Der Volkswirt Thilo Sarrazin setzt sich in seinem Buch „Feindliche Übernahme“ mit islambezogenen Herausforderungen für Europa auseinander. Dabei betont er, dass sein Ziel nicht die Bewahrung, sondern die weitere Auflösung des christlichen Erbes Europas sei.

Er lehnt alle Religionen als Ausdruck von „Aberglaube“ ab und vertritt eine radikale materialistische Weltanschauung, die volkswirtschaftlichen Erfolg über alles andere stellt. Auf kultureller Ebene treibt er dadurch das voran, was er in anderem Zusammenhang als die „Abschaffung Deutschlands“ kritisiert hatte.

Sarrazins vordergründige Abendland-Bezüge

Sarrazin erklärt, die „eigene Identität schützen und bewahren zu wollen“. Die von ihm kritisierten Strömungen im Islam würden das ablehnen, „was die europäische und abendländische Kultur ausmacht“. Er beruft sich auf die „Werte des Abendlands“2 und spricht von „unseren kulturellen Grundwerten“.

Sarrazin macht jedoch deutlich, dass er das abendländische Welt- und Menschenbild in weiten Teilen ablehnt. Er will nicht die christlich-abendländische Kultur Europas bewahren, sondern die „säkulare offene Gesellschaft“, die er im Gegensatz zur abendländischen Tradition definiert. Er denkt nicht abendländisch, sondern vertritt einen betont antireligiösen Liberalismus, der sich ebenso gegen die kulturellen Wurzeln Europas richtet wie der von ihm kritisierte Islamismus.

Das Christentum als „Aberglaube“

Sarrazin bezeichnete das Christentum im Rahmen einer Vorstellung seines Buches als „Aberglauben“, der keine geeignete Antwort auf einen anderen Aberglauben darstelle. Die Antwort auf islambezogene Herausforderungen könne laut Sarrazin nicht auf christlichen Ansätzen beruhen, sondern erfordere „mehr säkulare Aufklärung“:

Wissenschaftlich gesehen, ist jede Religion nichts als ein Aberglaube, der von vielen geteilt wird, und eine Weltreligion ist ein Aberglaube, der von besonders vielen Menschen über besonders lange Zeit geteilt wird.

Sarrazins materialistisches Weltbild

Sarrazin betrachtet gesellschaftliches Geschehen fast ausschließlich in materiellen Kategorien. Er spricht zwar positiv von einem „abendländischen Projekt“, das es zu bewahren gelte, erklärt aber zugleich, dass dieses für ihn primär aus „Marktwirtschaft und Leistungsorientierung“ bestehe.

Die Frage nach dem Wahrheitsgehalt von Religionen stellt Sarrazin nicht, sondern bewertet diese danach, ob sie volkswirtschaftlich nützlich seien oder nicht. Eine Religion, deren Mitglieder in modernen Volkswirtschaften sozioökonomisch weniger erfolgreich sind, hält er dadurch bereits für hinreichend widerlegt. Sarrazin übersieht dabei, dass der individuelle Verzicht von Menschen auf potenzielle Wohlstandsgewinne zugunsten anderer Güter eine notwendige Voraussetzung eines dauerhaften Gemeinwesens, wie z.B. das Beispiel von Eltern zeigt, die zugunsten von Kindern wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen.
Die Annahme einer Verbindung zwischen Religion und Moral sei Sarrazin zufolge „besonders unsinnig und gefährlich“, da sich „die moralischen Gefühle“ im Zuge der Evolution als „Ergebnis des Prozesses der natürlichen Selektion“ entwickelt hätten und „genetisch vorgegeben“ seien.

Sarrazin weist hier die Grundlagen des abendländischen Menschenbildes, das den Menschen als Träger eines freien Willens betrachtet, dessen Handeln nicht primär biologisch determiniert ist, zugunsten eines biologistischen Materialismus zurück.

Fortschritt sei ihm zufolge identisch mit der schrittweisen Emanzipation der Gesellschaft von der Religion. Bildung ist für Sarrazin beschränkt auf volkswirtschaftlich verwertbare „Spracherziehung, Mathematik und Naturwissenschaften“. Die Integration von Migranten bemisst er ausschließlich an materiellen Kriterien wie „Bildungsleistung und Arbeitsmarktbeteiligung“.

Der totale Anspruch des Staates gegenüber der Religion

Sarrazin geht von einem totalen gesellschaftlichen Herrschafts- und Gestaltungsanspruch des Staates aus. Der „säkular-neutrale Staat“ habe „spätestens seit dem 18. Jahrhundert […] den Religionen überall dort Einhalt“ geboten, „wo ihr Treiben seinen Zielen und Werten widerspricht“, was er positiv bewertet. Eine mögliche Notwendigkeit, totale Ansprüche von Staaten zu begrenzen, erwähnt Sarrazin hingegen nicht. Die Werte, auf die sich Sarrazin dabei bezieht, sind die Erfordernisse ökonomischer Vernunft, die bei ihm an die Stelle religiöser Letztbegründungen treten und eine ersatzreligiöse Funktion einnehmen.

Sarrazin kritisiert außerdem, dass für Muslime „der islamische Glaube weitaus höher“ stehe „als jede politische Demokratie“ und islamisches Recht für sie im Zweifelsfall über weltlichem Recht stehe. Er geht auch hier von einem staatlichen Totalitätsanspruch aus, den das in der abendländischen Tradition der Naturrechtslehre stehende deutsche Grundgesetz bewusst nicht erhebt.

Sarrazin lehnt zudem wesentliche Aspekte der Religionsfreiheit ab. So betont er etwa, dass Religionsfreiheit auf das Umfeld religiöser Einrichtung und die private Wohnung zu beschränken sei. Da es im Wesen echter Religion liegt, dass sie alle Aspekte des Daseins des Menschen bestimmt, verbirgt sich hinter Sarrazins Definition von Religionsfreiheit letztlich die Forderung nach der Aufhebung dieser Freiheit.

Der säkulare Staat solle zudem eine „inhaltliche Bewertung von Religionen“ vornehmen und deren Aktivitäten entsprechend regulieren. Als zentrales Kriterium dafür betrachtet Sarrazin den volkswirtschaftlichen Nutzen, der von einer Religion ausgeht bzw. die Frage, ob eine Religion sozioökonomisch definierten Lebenserfolg fördere oder nicht.

Sarrazins schwarze Legenden

Der Historiker Julián Juderías schuf den Begriff der “schwarze Legenden” zur Bezeichnung der antikatholischen englischen Propaganda des 15. Jahrhunderts. Dabei ging es meist darum, die katholische Kirche, als rückständig, irrational, abergläubisch und verbrecherisch darzustellen. Diese Propaganda wurde später von radikalen Strömungen der Aufklärung aufgegriffen und auf das gesamte Christentum ausgeweitet. Später griffen totalitäre Bewegungen darauf zurück. Sarrazin knüpft in seinem Buch an solche historisch unhaltbaren Delegitimationsversuche an.

Religion neige grundsätzlich zur Gewalt, während atheistische Weltanschauungen friedfertig seien. Er zitiert Henryk M. Broder mit den Worten, dass man noch nicht von einem Atheisten gehört habe, der „mit einem Messer in der Hand und dem Ruf ‚es gibt keinen Gott‘ auf Menschen losgegangen ist“. Die Ansicht, „dass die Pflichterfüllung für Gott gegenüber allem anderen Priorität hat“, bringe Selbstmordattentäter hervor. „Die allergrößten Grausamkeiten“ seien im Namen von Religonen begangen worden. Die von totalitären, auf atheistisch-materialistische Ideologien gestützten Regimen im 20. Jahrhundert an Christen und anderen Menschen verübten Massenmorde blendet Sarrazin dabei ebenso aus wie den Widerstand jener Menschen, die Gott unter diesen Bedingungen mehr gehorchten als dem totalitären Staat.

Religion sei grundsätzlich irrational, da ihre Inhalte „mit den Mitteln des Geistes weder bewiesen noch widerlegt werden und so aus der Sicht des wahrhaft Gläubigen auch nicht kritisch hinterfragt werden“ könnten. Religion verlange „dass man [….] etwas für wahr halten soll, obwohl man seine Wahrheit nicht überprüfen kann und es keinen Beleg dafür gibt“. Das „Sichbeugen vor den Gesetzen der Logik und des wissenschaftlichen Denkens“ habe die positive Folge „dass Religion immer abstrakter, immer entfernter und folglich auch immer gleichgültiger wird“. Sarrazin zeichnet hier ein Zerrbild von Religion, das u.a. die zweitausendjährige christliche Tradition des systematischen Nachdenkens über religiöse Fragen, aus der u.a. die europäischen Universitäten sowie die an ihnen zunächst als Hilfswissenschaften der Theologie entwickelten sonstigen Wissenschaften hervorgingen, ausblendet.

Sarrazins Darstellungen der historischen Rolle des Christentums in Europa sind auch darüber hinaus weitestgehend unhaltbar. So behauptet er, dass erst die Aufklärung in Europa eine Trennung zwischen religiöser und politischer Hierarchie hervorgebracht habe. Tatsächlich hatte bereits der hl. Augustinus diese Trennung in der Spätantike theologisch ausführlich begründet.

Infragegestellt wurde diese Trennung dabei nicht von politischen Herrschaftsansprüchen der Kirche, sondern von den Machtansprüchen weltlicher Herrscher, welche die Kirche kontrollieren wollten. Im Hochmittelalter wurde die weitgehende Trennung zwischen politischer und kirchlicher Hierarchie jedoch auf den Druck der Kirche hin durchgesetzt. Sarrazin stellt diese Trennung durch seine Forderung nach staatlicher Kontrolle der Religion wieder in Frage, ohne sich dessen allerdings bewusst zu sein.

