Gerechtigkeitslücken zu finden ist eines der Lieblingsspiele unserer Politiker. Sie können sich als „gerecht“ produzieren und erhalten gleichzeitig einen immer größeren Anteil an der Arbeit der Bürger zu ihrer Verfügung. Damit können dann Wählerstimmen über Begünstigungen für die eigenen Klienten erkauft werden. Ein bewährtes Mittel seit dem alten Rom. Wir rechnen das wahre Problem einmal vor.

Für mich gehört es zur Aufgabe eines Staates, einer Gesellschaft dafür zu sorgen, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. Nun hat nicht jeder die Anlagen zum Herzchirurgen, Vorstandschef oder Handwerker von der Natur mitbekommen. Aber gerade für diese Menschen ist es wichtig, dass sie für sich selbst sorgen können. Es ist eine Frage der Selbstachtung. Und genau diese Selbstachtung nimmt ihnen unser gieriger Nannystaat.

Sehen wir uns doch einmal an, wie der Staat ehrlich erarbeitetes Einkommen von Empfängern von Mindestlohn behandelt.

In der Tabelle habe ich mit dem alten Mindestlohn gerechnet. Ein Fehler, der jedoch für die Argumentation völlig unerheblich ist und deswegen unkorrigiert bleibt, da es nur darum ging zu zeigen, wie gierig der Staat selbst bei den untersten Lohngruppen zuschlägt. Der gewählte Lohn hätte für das Beispiel auch einfach nur willkürlich festgelegt werden können.

Arbeitgeber Gesamtbelastung1.723
./. Arbeitgeberanteil Sozialversicherung280
brutto Mindestlohn 8,34 Euro bei 173h1.443
./. Arbeitnehmeranteil Sozialversicherung298
Lohn nach Sozialversicherung1.145
Steuern70
Nettolohn1.075
GEZ18
Abgaben Strom
1.500kwh ca.
17
Nettolohn vor MWSt.1.040

Und damit hat der Staat den Hals noch nicht voll. Mehrwertsteuern und Verbrauchsteuern kommen erst noch. Sie kann man nur schätzen, denn sie hängen von dem persönlichen Verbrauchsprofil ab. Nehmen wir an, rund 500,-€ werden für mehrwertsteuerfreie Ausgaben gebraucht, also z.B. für Miete, Bankdienstleistungen, Bildung.
Die restlichen 540€ erleiden im besten Fall 7%, im schlechtesten Fall 19% Steuerbelastung, also 38-103€.

Zölle sind nicht mehr realistisch schätzbar, aber man sollte sie auch nicht vergessen. Ebenso weitere Verbrauchssteuern wie Energie, Tabak, Kaffee, Branntwein oder -die zur Schaffung einer Schlachtflotte 1902 eingeführte- Schaumweinsteuer. Aufkommen rund eine halbe Mrd. € pro Jahr, Peanuts angesichts von rd. 60 Mrd. Verbrauchssteuern ohne Stromsteuer.

Es bleiben also rund 900-1.000€ übrig von über 1.700€ vor Zöllen und Verbrauchssteuern.
Wenn man diese noch abschlagsmäßig in Rechnung stellt: rund die Hälfte des Arbeitslohns bleibt netto-netto-netto. Bei Mindeslohn.

Wie man mit den Menschen umspringt, sieht man an den beiden Eckpfeilern der Sozialversicherung. Die staatlichen Versicherungen sind in weiten Teilen bestenfalls organisierter Betrug.

Krankenversicherung – Umverteilungsmaschine zulasten der Beitragszahler

Die Kosten für die Krankenversicherung sind hier mit ca. 225€ enthalten. Seit der Flüchtlingskrise wissen wir aber, dass der Bund nur 90€ pro Kopf an die gesetzlichen Kassen überweist. Da angeblich keine Belastung der Kassen dadurch entsteht, kann man schlussfolgern, dass 90€ ausreichen würden, unsere Geringverdiener also 135€ pro Monat zu viel zahlen, also von ihren geringen Einkünften noch andere zwangsweise subventionieren würden. Außer es wäre so, wie der Spiegel vermutet, dass die 90€ nicht kostendeckend sind.

Rentenversicherung – ein Schneeballsystem

Die Rentenversicherung ist nicht einmal eine Versicherung im Wortsinn. Funktional ist sie ein Schneeballsystem. Man zahlt ein, das Geld geht an Dritte, der Veranstalter kann jederzeit die Regeln ändern und selbst hofft man, dass Dritte die eigene Rente irgendwann zahlen. Schneeballsystem, lediglich gemildert durch die Tatsache, dass ein demokratisch gewähltes Parlament die Spielregeln festlegt.

Eine Versicherung wäre ein Vertrag zwischen Versicherungsnehmer und -geber, in dem die Bedingungen festgelegt sind und zwar fix. So kann der Zwangsbeitragsleistende nur raten, welche Verzinsungen seine Beiträge erzielen werden und ob seine Einzahlungen zu einer ausreichenden Rente führen werden. Das Risiko dafür liegt bei ihm. Und er weiß, dass die Politiker, die über seine Rente entscheiden werden, nur die Schulter zucken werden und darauf verweisen werden, dass Norbert Blüm nicht mehr im Parlament sei und sie schließlich nichts für dessen dummes Geschwätz könnten.

Will ein Rentenversicherter die Versicherung beenden, was nur selten, z.B. bei Auswanderung, möglich ist, dann kommt der nächste Betrug. Er bekommt nur die von der Arbeitnehmerseite eingezahlten Beträge zurück, die Beiträge der Arbeitgeberseite kassiert der Staat ein. Zinsen für die u.U. jahrzehntelange Überlassung der Gelder sieht der Rentenversicherte in dem Fall auch keine.

Und da sprechen linke Politiker von der „Kälte des Marktes“?

In einem Markt kann man wenigstens den Anbieter aus Wettbewerbern aussuchen und es herrscht Rechtssicherheit während der Vertragslaufzeit. Schlechter als dieses staatliche Umverteilungssystem kann der Markt das kaum organisieren.

Der gierige Staat kann für sich, wie man am Beispiel unserer sozial Schwächsten sieht, jedenfalls keine moralische Überlegenheit in Anspruch nehmen.

Ein Mensch, der Vollzeit arbeitet, muss in der Lage sein, das eigene Leben wirtschaftlich zu bestreiten und sein Alter wirtschaftlich abgesichert erleben zu können.

Diese Aufgabe erfüllt unser Staat nicht.

140 Kommentare

  1. Das ist soweit ja richtig.
    vergessen wrden aber wieder einmal die Beamten, die ja das eigentliche Staatsvolk der BRD sind.
    Denn sie säen nicht, aber sie ernten.
    Sie zahlen weder Kranken- noch Rentenversicherung, aber dafür bekommen sie Rabatte bei versicherungen und Einkäufen.

