(David Berger) Nicht nur in Berlin, auch in Brüssel wird man langsam nervös. Auch Bulgarien hat heute offizielle bekannt gegeben, dass es dem UN-Migrationspakt nicht beitreten wird. So der Vizechef der Regierungspartei GERB, Zwetan Zwetanow laut internationalen Presseagenturen.

Der Pakt widerspreche den nationalen Interessen Bulgariens und er könne ihn deshalb nicht unterzeichnen. Die zuständige EU-Kommission reagierte echauffiert und mit Vorwürfen an Bulgarien, dass man dort überhaupt nicht wisse, worum er überhaupt in dem Pakt gehe.

Juncker beleidigt Migrationspaktgegner

Ausdrücklich wurde Jean-Claude Juncker zitiert, der in Berlin einfach behauptete, „dass jene Länder, die den Pakt verlassen, das nicht getan hätten, wenn sie ihn gelesen hätten“.

Die zuerst von Österreich ausgehende Kritik, dass der Pakt die Grenzen zwischen illegaler und legaler Migration verwische, sei nicht zutreffend.

Die „Presse“ geht davon aus, dass bald noch zahlreiche andere europäische Länder ebenfalls offiziell ihr Abspringen bekannt geben werden: Tschechien, Slowenien, Polen, Australien, Großbritannien, Italien und die Schweiz.

Lesen Sie auch:

Merkel zunehmend isoliert: Auch Polen will UN-Migrationspakt nicht unterzeichnen