Er behauptet außerdem, dass es ein Beleg für den durch die Zurückdrängung des christlichen Glaubens durch die Aufklärung erzielten Fortschritts sei, dass europäische Staaten im 19. Jahrhundert die Sklaverei und den Sklavenhandel verboten hätten. Tatsächlich begann der Kampf gegen die Sklaverei im europäischen Kulturraum bereits im Mittelalter, wobei er sich ausdrücklich auf das christliche Menschenbild berief. Die treibende Kraft hinter der endgültigen Abschaffung der Sklaverei im 19. Jahrhundert waren christliche Bewegungen.

Ansätze zur differenzierten Betrachtung des Christentums bei Sarrazin

Trotz seines antireligiösen Weltbildes und negativer Aussagen über das Christentum ist Sarrazin nicht direkt christenfeindlich eingestellt. Er hält das Christentum für eine vergleichsweise harmlose Religion, die aufgrund der Durchsetzung materialistischer Ideologien irrelevant geworden sei.

Sarrazin erklärt außerdem, dass die christliche Kultur, in der er aufgewachsen sei, ihm „kulturelle, aber nicht religiöse Heimat“ sei.

Sarrazin setzt nicht alle Religionen gleich, sondern nimmt Unterschiede zwischen ihnen zur Kenntnis. Islam und Christentum bewertet er wegen ihrer von ihm trotz allem anerkannten verschiedenen Beiträge zu modernen westlichen Gesellschaften entsprechend unterschiedlich.

Die Verwirklichung der Menschenrechte in einem Staat korreliere laut Sarrazin positiv mit dem Anteil der Christen an dessen Bevölkerung.

Er teilt zwar nicht das christliche Menschenbild im Allgemeinen, bejaht jedoch dessen Skepsis gegenüber dem Menschen, etwa wenn er betont, dass „menschliche Irrtümer, Bosheit und Unvernunft […] niemals an ihr Ende“ kämen. Vor diesem Hintergrund erklärt er, „Utopien jeder Art“ abzulehnen.

Sarrazin spricht zudem das Problem der islambezogenen Christenverfolgung ausführlich an.
Darüber hinaus thematisiert er in seinem Buch reale islambezogene Herausforderungen für Deutschland und Europa, die auch aus christlicher Sicht relevant sind. Seine Argumentation ist dabei dort, wo er sich auf die sozioökonomischen Fragestellungen konzentriert, die sein eigentliches Fachgebiet darstellen, überwiegend fundiert, wie auch der Politikwissenschaftler Johannes Kandel in einer ausführlichen Rezension des Buches betonte.

Sarrazins kulturelle und politische Antworten auf die von ihm angesprochenen Herausforderungen sind aus der Perspektive der Bewahrung des christlichen Europas betrachtet jedoch kaum weniger destruktiv als die Probleme, die er lösen will. (sw)

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Der Beitrag erschien zuerst auf der äußerst empfehlenswerten Internetpräsenz des Bundes Sankt Michael

78 Kommentare

  1. Säkularer Staat, dass ich nicht lache. Politik ist heute Religion! Seit der Aufklärung ist das doch schon so. Mit Karl Murx hat das angefangen, die Paradiesversuche auf Erden nehmen kein Ende, die Menschenopfer bemessen sich im dreistelligen Millionenbereich.

    Jetzt schauen wir mal, wie die säkularisierte Erbsünde (Klima, Rassismus, Nahtsie) mit der Erlösung durch islamisch, afrikanische Masseneinwanderung gelöst wird. Menschenopfer gibt es ja schon mehr als genug, (Ein Gottessohnopfer reicht als Erlösung keinesfalls) Das „Multikulturelle Massenparadeis Europa“ kann sich dann mit seiner „Humanistischen Aufklärung“ den Popo abwischen, während die Dschihadisten den kantschen Imperativ (das Gesetz in mir, die Scharia) durchsetzen. Die Staatskirchenpfaffen werden als erste konvertieren. Wetten!

  2. Gott kann nur eine Frau sein .

    Jetzt bitte alle Leser das Gehirn einschalten!

    Wenn es Gott gäbe, dann kann sie nur eine Frau sein .
    1. Weil nur Frauen Leben zeugen können.
    2. GOTT hat uns Menschen nach seinem Ebenbild erschaffen.
    3. GOTT ist als Gott demzufolge perfekt .

    4. Bei einem perfekten Gott hängen die Eier nicht in der kühlen Luft herum, nur um zeugungsfähige Spermien zu erzeugen.

    WIR SIND NICHTS MEHR ALS TIERE DIE SICH FÜR GOTT HALTEN, ALSO HÖRT AUF MIT DIESEM RELIGIÖSEN GEDÖNS.

    RELIGIONEN GEHÖREN VERBOTEN .

    • Ich denke Sie tuen gut daran, IHR Gottesbild abzulehnen. Es scheint nicht viel zu taugen.

      Daraus ergibt sich auch ein Widerspruch zu der von Ihnen getätigten Aussage – „Jetzt bitte alle Leser das Gehirn einschalten!“ – ich würde da ja jetzt mal vorschlagen, dass Sie Ihren amok-schaltenden Synapsen ein wenig Ruhe gönnen.

      Denken alleine wird auch nicht wirklich zu einem Erfolg führen, in Bezug zu einer Gotterkenntnis.
      Wer diesem Thema wenigstens annähernd gerecht werden möchte, der sollte entweder über die nötige Intelligenz verfügen, oder sich der selbigen mit einer fundierten Logik nähern.

      Das Oktroyieren des eigenen Gottesbildes, auf eine doch eher unendlich erscheinende Dimension ist z.B. unlogisch.
      Viel sinnvoller dürfte im Vorfeld die Frage sein, “ wie müsste ein Gott beschaffen sein, damit Er oder auch Sie diese Bezeichnung verdient „.
      Sie werden bei einer bestmöglichen Beantwortung sicherlich sofort die Defizite der allgemein kommunizierten Definitionen wahrnehmen können.
      Sollten Sie dann sogar noch die Muse verspüren, Ihre eigenen Erkenntnisse mit jenen zu vergleichen, die gemeinhin als Religionsgründer verschrien sind, möchte ich Ihnen fast einen AHA Effekt versprechen.

  3. Ich beginne mit einem Zitat:
    Der Mensch ist was er denkt,
    was er denkt, strahlt er aus.
    Was er ausstrahlt, zieht er an.
    Friedrich Hebbel, (1813 – 1863) deutscher Dramatiker und Lyriker

    Das gilt auch für Herrn Sarrazin.

    Gott – oder das Leben kennt keine Rache. Der Mensch betraft sich selbst durch seine falschen Auffassungen von Gott, dem Leben und dem Universum. Wer gegen Die Schöpfung, also gegen Gott ist, der ist auch gegen die Natur. Und der Mensch selbst ist ein Teil der universellen göttlichen Schöpfung, ein Abdruck, so etwas wie eine göttliche DNA.
    Einen Beweis dafür bedarf es nicht.
    Man kann es durch ein Zitat ergänzen:
    Aber man verlangt vom Forscher, dass er Beweise liefert,
    wenn es sich zum Beispiel um die Entdeckung eines großen Berges handelt,
    verlangt man, dass er große Steine mitbringt.
    Antoine de Saint-Exupéry (1900-44), frz. Flieger u. Schriftsteller

    Die jüdisch christliche Lehre hat unser Abendland doch erst geprägt und sie gehört zu Europa.

    Der (heilige) Geist herrscht über die Materie, das ist die logische Konsequenz daraus, das der Mensch die Materie, u. a. chemisch, verändern kann.

    Der Materialismus ist nicht alles. Nur vom Materialismus allein kann der Mensch auch nicht leben.

  4. Ich finde es erstaunlich, was alles man aus einem einzigen Satz von Sarrazin über Religion imAllgemeinen so alles herauslesen kann…

  5. Das Christentum hat einige positive Apekte, ist wohl mit Buddhismus die akzeptabelste Religion, aber der Humanismus ist eine eigenständige Strömung und lagerübergreifend einem Menschen möglich. Die kirchlichen Verwalter des Christentums haben, ob dem Original treu oder verfälscht, viel Böses in der Geschichte getan, oft alleine oder mit den weltlichen Obrigkeiten das Volk verdummt und geschunden. Was wir heute sind an Aufklärung, moderner Lebenseinstellung, befreiter angstfreier Sexuaität, sozialer und freiheitlicher Demokratie (viele Dekadenzler haben es gar nicht so verdient) wurde über die Jahrhunderte stückweise unter großen Opfern, auch einigen Verirrungen erkämpft gegen die religiös-geistlichen und weltlichen Obrigkeiten, was bis in unsere Tage reicht. Religion muß Privatsache bleiben, aber ihre Mitglieder drängen natürlich mit ihren Haltungen in die Gesellschaft und Politik, wollen dort Dominanz (siehe die Abtreibungs-Frage) oder fragwürdige bis verfassungswidrige Minderheiten-Privilegeen. Klar ist auch, daß es angenehme und üble Religionen gibt, ebenso bei religiösen Menschen. Das humane Treiben vieler Katholiken darf z.B. nicht darüber hinwegtäuschen, wieviel übles die Romkirche zu verantworten hat und bis heute wenig Reformbereitschaft zeigt. Die Erzkatholen sind mehr gezähmt als geläutert!