  2. „““““Die Kosten für die Krankenversicherung sind hier mit ca. 225€ enthalten.““““ unsere Geringverdiener also 135€ pro Monat zu viel zahlen, „“““
    Wieso ? Ich zahle 95 euro Krankenversicherung im Monat. Also nur 5 euro zahle ich zu viel.

    • Arbeitgeberanteil miteinberechnet?
      Sonstige Sonderregelung?
      Wir arbeiten im Beispiel mit den Standardsätzen lt. Lohnsteuerabrechnungsprogramm.

      • @ Patrizia von Berlin
        Sie schmeißen einiges durcheinander. Es ist doch offensichtlich, dass 90€ nicht reichen und über höhere Beiträge Besserverdienender ausgeglichen werden müssen, vor allem bei Hartz IV-Empfängern. Außerdem erhalten Flüchtlinge nicht die volle Kassenleistung.

      • Sie bezichtigen die Bundesregierung der Lüge?
        Artikel nochmal lesen, genau darauf weise ich hin.

      • Nicht die Bundesregierung, aber Sie verdrehen die Fakten. Die Regierung zahlt 90€ für einen stark eingeschränkten Versicherungsschutz von Flüchtlingen, genauso viel wie für Hartz IV-Empfänger mit vollem Versicherungsschutz. Natürlich reichen für vollen Schutz keine 90€; das wird querfinanziert von Besserverdienenden. Der Sinn und Zweck der gesetzlichen gegenüber der privaten Krankenversicherung!

      • Loite! Weder gibt es DEN Norm-Flüchtling noch DEN Norm-Hartzer u. weitere Anspruchsberechtigte mit „vollem“ Vers.Schutz. Richtig ist, daß PKVer die GKVer querfinanzieren, während sich der Bund wiederum an GKV-Töpfen bedient. Richtig ist auch, daß die 90 Euro des Bundes wohl nicht ausreichen. IIRC benötigt es 140 Euro. Aber ohne Gewehr. Genaueres findet sich in div. Pressemitteilg.

    • Krankenversorgung ist in Deutschland unglaublich teuer. Der Hauptgrund ist, dass der Patient meistens keinen Vorteil hat, wenn er es billiger hinbekommt. Der Patient sieht gewöhnlich noch nicht einmal die Abrechnung seiner Behandlung – wozu auch, hat auf ihn ja keinen direkten Einfluss.

  3. Betrachten wir mal die Rentenversicherung.Das Umlage-Verfahren ist ja ok.Aber als erster hat sich SPD-Helmut -Schmidt in der Rentenkasse bedient.Schon vergessen?
    Alle fremden Leistungen aus der Rentenkasse entfernen,dann wird es auch was mit der Rente. Sozial-System..Allein-Erziehende sind freigestellt…aber alle Anderen für gemeinützige Arbeiten heranziehen..auch die islamischen Göttlichen.

    • „Sozial-System..Allein-Erziehende sind freigestellt…aber alle Anderen für gemeinützige Arbeiten heranziehen..“

      Geniales Konzept. Führt das KV-System direkt in die Pleite.

  4. Gierig ist der deutsche Staat mit seinen Politikern, die EUDSSR und die ausländischen Horden ,die unser Land überrennen und den Bürger ausplündern.
    Das Ziel unserer Politiker ist es, jede Legislatur-Periode neue Steuern und Abgaben für den
    Arbeitnehmer, der gezwungen ist,im Hamsterrad zu laufen, zu generieren. Als Beispiel mal den Soli…und seine Laufzeit. den Zappel-Vogelschredder-Strom usw.

  5. Schon vor 10 Jahren sagten selbst Rotlichgrössen das man in Deutschland kein Geld mehr verdienen kann…Handwerker ebenso.

    Und Werksverträge bei denen Bulgaren hier LEGAL für 4 Euro arbeiten durften nicht vergessen.Haben unsere Politiker mitgemacht und die Gewerkschaften haben das Maul gehalten!

    Heutzutage befördern Polen Nachts unsere Post und müssen in den Wagen schlafen.Schöne neue Welt!

  6. Zu 1500 kWh Strom.
    Damit ist wohl der elektrische Energieverbrauch pro Jahr gemeint, also 125 kWh pro Monat. Bei knapp 28 Cent pro kWh brutto macht das dann 35 Euro pro Monat brutto. Dass 17 Euro davon Steuern sind, könnte passen.

    Ich verbrauche übrigens seit vielen Jahren nur 25 kWh pro Monat, benutze aber auch keinen Kühlschrank, weil verdorbene Lebensmittel wegwerfen billiger ist.

    • Respekt für die gute Rückwärtsrechnung. Ich habe den Vorschlagswert der Stromanbieter für einen 1 Personen Haushalt als sinnvolle Grösse in Die Rechnung hineingenommen ….

  7. Eine Antwort auf die Frage, wie viel andere vom Lohn bekommen, kann man sich überlegen, wie viele Stunden man selber arbeiten muss, um sich eine Stunde von einem Kollegen zu kaufen. Für einen, der kein Kindergeld bekommt, nicht zum Arzt geht und sonst keine Kosten verursacht, ist das knappe zehn. Zu Helmut Kohls Zeiten wurde sieben behauptet.

  8. In dem vorgerechneten Fall kann man noch mit Hatz4 aufstocken, wenn die vom Jobcenter genehmigte Warmmiete und die zusätzlichen Ausgaben fürs Arbeiten (zum Beispiel Auto) 359 Euro überschreiten.
    Wenn nicht, bekommt man noch Wohngeld.

    Der Mindestlohn ist ziemlich genau die Kante, ab der man bei spartanischer Lebensweise nicht mehr aufstocken kann.

  9. noch eine Tatsache aus den 90igern ,wie weit es geht …zur ersten Wahl nach der Wiedervereinigung hat die Regierung Kohl etwa 160 millarden DM aus den Sozialkassen genommen ,,sogar rechtmaessig da die Regierung in die Sozialkassen greifen darf
    dazu gab es einen Spiegelartikel ..ich darf nicht mehr weiterschreiben … sonst ..

  10. > Die restlichen 540€ erleiden im besten Fall 7%, im schlechtesten
    > Fall 19% Steuerbelastung, also 38-103€.

    Ein häufig gemachter Rechenfehler!
    Die Prozente beziehen sich auf Netto. Sie haben Prozente von Brutto gerechnet.
    Korrekt ist:
    540 * 7/107 und 540 * 19/119, also 35 bis 86 Euro.
    Im besten Fall ist es 540 * 100/107 = 505 netto.
    Im schlechtesten Fall 540 * 100/119 = 454 netto.

