Die SPD und die CSU weiter im Keller, während Grüne und AfD deutliche Gewinne einfahren werden. So die Prognosen aller großen Wahlumfrageinstitute wenige Tage vor der Landtagswahl in Bayern. Karoline Seibt hat kurz vor der Wahl exklusiv für PP mit dem Landesvorsitzenderder AfD in Bayern, Martin Sichert, gesprochen.

Herr Sichert, Bayern und Hessen sind die letzten beiden Landtage, in denen die AfD noch nicht präsent ist. Was ist Ihr persönliches Wunschziel für Bayern und welches Ergebnis halten Sie für realistisch?

Ich wünsche mir ein möglichst starkes Ergebnis für die AfD und ein schwaches für die CSU, damit CSU-Chef Seehofer und Ministerpräsident Söder Geschichte sind. So hätte die CSU die Chance auf einen Schwenk zu bürgerlichen und konservativen Werten, den unser Land dringend bräuchte.

Ich halte dieses Ergebnis übrigens durchaus auch für realistisch, wenn die Wähler begreifen, welche Macht sie in dieser Landtagswahl haben, Einfluss auf die Politik nicht nur in München, sondern auch in Berlin und Brüssel zu nehmen.

Laut Umfragen wird die CSU nicht mehr allein regieren können. Eine Koalition mit der AfD schließt Söder aus. Was würde es für Bayern und seine Zukunft bedeuten, wenn im Ergebnis eine Koalition zwischen CSU und GRÜNEN zustande kommt?

Wer weiß, was Söder nach dem 14.10. noch zu sagen hat in der CSU. Eine Koalition zwischen CSU und Grünen würde eine Weiterführung der CSU-Politik bedeuten mit dem Unterschied, dass die CSU sich nun in der Migrationspolitik offen zu dem bekennen müsste, was sie schon länger politisch umsetzt.

Offene Grenzen, statt Abschiebung abgelehnter Asylbewerber, die Möglichkeit dauerhaft zu bleiben, Anerkenntnis des Islams als Bestandteil Bayerns. CSU und Grüne würde vielen Wählern die Augen öffnen, nur leider etwas zu spät.

Die AfD leidet unter Anfeindungen, die von den Altparteien massiv geschürt werden. Söder bezeichnet die Partei als rechtsradikal. Hinzu kommt der Vorwurf des Antisemitismus, der Fremden-, Frauen- und Schwulenfeindlichkeit. Ihre Antwort darauf?

Wir sind auch die Partei für Juden, für Migranten, für Homosexuelle, diese drei Gruppen wählen uns übrigens gemäß Studien überdurchschnittlich stark. Wir sind auch die Partei für Frauenrechte, denn wir sind die einzige Partei, die ganz klar die Probleme die mit immer stärker werdenden islamischen Parallelgesellschaften in unserem Land entstehen.

Dort werden die Menschen oftmals von Klein auf mit Antisemitismus, Hass auf Andersgläubige, Hass auf Homosexuelle und Verachtung gegenüber Frauen sozialisiert. Wir sind die einzige Partei, die sich diesen Parallelgesellschaften entgegenstellt und die Menschen darin zwingen will, die freiheitlichen Werte von Gleichberechtigung und Toleranz zu leben, wie es die Mehrheitsgesellschaft auch tut.

Wir haben viele Juden, Frauen, Homosexuelle und Migranten in der AfD, die sich bei uns genau richtig fühlen, eben weil sie wissen, wenn sie den Intoleranten nicht die Stirn bieten, geht ihre Freiheit Stück für Stück verloren.

Zur Rhetorik von Söder und Co. kann ich nur sagen, deren Hetze gegen uns sind Schreie der Verzweiflung, weil sie uns inhaltlich nicht gewachsen sind und Angst um ihre Macht haben.

Sie sind seit wenigen Monaten Vater einer kleinen Tochter. Ich bin selbst Mutter von zwei Töchtern und kann bestätigen: Kinder stellen von heute auf morgen Dein ganzes Leben auf den Kopf. Was hat sich für Sie persönlich und  auch politisch durch die Geburt Ihrer Tochter geändert?

Persönlich sehr viel: Wenig Schlaf im Tausch für unglaublich schöne Momente, wenn man mit einem Lächeln belohnt wird. Dass es dem Kind gut geht ist das mit weitem Abstand wichtigste. Es beeinflusst das ganze Leben, auch die Politik.

Ich bin in den Terminen nicht mehr so flexibel, delegiere mehr und muss mich noch besser organisieren als vorher, man will ja die eigene Tochter aufwachsen sehen.

Welche Zukunft wünschen Sie sich für unsere Kinder und was können wir alle dafür tun?

Unsere Kinder sollen in Freiheit und Sicherheit leben. Wir alle können nur gemeinsam dafür sorgen, dass das Land frei ist, indem wir konsequent jede Form von Extremismus bekämpfen. Deswegen gehört meine Stimme der AfD, denn wie jedes Kind, wird auch meine Tochter mich irgendwann fragen, was ich für sie und ihre Zukunft getan habe.

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