssen, um diese gnädig zu stimmen, und in manchen war es sogar Brauch, dafür Menschen zu opfern.

Besonders verhängnisvoll wirkt sich bis heute aus, daß Prediger manch eines Irrglaubens Naturkatastrophen als göttliche Strafen ansehen. Wie für muslimische Eiferer Verwüstungen durch Wirbelstürme oder Sturmfluten Geschehnisse sind, mit denen angeblich Allah die Menschen für Sünden bestraft, haben auch viele Christen irrsinnig auf Naturkatastrophen, Hungersnöte oder Pestepidemien reagiert, die Schuld an derartigem Malheur „Gottesfrevlern“ gegeben und denen unterstellt, Satan hörig zu sein.

Mit den Sünden verbunden ist also die Schuld, mit der Deuter „göttlichen“ Willens seit Urzeiten Gläubigen und Ungläubigen das Leben schwer machen, soweit diese die Schuld nicht anderen aufladen, wie es das Volk Israel mit dem „Sündenbock“ tat, der traditionell am Tage des hebräischen Versöhnungsfestes symbolisch mit allen Sünden des Volkes beladen und in die Wüste gejagt wurde (3. Buch Mose, Kap. 16, Vers 22).

Aber so einfach wollen viele Muslime, Christen sowie Ungläubige nicht diejenigen davon kommen lassen, die ihrer Ansicht nach irgendeine Schuld haben.

Daß Juden sowie andere „Götzendiener“ nicht den „einzig wahren Glauben“ annehmen wollten, hat bis heute nicht bloß Muslime empört, nach deren Lehren Allah die einen wie die anderen zur Strafe für diese Weigerung in „Affen und Schweine“ verwandelt hätte, sondern von Anfang an auch Christen. Zu den professionell Empörten gehörte der Prediger Johannes mit dem Beinamen Chrysostomos (Goldmund), der im 4. Jahrhundert behauptete, die Juden wären „nicht besser als Affen und Böcke“; denn sie  wären schuldig am Tod Christi und im Bunde mit Satan auch an weiterem Unheil auf der Erde (1a). Schon zuvor hatte der als „Heiliger“ verehrte Justin die Schuld an dem Unrecht, „das alle anderen Menschen überhaupt begehen,“ den Juden aufgeladen und war so einer der ersten Kirchenlehrer, deren antijudaistische Propaganda später Stoff für antisemitische Agitation bot (1b).

Noch „schlimmer als Affen und Schweine“ seien nach islamischer Deutung gleichgeschlechtlich liebende Männer. Die „Bestrafung dieser abscheulichen Praxis“ mit dem Tod mag „grausam erscheinen“, erklärte Al-Qaradawi, ein Islamgelehrter und TV-Prediger; wäre jedoch angemessen, „um die Reinheit der islamischen Gesellschaft zu erhalten“ (2), als wäre es sonst um diese geschehen wie um die christliche, um deren Reinheit sich mancher fromme Christ sorgt. In den USA beispielsweise gab es nicht nur Antikommunisten, die den Kommunisten ohne konkreten Anhaltspunkt die Schuld an Waldbränden geben wollten, sondern dort treiben sich auch evangelikale Fanatiker herum, die im Brustton ihrer irrsinnigen Überzeugung predigen, Gott hätte die USA wegen der Duldung von „Sodomie“ beziehungsweise Homosexualität mit dem Tod von Soldaten im Irak bestraft.

Daß Geschlechtsverkehr ausschließlich der Fortpflanzung zu dienen hätte, bekamen im Christentum nicht bloß gleichgeschlechtlich liebende und daher zeugungsunwillige Männer zu spüren, sondern auch Frauen, die der Schwangerschaftsverhütung oder des -abbruchs, teilweise sogar der Kindstötung und in dem Zusammenhang der „Hexerei“ beschuldigt wurden. Man legte „Hexen“ darüber hinaus die Verursachung von anderen Todesfällen und Mißernten ebenso zur Last wie den Juden die Auslösung von Pestepidemien sowie Naturkatastrophen. Zur Verschärfung des Kampfes gegen „Hexerei“  trug die Publizierung des „Hexenhammers“ bei (1487). Verfaßt war das Werk von dem Dominikanerpater Heinrich Kramer, für den Frauen „ein notwendiges Übel, eine natürliche Versuchung, ein wünschenswertes Unglück, eine häusliche Gefahr, ein erfreulicher Schaden“ waren (3).

Juden, „Sodomiter“ und „Hexen“ werden bei uns offiziell nicht mehr als „Gottesfrevler“ verfolgt;  doch die Sucht nach Schuld hat die Suche nach Schuldigen unter anderen Vorzeichen weiter vorangetrieben.