    • So geht es deutlich schneller und mit einem minimalen Fehler. So macht man es in der Praxis, zumindest wenn man in der Zeit vor Excel und Taschenrechner gelernt hat.
      Ihr Weg ist der Superkorrekte und mathematisch Richtige.

    • Genau! Im Bruttobetrag sind entweder 6,5 oder 16 % Umsatzsteuer enthalten – (das ist eigentlich auch eine Verbrauchs-/Komsum(enten)steuer) .

  11. Staatsanteil noch unterschätzt

    Da heißt es, dass die Miete MwSt. frei ist. Das ist nur die halbe Wahrheit. Da beim Wohnungsbau, Reparaturen, Wartung etc. MwSt. fällig werden ist diese trotzdem erheblich durch MwSt. belastet. Insgesamt muss der Staat die unproduktiven Gehaltsempfänger im ökosozialen Komplex massiv reduzieren. Dann gibt es wieder Fachkräfte und es geht mit weniger Steuern.

  12. z.b die ueberschuesse aus der Rentenversicherung wurde in den 70/89igern in alle Welt verschleudert anstatt sie fuer schlechter zeiten anzusparen ….und jetzt wird es politisch unkorrekt !!! 10 % aus der rentenversicherung werden als Fremdleistungen „abgefuehrt “
    und WOHIN ?? ich traue es mich nicht zu schreiben !!!!also ca 35 millarden

  13. Noch ein Beispiel für einen „Knaller“.
    Per Gesetz dürfen keine Steuern auf bereits besteuerte = damit im Preis gestiegene Dinge erhoben werden.
    EIN Fall, – schauen Sie sich alle mal genau die Stromrechnungen an.
    Was erkennen Sie ? RICHTIG !
    Steuern auf Besteuertes … auf Besteuertes … auf Besteuertes.
    Das ist per Gesetz VERBOTEN. Seit Ewigkeiten. Wurde nie abgeschafft.

    • Da fällt mir spontan aber auch noch Kraftstoff ein!
      Sowohl bei Diesel als auch Benzin wird auf die Mineralölsteuer noch die Umsatzsteuer gerechnet. :-(((

      Warum klagt keiner dagegen?

  14. MIt voller Berechtigung sagen natürlich manche Bürger dann, – wie soll ich denn noch andere Rentensäulen privat finanzieren, wenn ich eh kaum noch Netto habe.
    Tja, dann muß man eben mal grundsätzlich zuerst die Steuer- u. Abgabenlast komplett sanieren = herunterfahren.
    Da muß mal die Axt dran.

  15. Der Oberwitz, – beim Paß erhalte ich nicht einmal Eigentumsrechte, denn de iure gehört der weiterhin dem Staat.
    Beim Umschreiben der alten in die neue Fahrerlaubnis, – ja aber HALLO ! Die sitzen dort den ganzen Tag u. werden bereits genau dafür bezahlt.

    Und so geht das überall weiter. Mehrfache Abzocke u. niemand hinterfragt das mal.

  16. Eine Frage konnte mir bisher auch niemand beantworten:
    Wenn Beamte o. Angestellte im ÖD jeden Monat ihr Gehalt aus Steuergeldern – damit von uns allen – erhalten, – WESHALB zum Geier muß ich dann noch extra für jeden Sch.. bezahlen ?
    Ob Paß, Perso … das ist mit den Steuern u. dem Gehalt daraus abgegolten !
    Weshalb soll ich für mein Eigentum am Grundstück eigentlich Steuern zahlen ?

  17. Unsere Kleine hat mich gerade daran erinnert, – sie hat voriges Jahr mal aus einer Laune heraus alle deutschen „normalen“ = Alltagssteuern zusammen gesucht u. gegen gerechnet. (Sie liebt Mathe u. Zahlenspiele, – hat sie Spaß dran.naja.)
    Jedenfalls kam heraus das wir zwischen 72 bis 76 % insgesamt jeden Monat an Steuern zahlen. Nachgepüft … es hat uns umgehauen.

    • Ja, kaum jemand übersieht die Gesamtbelastung.
      In der Propaganda der Parteien, die immer gerne noch ein paar Steuern drauflegen, kommen ja auch fast nur die nackten Steuersätze vor.

    • Das ist plausibel.
      Sogar wenn man Kindergeld und Kosten, die die Tochter in der Schule verursacht mitrechnet, ist das plausibel.

    • Das kommt wohl hin. Leider!
      Und: das ist doch schon Sozialismus! :-(((

      Warum behält der Staat nicht gleich Alles und stellt Wohnraum und gibt Essensgutscheine aus?

  18. Grundsätzlich muß die deutsche Regierung endlich mal lernen mit wesentlich weniger Steuern u. Abgaben auszukommen u. strikte Haushaltsdisziplin zu halten.
    Dann könne sich o.g. nicht selbst permanent über Parteien u. Ämter bereichern u. unsere Steuern in aller Welt verteilen.
    DAS ist die Basis einer positiven Veränderung, – auch bei der RV.
    Aber, – Frösche fragen / Teich austrocknen ?

  19. Bei einem Dieselpreis von 1,28 € pro Liter, wird es noch drastischer denn da beträgt der Steueranteil ca. 0,85 Cent, also zweidrittel des Bruttopreises und die Straßen und Brücken werden immer schlechter, obwohl diese Steuer eigentlich für die Sanierung vorgesehen wäre, aber zweckentfremdet wird und niemand geht auf die Straße, es scheint für alle o.k. zu sein, wie naiv sind doch die Bürger.

    • ja, ich habe bewußt diesen Komplex nur teilweise berücksichtigt, weil er natürlich aufgrund der unterschiedlichen Lebenssituationen kaum vernünftig zu quantifizieren ist.
      Aber es ist ein sehr gutes Beispiel für den gierigen Staat.

    • wobei man beim Benzin zu einer vierfacher versteuerung kommt wenn man es genau betrachtet …als einkommenssteuer ,oekosteuer ,mineraloelsteuer Plus Mehrwertsteuer

    • ich muss ich mich noch korregieren !!!! 5 fach wird das Benzin versteuert
      es fehlt noch der Solidaritaetsbetrag auf die einkommenssteuer
      zudem noch die Zwangsabgabe Pflegeversicherung die auch z.b Privat versicherte bezahlen muessen …also in dem sinn auch eine Steuer

  20. Es gibt in entwickelten Staaten mehrere erfolgreiche u. stabile Rentenmodelle. Ich kenne alleine 4 die m.M.n. besser sind.
    Alle haben eines gemeinsam, – die Löhne sind höher u. die Steuern u. Abgaben wesentlich niedriger als bei uns (in NZ gibt es keine Überstunden). Man kommt nicht „arm“ in die Rente, sondern gut ausgestattet, konnte sich Vieles gönnen, hatte Zeit für d. Familie.

