(David Berger) Die kanadische Aktivistin und Journalistin Lauren Southern führt zur Zeit mit ihrem Team in Griechenland, besonders auf Lesbos, verdeckte Ermittlungen gegen NGOs durch, die auf den griechischen Inseln tätig sind. Und ist dabei auf einen Riesenskandal gestoßen.

Bei ihren Recherchen scheinen die Aktivisten in den Besitz von Aufzeichnungen von Gesprächen mit Ariel Ricker gekommen zu sein, der Geschäftsführerin von Advocates Abroad, die in diesen Privatgesprächen mit einem verdeckten Ermittler unethische und illegale Praktiken zugibt.

(Foto: Lauren Southern (c) Lauren Southern, CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons)

Advocates Abroad ist eine große NGO, die Rechtshilfe für Flüchtlinge und Migranten leistet, die in Europa Asyl suchen. Ihre 380 Anwälte sind vor allem an der Vorbereitung von Flüchtlingen und Migranten auf ihre Asylgespräche beteiligt.

60.000 US-Dollar für Advocates Abroad

Die Organisation hat mit einer Spendenkampagne, durchgeführt von Studenten der University of Cambridge und 12 britischen Abgeordneten, über 60.000 US-Dollar für ihre Machenschaften gesammelt.

In den auf Band aufgenommenen Aufnahmen verrät Frau Ricker, dass ihre Organisation vor allem darum bemüht ist, regelrechte Drehbücher mit den Asylanten wie mit Schauspielern einzustudieren. Damit sie auf Ämtern, in Interviews etc so reagieren und so antworten, damit ihre Einwanderungswünsche möglichst rasch in Erfüllung gehen.

Sie lernen so zu tun, als ob sie weinen oder einen Nervenzusammenbruch haben

Ariel Ricker spricht sogar davon, dass Advocates Abroad den Bewerbern beibringt, so zu tun, als ob sie weinen oder psychisch zusammenbrechen. Aber auch rhetorische Kniffe, wie eine Pause einlegen, um sympathischer zu wirken, bekommen sie beigebracht.

In eigenen, immer wieder eingeübten Rollenspielen werden die Prüfgespräche, der Umgang mit Ordnungskräften und mit Richtern geübt. Bis hin zu der Situation, in der ein Moslem einen verfolgte Christen spielen soll, der von seiner Verfolgung erzählt.

In einem Teil des in Griechenland aufgenommenen Undercover-Videos erzählt Ricker ein Beispiel für eine Geschichte, wie sie den Asylbewerbern beigebracht wird: “Im Dezember 2017 wurde mir in Izmir gedroht, weil Christ bin. Mein Chef und seine Freunde haben mich beim Verlassen der Kirche überfallen.” […] Und dann werden die Gegenstände in die Kamera gehalten. “Das ist die Bibel, die sie zerreißen wollten ….  das ist das Kruzifix, das sie mir abnehmen wollten ….”

Auch sehr deutliche Hinweise auf die skandalöse Zusammenarbeit der NGOs mit Menschenschmugglern haben sich in den Undercover-Gesprächen ergeben.

Der UNHCR hat bereits reagiert und zugegeben, dass er „durch diese Berichte beunruhigt“ sei. Auch das Sturm College of Law, eine Abteilung der University of Denver, die als Partner auf der Website der Advocates Abroad gelistet ist, antwortete und sagte, dass sie von den Kommentaren von Frau Ricker „schockiert“ sei, dass die Universität keine offizielle Zugehörigkeit zu der Organisation mehr habe und ihre Studenten nicht weiter mit der NGO zusammen arbeiten würden. Allerdings findet sich das Logo der Universität noch immer auf der Seite der Partnerorganisationen.

Alles dazu findet sich in dem folgenden Video:

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