An die Stelle religiöser Irrlehren zur Begründung von Antijudaismus traten pseudowissenschaftliche Rasselehren zur Rechtfertigung von Antisemitismus, der gleichfalls von aberwitzigen Schuldzuweisungen angetrieben wird. „Das religiöse Vorurteil hatte sich inzwischen – unter beträchtlicher Mithilfe darwinistischer Ideen wie natürliche Auslese und Fortschritt der Evolution – in ein rassistisches Vorurteil verwandelt“, schreibt der britisch-indische Essayist Pankaj Mishra über das weltweit verbreitete „Bedürfnis, einen böswilligen ´Ánderen` aufzuspüren“ (4a). Religiös verwurzelten und rassistisch aufgepfropften Vorurteilen entsprechend wird das Judentum von westlichen Rassisten wie von orientalischen Islamisten beschuldigt, treibende Kraft hinter sämtlichen Attentaten, Kriegen sowie Revolutionen zu sein und es – zur Unterminierung der Zivilisationen – auf die Abwertung traditioneller Moralvorstellungen abgesehen zu haben. Und daß es antisemitische Ressentiments von rechts bis links gibt, kritisiert der kanadisch-jüdische Historiker Moishe Postone mit den Worten: „Im Antisemitismus wird die strukturelle Herrschaft des Kapitalismus zum Handeln der Juden“ (5).

Aus den von christlichen Predigern sogenannten Sodomitern wurden Homosexuelle, die man nicht mehr in dem Maße wie zuvor als Sünder ansieht, sondern eher als Antitypos „echter“ Männlichkeit, der mit seinem anormalem Verhalten die „gesunde“ Entwicklung des Volkes gefährde – und das sei von den Juden so gewollt, die ihren Einfluß in Hollywood zur Produktion von Filmen nutzten, in denen gleichgeschlechtliche Liebe als Normales dargestellt werde, wie Islamisten behaupten. Solche juden- sowie schwulenfeindlichen Ressentiments haben auch bei uns die staatlich geförderte und gesellschaftlich akzeptierte Emanzipation von Homosexuellen sowie Juden überdauert und wirken in Kreisen „völkisch“ gesinnter Deutscher mit ähnlicher Sucht weiter wie nach alter Tradition in muslimisch sozialisierten Milieus orientalischer Einwanderer.

Frauen und besonders Hebammen werden bei uns nicht mehr wie früher wegen Schwangerschaftsverhütung oder Abtreibung der Hexerei bezichtigt und Mädchen nicht länger beschuldigt, Schande über ihre Familie zu bringen, wenn sie vorehelichen Geschlechtsverkehr haben und insofern ihre „Unschuld“ verlieren. Doch die Emanzipationsbewegung der Frauen tangierte kaum die patriarchalisch strukturierten und islamisch legitimierten Verhältnisse einer Subgesellschaft, in der man(n) eine Frau nicht so sehr als Person ehrt, sondern viel mehr als Sache der Ehre ansieht, die sie ihrer Familie schuldet. Demgemäß hat sie auf Anweisung ihres Vaters, ihrer Brüder, ihres Ehemanns oder gar eines Imam schamhaft ihre Reize vor Männern zu verbergen; denn mancher Muselman(n) sieht so ähnlich wie ein Pater vom Schlage des weiter oben zitierten Heinrich Kramer in der Frau „eine natürliche Versuchung, ein wünschenswertes Unglück“. Derartigen Ressentiments zufolge kommt es im muslimischen Kulturkreis häufig vor, daß vergewaltigte Frauen strenger als ihre Vergewaltiger bestraft werden, weil sie Schuld daran hätten, mit ihrer Erscheinung die Männer zu sexuellen Übergriffen gereizt zu haben.

Demgegenüber ist auf der ewigen Suche nach Schuldigen nun – eingedenk der historischen Erfahrungen mit Rassismus und Sexismus durchaus verständlich, aber nicht widerspruchslos hinnehmbar – auch der weiße heterosexuelle Mann als vermeintlicher Prototyp des Bösen in den Fokus geraten. 

Es gab „kaum Kampf gegen den weißen Mann“ bei der Verleihung des Oscar, wie die taz anscheinend mit Bedauern titelt (6). Mit „Green Book“ habe in diesem Jahr ein versöhnlicher Film gewonnen, der „Rassismus vordergründig kritisiert, um den weißen Protagonisten hintenrum doch als Retter zu präsentieren,“ zürnt die taz-Autorin und vermutet, das sei „ganz so, wie es die… weißen männlichen Academy-Mitglieder vielleicht gerne hätten“, als hätte man es in Hollywood darauf abgesehen, im Kampf gegen Barbarei eine weiße Weste zu zeigen.