      • Teilweise die nordeuropäischen Staaten, aber eben auch z.B. NZ u. natürlich die Schweiz.
        Zusamengefaßt kann man sagen, – überall dort, wo eine Regierung / Parteien nicht zu 100 % Zugriff auf die Rentenversicherungen haben, da sie im mehrere (staatl. unterstützte) Säulen aufgeteilt sind u. in die Jeder teilweise einzahlen muß, bei anderen kann.

      • Grundbedingung dafür ist das sich der Staat bei Steuern u. Abgaben zurück hält, die Arbeitgeber gute = faire Löhne zahlen u. teilweise mit in die Pflicht genommen werden (Angebot Firmenversicherung).
        Grundbedingung dafür ist jeweils ein gut kontrollierter u. strenger Staatshaushalt = ständige Offenlegung aller Ausgaben + Diskussionen dazu in der Öffentlichkeit.
        Das Gegenteil von D also.

      • Außerdem natürlich einen grundlegenden Anspruch auf eine Minimal-Staatsrente nach z.B. mindestens 15 Jahren Einzahlung.
        Ich habe gesehen wie gut das anderweitig funktioniert u. die Menschen dort – wenn sie nicht gerade faul, süchtig oder völlig verantwortungslos waren – das System hochhalten u. für richtig befinden.
        Diese deutsche Arroganz mit unserer RV ist lächerlich.

      • den letzten Satz unterschreibe ich sofort, man liest das aus meinem Text heraus, denke ich. Sehr zum Entsetzen der Staatsgläubigen …

    • Bei Alternsrente muss man beachten, dass viele Leute, wenn sie nicht dazu gezwungen werden, gar nicht vorsorgen.
      Um den sozialen Frieden zu erhalten ist es falsch diesen Leuten, wenn sie alt werden, einen Strick zu schenken. Aber es ist auch falsch, alle Leute so zu behandeln wie diese.
      Ich hätte gerne eine spartanische Altersrente. Wer mehr haben will, soll privat vorsorgen.

    • Gucken Sie sich mal die Rentensysteme in Malaysia (EPF) und Singapur (EDF) an.

      Da gibt es jedes Jahr 7 % Dividende und sie sind kapitalgedeckt!

      Dafür ist die deutsche Politik zu dumm- oder zu gierig.

  21. Nicht nur das einseitig viele Jahre plötzlich nicht mehr anerkannt werden, nun Steuern u. Abgaben zu leisten sind ect.
    Nein, man hat vom letzten Netto anstatt damals noch 72 % jetzt noch 48 %.
    Pensionäre liegen immer noch dort, – vom letzten Brutto ! Zuvor wird meistens noch mal „befördert“.
    Nichts gegen Pensionäre, – aber bleiben wir bitte ehrlich, – so kann das nicht weitergehen.

  22. Dazu könnte ich noch Einiges schreiben.
    Unterm Strich bleibt die traurige Erkenntnis, – da existiert so etwas wie ein Generationenvertrag von Staatswegen, verpflichtend u. zwangsweise. Da zahlt man unter bestimmten Vertragbedingungen ein … aber einseitig verändert eine Partei ständig die Verträge zu UNGUNSTEN der anderen Partei.
    Eingezahltes Geld wird zudem zweckentfremdet.

    • Mit Verlaub: Das deutsche Rentensystem ist nicht kapitalgedeckt!!!
      Sie haben da nichts „ein“gezahlt!

      Sämtliche RV-Beiträge waren für die Erziehungsleistungen der jeweiligen Rentnerkohorte.

  23. Dasselbe mit den Steuern u. Abgaben auf Renten. Da hat ein PENSIONÄR geklagt das er (der Ärmste u. ohne jemals eingezahlt zu haben) nun diese Abgaben hat, die eingezahlten Rentner aber nicht. Es sei keine Gleichbehandlung. — Das ist es bereits im Ansatz nicht = Überraschung !
    Aber, – das Gericht entschied der Pensionär habe Recht, – die Rentner müssen auch zahlen.

  24. Das Problem ist das bei der Rentenpunkte-Anerkennung ständig einseitig (seitens der Regierungen) die Grundlagen verändert wurden.
    Anerkennung abgeschlossener Berufsausbildungsjahre, – jetzt nicht mehr. Ebenso keinerlei Anerkennung mehr für erfolgreiche Studienabschlüsse. Da fehlen viele Jahre auf die man damals vertraute.

  25. Sie haben leider recht. Aber die Deutschen sind in ihrer Mehrheit zu dumm, um das zu begreifen oder gar, um zu protestieren. Ein angepasstes Untertanenvolk, das unter Demokratie versteht, dass nur jeweils eine Meinung (die d. herrschenden Politik) richtig sein kann, „weiß“ nichts. Dabei sind die dtsch. Untertanen nach den Belgiern am meisten steuerlich belastet.(lt. OECD)

  26. Ich kann diesem Artikel nicht voll zustimmen. Die Darstellung der Rentenversicherung ist abwertend und stellt m.E. nur eine laienhafte Kritik dar. Die BfA ist sicher keine Versicherung im strengen Sinn, dafür aber leistet sie was eine Versicherung nicht zu leisten vermag, und wird zusätzlich gestützt vom Steuerzahler. Das aber ist von den Schöpfern der BfA aus guten und für den Bürgern nützlichen

    • ich habe das Rentensystem bewußt überzeichnet und negativ bewertet, sicher. Das ist aber nötig, da die von Ihnen behaupteten Dogmen, fern jeder Sachkenntnis, weit verbreitet sind. Unser System ist nicht demographiefest, weil es nicht kapitalbasiert ist, wie in angelsächsischen Ländern oder in Japan. Und es ist der Willkür der Politik unterworfen. Der gesetzliche Zwang zeigt bereits sehr deutlich, dass man sich darüber im Klaren ist, dass unsere Rentenversicherung eben nicht wettbewerbsfähig wäre. Staatsgläubigkeit.

  27. „Ein Mensch, der Vollzeit arbeitet, muss in der Lage sein, das eigene Leben wirtschaftlich zu bestreiten und sein Alter wirtschaftlich abgesichert erleben zu können.
    Diese Aufgabe erfüllt unser Staat nicht.“

    D’accord. Da aber weder „Markt“ noch „Staat“ Rechtssicherheit bieten für beitragspflichtige „Sozial“systeme, ist das daraus entstehende gemeinsame Problem Nr. 1: Armut auf Willkür-Basis.