  6. Der Trick ist die Balance und eine klare Aufgabenteilung. Religion hat sich nicht in staatliche Angelegenheiten einzumischen und der Staat hat den Bürgern nicht vorzuschreiben, was sie zu denken und zu glauben haben, soweit es den Staat in seiner Funktionsweise denn nicht gefährdet. Der Staat muss sich auf innere/äußere Sicherheit, Infrastruktur und eine wert- und politneutrale(!) Bildung konzentrieren, damit die Demokratie überhaupt funktionieren kann. Der Staat hat hingegen keine Moral und keine „Haltung“ zu vermitteln. Religion hat derweil keine staatlichen Gesetze in Frage zu stellen und einfach zu brechen.
    Was uns in die derzeitige Situation geführt hat, ist die totale Aufweichung der bisherigen (funktionierenden) Machtverteilung. Wie in einem Uhrwerk, wo man unterschiedliche große Zahnräder mit unterschiedlicher Funktion auf die falschen Achsen gesteckt hat. Merkel und Göhring-Eckardt agieren nicht für Deutschland. Sie agieren für die Kirchen. Die Kirchen stehen bei der Bundestagswahl aber nicht auf dem Wahlzettel. Aus gutem Grund. Weltliche und spirituelle Dinge sind unterschiedlich und getrennt zu handhaben.
    Eine funktionierende Trennung von Kirche und Staat ist bei uns nicht vorhanden.
    Und genau dies bricht diesem Land derzeit das Genick, denn den Kirchen ist Deutschland als Nation egal bis vollkommen hinderlich, da ihre Machtausübung und ihr Profit durch den deutschen Staat in seinen fest definierten Grenzen begrenzt wird. Insofern hat Sarrazin durchaus den richtigen Punkt getroffen, wenn er Religion einschränken möchte. Die Frage ist jedoch, wie weit. Der allumfassende und ausufernde Staat ist genauso gefährlich, wie allumfassende und ausufernde Religion.
    Alles hat seine Grenzen. Seine eigenen Grenzen.

  7. Wieso dunkler Fleck? Man muss schon bei der Realität bleiben – und Märchen sind eben phantastische Geschichten aus dem Reich der Wunder. Auch wenn sie religiös angestrichen sind.

  8. Das Thema scheint ja zu interessieren und zur Diskussion einzuladen. Dem Artikel ist anzumerken, dass er eine Religion verteidigen will. Das ist ihm unbenommen, nur das tun eben andere auch, weshalb meiner Meinung nach die Forderung die religiösen Ausübungen in den Religionsräumen oder zuhause zu tun, nur zugestimmt werden kann, um die alten Religionskriege nicht wieder zu beflügeln. Mich ekelt es inzwischen direkt, wenn mir in den Medien aufgezwungen wird, irgendwelche religiösen Akte ansehen zu müssen, das empfinde ich als Übergriff und Zumutung, weil es peinlich für mich ist, Erwachsene in solchen Aufzügen zu sehen, es wirkt absolut lächerlich und aus der Zeit gefallen. Das ist nichts für die Öffentlichkeit, wirkt exhibitionistisch und missionarisch. Jeder soll das halten, wie er will und es braucht, aber niemand anderen damit belästigen.

  9. Hinsichtlich Religionen täuscht sich Sarrazin. Er vertritt noch die marxistische Ideologie, nach der es nur Materie gebe und diese ewig sei.
    Atheismus ist so ein bloßer Denkfehler.

    Allerdings trifft zu, dass Religionen durch geistliche und weltliche Herrscher missbraucht werden. Es stimmt auch, dass die zusammen geklaubte und teils manipulierte Bibel einen falschen oder keinen Glauben vermittelt. Solange der Vatikan seine Bibliotheksräume mit anderen alten Evangelien und Schriften Forschern nicht zugänglich macht, ist es naiv, das „Buch der Bücher“ mit seinen vielen Widersprüchen für Wahrheit zu halten. Und falls es dazu kommt, kann man das „Wort Gottes“ wohl beiseite legen.

  10. Sarrazin hat recht. Unsere Freiheit und unseren Lebensstandard haben wir erreicht, weil Kirche und Religion zurückgedrängt wurden. Nun als Antwort auf den Islam wieder das Christentum zu beschwöhren statt die Aufklärung, halte ich für falsch. Generell ist zu beobachten, dass die Aufklärung auf dem Rückzug ist – z.B. beim Thema Klimawandel und der Energiewende. Selbstständiges Denken ist nicht mehr gefragt. Skepsis auch nicht. Wir sind auf dem Weg in ein neues Mittelalter.

  11. Karlheinz Deschner:

    „Daß die Religion kein Aberglaube sei, ist der Aberglaube größter.“

    Die beste „Religion“ hat schon Buddha 600 Jahre vor Jesus formuliert:

    „Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest.

    Leider wird jedoch die „Conditio Humana“ vom Egoismus bestimmt.

  12. Thilo Sarrazin, leider doch mehr SPD als vernünftig und realistisch. Ich stimme da David Berger zu, der einen fundierten Katholizismus für zukunftsweisend hält. Das tue ich auch und noch etwas präziser: es ist eine Peson, die unsere Zukunft ist und das ist Jesus selbst, weil er ewig lebt. Das kann Thilo Sarrazin nicht von sich sagen. Bei allen Kommentaren zur Religion auf allen Portalen fällt mir auf, daß die Deutschen von heute wohl sehr firm sind in Bezug auf ihre Steuererklärung, erschreckend sind die Defizite in Bezug auf die Kenntnis der Religionen. Aber wen wundert das, wenn Geld der Gott ist!

  13. Wie kommt man auf so etwas abwegiges?!

    „Da es im Wesen echter Religion liegt, dass sie alle Aspekte des Daseins des Menschen bestimmt, verbirgt sich hinter Sarrazins Definition von Religionsfreiheit letztlich die Forderung nach der Aufhebung dieser Freiheit.“

    „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser – mein Königreich ist nicht von dieser Welt.“

  14. „Er will nicht die christlich-abendländische Kultur Europas bewahren, sondern die „säkulare offene Gesellschaft“…“
    1.) Das will ich auch: „Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser – mein Königreich ist nicht von dieser Welt.“
    2.) Der Papst – meiner Meinung nach der Antichrist selbst! – verrät gerade alle Christen und Katholiken auf diesem Planeten – was interessiert da die Meinung eines pensionierten SPD Politikers?

  15. Da kann ich Sarrazin nur zustimmen, jeder darf glauben was er will und soll andere Menschen damit nicht belästigen. Darum gehört z. B. öffentliches Beten von Muslimen strikt untersagt, zumal das eine Provokation für andere Kulturen darstellt.
    Ich halte es mit Hubert Reeves, denn Mutter Natur ist unser einziger und wahrhaftiger „Gott“.

  16. Ich stimme Herrn Sarrazin zu: einen Aberglauben mit einem anderen auszutreiben, bringt uns nicht weiter. Nur Wissenschaft, eine umfassende Allgemeinbildung (Naturwissenschaft UND Geschichte) und selbständiges Denken kann unsere Gesellschaft retten. Ich brauche keine höhere Macht, die mir sagt, dass ich andere Menschen mit demselben Respekt behandeln sollte, den ich mir von ihnen wünsche. Dazu reicht mein Verstand.
    Religionen sind auch nur Ideologien, die ihren Gläubigen vermitteln, sie seien schon etwas Besseres, weil sie das Richtige glauben. Somit spalten Religionen genauso wie alle anderen Ideologien. Andererseits könnte man die linke und grüne Ideologie auch als eine Art Religion betrachten, denn sie fordert ebenfalls Glauben (statt Denken) und überhöht ihre Anhänger über alle Anderen. Die Toten durch Mao, Stalin, Pol-Pot usw. sind damit ebenfalls Opfer einer Religion – nur dass diese ohne den klassischen Gott auskam.
    Auf der anderen Seite steht die u.a. durch A. Merkel und die heutigen kirchlichen Würdenträger missbrauchte christliche Religion, die uns alle zu Märtyrern machen will, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Ein vernünftiger Mensch würde niemals alle Tore öffnen und diejenigen willkommen heißen, die ihn vernichten wollen!
    Ich bleibe deshalb dabei: keine Religion kann uns retten, nur unser Verstand!
    Übrigens habe ich Sarrazins Buch auch gelesen und betrachte es als mutwillige Fehldeutung, dass er den Menschen nur als ökonomisches Wesen betrachten würde. Die sozioökonomische Stellung der Muslime in der Welt und in westlichen Gesellschaft war nur Beispiel von mehreren, um die Rückständigkeit des Islam zu illustrieren. Es wurde im Wesentlichen deshalb gewählt, weil es relativ gut messbar ist. Sarrazin widmete sich aber auch den (kaum vorhandenen) wissenschaftlichen und kulturellen Leistungen des Islam sowie dem Bildungsgrad der Muslime in Europa. Ethik lässt sich schlecht messen, aber Sarrazin versuchte es zumindest, u.a. anhand von Umfragen zum Thema religiös motivierte Gewalt und Terror. Dieses Buch ist überaus gut recherchiert und sachlich geschrieben – eine Empfehlung an jeden selbständig denkenden Bürger!

  17. Das von Sarrazin gezeichnete Menschenbild klingt sehr reduktionistisch, er glaubt an einen langweilig-geistlosen Homo Economicus.
    Es ist das binäre Komplementärbild zum islamistischen Menschenbild:

    Propagiert der Islam den jeder Vernunft baren gehorsamen Gotteskrieger, so schwärmt Sarrazin für den seiner spirituellen Herkunft entwurzelten und ENTSEELTEN Leistungsträger erfolgreichen wirtschaftlichen Wettbewerbs.

