(David Berger) Das was Polizisten, die die meist ohnehin völlig wirkungslosen Abschiebungen abgelehnter Asylbewerber durchführen, erleben müssen, ist nicht selten der pure Horror. Gleichsam als zusätzliche Verhöhnung erscheint da eine an die Polizisten ausgezahlte „Abnutzungspauschale“ von 1,20 Euro.

Unter dem Covertitel “Abschiebung – ein deutsches Desaster” berichtet der heute erscheinende „Spiegel“ über die längst bekannte Tatsache, dass Abschiebungen dem Steuerzahler nicht nur extrem teuer kommen und in Merkels Land der offenen Grenzen sinnlos sind, sondern auch unter welch unerträglichen Bedingungen hier Bundespolizisten ihre Arbeit verrichten müssen.

„Ist der Spiegel etwa wieder realitätstüchtig geworden, nachdem das Schülerselbstverwaltungskollektiv der bisherigen Chefredaktion abgelöst wurde?“ fragt Matthias Matussek heute Morgen. Der Grund: Der neue Spiegel, mit dem kaum mehr für möglich gehaltenen Titel: “Abschiebung – ein deutsches Desaster”: “Wenn Bundespolizisten ins Erzählen kommen über ihre Arbeit an der Front der Abschiebung, kann es geschehen, dass man sich als Zuhörer für die Zustände in diesem Land zu schämen beginnt….”

Das worüber wir freien Medien seit mehr als einem Jahr berichten, finden Sie also nun auch im Relotius-Magazin. Außer vielleicht einer Sache, um die wir bislang noch nicht so detailliert wussten:

Qualität der Widerstandshandlungen enorm gestiegen

Dass Bundespolizisten im Zusammenhang mit Abschiebungen beschimpft, bespuckt, verletzt und mit Fäkalien beworfen werden, ist ebenfalls schon bekannt. Schon vor einigen Wochen stellte der Chef-Gewerkschafter der Bundespolizei fest: „Die Qualität der Widerstandshandlungen ist enorm gestiegen.“

Die Bildzeitung nennt einige Beispiele aus dem ganz normalen Abschiebealltag:

“ ♦ Ein Rückzuführender hat sich ein Stück seiner Zunge abgebissen und zusammen mit einem Schwall Blut einem Abschiebe-Polizisten ins Gesicht gespuckt.

♦ Einem Beamten wurde bei einer geplanten Abschiebung zur Jahresbeginn die Kniescheibe zertrümmert, als ein Abzuschiebender um sich trat.

♦ Immer häufiger sind Rasierklingen am Körper versteckt, um die Beamten zu attackieren oder sich selbst zu verstümmeln, um die Abschiebung so zu verhindern.“

Hinzukommt noch die von linksgrünen Politikern und ihren gewaltbereiten Fußtruppen bewusst in Kauf genommene soziale Ächtung der Arbeit der Bundespolizei im Rahmen von Abschiebungen.

Die Qualität der Widerstandshandlungen ist enorm gestiegen

Dass der Dienstherr sich gleichsam aber noch über sie lustig macht, indem er ihnen eine besondere Entschädigung für die ohnehin aufgrund von Merkels offenen Grenzen völlig sinnlosen Maßnahme verweigert, war bislang kaum bekannt.

Die genannte Ausgabe des „Spiegel“ berichtet nun, dass stattdessen ganze 1,20 Euro pro Einsatz „Abnutzungspauschale“ für Speichel, Blut oder Urin auf der Privat-Kleidung gezahlt werden. Was sonst noch an Kosten anfällt, müssen die Polizisten zu ihrer nervenaufreibenden Arbeit zusätzlich ausführlich protokollieren und nachweisen, damit die dafür anfallenden Kosten zwar erstattet, aber dann von der täglichen Taschengeldpauschale abgezogen werden können.

Der „Spiegel“ zurück in den Niederungen der Realität?

In der Tat erschreckende Details, die der „Spiegel“ nun als Wochenendlektüre bietet. Dennoch bleibt journalistisch gesehen ein äußerst bitterer Beigeschmack. Daniel Mattissek schreibt zu der neuen Spiegelnummer:

„Die ersten zaghaften Expeditionen dieses Blattes zurück in die Niederungen der Realität – hier in Gestalt von mit den Problemen realbefassten Vollzugsbeamten – fördern in der Tat erstaunlich luzide Einsichten zu Tage.  Hätte man alles schon vor Jahren wissen können, nicht nur im Bereich der Ausländer-& Sicherheitspolitik, wenn man echte Basisrecherche betrieben hätte, statt nur auf handverlesene oder herbeirelotierte Kronzeugen der eigenen Spiegelwelt zu hören.“

Besser spät als nie, möchte man freilich sagen. Auch wenn sich die ausschlaggebenden Politiker von Seehofer bis Maas inzwischen so tief in das System Merkel verstrickt haben, dass selbst der „Spiegel“ hier kaum ein grundsätzliches Umdenken wird in Gang bringen können. Und dem einstigen Leitmedium längst die Leser davon gelaufen sind, die solch ein Heft vor zwei Jahren erwartet hätten.

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