    • Der Markt bietet Rechtssicherheit. Ohne Verträge, die auch durchgesetzt werden können, ist kein echter Markt denkbar. Der wesentliche Unterschied scheint mir im Vorteil des Wettbewerbs zu liegen. Auswahl bedeutet meist die Chance auf eine bessere Alternative als bei einem zentral gesteuertem System. Selbstverständlich kann der Markt nur besser steuern, aber eben auch nicht mehr verteilen als vorhanden ist.

      • „Der Markt bietet Rechtssicherheit. Ohne Verträge, die auch durchgesetzt werden können, ist kein echter Markt denkbar. “

        Nope, sorry, bietet er definitiv nicht. Recherchiere das gern z.B. bei der Bafin nach. Sollte kein Problem sein bei Anfragen auf Basis allgemeiner Zahlen. Gibt aber auch schon div. Pressemeldungen über wankende Lebensversichererer/Pensionskassen etc.

      • das ist ein ganz anderes Problem. Da geht es nicht um Rechtssicherheit, sondern um die Bonität des Vertragspartners im Speziellen bzw. die Fähigkeit des Vertragspartners zur Erfüllung eines eingegangenen Vertrags im Allgemeinen. Das ist ein wichtiges Thema, aber kein spezielles Argument gegen private, kapitalgedeckte Altersvorsorge. D. war in den letzten 200 Jahren im Schnitt alle 25 Jahre pleite und stellt damit keine Ausnahme dar.

      • Liebe Patricia, geht es nicht IMMER um Bonität? Woraus dann unabsehbare Gesetzes“anpassungen“ folgenden = Rechtsunsicherheit für den Vertragsnehmer? Alles andere würde bei mir unter vorsätzlichen Betrug fallen und ja, DAS wäre dann tatsächlich etwas ganz anderes.
        Es bedarf aber nicht mal zwingend der Bonitätsfrage. Freundin von mir verdankt Rentenkürzung einem EuGH-Urteil i.S. „Gleichstellung“.

      • Nein. Der deutsche Staat ist z.B. als einer der wenigen „AAA“ Staaten extrem hoch bewertet in Sachen Bonität, deswegen gibt es, wie wir gesehen haben, trotzdem keinen Schutz vor Neufestlegung der Rentenregeln. D.h. Bonität als Fähigkeit eingegangene Verbindlichkeiten zu bedienen und Vertrag vs. staatliche Regelung, das sind schon zwei unterschiedliche Problemkreise.

      • Zu „AAA“ s.a. „Lehman Brothers“ …

        Im Ernst. Ich kann live + in Farbe in div. Fällen auf das Ergebnis beider „Problemkreisen“ blicken. Bei (Betriebs-)Rente, LV, (P)KV…

        Unterschied: Die staatl. RV hat von vornherein erhebl. Spielräume zum Umverteilen und neben Gesetzl. Möglichkeiten keinen Bilanzierungszwang. Auf Privatrechtl. Ebene besorgt i.a.R. die jew. Lobby nötige Gesetzesanpassungen.

      • Noch was zum Thema „kapitalgedeckte Altersvorsorge“:

        Das letzte Mal, als Schäuble und Nahles in trauter Eintracht eine „Reform“ gefeiert haben, kam dabei in Fragen Betriebl. Altersvorsorge im Wesentlichen ledigl. die Unverbindlichkeit v. Zusagen heraus. Davor hausierte man mit bekanntem Ergebnis mit der Riester-Rente. Inzw. sind wir wg EZB-Nullzinspolitik i.S. SozVers. bei Mio-Verlusten/p.a.

  28. Also was die Renten betrifft, ist ein Umlageverfahren vermutlich stabiler als eines über den Kapitalmarkt. Unbedingte Voraussetzung: die Migration ist eng begrenzt, und Nachwuchs wird angemessen gefördert.
    Dabei gilt, ebenso wie bei allen anderen Steuern und Abgaben: nicht auf die Höhe, sondern auf das Preis-/Leistungs-Verhältnis kommt es an. An der Stelle zeigt sich der eigentliche Skandal!

    • das sagt man uns immer.
      Der Blick in die Angelsächsischen Länder zeigt, dass das nicht so ist.
      Vor allem ist es, weil es auf Substanz basiert, demografiefest.
      Uns wird das Umlagesystem, unser Schneeballsystem, um die Ohren fliegen, wenn die Babyboomer in Rente sind.
      Eine ähnliche demografische Entwicklung bei kapitalbasierter Rentenversicherung führt lediglich zum Verschieben des Kapitals in Länder die es brauchen und entlohnen. Das ist erheblich standfester.

      • Ich bezweifle diese Standfestigkeit. Überflüssiges Kapital fliesst irgendwo hin, zum Beispiel in Immobilienblasen. Je weiter weg, desto mehr wird betrogen. Ein kurzer Blick in die Geschichte bestätigt das.
        Wenn man die in ihrer Selbstvorsorge gescheiterten einfach verhungern lässt, ok. Aber wenn es eine Pflicht zur Mitversorgung gibt, dann braucht es auch eine verpflichtende kollektive Vorsorge.

      • das ist zu schwarz-weiß, sorry.
        Beide Systeme haben Vor- und Nachteile.
        Aber die Vorteile liegen klar auf der Hand.
        Ich persönlich würde schon alleine deswegen dem staatlichen System mißtrauen, weil es erzwungen wird.

      • Wenn die Vorteile tatsächl. so klar auf der Hand lägen, wären in den letzten Jahren nicht reihenweise Pensionsfonds Pleite gegangen. Auch und gerade bei den Angelsachsen.

        Nb. werden echte Selbständige nicht gezwungen, in die RV einzuzahlen. Fragen Sie mal rum, was die kapitalbasierte priv Vorsorge diesen Leuten gebracht hat. Insb. wenn Sie wie 2/3 aller vor Rente krank wurden: Zwangs-Auflösg!

      • Das hält keiner empirischen Untersuchung stand.
        Und wenn es schon staatlich sein soll, dann mal die japanische, kapitalgedeckte Altersvorsorge ansehen.

      • Genau! Ähnlich wie bei der GEZ.

        Positiver Zwang sähe so aus: 1 x im Jahr muss man nachweisen, dass man in eine selbst zu wählende Rentenversicherung Beiträge gezahlt hat (Modell Schweiz).

      • Ein einfaches Gegenbeispiel:

        Die ständischen Versorgungen (Ärzte, teilweise ältere Ingenieure, Anwälte und noch ein paar) zeigen wie effektiv das System ist. All diese lassen sich nicht staatlich plündern und zahlen nicht für die Mütterrente oder ähnliches, da klappt es super.
        Es liegt zum einen an den versicherungsfremden Leistungen, zum anderen daran auch Analphabeten aufnehmen zu müssen.