    Ich kann mich bei diesem unattraktiven Angebot programmierter Menschen nicht wirklich entscheiden, wen ich schlimmer und des Menschen am UNWÜRDIGSTEN finde.
    Bei den engen diskursiven Korridoren, die aktuell in der öffentlichen Meinung als begehbar freigegeben wurde, wundert mich diese extreme Dichotomisierung aber auch nicht im geringsten.

    Beide Entwürfe vom Menschen ENTWERTEN und entwrdigen ihn zu einer Maschine, die mal wirtschaftliche Leistung, mal ideologisch motivierten Suizid abzuliefern hat, um als „nützlich für die Gesellschaft“ angesehen zu werden.

    Pfui Deibel zu einer solchen Bonsai-Version menschlicher Möglichkeiten.

    • Man könnte verleitet sein, Sarrazin einen neoliberalen Bückbeter zu nennen, betrachtete man den Neoliberalismus als pseudoreligiösen Welterklärungsversuch mit totalitärem Weltherrschaftsanspruch aus calvinistischem Geiste gespeist…

  18. Solange man nicht das Gegenteil beweisen kann, daß ein höheres Wesen oder eine Instanz hinter dem Universum und seinem Leben steht sollte man den Glauben an einen Gott nicht unbedingt verleugnen, denn es wird uns vermutlich niemals möglich sein, das All zu ergründen und deshalb werden wir immerdar im Nebel stochern, denn unser Gehirn ist zwar ein kleiner Kosmos, aber nicht dafür ausgelegt, das Ganze zu erfassen und deswegen ist Religion, vernünftig ausgeübt nichts schlechtes und wer daran glauben mag, dem sei es selbst überlassen, die Atheisten können ein göttliches Wesen ablehnen, haben aber dabei nicht bewiesen daß das Universum in seiner heute bekannten Form durch andere Umstände entstanden ist, nur auf physikalischer und chemischer Ebene reicht es eben nicht aus, das Leben zu begründen und demzufolge werden wir in unserem kurzen Leben niemals die Einsicht gewinnen, warum wir existent sind und warum das sichtbare All vorhanden ist und es wäre in dieser Hinsicht auch manchmal mehr Demut angesagt, weil wir im Verhältnis zur Gesamtheit völlig unbedeutend sind und nach lächerlichen durchschnittlichen 80 Jahren Lebensspanne im Nirwana verschwinden und in der Ewigkeit aufgehen, auf Nimmerwiedersehen.

  19. Wenn das Christentum stirbt,stirbt auch unsere Demokratie in Europa. Unser Wohlstand in Europa ist auf den christlichen Werten aufgebaut.Viele Jahunderte haben die Europäier darum gekämpft und ihr Blut vergossen, und das sollte durch eine Hand von Menschen zerstört werden. Wir sind mehr.Ich wünsche uns Dutschland viel Glück und Mut.

    • Genauso ist es, ich bin dankbar für diesen PP- Artikel, denn jetzt weiß ich, dass es sich nicht lohnt, Sarrazins Buch zu kaufen. Es ist nur ein weiteres in der Reihe sozialistisch geprägter Druckerzeugnisse, die den Menschen und seine Leistung vergöttern und weit entfernt von jeder Demut sind….. Es ist der antichristliche Zeitgeist, der hinter dem Inhalt solcher Bücher steckt und die Absicht, mit diesen Geld zu machen…..

  20. Ich kann dem Herrn Sarrazin gut seine Ansichten stehen lassen.
    Es ist ja auch er, der damit letzten Endes leben muss.

    Was aber schon auffällt, dass ist ein erheblicher Mangel an Wissen und Verständnis, wenn es um Religionen geht.
    Der Begriff Religion, so wie ich ihn verstehe, bezeichnet eine Lebenspraxis, die zu einer stetigen Erweiterung der Wahrnehmungsfähigkeit führ und hilft, das Erkannte im eigenen Weltbild einzubauen.
    Eine omnipotente Dimension ist dabei unheimlich hilfreich, um mit dem Datenvolumen einigermassen unbeschadet umgehen zu können. Das jetzt in unseren Breiten immer wieder dieses kath. Gottesbild als ein Beweis für die Infantilität gläubiger Menschen herhalten muss, spricht nicht für die geistige Leistungsfähigkeit von z.B. einem Herrn Sarrazin.
    Aber es ist halt auch nicht seine Aufgabe das zu verstehen. Sarrazin sollte bei seinen Zahlen bleiben und einfach die Strukturierung komplexerer Systeme grösseren Geistern überlassen.
    Ich bin jetzt mal so frech zu behaupten, dass Religion das Finden des eigenen Selbst´s bedeutet. Wenn man dann irgendwann einmal völlig erfüllt, glücklich im Zustand der bedingungslosen Liebe verweilt, dann hat man auch das Niveau erreicht Gott wahrnehmen zu können.

    Die Konditionierung des eigenen Seins, mit dem Ziel der Verbesserung der eigenen menschlichen Qualitäten, sollte allerdings auch für einen Herrn Sarrazin einen Grund darstellen, sein kleinkariertes, sozialistisches Weltbild zu überwinden und somit eine individuelle Erweiterung ermöglichen.
    Religion ist eine tolle Sache, wenn man diese dann auch aufrichtig praktiziert.
    Die institutionellen Kirchen sind z.B. für mich nicht mehr mit dem Christentum in Verbindung zu bringen.
    Sie handeln ausschliesslich um ihr materielles Verständnis von der Welt zu befriedigen.
    Und genau dass hatte Jesus mit dem Satz – “ gebt dem Cäsaren was dem Cäsaren und dem Herren was dem Herren gebührt “ angesprochen – Ein Christ sollte nach den Vorgaben Jesus leben und eben nicht nach den NoName Interpreten des Selbigen.

  21. Ich habe lange überlegt ob ich mir das Buch von Sarrazin kaufen soll … und habe es getan und bereut.
    Sarrazin ist der absolute Kopfmensch, der nicht viel Empathie erkennen läßt.

    Eine Welt ohne Gott ist für mich nichts wert.
    Ich bin innig mit ihm verbunden, ohne dafür in die Kirche zu rennen, und erfahre Trost und Stärke.
    Wer nicht an ihn glaubt hat etwas ganz Wesentliches im Leben verpasst.

    Gibt es Gott ?

    Es gab durchaus Menschen die versuchten Gott zu beweisen:
    Aristoteles, Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin, René Descartes, Baruch de Spinoza, Blaise Pascal und Gottfried Wilhelm Leibniz.
    Sie und andere sind für ihre Versuche bekannt geworden, Gottes Existenz entweder auf Basis ihrer Erfahrungen oder unabhängig davon zu beweisen.

    Tatsächlich sind ihre Gottesbeweise allerdings eher ein Spiegel ihrer Zeit als nachvollziehbare Belege für den Gott der Bibel.

    Kann man Gott beweisen?

    Ein Beweis wäre etwas, was auch ein bisher anders denkender anerkennt, anerkennen müsste. Und das ist bei den sogenannten Gottesbeweisen nicht gegeben. Eigentlich „beweisen“ sie nur etwas, wovon man vorher bereits überzeugt sein muss – sind also klassische Zirkelschlüsse.
    Sonst funktionieren sie nicht. Kein Wunder, dass sich niemand aufgrund von schlagenden Beweisen Gott zugewandt hat. Allerdings gilt das Problem des Zirkelschlusses auch für die Beweise der Nicht-Existenz Gottes…

    Sind Gottesbeweise nötig?

    Fragst du dich, ob es Gott wirklich gibt?

    Was bedeuten die Gottesbeweise dabei? Zeigen sie, ob es sinnvoll für dich sein könnte, nach Gottes Maßstäben zu leben? Ich sage:
    Es ist gut, dass wir Gott nicht beweisen können.
    Wenn wir es könnten, wäre er nicht mehr Gott.
    Denn er passt weder unter ein Mikroskop noch lässt er sich mit dem Verstand erfassen. Das bedeutet nicht, dass er nicht real ist. Sehr vieles, was unser Leben letztlich erst lebenswert macht, ist nicht beweisbar: Schönheit, Vertrauen, Liebe,… Du kannst sie erfahren, darüber reden, aber letztlich nicht beweisen.
    So wie Gott !

  22. Das Christentum als solches ist so wichtig wie ein zweiter Henkel an der Kaffeetasse. Es gibt keinen Gott und somit keinen Gottesbeweis (aber den Gegenbeweis von Stephen Hawking, war auf Servus TV zu sehen in „Kopernikus-Rätsel der Galaxis“), das ganze Konstrukt ist einerseits ein Herrschaftsinstrument und andererseits ein billiger Trost für die Schwachen, die sich nicht damit abfinden wollen, nicht ewig zu leben. Somit eine Ideologie wie der Marxismus.
    Richtig gefährlich wird es aber, wenn Christentumsfunktionäre wie Woelki, Marx, Bettfurz, Kößmann und Konsorten den Wegbereiter für die noch totalitärere Ideologie Mohammedanismus (Islam) zu bereiten versuchen. Dann sollten wir uns daran erinnern, daß die Trennung von Staat und Kirche im Jahre 1810 steckengeblieben ist und wir sie endlich vollenden müssen. Also: Kein Staatsgeld an Kirche, Klerus und kirchliche Konzerne! Kein Inkasso für die Kirchensteuer! Kein Staatsgeld für die Asylindustrie aus Kirchen und Gewerkschaften! Kirchen raus aus den Rundfunkräten! Kirchliche Kinderschänder vor Gericht genauso wie grüne!

    Wenn Sarrazin die Machenschaften der Popen einer kritischen Bewertung unterzieht, ist es nicht die Kritik, die mundtot gemacht werden darf.