Doch „die Barbarei ist weiß,“ befand Rosa Amelia Plumelle-Uribe schon im Titel ihres Buches, der Böses ahnen läßt, bevor man das Buch aufgeschlagen hat. Ich weiß nicht, was Frau Plumelle-Uribe sich alles einfallen ließ, weiß aber, daß die Bezeichnung „Barbarei“ aus dem Altgriechischen abgeleitet wurde und ursprünglich farblos war.

Andere Menschen als Fremde („Barbaren“), als nicht ebenbürtig und als Menschen minderen Rechts oder gar als rechtlos anzusehen und sie demgemäß herabzuwürdigen, um sie ohne Gewissensbisse versklaven zu können, kam nicht bloß im antiken Griechenland beiderseits der Ägäis vor. Sklaverei oder ähnliche Verhältnisse gab es bereits während des Altertums in vielen Ländern zwischen dem Vorderen Orient und dem Fernen Osten, auch in beiden Teilen Amerikas und in den Ländern nördlich sowie südlich des Mittelmeeres, von denen aus sie nach den überseeischen Entdeckungen der Europäer zu Beginn der Neuzeit eine globale Dimension erreichten.

Im Hinblick auf die Identifizierung von Menschen spielten Farben schon eine Rolle, bevor der Rassismus zu einer herrschenden Ideologie der Kolonialmächte und weiße Hautfarbe zum Zeichen vermeintlicher Überlegenheit wurde.

In der Antike war die Hautfarbe aber noch kein ausschlaggebendes Merkmal zur Unterscheidung von Menschen. Einerlei, ob es um schwarze Afrikaner oder blonde Germanen ging, wurden sie von Griechen und Römern nicht unter rassischen Gesichtspunkten, sondern hauptsächlich unter kulturellen Aspekten betrachtet und demgemäß für unterentwickelte Barbaren gehalten.

In China spielte Farbe allerdings von altersher eine Rolle bei der Abwertung von Mitmenschen. Nach einigen chinesischen Legenden war das „edle Volk“ aus gelbem Schlamm, während das „gemeine Volk“ aus einfachem Seil gemacht worden. Gelb war dazu passend die Farbe der Herrscher des mittleren Reiches, das im Tal des Gelben Flusses entstanden war. Und daß man in Europa Chinesen als „gelbe Rasse“ anzusehen begann, hatte seine Ursache vermutlich in Berichten christlicher Missionare, die auf die sinnbildliche Bedeutung der Farbe Gelb in China hingewiesen hatten.

In unserer weiter westlich gelegenen Öekumene dagegen war Gelb nicht die Farbe von Privilegierten, sondern diente der Kennzeichnung von Diskriminierten – insbesondere der Juden. Es waren aber nicht etwa christliche Kaiser oder Päpste als erste auf die Idee gekommen, sondern ein Kalif, der im 7. Jahrhundert angeordnet hatte, daß unter muslimischer Herrschaft Juden gelbe und Christen blaue Gürtel und Kopfbinden tragen sollten, damit sie als Nichtmuslime und insofern als Menschen mit untergeordnetem Rechtsstatus zu erkennen wären.

Europäer betrachteten sich selbst erst in der frühen Neuzeit  – nach ihren überseeischen Entdeckungen und Begegnungen mit „Gelben“, „Schwarzen“ sowie „Roten“ – als „Weiße“.

Bis dahin hatten sie sich in erster Linie als „Christen“ gesehen, in deren Farbenlehre Schwarz sinnbildlich für Sünde war, und aus ihrem Glauben ähnlich wie Muslime das Recht abgeleitet, sündige Götzendiener sowie andere Verdammte zu verfolgen und zu unterdrücken. In dem Zusammenhang kam auch die Legende auf, Gott hätte den Söhnen, die von Noah verflucht worden wären, zur Stigmatisierung eine schwarze Hautfarbe gegeben. Und das war eine Legende, mit der teilweise auch die Haltung von schwarzafrikanischen Sklaven in Amerika gerechtfertigt werden sollte.

Zu denen, die im Zeichen des Kreuzes verfolgt wurden, gehörten nicht bloß Schwarze aus Afrika, sondern auch „Rote“ im neuentdeckten Amerika. Daß europäische Einwanderer in Amerika Indigene als „Rote“ bezeichneten, lag an der Selbstbezeichnung vieler Ureinwohner, in deren Mythen der Schöpfer und dessen Schöpfung – Erde sowie Menschen – rot gewesen wären. Rot war für viele Indigene ein Begriff, mit dem sie sich dann auch von anderen abgrenzten – insbesondere von den „weißen“ Landräubern aus Europa und deren „schwarzen“ Sklaven aus Afrika – und das auf dem Kriegspfad mit ihrer Körperbemalung symbolisierten.

Der südafrikanische Politaktivist Nande Mtshamba hält sich selbst vermutlich für einen Antirassisten und nicht für einen antiweißen Rassisten, obwohl er – wie er sagt – „einen Weißen nicht als Menschen sehen“ könne.