      • Auch spannend: Wo legen denn bei EZB-Nullzinsen die Ständischen ihre Gelder so an in Zeiten, wo „Sanktionismus“ immer mehr an Fahrt aufnimmt oder Menschen wegen exorbitanter Inflationsraten „sterben wie die Fliegen“ (welt)

        Und wie „effektiv“ könnten Zins-Gewinne aus u.a. Entwicklungsländern für Anleger wohl noch sein, wo bei Auflösg. von Nationalstaaten = Ende für Steuer-Oasen wäre?

        😉

  29. Es ist traurig wie der Sozialstaat durch die vielen Neubürger zunehmend nicht mehr zu halten sein wird inc. Gesundheitsversorgung. Der Staat wird in Zukunft daher noch viel gieriger werden. Ich selbst lebe dort wo man die Möglichkeit hat 100 % Netto vom Brutto zu behalten. Das bedeutet man lebt ruhiger und arbeit weniger !

    • Oh, wo ist denn das?

      Man kann schon einen Sozialstaat haben. Aber nicht gleichzeitig offene Grenzen.
      Nur eins von den beiden geht.

      Ich denke, deswegen wurden die Grenzen geöffnet. Deutschland soll ein failed state werden. 🙁

  30. Für mich ist der freiheitlich-demokratische, soziale Rechtsstaat eine der größten Kulturerrungungenschaften der Menschheit. Dass er missbraucht wird, ist das Problem, nicht, dass er existiert. Wer auch immer aus welchen Gründen auch immer, diesen abbauen, abschaffen, oder sonstwie in seinem Sinne modifizieren will, ist ein Feind Deutschlands. Ganz einfach…

    • Und mit der Massenimmigration erleben wir gerade genau das: Rechtsbrüche seitens der Regierung ohne Ende, Bedrohung des Sozialisstaates durch finanzielle Überlastung, Zerstörung der inneren (Rechts)Sicherheit usw usf. Es herrscht die pure Antidemokratie! Leider vom Volk so gewählt…

      • Das geschieht nicht trotz sondern wegen des Glaubens an den „freiheitlich-demokratischen sozialen Rechtsstaat“ als eine der größten Kulturerrungenschaften.

      • Es gibt keinen Glauben an den freiheitlich-demokratischen sozialen Rechtsstaat, sondern die grundlegende Überzeugung, dass von allen bisher erdachten und gelebten Systemen dieses als Ideal, das am wenigsten schädliche, das vielleicht nützlichste ist. Das Wissen um die Fehleranfälligkeit auch dieses Systems, unterscheidet vom Glauben, der meint, das geglaubte System sei unfehlbar, paradiesisch…

      • Diese „grundlegende Überzeugung“ bezeichne ich als „Glauben“, denn diese Überzeugung entspringt einem Dogma.
        Dass es in der Praxis nie funktioniert hat, wird auf fehlerhafte Umsetzung geschoben. Und man versucht es durch immer mehr Juristerei zu flicken.

      • Demokratie bietet als grundsätzliche Idee ein breites Spektrum der Gestaltung. Da kommt es sehr wohl auf die Beteiligten an. Andere Systeme sind stärker eingeschränkt in den Gestaltungsmöglichkeiten. Nur darum geht’s mir. Daran ist gerade eben nichts Dogmatisches. Der Fehler liegt in der Nicht-Beteiligung großer Teile der Bevölkerung.

      • Bei dem Streit darum, ob die Massenmigration ein Rechtsbruch sei argumentieren beide Seiten mit dem „freiheitlich-demokratischen sozialen Rechtsstaat“.
        Das muss doch zu denken geben!

        Unser Sozialgefüge ist über Jahrtausende evolutionär entstanden. Es auf Grundlage dieses Phantoms zu beschreiben, taugt offenbar nicht.
        Ein Wissenschaftler verwirft in so einem Fall die Theorie.

      • Es ist charakteristisch für einen Rechtsstaat über Recht und den Begriff Demokratie zu streiten. Nur in totalitären Systemen herrscht eine einzige Rechtsauffassung vor. Das Sozialgefüge ist durch eben diese Rechtsstreitigkeiten so geprägt. Wäre es evolutionär gewachsen, so wäre es überall auf der Welt zwangsläufig gleich, denn es folgte dem Programm der Natur.

      • Das sah schon Darwin anders.
        Durch Evololution entstehen verschiedene Lebensformen, die sich von einander trennen.

        Chinesen ticken anders als Europäer. Beides funktioniert. Aber wenn man beides in ein System zwingt, sind beide kaputt und nichts funktioniert mehr.

      • Einen sozialdarwinistischen Ansatz teile ich nicht. Der Mensch ist mehr Kultur-, als Naturwesen. Das heißt, er gestaltet Art und Weise der Gesellschaft durch Denken und nicht durch Vererbung, einfach gesagt. Daher die Unterschiede.

      • Ob eine Eigenschaft genetisch oder sozial vererbt wird, spielt keine Rolle. Die Individuen ändern sich, und die Zukunft zeigt, was sich durchsetzt.

        Wenn ich durch ein Gespräch die Gedanken eines anderen übernehme, dann hat er etwas an mich vererbt. Ob das sich langfristig durchsetzt, ob daraus ein neues Volk entsteht, ob mich das vernichtet, ist alles Evolution.

      • Wenn Sie es so sehen wollen, okay. Ich sehe es anders, aber kann Ihre Auffassung auch ohne sie zu akzeptieren, respektieren. Evolution ist für mich ein rein biologischer Prozess, Gesellschtsentwicklung ein, den Grundlagen unserer Art angemessener sozio-kultureller.

      • Sozial Vererbtes hat Einfluss auf die Partnerwahl und die Selektion bei der Versorgung der Nachkommen, damit auf das genetisch Vererbte.
        Und genetisch Vererbtes hat Einfluss auf Erziehung und Bildung, damit auf sozial Vererbtes.
        Das Biologische und das Sozio-Kulturelle lässt sich nicht trennen.

      • Oder, lieber Lausitzer, schlagen Sie mir doch bitte ein besseres Gesellschaftssystem vor und überzeugen mich von diesem. Das meine ich ohne Ironie.

      • Ich habe kein besseres System auf Lager. Das evolutionär gewachsene System ist so kompliziert, dass ich mich da nur sehr vorsichtig ran traue.

        Die Aufklärer haben die Grundlage geschaffen. In der Französischen Revolution wurde es durchgesetzt. Napoleon hat es zu retten versucht. Wir erleben gerade wieder einen Versuch mit der Brechstange.

      • Aber, lieber Lausitzer, wir beide könnten uns einen Wolf diskutieren, letztendlich wird das Kapital darüber bestimmen, was hierzulande geschehen wird: Gekaufte Politiker, gekaufte Medien, gekaufte Mehrheitsmeinung. Man wird nur ein wenig dagegen halten können.