    • 50% der Deutschen sind Atheisten (Affengläubige wie man im Volksmund sagt). Ihr seid schon am Ende, weil der Islam über Euch herrschen wird. Ich verkaufe Teppiche (mit Kompass), damit Ihr wisst wo Mekka ist. Anfrage bei mir …
      Darwinstische gesehen kann der Atheismus dem Islam nicht das Wasser reichen. Der Atheist kriecht vor jedem der stärke zeigt.
      Schade um das Land der Dichter und Denker.

  23. Da veröffentlicht also ein Buchautor ein Werk, das nicht nur von gläubigen Christen als Weck- und Alarmruf verstanden werden müßte – und was passiert? Nicht der Alarmruf wird aufgenommen, sondern der Autor bekrittelt.

    Das mag in der Welt der um sich selbst drehenden Feingeister ja in Ordnung sein, für einen Normalo hingegen sind derartige Pirouetten, wie eine bekannte Buchrezensentin mal meinte, „nicht hilfreich“.

    Zumal der Autor auch wenig überzeugend das sattsam bekannte „Schuld sind immer die anderen“-Erklärungsmuster bemüht.

    Nein, daß die Kirchen heute da stehen, wo sie stehen, hat wenig bis gar nichts mit „materialistischer Ideologie“ zu tun, wie der Autor meint, sondern mit dem inneren Ver- und Zerfallsprozeß in den Kirchen: Kindesmißbrauch, Prasserei, Geldgier und Heuchelei (Wassser predigen, Wein trinken) und der damit einhergehende – und z.T. sogar übernommene! – Hedonismus und Egoismus haben die Glaubwürdigkeit der Kirchen und ihrer Amtsträger weitgehend zerstört.

    Was dem Autor nicht bewußt zu sein scheint: Es gibt Leute (wie mich z.B.), die genau deswegen zwischen „Religion“ und „Kirche“ einen Riesenunterschied machen; Leute also, die durchaus (bei mir im spirituellen Sinne) religiös sind, aber auf Gottes Bodenpersonal pfeifen. Und sie sdind deswegen religiös, weil sie wissen, daß Ratio ohne religiös gebundene Ethik Menschen zu Objekten degradiert – und von dort ist es nur noch ein kleiner Schritt zu Gulag und KZ.

    Das Christentum gerät immer mehr in Bedrängnis – aus verschiedenern Gründen. Vielleicht – dies ein Tipp und eine Frage – wäre es sinnvoll, einmal über die praktische Umsetzung der so genannten „Benedikt-Option“ von Rod Dreher zu informieren und zu debattieren (auf der St.Michaels-Website wird auch darüber informiert). Denn DAS scheint mir eine realistische Option zu sein, die auch die Möglichkeit bieten könnte, wieder ein intaktes, ursprüngliches Christentum, frei von moralischer Korrumpierung, zu schaffen.

    Für interessant halte ich das auch, weil uns die jetzigen Entwicklungen und somit die sich abzeichnende gruselige Welt der Hölle als hipp, trendy und modern verkauft werden, wohingegen Dreher rigoros die
    „antimoderne Rückkehr zu den Wurzeln“ fordert.

    Totalitäre Strömungen lassen sich ja auch aus dem Konflikt Moderne/Antimoderne erklären. Und auch heute werden uns ja sozialistische Politiken (ohne sie so zu nennen) als „modern“ untergejubelt.

  24. Die Menschheit hat dem Christentum unendlich viel zu verdanken. In Europa und insbesondere in Deutschland atmen wir mit jedem Atemzug das Christentum. Immerhin: in Deutschland sind ja nicht nur der Kommunismus und der nationale Sozialismus entstanden, sondern auch das Protestantentum. Alleine dieser Umstand hat die Welt enorm verändert.

    Sarrazin glaubt nicht. Gut – das ist eine alte Sozi-Krankheit. offenbar unheilbar. Was solche nicht bedenken, ist, daß die Menschen, seit sie denken können und wissen, daß sie sterblich sind – was uns von den Tieren unterscheidet – nicht begreifen können aber vor allem nicht wollen, daß ihr kurzes Dasein auf der Erde -alles- gewesen sein soll. Das danach nichts mehr kommen soll. Alle Kulturen glauben an ein Leben nach dem Tod.
    Alle Religionen sind auch Regelwerke für das menschliche Zusammenleben. Was passiert, wenn ihnen solch Regelwerke genommen werden und sie keinen Respekt mehr vor einer „höheren Macht“ haben, die über ihrem Willen und Wollen steht, sehen wir. Die Leute weichen aus auf Ersatzreligionen. Die beten auch ihr neues Auto an, wenn es sein muß. Vor allem aber geht ein Sitten- und Moralverfall einher. Der die entsprechenden Völker unweigerlich aussterben läßt. Was ist das denn für eine Perspektive?

    • Lieber David Berger,

      sparen Sie sich die „Moderation“. Das war mein letzter Beitrag bei „Philosophia Perennis“. Gewogen und zu leicht gefunden. Nichts anderes als Mainstream-„Journalismus“ mit dem Versuch einer „Marktlücke“. Homosexuelle sind in der Meinungsunterdrückung nicht toleranter als Heterosexuelle. Immerhin eine Erkenntnis, die ich mitnehme.

      Ein Hinweis für die Zukunft: Sie sollen nicht Meinung teilen, Sie sollen sie zulassen. Ertragen. Was nicht schwerfallen dürfte, weil ich weder beleidige, noch drohe oder zu Straftaten aufrufe. Und es kann niemand behaupten, daß ich reinen Unsinn von mir gebe. Was mir, wie auch Irrtümern zu unterliegen, erlaubt wäre. Jedenfalls wenn man Meinungsfreiheit ernst nimmt. Und nicht nur -leichtes Geld- verdienen will.

      • Lieber David Berger,

        ich muß meine Anwürfe in meinem „letzten“ Beitrag revidieren. Sie waren offenbar ungerechtfertigt. Ich hätte nicht gedacht, daß Sie diesen Beitrag sichtbar machen werden.
        Ich bin beschämt. Und ich leiste Abbitte. Mich hat mein erster Eindruck der Kommentarfunktion von „Philosophia Perennis“ dann doch nicht getäuscht.

        Viele Grüße
        Otto Ohnesorge

  25. Je länger ich mich mit dem Islam befasste, desto öfters kratzte ich mich peinlich berührt hinter dem Ohr:
    War das, was mir im Islam so peinlich schien, nicht in einer Variante auch in meinem Christentum zu finden?
    Jetzt wird das Herz von Padre Pio in einer Kirche „ausgestellt“. Die Gläubigen drängeln sich wie am schwarzen Stein der Kaaba, reiben daran wie an Aladins Wunderlampe. Zwar ist der Gehalt ein anderer, aber wo die Gestalt gleich, da kommt im Gerechten Übelkeit auf.

  26. Komischerweise scheint die Redaktion in der Abstufung von Gläubigen und Ungläubigen dem Wertekanon des Islam zu folgen: Die eine Kategorie der Kuffare, der Ungläubigen, sind die Anhänger der Buchreligionen, Juden und Christen: Nach der geplanten Unterwerfung dürfen diese gegen Zahlung einer Kopfsteuer als Bürger 2. Klasse ohne das Gros aller Rechte auf dem „Territorium des Friedens“ (des Islams) weiterleben. Diejenigen der Ungläubigen jedoch, die Atheisten und damit keine Anhänger einer Buchreligion sind, unterliegen der unmittelbaren Ausrottung – von ihnen wird auch keine Kopfsteuer eingefordert. Diese Konnotation (der Nichtswürdigkeit der Atheisten) scheint Ihr Text vorliegend zu folgen. Und zwar aus völlig unnachvollziehbaren Gründen. Sind doch die Anführer der Buchreligionen, wenn sie im Alltag, in der religionspolitischen Interaktion, mit dem Islam konfrontiert sind, die allerwürdelosesten Kollaborateure und Kapitulanten, die man sich vorstellen kann. Sie rennen fast alle ohne Ausnahme noch vor der Lokomotive des Islamisierungszuges her und verraten ihre Schafsherde, die sie eigentlich geschworen hatten zu behüten, an die Wölfe. Deshalb ist der atheistische, säkularistische Ansatz in Sarrazins Argumentation grundrichtig, wenngleich für seine schlussendlichen Werturteile weit gewichtigere Gründe sprechen als die von ihm vordergründig aufgebotenen vulgär-ökonomischen. Die Daseins-Logik des eigenen Volkes, die Verteidigung der Zivilisation, ihren Überlebensanspruch etc. Dies hier ist definitiv die falsche Bühne, um den Autor eines derartig wichtigen Werkes für den Überlebenskampf des eigenen Volkes vom philosophischen Fundament her anzugreifen. Man sollte diese Übung getrost dem globalistischen Feind überlassen.

  27. So recht Sarrazin mit seiner Meinung über de Gesetzes- und Gewaltreligion Islam hat, so weit liegt er auch mit seiner Betrachtung „des Christentums“ (das es gar nicht gibt) daneben. Wer über keine spirituelle innere Dimension verfügt, sollte einfach den Mund halten, wenn er nichts versteht. Er muss ja die Lehre von Jesu und seinerr Mystiker nicht annehmen, weil er nicht reif dafür ist und ihm ein religiöses Selenleben nicht gechenkt ist. Aber:
    Schon C.G. Jung sagte sinngemäss : Gott ist eine Erfahrung. Und wer sie nicht gemacht hat, sollte eben die Klappe halten.