„Dafür müßten erst einmal die historischen Erinnerungen aus meinem Gedächtnis gelöscht werden“(7), erklärt er. Gemeint sind wohl nicht „die historischen Erinnerungen“ an die Jahrhunderte lange Ausbeutung, Unterdrückung sowie Versklavung von Schwarzafrikanern durch schwarze Nachbarstämme  sowie durch arabische Invasoren, sondern die Erinnerungen an den neuzeitlichen Kolonialismus weißer Europäer.

„Der Euro-Amerikaner ist so verhaßt wie unverzichtbar: Dank ihm,“ frotzelt der französische Philosoph Pascal Bruckner (8a), „bekommt „das Böse ein Gesicht, wird der Dreckskerl endlich faßbar“, der angeblich die Schuld an sämtlichen Kriegen, Ausplünderungen und Verfolgungen hat. Ist ein Montenegriner, Ire oder Norweger solch ein „Dreckskerl“, weil er ein weißer Europäer ist – und dann auch noch Christ, wie man zusätzlich fragen könnte, wenn man Tariq Ramadan, einen Schweizer Islamgelehrten und Politikberater ägyptischer Herkunft, ernst nehmen wollte?

Als ob Muslime in Europa vom Genozid bedroht seien, behauptet Ramadan, daß deren Lage nicht anders als sei die der Juden in den dreißiger Jahren.

Wer es schafft, Rassismus, Antisemitismus und Islamkritik und -feindlichkeit in einem Atemzug zu nennen,“ hat in Deutschland eine gute Chance, „seine Koranschulen und Moscheeführungen mit Mitteln aus den Fonds gegen Rechtsradikalismus zu finanzieren,“ schreibt die deutschtürkische Soziologin Necla Kelek in der taz und lästert: „Gern betonen die Muslime in diesem Zusammenhang (in anderen weniger) die Nähe zu den Juden.“(9)

„Es wäre der Mühe wert,“ befand lange zuvor der schwarze frankokaribische Schriftsteller Aimé Césaire, „dem ach so humanen, ach so christlichen Bürger des zwanzigsten Jahrhunderts mitzuteilen, daß er in sich einen Hitler trägt… und daß im Grunde das, was er Hitler nicht verzeiht, nicht… das Verbrechen am Menschen“ ist, sondern lediglich „das Verbrechen gegen den weißen Menschen… und die Anwendung kolonisatorischer Praktiken auf Europa, denen bisher nur die Araber Algeriens, die Kulis in Indien und die Neger Afrikas ausgesetzt waren… “(8b)

Wenn dieser Mitinitiator des Konzepts der Négritude noch am Leben wäre, könnten wir ihm sagen, daß viele von uns das eine wie das andere unverzeihlich finden, seitdem wir uns selbstkritisch, teilweise sogar selbstkasteiend mit der Geschichte des Imperialismus, Kolonialismus sowie Rassismus beschäftigen und wissen, daß nicht nur das Christentum, sondern auch die „Aufklärung“ aus respektablen Gründen universale Geltung beansprucht hat, aber auch als Rechtfertigung für die Ausbeutung und Beherrschung „primitiver“ Völker mißbraucht wurde. Wir könnten Césare außerdem sagen, daß wir es zu schätzen wüßten, wenn Araber, Türken, Tataren, Mongolen, Japaner und andere sich genauso kritisch mit dem auseinandersetzten, was sie beziehungsweise ihre Vorfahren im Laufe der Jahrhunderte zwischen den afrikanischen Atlantikküsten und den chinesischen Gestaden am Pazifik genozidartig mordend, sengend, raubend, vergewaltigend und versklavend angerichtet haben.

In Lalon Sandors Wahrnehmung und der vieler seiner antirassistischen taz-Leser sind gleichfalls nur weiße Männer schuld, wenn etwas Übles geschieht, als wären diese genetisch darauf ausgerichtet:

„Die größten Massenmörder der Welt waren weiße Männer. Das gilt auch für Amokläufer“, glaubt er, obwohl „Amok“  die Bezeichnung für ein in Südostasien weit verbreitetes Phänomen ist. “In den USA liefen weiße Männer Amok und weiße Polizisten erschossen schwarze Unschuldige,“ schreibt er über „Das Jahr des weißen Mannes“ (10) ohne Hinweis auf die Ermordung weißer Polizisten durch Schwarze. Amokläufe und Lynchjustiz gedeihen ebenso wie Attentate am besten in einem Klima, lieber Herr Sandor, in dem Freund-Feind-Kategorien das Denken von Menschen gleich welcher Hautfarbe dominieren.