      • Auch das Kapital ist ein Teil unseres Systems, das in Jahrtausenden gewachsen ist. Dahinter steckt das Prinzip von „Verträge müssen eingehalten werden“.
        Langfristig verändert sich auch das. Aber mit der Brechstange wird das wieder wie Französische Revolution. Und danach kommt das alte wieder, möglicherweise stabiler als vorher.

      • Da sind wir wohl einer Meinung. Mit der Brechstange Revolution geht die Sache nahezu immer nach hinten los. Robespierre, Stalin, Maos Kulturrevolutionen, Pol Pots Intellektuellenhass usw usf. Jetzt brauchen wir nur noch die Mehrheit für eine Art Basisdemokratie zu gewinnen… 😉

      • Unser derzeitiges Ideal mit den drei Gewalten ist hunderte Jahre alt. Wir haben inzwischen Erfahrung gesammelt, von denen Gustave LeBon Wichtiges aufgeschrieben hat.

        Liquid Democracy war sehr interessant. Zufällige Auswahl von Entscheidern ist auch noch interessant.

      • Wichtig ist, dass bei der Ermächtigung eine Anonymisierung stattfindet, also geheime Wahl derer, die irgendwas entscheiden dürfen. Wichtig ist auch, dass der Wähler den, den er ermächtigt, persönlich kennen kann.

        Vorschlag:
        Hunderttausende direkt gewählte Volksvertreter, aus denen für jede Entscheidung wenige ausgewählt werden.
        Heute geht das. Vor hundert Jahren war das unmöglich.

      • Aber nicht mit der Brechstange einführen. Das fliegt uns sonst um die Ohren.
        Die Piraten hatten bei Liquid Democracy das mit der Anonymisierung vernachlässigt. Und das Problem mit der Massendynamik (LeBon), dass überall, auch bei sechs Leuten, ein Führer entsteht, dem sich die Untertanen unterwerfen ohne sich dessen bewusst zu sein, muss dabei berücksichtigt werden

      • Das Prinzip Volksvertreter hat Vorteile und Nachteile.
        Vorteile: Das sind Leute, die von vielen anderen für fähig gehalten werden. Und sie verstehen etwas von Massendynamik, sonst wären sie nicht gewählt worden, fallen selber darauf weniger herein.
        Nachteile: Wenn es zu wenige sind, sind sie käuflich. Und sie dürfen nicht auf lange Zeit ermächtigt sein.

      • Das mit der Zeit könnte ein entscheidender Faktor sein. Bestechung dürfte sich am besten nicht lohnen.

      • Fehler! Nicht „wenige ausgewählt“, sondern „wenige ausgelost“.
        Man braucht nur ein für jeden überprüfbar zufälliges Auswahlverfahren. Trommel mit Lottokugeln versteht jeder Laie.

        Ein Ausgeloster hat gewöhnlich keine Ahnung vom Thema. Das braucht er auch nicht. Er muss nur einen kennen, der seiner Meinung nach etwas davon versteht.
        Das wird können. Dafür wurde er gewählt.

      • Das Wählen der Vertreter könnte wie folgt geschehen.
        Jeden Monat ist Wahl. Jeder wählt die Ausweis-Nummer seines Kandidaten mit Zettel und Urne.
        Die Wahllokale melden ihre Einzelstimmen an die Zentrale. Dort wird das Ergebnis sortiert und mit Herkunft veröffentlicht.
        Nur Stimmen auf einen, der mehr als 50 Stimmen bekam, werden durchnummeriert.
        Aus diesen Nummern lost man seine Entscheider.

      • Mmh, das Losverfahren gefällt mir weniger. Obwohl es vielleicht auch Vorteile böte. Aber ich würde doch lieber wenigstens das Gefühl haben, „meinen Abgeordneten“ persönlich mitgewählt zu haben. Das Leben ist schon Lotto genug. 😉

      • Losverfahren wurden schon einige male eingesetzt. Auch die alten Griechen sollen schon so etwas gemacht haben.

        Das Ziel davon ist, Korruption zu verhindern. Wenn man vorher nicht weiß, wer entscheidet, oder wer das, über das dann andere entscheiden, formuliert, kann man keinen bestechen.

    • Der „freiheitlich-demokratische soziale Rechtsstaat“ ist eine Utopie, ein Phantom. Relevant ist nur der real existierende „freiheitlich-demokratische soziale Rechtsstaat“.
      Eine Utopie als größte Kulturerrungenschaft zu bezeichnen, ist religiöser Wahn.

      • Es ist keine Utopie, sondern ein Ideal. Deshalb kein religiöser Wahn, sondern etwas, um das ständig gerungen werden muss. Religiös wäre es, zu glauben, es gäbe einen paradiesischen Endzustand, oder das Ideal wäre jemals zu erreichen, oder gar erreicht. Das ist der Glaube aller totalitär Veranlagten, wie Islamisten, Kommunisten, Faschisten usw. Demokratie ist ein ständiger Prozess…

      • 2 Ich habe mich vielleicht missverständlich ausgedrückt im Haupt-Kommentar. Im Gegensatz zu totalitären Systemen, die von einem statischen Endzustand ausgehen, den es niemals geben kann ohne massive Unterdrückung, lebt die Demokratie vom Widerstreit der einzelnen Interessengruppen. Das haben wir in Deutschland schon lange nicht mehr und das muss sich ändern, nicht aber der Grundgedanke, das Ideal.

      • Letztendlich glaube ich, mich in meinem Hauptkommentar etwas missverständlich ausgedrückt zu haben. Ich halte unseren derzeitigen deutschen Staat nicht für gut so, wie er gerade ist, sondern unser Rechts- und Politiksystem für stark gefährdet. Zu diesem muss wieder zurückgefunden werden. Die Grundidee ist gut, die Umsetzung beschissen…

    • „Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“ – Churchill, 1947
      (Original engl.: „No one pretends that democracy is perfect or all-wise. Indeed, it has been said that] democracy is the worst form of government except all those other forms that have been tried from time to time.“

    • Und was die Revolution anbelangt, von der so manch autoritär veranlagter intellektueller Sesselpupser in romantischem Überschwange so gerne schwärmt, sieht er sich selbst doch schon an der alleinigen Macht: Auch dafür braucht man Mehrheiten. Selbst dann klappt es aber auch nur so lange, bis ein Robespierre die Köpfe der Revolution guillotiniert. Wer’s braucht…

      • Wenn man also für eine Revolution ebenfalls Mehrheiten braucht, kann man besser bei der Demokratie bleiben, ohne jegliche zwangsläufige „Verwerfungen“, wie Massenmorde am politischen Gegner, Gulag oder KZ, Zensur, Stasi oder Gestapo usw usf, die sich nach jeder Revolution quasi automatisch einstellen. Der große Wurf ist also mit Revolution nicht zu machen, es sei denn, man möchte einen Bonaparte..