    • Das ist ja mal eine kompetente und sachliche Kritik! Da kann man Ihnen nur wünschen: „träumen Sie bitte weiter!“. Denn von der Entwicklung des Christenstums scheinen Sie eher nichts zu wissen? Man kann das ganz – jetzt mal simpel ausgedrückt – einfach rückwärts verfolgen: Der Islam ist eine, weitestgehend von der Bibel abgeschriebene, unsachliche Emotionalschmonzette, die kein anderes Ziel hat, als das diesseitige Machtgefüge für einige Wenige zu sichern. Die Bibel ist das Gleiche, nur eben abgeschrieben vom Talmud und einigen Assyrischen Quellen, der Talmud speist sich direkt von den Assyren, Sumerern und auch Ägyptern. Man lese ein wenig Codex Hammurabi etc. – Wenn man sich jetzt noch die Mühe macht, Physik, insbesondere Astro-Physik, Kosmologie, Paläontologie und Humanmedizin, hier die Hirnforschung etc. zu studieren, wird eines klar: Sarrazin liegt nicht daneben, sondern Sie.

  28. Wo er Recht hat, hat er Recht!

    Alles Methaphysische ist des Menschen übelster Makel und sollte endlich überwunden werden!
    Denn jedwede diesbezügliche Akzeptanz ist Wasser auf die Mühlen extremistischer Auslegungen.

    • an eisbaer, vielleicht sollten Sie sich mal überlegen, wie man dann begründen kann, etwa einem anderen Menschen zu helfen; dann wird Ihnen vielleicht sehr schnell dämmern, daß es – zumindest, wenn man nur von Zweckmäßigkeit ausgeht – keinen Sinn macht. Aber versucht es ruhig weiter, alles „metaphysische“ auszutreiben; das Ergebnis werden vermutlich noch ein paar Menschen mehr sein, die sich fragen: Warum tu ich dieses oder jenes, was ist der Sinn des ganzen? Nun, es mag eine trügerische Hoffnung sein, die Menschen sich da machen; aber welche Perspektive hätte etwa ein Atheist, der etwa inhaftiert und hingerichtet werden soll, im Vergleich zu einem Christen in vergleichbarer Lage?

  29. Den kritischen Kommentaren zu Sarrazins Statements zur Religion kann ich mich nicht anschließen. Dazu ein paar Fragen:
    Wo bitte sehr findet man auch nur den geringsten Beweis für das Wirken eines Gottes?
    Wo sind jemals irgendwelche echten Wunder passiert, mithin Vorkommnisse, die den naturwissenschaftlichen Gesetzen widersprechen (Denn nur das wäre ein wahres Wunder!)?
    Welche Nachteile hat jemand, der nicht an Gott glaubt?

    Antwort zu eins: es gibt nicht den geringsten Beweis, und das, seit es die Religionen gibt.
    Antwort zu zwei: Vorkommnisse, die gegen der allgemeinen Naturgesetze stattfanden, gibt es nicht.
    Antwort zu drei: Ich selbst bin bereits mein Leben lang ein Atheist. Ich bin wohlhabend, habe eine prächtige Familie und bin wie alle meine Familienmitglieder gesund! Atheismus hat mir nicht geschadet, mir allerdings mehr Lebenszeit verschafft, in der ich mich mit sinnvolleren Dingen als der Religion beschäftigen konnte.

    Und wenn jetzt die Drohung mit dem Jenseits kommt: das fürchte ich nicht! Die menschliche Existenz endet mit dem Tod! Und da haben wir den wahren Grund für Religion: die Angst vor dem Tod und der Wunsch, es möge danach weitergehen, irgendwie, noch gewürzt mit der Verheißung, man würde für gute Taten belohnt werden. Ein prachtvolles Machtsystem, alternativ zur Macht durch Stahl und Armeen.

    • Dann feiern Sie sicherlich auch nicht Weihnachten ? Oder „Ostern“ ?
      Nun, durch Werke kommt auch keiner in den Himmel.
      Und wie man an Evolution glauben kann .. da ist ein viel größerer Glaube vonnöten .. als dem zu glauben, was in der Bibel bezeugt ist und im übrigen auch durch ausserbiblische Quellen und Archäologie.
      Aber Gott zwingt niemanden.
      Was das System Kirche anbelangt und von dem was Sarrazin kritisiert, kann ich, obwohl gläubig, durchaus zustimmen. Die römisch-katholische Kirche, in der Bibel auch als Hure Babylon bezeichnet … giert auch nach Macht und hat das schon immer getan.
      Leider hat sie viele suchende ehrliche Menschen mit ins Verderben gerissen …
      Bildung verdanken wir im übrigen den Pietisten und Evangelikalen.
      Auch diese haben niemanden zum Glauben gezwungen .. und doch hat Gott die römisch-katholische Kirche in seinem Sinne benutzt: hätten dieser Papst Urban II. ( R. Stark, Gotteskrieger, Die Kreuzzüge in neuem Licht )
      damals nicht die Kreuzzüge initiiert .. dann wären wir alle heute Islam.
      Viele interessante Dinge mögen auch noch in der Vatikansbibliothek lagern …
      Aber letztlich ist alles vergänglich … nur die Seele, die ist ewig.
      Aber wo sie die Ewigkeit verbringt .. nun …

      Ach und ja, es gibt einen Beweis. Israel ist der Gottesbeweis schlechthin.
      Hätte Gott nicht Seine Hand über dieses winzige Land gehalten, in diesen Kriegen, mit dem Eretz Israel konfrontiert war, nach der Staatsgründung … dann wären die Juden vernichtet worden, und die Hamas hätte, was sie wollen.

      Ich empfehle Psalm 2 und Psalm 73 zu lesen.
      Und das Lukasevangelium.
      Lukas war Arzt.

  30. Wer den Anspruch weltlicher Macht, die Kirche kontrollieren zu wollen, thematisiert – muss (nicht „sollte“) auch den umgekehrten Fall ansprechen: Der Anspruch der Kirche, auch weltliche Macht zu sein. Wer das nicht tut, ist schlicht unglaubwürdig. Und gerade in der heutigen Zeit und speziell in Deutschland, agieren sowohl katholische als auch evangeliche Kirche in weiten Teilen wie eine politische Partei. Steht das den christlichen Kirchen zu – oder ist das nicht vielmehr eine Überstrapazierung des christlichen Glaubens?
    Das Thema „Abtreibung“ kann sicher noch als Thema gelten, zu welchem die Kirche in gesetzgeberische Entscheidungsprozesse beratend eingebunden sein sollte. Ditto auch noch das Thema echte Flüchtlinge. Aber bestimmt nicht die Themen Migration (unter Umdefinition von „Migrant“ zu „Flüchtling“), Energiepolitik oder Umweltschutz. Da fehlt den Kirchen nämlich schlicht und einfach jegliche Fachkompetenz und!!! – im bürgerlich-demokratischen Rechtsstaat – die Legitimation („die Macht geht vom Volke aus…“). Was die Kirchen nämlich aktuell in Deutschalnd treiben – ist schlicht Anmaßung, Überheblichkeit und Machtmissbrauch.

  31. In diesem Zusammenhang ist Sarrazin grundsätzlich Recht zu geben. Wobei den wahren Kern seines „Glaubens“ – radikale materialistische Weltanschauung & volkswirtschaftlicher Erfolg – übersieht auch er. Da braucht es dann wohl schon das Zitat aus einem Musical, das einem vielleicht die Augen öffnet:

    Manche glauben an die Menschheit
    Und manche an Geld und Ruhm
    Manche glauben an Kunst und Wissenschaft
    An Liebe und an Heldentum
    Viele glauben an Götter
    Verschiedenster Art
    An Wunder und Zeichen
    An Himmel und Hölle
    An Sünde und Tugend
    Und an Liebe und Brevier
    Doch die wahre Macht
    Die uns regiert
    Ist die schändliche
    Unendliche
    Verzehrende
    Zerstörende
    Und ewig unstillbare Gier
    Euch Sterblichen von morgen
    Prophezei ich heut und hier
    Bevor noch das nächste Jahrtausend beginnt
    Ist der einzige Gott, dem jeder dient
    Die unstillbare Gier.

  32. Wer den Anspruch weltlicher Macht, die Kirche kontrollieren zu wollen, thematisiert – muss (nicht „sollte“) auch den umgekehrten Fall ansprechen: Der Anspruch der Kirche, auch weltliche Macht zu sein. Wer das nicht tut, ist schlicht unglaubwürdig. Und gerade in der heutigen Zeit und speziell in Deutschland, agieren sowohl katholische als auch evangeliche Kirche in weiten Teilen wie eine politische Partei. Steht das den christlichen Kirchen zu – oder ist das nicht vielmehr eine Überstrapazierung des christlichen Glaubens?

    • @Demokrat: Das Wort „human“ erscheint mir unpassend. Ein guter Ersatz könnte „fair“ sein, darin alles mit einem Maß, dem gleichen Maß, zu messen. Ohne Doppelmoral, Doppelstandards etc. Beispiele: Das Prinzip von „Angebot und Nachfrage regelt den Preis“ gilt nicht nur für Waren und Vorstandjobs, sondern für jeden Arbeitsplatz. Und wer die Musik bestellt – hat sie auch zu bezahlen, voll und ganz ohne Abschläge, d.h. ohne die Kosten auf Dritte abzuwälzen. Oder: Wer wegen seiner Verantwortung ein hohes Entgelt bekommt, muss auch seine Fehler verantworten. Usw. usw.