Sandor verliert kein Wort über Kalifen oder andere asiatische Potentaten, zählt aber Päpste zu den weißen Bösewichten und stellt sie neben Vergewaltiger, die er anscheinend nur im Occident und nicht im Orient sieht. Hinzu kommen weiße „Steuerhinterzieher, Fußball-Funktionäre“– wie er akribisch auflistet – „oder eben US-Präsidenten“. Da hatte Jakob Augstein sich wohl zu früh gefreut, als er im Spiegel über „die Krise des weißen Mannes“ (11) schrieb und vergnügt feststellte, daß „der in Amerika die Wahl verloren“ hätte. Gewonnen hatte ein Schwarzer namens Barack Obama, der auch noch Präsident der USA sowie Oberbefehlshaber der US-Truppen war, als in Sandors simpler Wahrnehmung ein weißer Mann „entschied… Syrien zu bombardieren, weil mehr tote Zivilisten irgendwas mit Frieden bedeutet. Ein weiterer weißer Mann bombardierte Syrien, nachdem Belgier und Franzosen einen Terroranschlag verübten“ (10). Daß Syrien nicht nur, aber vor allem im Kampf zwischen Assads Regime und islamistischen Rebellen zerbombt worden ist und die Terroristen in Belgien sowie Frankreich gar keine Weißen waren, paßt möglicherweise nicht zu seiner Weltanschauung.

Weiße Männer ließen in Deutschland den Staat bei der Flüchtlingsversorgung versagen,“ kritisiert er, obwohl an führenden Stellen im Staat auch Menschen weiblichen Geschlechts sowie nichtweißer Abstammung stehen und man auf staatlicher Seite bei der Versorgung von Millionen Flüchtlingen über die Grenzen der Belastbarkeit  weit hinaus gegangen ist. „Weiße Männer hetzten gegen Geflüchtete und weiße Männer zündeten Flüchtlingsheime an“, behauptet er weiter (10), schreibt aber nichts über die massenhafte Ausbeutung, Unterdrückung und Tötung von Flüchtlingen in Lagern Libyens sowie anderer Länder in Afrika und Asien.

Als ob dieser (anti-)rassistische taz-Autor wie einst die Nationalsozialisten, für die das Finanzkapital ein Synonym für Judentum war, Klassenhaß mit Rassenhaß verbinden möchte, eifert er:

„Die übelsten Konzerne der Welt werden von weißen Männern geleitet. In ihren Vorständen muss man den Rest der Menschheit mit der Lupe suchen: Waffen, Öl, Gentechnik, Elektronik, Pharma, Autos, Medien, Lebensmittel, Einzelhandel – jede Industrie ist betroffen“ (10). Seine Lupe bewahrt Sandor allerdings nicht vor Farbenblindheit; sonst wären ihm auf der Suche nach Schuldigen nicht japanisch sowie chinesisch geleitete Konzerne entgangen – und auch nicht arabische Emire, die sich manche dieser „übelsten Konzerne“ gekauft haben.

Auf den ersten Blick scheint Sibylle Berg genauso fokussiert zu sein wie Lanor Sandor: „Da sitzt er, der alte weiße Mann und weiß nicht, was auf einmal los ist. Jetzt ist er also schuld“, schreibt diese Spiegel-Kolumnistin: „Er – das ist das Synonym für die Gruppe von Menschen, die die Welt ruiniert hat. Er ist der Waffenlobbyist, der Frauenverachter, der Vorstandsvorsitzende, der Politiker, die Dumpfbacke und Nestlé in Personalunion“ (12).  Doch daß sie es nicht ganz so meint, wie es zunächst scheint, wird deutlich, wenn sie in ihrem „Lob des weißen Mannes“ an Leonhard Cohen und Stephen Hawking, Ärzte, Seenotretter, Kindergärtner, Feuerwehrmänner sowie andere älter werdende oder alt gewordene weiße Männer erinnert und spießigen Sündenbockjägern deutlich die Leviten liest:

Eine der nervigen Spießigkeiten … ist die Verallgemeinerung und die Abwertung von Menschengruppen… Der álte weiße Mann` ist Sammelbegriff für das Böse der Welt geworden. Als gäbe es keine alten schwarzen Diktatoren… (und) dumpfe weiße Frauen.“

Zu solchen Erkenntnissen mag Sandor anscheinend nicht kommen und bleibt in seinem voreingenommenen Duktus. „Auch im Kleinen sind“ für ihn nicht etwa Araber und andere Muslime mit ihren antizionistischen oder ähnlich dummdreisten Phantastereien erwähnenswert, sondern es sind nur „weiße Männer Experten darin Sand im Getriebe des Fortschritts der Welt zu sein: Verschwörungstheoretiker, Klimawandelleugner…“(10)

Zu denen, die den Klimawandel nicht leugnen, sondern die Schuld daran uns Weißen geben, gehört anscheinend auch eine Facebook-Nutzerin, die uns mit dem Hinweis auf den Klimawandel für schuldig an der Flutkatastrophe in Indonesien zu Weihnachten 2018 hält. Weiß sie nicht, daß diese Fluten die Folge eines Erdrutsches und dieser durch einen Vulkanausbruch bewirkt worden war, oder traut  sie uns sogar zu, die Eruption ausgelöst zu haben und – im Sinne meiner Eingangsbemerkungen – Verursacher beziehungsweise Täter des Geschehenen zu sein?