  31. Und wenn man bedenkt, das eine Frau Roth als Abgeordnete und Vizepräs. des Bundestages mit ca. 18000 brutto nach Hause geht, möchte man nur noch kotz…. Und sie hat noch nicht einmal eine abgeschlossene Berufsausbildung. Und für die Pension, die sie mal beziehen wird, braucht ein normaler Arbeiter drei Arbeitsleben. Frau Roth macht aus Scheiss… Gold.

    • Die meisten Politiker der Altparteien müßten noch drauflegen, wenn man sie nach „Wissen u. Können“ sowie „Leistung“ bezahlen würde.

      Kaum jemand von denen kann auch nur ansatzweise in der freien Wirtschaft als Angestellter bestehen. Weder in einem Handwerk, einer Dienstleistung noch im akademischen Bereich.
      Es waren u. sind schlichtweg (nicht alle, aber die Meisten) Looser.

  32. Kein Wunder, dass Alleinverdienerfamilien nicht mehr über die Runden kommen. Wie in der DDR muss auch die Ehefrau und Mutter werktätig werden. Verkauft wird ihnen das mit „Emanzipation“ und „karrieremachen können“. Und die Kinder kommen vom Sauglingsalter an in staatliche Obhut und Kontrolle über Kitas usw.

    • Somit fängt die politisch gewollte Indoktrination bei den Kindern bereits in frühester Zeit ein, was im Hirn sitzen bleibt. Wie DDR früher.

    • Weiterer Nebenefekt:
      Kinder im Alter von 1-2 Jahren abzugeben führt zu seelischen Verletzungen und Verlustängsten.
      Sie sind dann weniger stabil, weniger belastungsfähig, weniger bindungsfähig, anfälliger für Drogen und Scheidungen und weniger in der Lage auch mal gegen die Mehrheit anzustehen.
      Damit sind sie für den Staat leichter dresierbar und leichter beherschbar.

      • Also A.T. da muss ich widersprechen. Lt. ihrer Aussage müsste es ja auf dem Gebiet der ehm. DDR prozentuel gesehen, mehr drogenabhängig, geschiedene, labile und dressierte Menschen geben als im ehem. Westteil, da in der DDR die Frauen zum Großteil arbeiten gingen und die Kinder in die Krippe. Dem ist aber nicht so. Ich glaube da spielen andere Faktoren eine Rolle.

      • Die Qualität. 1-3 Jahre damals 3 Kinder pro Erzieherin. Hier 6-7. 3-6 Jährigen damals dort 5 Kinder 1 Erzieherin. Hier inzwischen 8-10. Aber nur wenn niemand krank ist.

        Ob das die Bio-Wessis nun hören wollen o. nicht, – die Bildung / Schule in der „DDR“ war wichtig, hatte Priorität u. war ausgezeichnet. Ebenso Ausbildung.
        Wenn ich erzählen würde was ich alles gelernt habe …

  33. Davon weiss der deutsche Arbeiter leider zu wenig, sonst hätte er schon lange aufbegehrt. Die da so reichlich ins Land eindringen bekommen alles zum Nulltarif, ruinieren unsere Sozialsysteme, Krankenkassen, unsere Schwimmbäder und Strassenverkehr. Sie rügt öffentlich und setzt sich für Terroristen ein, die sie umgehend wieder einfliegen will, damit sie vom Steuerzahler versorgt werden.Grauenhaft

  34. Ja … Raffgier und Betrug so weit das Auge blickt.
    Die Oberen in diesem Staat (in anderen auch) sorgen NUR gut für SICH SELBST ! Die schuftende Bevölkerung ist denen piepegal.
    Wird Zeit für Veränderung und Verbesserung !

  35. Falsche Schlussfolgerung. Selbst wenn dem Arbeitnehmer vom Mindestlohn nichts abgezogen würde, könnte er von rd. 1400 Euro Bruttolohn kaum leben. Gerade die gesetzliche Krankenversicherung ist hier ein Segen; eine private Absicherung könnte er sich nicht leisten. Ergo ist das Problem der zu niedrige Mindestlohn, nicht die Abgaben, die vergleichsweise niedrig sind.

    • Kompletter Unsinn.
      Die Zahlen zur gesetzlichen Krankenversicherung nochmal lesen.
      Und dann vielleicht noch die Ausgaben des Staates und überlegen, welchen Mist jeder mitfinanzieren muss ohne es zu brauchen.
      Staatsgläubigkeit hilft da nicht weiter.

      • Unsinn? Dann machen Sie doch mal die Rechnung auf, wie man 1400 Euro vs. 1000 Euro so viel besser leben kann. Dabei aber bitte private Krankenversicherung und Altersversorgung mit einrechnen. Die Arbeitslosenversicherung dürfen Sie gerne weglassen.

      • Ich habe die echten Kosten der Krankenversicherung genannt.
        Die Altersvorsorge wird durch die EZB unmöglich gemacht. Hätten wir Märkte, dann können Sie sich das mit einem Zinseszinseffekt und 4 oder 5% als langfristiger Zinssatz mit niedrigem Risiko selbst im Vergleich zu unserem staatlich organisierten Betrug ausrechnen.

      • @ Patrizia von Berlin
        Darf ich Sie fragen, warum Sie sich beharrlich weigern, meine Antwort auf Ihren obigen Beitrag freizuschalten? Sind die Fragen, die ich dort stelle, nicht genehm?

      • Unsinn.
        Erstens sind die Frage beantwortet bzw. aus dem Text zu erschliessen.
        Und zweitens gibt es einen Unterschied zwischen Fragen und Debatten und wir werden uns hier nicht in viele Einzeldiskussionen verstricken.

      • Du findest 8,34€ Mindestlohn also zum Lachen? Ich nicht! Und ich fürchte, jene, die davon leben müssen auch nicht.

  36. Amtsträger gehören einer Spezies an, die in freier Wildbahn nicht existieren kann. Wähnen sie sich aber in der Anonymität und im Schutz ihrer Bürokratie entwickeln sie allen Mut und alle Kreativität um ihrem erbitterten Feind, dem wehrlosen Bürger, zu schaden.

  37. Die staatlich kontrollierte Raffgier, verwaltet durch die FDJ-Rauten-Liesl, ruiniert das Land, verursacht durch Lohndumping, Soli, KK-Beiträge, Strom, Miete, überzogene Spritpreise in der Urlaubzeit, „Lobby-Vergütungen“ der MdB’s, Selbstbedienung des Krankenkassenunwesens etc., was lauft hier nicht aus dem Ruder,Steuern und Abzocke auf ganzer Linie, zum Kotzen!

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