      • Ich bleibe aus guten Gründen bei „human“. Und das schließt einen gesunden Egoismus mit ein, der Selbstaufgabe verneint…

  33. Er hat Recht. Man kann und sollte nicht einen Irrsinn versuchen gegen den anderen aufzurechnen-nur weil auf einer Seite momentan mehr Blut klebt. Zerstörte ‚Seelen‘ haben alle zu verzeichnen. Und eben alles Andere als Erbauung. Rationalismus hätte niemals in die Situation von heute geführt, wo Emotionen über Argumenten stehen. Lasst den Blödsinn los, er zündet die Welt an. Es gibt keine eingebildeten Freunde und kein Leben nach dem Tod. Da ist es wie vor Eurer Geburt: nicht-existent. Der Wald ist auch schön ohne Feen darin.

    • „Rationalismus hätte niemals in die Situation von heute geführt, wo Emotionen über Argumenten stehen. “

      Offenbar ist der Dekonstruktivismus, der das Fundament für viele heutige Fehlentwicklungen liefert, spurlos an Ihnen vorbeigegangen. Denn er versucht, mit rationalen Mitteln herkömmlichen Rationalismus zu hinterfragen – mit „Gender“, „Klimarettung“ und ähnlichem Heckmeck als Folge. Heißt im Ergebnis: Rationalismus ohne Rückbindung an tradierte religiöse Ethik führt IMMER zu menschenfeindlicher Gefühlsduselei, zu Ersatzreligionen.

  34. Herr Sarrazin hat sich somit disqualifiziert, für Deutschland und das deutsche Volk zu sprechen. Was für ein armer, jämmerlicher, alter Mann. Ein Mann ohne Werte. Eine regelrechte Witzfigur, den man nicht mehr ernst nehmen kann. Es gibt keine Welt ohne Gott. Eine Nation ohne Gott hat keine Zukunft. Im Übrigen, schließe ich mich der Meinung des Kommentators Serenissimus, vollumfänglich, an.

  35. Was als „Glaube“ und was als „Aberglaube“ bezeichnet wird, sagt wohl mehr über den Sprecher aus, als über den Begriff.
    Was würde eigentlich passieren, wenn ich mich öffentlich über die Moslems so äussern würde und ihre „Lebensweise“ samt Schächtungen, Unterdrückung der Frau und all der anderen Begleiterscheinungen als Aberglauben kennzeichnen würde?
    Kann ich Euch sagen : Anklage wegen Rassismus, Nazi-Anschuldigung….

  36. Nun ja, man darf nicht vergessen, dass Sarrazin Sozialdemokrat ist. Vor diesem Hintergrund finde ich diese Einstellung zu Religionen nicht besonders erstaunlich.

  37. Er blendet dabei aus das materialistische Gesellschaftsordnungen von der Struktur her den Religionen gleichen. Nur die Inhalte sind andere um bestimmte Leute an die Macht zu bringen, die dann auch immer ihre entsprechenden Gefolksleute haben. Die sich versprechen Nutznießer zu sein.
    Mal die Struktur betrachtet:
    -religiös; Oberster Kirchenfunktionär, Papst oder Ähnliches, darunter die einzelnen Ebenen bis herunter zum Pastor, Grundlagen, die Bibel oder ähnliche Werke der Religion. Prozessionen die den Göttern huldigen.

    -weltlich, Staatsoberhaupt oft einer führenden Partei zugehörig und deren Vorsitzender darunter die einzelnen Ebenen herunter bis zum Parteisekretär. o.ä., Grundlagen Marx, Frankfurter Schule, oder andere Werke des Materialismus. Aufmärsche die den weltlichen Herrschern und den Theoretikern huldigen.
    Letzten Endes geht es immer darum sich Macht und Reichtum anzueignen. Auf der Welt sind genug Beispiele aus der früheren und heutigen Zeit vorhanden.
    Grausamkeiten haben in der Geschichte der Menschheit schon immer stattgefunden und werden auch immer stattfinden weil es um die Macht geht. Friedliche Zeiten sind nur punktuell und kurzzeitig auf dieser Erde.
    Die Sklaverei wurde, geschichtlich gesehen, nicht aus humanitären Gründen abgeschafft sondern weil freie Menschen effektiver arbeiten und dadurch mehr Gewinn zu erzielen ist, Leistungsprinzip statt Zwang.
    Punktuell wird es aber noch Sklaven auf der Welt geben weil Armut das Leid des Zwanges ertragen lässt.

  38. Wenn ich mir die „christlichen“ Kirchen im Moment so anschaue, dann bin ich über jeden Weg froh, der ihnen die Einflußnahme beschneidet. Religion ist generell Privatsache. Jeder sollte nach seiner Fasson leben können. Den Islam besiegen (haha, ich denke das ist bereits zu spät) aber uns dann von der eigenen Kirche wieder unter die Knute nehmen lassen? Nö.

    • M.E. ist Religion immer eine öffentliche Angelegenheit. Dass R. eine Privatsache sei, ist ein fataler Irrglaube. Der Islam ist Gegenteil dieser falschen Annahme. Der Staat protegiert den Islam eben genau unter dem Recht, das die falsche Annahme schützt: Religionsfreiheit. Herauskommen wird, wenn nicht ein, wie auch immer geartetes Wunder geschieht, eine Germoney-Islam, der an Schärfe alles übersteigen wird, wie es immerschon hier so war.
      Die Farbe des islam ist Grün, mehr braucht nicht dazu gesagt zu werden.

  39. Sarrazin vergisst eines: Die Religion ist das juridische Grundgerüst jeder Horde, jedes Stammes, jedes Staates – Legislative, Jurisdiktion und Executive sind allerdings in die Transzendenz ausgelagert und mit ewigen Strafen bedroht.
    Im Zusammenleben entwickeln sich später eigene und situationsangepasste Gesetze sowie deren Werkzeuge zur Umsetzung. Zerfällt allerdings das Grundgerüst, löst sich auch die Horde / der Staat auf . Siehe: Gustave le Bon: Psychologie der Massen; Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes.

  40. „Religion sei grundsätzlich irrational, da ihre Inhalte „mit den Mitteln des Geistes weder bewiesen noch widerlegt werden“: Es gibt sogar in der Mathematik unentscheidbare Aussagen, die also weder bewiesen noch widerlegt werden können. Das ist nicht irrational, sondern ein Eingeständnis der Unvollkommenheit, nicht alles wissen zu können. Eine gegenteilige Haltung wirkt auf mich arrogant.
    Im Übrigen wertet man den Islam relativ gesehen auf, wenn man das Christentum im gleichen Atemzug mit dem Islam ablehnt. Das unterstützt die Kaschierung fundamanteler Unterschiede.

    • Absolut ihrer Ansicht, was die Haltung zur Erkenntnis angeht – hier merkt man halt die offenbar erlernte sozialistische Grundeinstellung zur Religion (sein Parteibuch hat er ja trotz aller Erfahrungen im weitesten Sinn immer noch).
      Die Unterschiede zwischen Religion (Christentum) und Ideologie (Islam konkret) macht er zwar nicht so deutlich, wie wir es wünschen würden, aber da ist halt der Zeitgeist dazwischen gekommen. (Gabs schon mal woanders, 2. Vatikanum).
      Im großen und ganzen trotzdem ein sehr „hilfreiches“ Buch, auch wenn A.M. dies sicher anders sieht.

  41. Ich sehe es pragmatischer: Die Lehren Christi sind das Fundament, das Erbe, auf dessen Grundlage sich unser Abendland (insbesondere der Wertekonsens) entwickeln konnte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
    Die wirkliche Entwicklung brachte hingegen tatsächlich erst die Aufklärung! Seitdem ist das Abendland „gespalten“ in spirituell und non-spirutell. Beide Lager leben aber in hervorragend funktionierender Symbiose, zumindest in nahezu perfekter friedlicher Koexistenz.
    Die 2te Säule unseres Abendlandes sind die non-orthodoxen, oder aufgeklärten Juden. Die Liste der Nobelpreisträger, Patent-Erfinder, Welt-Künstler… ist überproportional! Das dürfte an der Diaspora oder latenten Ausgrenzung liegen – unter diesen Umständen muss man sich eben besonders anstrengen. Etwas ähnliches erleben wir heute bei den Asiaten (die Mental-Asiaten, nicht die reinen Geo-Asiaten). Ihre Grundkultur, ihr Stolz verbietet es ihnen, sich als Opfer zu stilisieren, sie haben keine Lautsprecher-Lobby, sie wollen sich aus eigener Kraft ihre Würdigung erkämpfen. Sie sind nicht übersättigt, wie die ehemalige Bildungsbürger-Nation, sie sind hungrig nach Wertschätzung und ein besseres Leben. Falls es uns gelingt dieses Land wieder auf Kurs zu bringen, prophezeie ich überproportional viele Errungenschaften aus dieser neuen Volksgruppe.
    Das Christentum war die Basis unserer Kultur. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

  42. Bin auch diesbezüglich voll mit Thilo Sarrazin einverstanden!Für mich ist jede Religion eine Einbildung des Menschen!Eine Art „Droge“….

  43. Jeder kann Glauben was er will, jeder Jeck ist anders. Typisch Kirche, diese Verdrehungen.
    Knallen zwei religiöse Knallköppe (Christ Jude gegen Islam) aufeinander dann knalltst.
    Der Mißbrauch der Kinder im christlichen wird fortgesetzt durch die Terrorisierung des kindlichen
    Verstandes in der Moschee- Schule => Verkündung des Märtyrers an 5-10-jährige.
    Dieses VERBRECHEN ist beteiligt an der Ausrottung des christl.- abendländ. Kulturkreises.
    DER TOTALE DSCHIHAD !! – Ausbreitung u. Machtergreifung des Islam mit allen Mitteln.
    Herr Priester : Beschreiben Sie die Verherrlichung des Märtyrers im Islam –
    der Priester sagt nichts mehr – er segnet.