Daß nicht so sehr Eva mit ihrer Verführung am Verlust des Paradieses Schuld hatte, sondern eher Adam, der mit seinem Ackerbau auf die Zerstörung der Natur hinwirkte, und daß nicht Pandora das Übel in die Welt brachte, sondern schon Prometheus, der mit seinem Feuereifer für technischen Fortschritt sorgte und damit ebenso wie Adam im Sinne von Sigmund Freud  „die ersten kulturellen Taten“ vollbrachte(13), glauben anscheinend auch manche Feministinnen und unterstellen Männern, besonders weißen Heterosexuellen, phallogozentrische Machtgelüste zur Unterdrückung Farbiger, Homosexueller sowie Frauen, zur Beherrschung der Welt und zur Ausbeutung sämtlicher Ressourcen.

Männer führen nicht bloß verheerende Kriege, wie manch eine Feministin auf der Suche nach dem Sündenbock schreibt, sondern haben sich angeblich auch die Natur mit der fatalen Folge angeeignet, daß die Schöpfung und mit ihr die Lebensgrundlagen der Menschheit vernichtet zu werden drohen.

Daß Dominanz und Aggression typisch männliche Eigenschaften seien, scheint die amerikanische Feministin Betty Reardon ebenso anzunehmen wie Wortführer der American Psychological Association: „Die ökologische Zerstörung ist, auf das Wesentliche reduziert“ – so Reardon – „das Ergebnis des männlichen Dranges, das Weibliche zu zügeln und zu beherrschen“ (14), als hätten allein Männer Schuld an Umweltzerstörungen, die nach Reardons Einschätzung als Mittel im Geschlechterkampf zu werten wären. Und es liegt in der Scheinlogik solcher Ressentiments, daß es den Kolumnen mancher Journalisten entsprechend lauter „alte weiße Männer“ waren, die sich über den öffentlichkeitswirksamen Aufstieg einer schwedischen Kindfrau namens Greta zum Superstar der Bewegung für eine klimaschonende Gestaltung der Zukunft empörten.

So ähnlich wie Betty Reardon sieht es anscheinend auch der Schriftsteller und Theaterregisseur Kevin Rittberger, der in der Berliner Zeitung über die „Talfahrt des weißen Mannes“ schreibt (15). Seiner Meinung nach müßten sowohl die „imperiale Lebens- und Produktionsweise“ des weißen Mannes in den Vordergrund der Diskussionen gerückt als auch „Sexismus und Rassismus in einem Atemzug“ genannt werden: „Frauen können den Männern klassenübergreifend als Freiwild, Hexen, Huren oder bloßer Besitz zur Bewerkstelligung der Reproduktion gelten“, schreibt Rittberger nicht etwa über die patriarchalisch strukturierten Verhältnisse in Erdteilen um den Indischen Ozean, sondern über die Dominanz des weißen Mannes und fährt fort: „Während die Arbeit von Frauen und versklavten Menschen auf Jahrhunderte unbezahlt verrichtet wird, bekommt der weiße Mann im Kapitalismus Zugang zur Lohnarbeit“ und wird damit „Komplize“ der Herrschenden, die ihn am Wohlstand beteiligen. „Und der Wohlstandschauvinismus macht ihn blind für seinen ökologischen Fußabdruck“.   

Es gibt allerdings mittlerweile auch Frauen, die mit oder ohne Lohnarbeit zu Wohlstand gekommen sind. Und wie eine von ihnen sich anscheinend ihres ökologischen Fußabdrucks entledigen wollte, war vor einiger Zeit in der Berliner Abendschau zu beobachten. In der Sendung ging es um die schädliche Wirkung von Autoabgasen – und unter denen, die dazu auf der Straße interviewt wurden, war eine Frau, die erzählte, daß sie ihr Auto verschenkt hätte. Sie schien erleichtert zu sein, daß sie nun nicht mehr an schädlichen Immissionen mitwirkt, obgleich sie nichts zur Verringerung getan, sondern mit ihrer Schenkung lediglich einem anderen die Rolle des Sündenbocks überlassen hatte, dem an ihrer Stelle Schuld aufgeladen werden könnte. Es bleibt zu hoffen, daß sie nicht  zu jenen grün angelaufenen Menschen gehört, die sich pharisäerhaft besser dünken als andere.

