(David Berger) In völlig irrationaler Nibelungentreue zu Merkel scheint Markus Söder fest entschlossen, die CSU mit in den Untergang Merkels hinein zu reißen. Nur zehn Tage vor der Landtagswahl ist die CSU im Bayerntrend auf 33 % gefallen.

Die neueste Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap für die ARD-„Tagesthemen“ stellt unzweideutig fest: Die anstehende Bayernwahl wird für die CSU unter der Regie von Markus Söder eine große Katastrophe.

Die CSU würde mit dem historisch schlechtesten Ergebnis von 33 %, das sie jemals erzielte, nicht nur die absolute Mehrheit klar verfehlen. Sondern es wäre sogar möglich, dass sie ganz aus der Regierung Bayerns verschwindet.

Zum Vergleich: Bei der letzten Landtagswahl 2013 hatte die CSU noch 47, 4 Prozent geholt.

Die Bayernwahl wird „Point of no return“ für einen beispiellosen Abstieg der CSU

Dies wäre der Beginn einer noch größeren Katastrophe für die CSU, die in die Bedeutungslosigkeit auch in Bayern absinken könnte. Ähnlich sähe es aus, wenn die CSU mit den Bayern-Grünen in eine Regierungskoalition gehen müssten.

Mit diesem Ergebnis erntet Söder die Ergebnisse für seinen fatalen Kurs, in dem er sich in den letzten Wochen von Innenminister Seehofer allein aus Machtkalkül distanziert und sich dafür Angela Merkel an den Hals geworfen hat. So ist eine Arbeitsgemeinschaft mit jener Frau entstanden, die ähnlich machiavellistisch wie Söder tickt, aber in Bayern noch ein klein wenig unbeliebter ist als Söder.

Söder und Merkel in Bayern ähnlich unbeliebt

Und das will schon was heißen: Mehr als die Hälfte der Bayern ist mit der Arbeit der Söder-Regierung unzufrieden. Lediglich in Bremen und Berlin (Müller!) sind die Menschen noch unzufriedener mit ihrem jeweiligen Landesregierungschef.

Langsam scheint es nun auch Söder zu dämmern, dass seine Vermerkelung alles andere als ein Erfolgsrezept ist. Denn die Schuld für die katastrophalen Umfragewerte sucht er nun bei der Großen Koalition: „Das sind alles Zahlen, die unglaublich geprägt werden durch Berliner Politik“, so Söder in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung.

Und die ganze Panik Söders und der Seinen zeigt sich letztlich darin, dass er die Wähler darum bettelt, die Landtagswahl nur ja nicht zu einem „Denkzettel für Berlin“ werden zu lassen.

Distanzierungsversuche von Merkel kommen zu spät

Solche Distanzierungsversuche entbehren nach all dem Vorgefallenen vor allem der Glaubwürdigkeit, die der CSU ohnehin am schmerzlichsten unter vielleicht allen größeren Parteien fehlt.

Und sie kommen viel zu spät: Söder und letztlich auch Seehofer haben es nicht geschafft, sich von Merkel zu emanzipieren. Und ihnen fehl jedes Rückgrat, das nötig wäre, um diesen Schritt in Zukunft zu vollziehen. Dafür wird jeder auf seine Weise in den kommenden Wochen seinen Preis zahlen. Mitleid? Alles andere als das! Bettvorleger sind selbst in Bayern längst aus der Mode gekommen.

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