  44. Wo er Recht hat, hat er Recht! Sehr spannend spinnt er weiter an einer neuen Form des Zusammenlebens ohne Religion, nach der Aufklärung ist das nur Konsequent und vor Allem das Einzig Realisierbare was man der Heimsuchung von Hottentotten anbieten kann.
    Endlich Religion zur Privatsache zu erklären, wie Sex und Körperpflege gehört es zum Intimleben und ist Obszön die Öffentlichkeit damit zu konfrontieren!

  45. Kulturchristen nennt sich das und gegen die hab ich nichts.
    Ich bin auch antireligiös eingestellt. Bislang gibt es nicht einen Beweis für irgendeinen Gott und sieht man sich die Antike an, war dort bis zum Christentum alles sehr viel weiter und fortschrittlicher. Die Religion engte ein, zerstörte alle Errungenschaften und es dauerte mehr als 1500 Jahre auch nur ansatzweise wieder auf den alten Stand zu kommen.
    Kirchen und ihr Einfluss wurde beschnitten und nur dadurch kamen wir voran. Ethik braucht keine Religion. Man lebt einfach nach der Maxime: was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinen anderen zu.

    Nun steht der aufgeklärte Mensch wieder vor einer Religion, die alles Wissen ausmerzen will. Da hilft kein Blockflötenspiel oder Lieder singen. Eine Rückbesinnung auf Religion bringt nichts, man sehe sich einfach mal die evangelikalen Christen an, kein Deut besser als die Moslems. Ja, Zahlen und Fakten helfen mehr als Glaube. Philosophie der alten Griechen und Römer bescherten die Menschenrechte, nicht die Nächstenliebe die in Kirchen gepredigt wurde, dadurch schafft man höchstens die Aufrechterhaltung der Ständegesellschaft.

    Kurz: der Artikel verklärt meiner Ansicht nach das Christentum und vergisst die positiven Errungenschaften der Menschen, die Gott nicht brauchen, um wichtige Fragen der Menschheit zu beantworten. Sarrazin folgt der Tradition echter Denker, dass man für richtige Entscheidungen keinen Gott oder Religion braucht. Glauben und Beten hat noch niemandem geholfen. Totalitäre kommunistische Systeme hatten immer einen Führerkult, von Hitler, Franko, Mao oder Stalin, alles hatte einen religiösen Anstrich. Alles baute auf religiöse Systeme auf, die existierten. Darüber kann man geteilter Meinung sein, aber atheistisch war kein System wirklich.

  46. Dass die Gemeinde St. Michael ein eher laizistisches Weltbild nicht würdigen mag kann ich ja verstehen. Aber in dieser Auseinandersetzung sollte doch in erster Linie die politische – d.h. demokratische – Ebene gewürdigt werden. Vielleicht hätte Sarazin besser die Religion an sich beiseite gelassen, wenngleich auch die Gemeinde St. Michael ein etwas schräges Geschichtsverständnis aufweist (wer war noch der Büßer in Canossa?). Wie auch immer, Sarazins Buch ist auch in dieser Hinsicht tiefgründiger als so manches was man sonst heute zu lesen bekommt.

  47. Wenn Herr Sarrazin Henryk M. Broder mit den Worten zitiert, man habe noch nicht von einem Atheisten gehört habe, der „mit einem Messer in der Hand und dem Ruf ‚es gibt keinen Gott‘ auf Menschen losgegangen ist“ und er selbst zu dem Schluss gelangt, es gebe nur eine Unterdrückung von Andergläubigen und Ungläubigen durch Gläubige, aber nicht umgekehrt, dann irrt er auch. Dann möge er sich einmal mit den Christenverfolgungen durch den römischen Staat und die atheistischen Weltanschauungen des Nationalsoziaismus und des Kommunismus (Stalin, späterer im gesamten Ostblock, Nordkorea) usf. befassen.

    • Die atheistische Weltanschauung des NS kann ich nicht erkennen.
      In seiner ersten Rede als Reichskanzler bittet Hitler: „Möge der allmächtige Gott unsere Arbeit in seine Gnade nehmen, unseren Willen recht gestalten, unsere Einsicht segnen und uns mit dem Vertrauen des Volkes beglücken.“
      Eine Ausstellung der „Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst“ unter dem Titel „Christenkreuz und Hakenkreuz“ hat in München Anfang 2009 die „weit verbreitete Ansicht widerlegt, dass Kirchenbau und Kirchenkunst unter den Nazis fast zum Erliegen gekommen seien.“ Richtig sei: „Zwischen 1933 und 1944 wurden mehr als 1000 christliche Kirchen neu errichtet oder umgestaltet. Die Katholische Kirche baute mindestens 370 Kirchen neu, die evangelische 190. Allein in München entstanden in dieser Zeit über 20 Gotteshäuser, ein Drittel protestantisch, zwei Drittel katholisch.“
      Während des Dritten Reiches wurden aber auch 1200 Kirchen und Kapellen beider Konfessionen zerstört. Dies jedoch ausschließlich durch anglo-amerikanische Bomben . . .

      Heutzutage wandelt man die christlichen Gotteshäuser in Moscheen!
      Nachdenken!

  48. OK , Sarrazin eckt an ,na und ? Habe gerade sein buch gelesen .Unterschreibe JEDES wort .Religion / glaube ist und muss reine privatsache sein . Was einer glaubt oder eben nicht glaubt geht niemanden etwas an.Wenn ich diesen mann recht verstehe ,wendet er sich nur gegen den einfluss der religionen auf die politik .DAS grosse problem im Islam.Wenn er also diese vermengung im Islam kritisiert , muss er es konsequenter weise auch im Cheistentum.Wuerde mir fuer den rest Europas franzøsische verhæltnisse wuenschen :strikte trennunnnung von staat und kirche …—Wer entscheidet eigentlich wo glaube aufhørt und aberglaube anfængt ? Ist der wunderglaube im christlichen glaube nicht auch eine form von aberglaube ?

  49. „Glauben heißt ’nicht wissen‘, und ’nicht wissen‘ heißt doof sein“

    Man kann (leider) durch alle Religionen verfolgen, dass sie zur Entmenschlichung der Andersgläubigen durch eine Machtclicque genutzt wurden, was das Töten sehr einfach macht, da der Andere eben kein Mensch mehr ist. Christentum und Buddhismus machen da keine Ausnahme, da die friedliche Botschaft der Gründer Jesus und Gautama jeweils schon nach kurzer Zeit pervertiert wurde.

  50. Sarrazin müsste nur einmal die Regensburger Rede von Benedikt XVI. lesen, in welcher der Papst dargelegt hat, dass das christliche Erbe die Synthese von hellenischem Vernunftdenken und jüdischem Offenbarungsglauben ist. Vernunft ohne das Ethos der Religion wird – wie im Jakobinertum der französischen Revolution – zu einer kalten, letztlich menschenverachtenden Rationalität. Glaube ohne Vernunft wird – wie im Islam – zu Fanatismus. Das Erbe des abendländischen Christentums ist es, Gott zum Vernunftprinzip schlechthin erhoben zu haben. In Christus ist der Logos Mensch geworden. Aus dieser Vorstellung heraus haben die Kirchenväter und Kirchenlehrer nicht nur die griechische Philosophie (Platonismus, Aristotelismus) und das römische Rechtsdenken zu einem integralen Teil ihrer Theologie gemacht, sondern auch die Grundlage für die moderne Wissenschaft, das Naturrecht, das Völkerrecht, den modernen Rechtsstat und die Aufklärung gelegt. Schade, dass Herr Sarrazin das nicht begreift bzw. ihm hier schlichtweg auch das abendländische Bildungswissen feht.

    • Das setzt immer voraus, dass der Logos göttlichen Ursprungs ist und nicht geworden. Wenn die Sprache aber sich evolutionär herangebildet hat, subhumane Ursprünge hat, was dann?
      Die mittelalterliche Philosophie wird am sog. „Universalismusstreit“, Nominalismus und Realismus, gern festgemacht. Ein Streit, besieht man ihn genau bis in die Tiefe, der bis heute fortdauert.
      Das, was sich heute Christentum nennt, ist ein regenbogenbunter Flickenteppich verschiednener Meinungen, die mit der eigentlichen Lehre überhaupt nichts mehr zu tun haben. Mit Luther begann der garaus des christlichen Abendlandes. Es kommt nicht von ungefähr, dass viele PolitikerInnen (MehrKill ganz zu oberst) protestantischen Pfarrhäusern entsprungen sind.
      Die real existierende mittelalterliche Religion der breiten Masse war ein Amalgam hier immer schon existierende Kulte, Riten und tradierten Verhaltensweisen. Der Protestantismus ist nie die Religion der Bauern gewesen, er war von Anfang an Stadtreligion im Sinne der Besitzenden (Weber: Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus).
      Im Übrigen darf nicht vergessen werden, dass auch das Christentum orientalischen Ursprungs ist, es vom römischen Imperium aufgedrückt wurde.
      Die radikale Islamisierung ist die konsequente Fortsetzung der Lutherschen Reformation. Und die Grünen sind die Partei, die das durchdrücken wird.

    • Korrekt! Dazu empfehle ich den Autor Vishal Mangalwadi : Das Buch der Mitte.
      Ich möchte in keinem Land leben, das nicht die christliche Religion als Basis hat. Dann wäre die nächst Diktatur nicht weit.

    • Exzellente Ausführung, lieber Serenissimus. Kleine Anmerkung : „Glaube ohne Vernunft wird – wie im Islam – zu Fanatismus.“ Dies gilt auch für den linksgrünen Glaubens- und Religionsersatz „Gutmenschentum“, wie man heutzutage laufend erleben kann.

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