Egal, ob sie männlich oder weiblich, weiß oder farbig, rechts oder links, recht gläubig oder nicht gläubig, einheimisch oder eingewandert sind, zur Integration oder Segregation, zum Umweltschutz oder -schmutz beitragen, hat es Menschen halt schon immer gefallen, anderen die Schuld für Geschehenes anzulasten.

Doch wer mit dem Finger Schuld zuweisend auf andere zeigt, sollte nicht vergessen, daß zugleich drei Finger auf ihn selbst zurückweisen – und wer Menschen, die anders aussehen oder anderer Ansicht sind, als Verkörperung des „Schlechten“ oder „Bösen“ anprangert und zu Sündenböcken erklärt, offenbart sich als aggressiver Hetzer.

Es ist die aggressive Suche nach Sündenböcken zur Bewältigung der „rassen- und klassenbasierten Ängste vieler unsicherer Menschen und einer raison d` étre einer wachsenden Gewaltindustrie“, schreibt Pankaj Mishra: „In den Pamphleten wütender weißer Männer wie in den Erlassen rachsüchtiger islamischer, hinduistischer, buddhistischer und jüdischer Chauvinisten stoßen wir auf den gnadenlosen Machismo, der nicht zu besänftigen und auch nicht zu verstehen versucht…“ (4b)

In Europa hat die Jagd auf Sündenböcke eine lange Tradition, die mit der Verfolgung von Juden, Homosexuellen, Hexen sowie Ketzern begann und sich in Deutschland nach der religiösen Spaltung so verheerend auswirkte wie die blutigen Kämpfe zwischen Islamisten bis heute im Orient. Die Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten wurden im Deutschen Reich abgelöst durch Konflikte zwischen Nationalisten und Sozialisten – besonders heftig zwischen Faschisten und Kommunisten, die sich auch in anderen Ländern gegenseitig so blutig bekämpften, wie es Zionisten, Islamisten sowie andersgläubige Chauvinisten weiterhin tun. Und daß man in der Bundesrepublik Deutschland ebenfalls von Anfang an auf der Suche nach Sündenböcken gewesen ist, haben in erster Linie Antikommunisten und dann auch Antirassisten sowie ihre jeweiligen Antipoden gleichermaßen plump vorgeführt.

„Der Voreingenommene bedient sich einer Auswahl von wenigen eigenen Erinnerungen, mischt sie mit dem, was er nur gehört hat, und verallgemeinert beides“ zur Beurteilung von Angehörigen anderer Gruppen, schrieb der amerikanische Sozialpsychologe G.W. Allport in „Die Natur des Vorurteils“ (16).

Soweit Fakten nicht zu den Vorurteilen passen, erklärt der Voreingenommene sie für falsch oder deutet sie um.

Das gilt im Prinzip für alle Menschen mit denunziatorisch zur Schau getragenen Feindbildern, wie sie etwa in einer vom Bundesfamilienministerium geförderten Anleitung der Amadeu-Antonio-Stiftung für Kindergärten zur Identifizierung von Kindern rechtsradikaler Eltern gezeigt werden. Wer ein dem Anschein nach zum Gehorsam und zur Hausarbeit erzogenes Mädchen mit blonden Zöpfen derartig wahrnimmt, gerät selbst in den wohl begründeten Verdacht, der Scheinlogik von Ressentiments ebenso zu folgen wie ein anderer, der ein ähnlich erzogenes Mädchen mit Kopftuch ohne Kenntnis der Familienverhältnisse für eine Brut des Islamofaschismus hält. Umso schlimmer ist es, wenn es dem einen wie dem anderen nicht bloß an Einsichtsvermögen mangelt, sondern ihm auch noch eine Gebrauchsanleitung zur Denunzierung an die Hand gegeben wird.

Denunzierungen sowie Diffamierungen sind in der sogenannten Streitkultur unserer Gesellschaft weit verbreitet

und äußern sich etwa in der tendenziellen Klinifizierung oder Kriminalisierung von Menschen, die anders leben, lieben, denken oder glauben, indem man diese als dumm, krank, pervers, schäbig oder verbrecherisch darstellt und beispielsweise krakeelt, „Rassismus“ sei „keine Meinung, sondern ein Verbrechen“, statt sachlich sowie respektvoll mit anderen und deren gegensätzlicher Meinung umzugehen.

Ich wollte, besonders Rassisten und Antirassisten wären nicht mehr böswillig auf eine radikale Ausgrenzung von Menschen anderer Couleur aus, sondern bemühten sich guten Willens um common sense und behielten im Blick, daß sich die  Rechts- und gesellschaftlichen Verhältnisse nicht bloß für Frauen sowie Homosexuelle beiderlei Geschlechts, sondern auch für Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund verbessert haben. Doch gerade deswegen haben auf der einen Seite viele Alteingesessene die Sorge, sie könnten ihre Heimat und sogar ihre Identität verlieren, und fragen sich andererseits viele Einwanderer und ihr Nachwuchs im Jammern bestärkt durch einheimische Antirassisten, was sie denn noch tun müßten, um als dazugehörig anerkannt zu werden.

„Im Jammern kann man es sich auf beiden Seiten gemütlich machen. Aber der konstruktive Weg ist der Weg der Kritik und des friedlichen Streits“ (17), mahnt der deutscharabische Politologe Aladin El-Mafaalani.

Doch statt diesen Weg einzuschlagen und auf gegenseitige Schuldzuweisung zu verzichten, „sehen wir, wie unsere menschliche Tendenz dahin geht, …einen Sündenbock zu suchen… dem man die Schuld für unser eigenes Mißgeschick… aufladen kann“, wie es bei Allport weiter heißt: „Diejenigen, die  zu aggressiven Sündenbockpraktiken Zuflucht nehmen, um ihre Befürchtungen und vereitelten Hoffnungen damit zu beruhigen, zeigen ihre Unfähigkeit, mit ihren eigenen Problemen auf eine realistische und anpassungsfähige Weise fertig zu werden… Manche enttäuschten Menschen scheinen sich in ihrem eigenen Wertgefühl nur dann zu sonnen, wenn sie andere herabsetzen“ (18) und, wie ich hinzufüge, einem anderen mit niederschmetternder Intention voller Triumph vorwerfen: „DU hast SCHULD!“ 

Wenn es im besonderen um die Frage des Rassismus geht, haben wir es nach Einschätzung von Ijoma Mangold mit drei Gruppen zu tun(19): Als erste jene, „die von eigenen Rassismuserfahrungen berichten“, daneben jene, „die aufgrund ihres biodeutschen Echtheitssiegels zum Zuhören verdammt“ sein sollen, als hätten die zuerst Genannten „immer recht“ und die anderen nur schuldbewußt zu nicken. Und es gibt noch „eine dritte Gruppe,“ die der zweiten gerne triumphierend unter die Nase reibe, daß diese „vor lauter Privilegien gar nicht mehr sehe, was es bedeute, nicht so privilegiert zu sein. Die letzte Gruppe ist die unangenehmste, denn demografisch gehört sie meist zur Gruppe zwei, setzt sich von ihr aber moralisch ab, indem sie sich zum Fürsprecher von Gruppe 1 macht und Gruppe 2 des Rassismus zeiht“, schreibt sie und fährt fort:

„Andere des Rassismus zu zeihen… scheint nämlich seelisch mindestens so erfrischend zu sein, wie andere rassistisch zu beleidigen…“ 

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(1)   Karlheinz Deschner: Kriminalgeschichte des Christentums, Band 1, 1989, S. 127 und 134

(2)  Alfred Hackensberger: Islam und Homosexualität, HeiseOnline 14.6.2008

(3)   Karlheinz Deschner.: Kriminalgeschichte des Christentums, Band 8, 2014, S. 315

(4)   Pankaj Mishra: Das Zeitalter des Zorns, 2017, S. 233f und 361

(5)  Tania Martini: Linker Antisemitismus, taz 23.2.2019

(6)   Jenni Zykla: Kaum Kampf gegen den weißen Mann,  taz 25.2.2019

(7)  Angela Köckritz: Wann kommen die Bulldozer? DIE ZEIT 6.12.2018

(8)   Pascal Bruckner: Der Schuldkomplex, S. 36/126

(9)   Necla Kelek: Der menschliche Makel, taz 15.3.2009

(10) Lalon Sander: Das Jahr des weißen Mannes, taz 5.1.2016                                                                                                                                                        (11) Jakob Augstein: Die Krise des weißen Mannes, Spiegel 28.1.2013

(12) Sibylle Berg: Lob des weißen alten Mannes, Spiegel 18.8.2018

(13) Sigmund Freud: Das Unbehagen in der Kultur (III), Fischer1994, S. 55f

(14) Claudia Heyne: Täterinnen. Offene und versteckte Aggression von Frauen, 1993, S. 24

(15) Kevin Rittberger: Von der Talfahrt des weißen Mannes, Berliner Zeitung 13.3.2018

(16) G.W. Allport: Die Natur des Vorurteils, in: Die Gewalt des Vorurteils, 2007, S. 41                                                          (17) Aladin El-Mafaalani: Das Integrationsparadox, 2018, S. 18

(18) G.W. Allport: Treibjagd auf Sündenböcke, in: Die Gewalt des Vorurteils, 2007, S. 16 und 27

(19) Ijoma Mangold: Was ist Rassismus? Und was ist keiner? ZEIT 2.8.2018

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