Börsen sind sehr sensible Warninstrumente. Sie sind in der Lage Erwartungen vieler Marktteilnehmer wiederzuspiegeln. Aktuell sehen wir schwarze Wolken.

Unsere Nachricht ist kurz. Die Märkte beginnen einen Schaden für den €-Raum aufgrund des Absturzes der türkischen Währung einzupreisen. Man sieht einen recht konstanten Verlauf zum US-$ seit Juni und dann den rasanten Fall.

Auch die Gegenprobe mit dem, immer als sicher und hart eingestuften, Schweizer Franken zeigt dasselbe Bild.

(c) Charts von ariva.de

Märkte zeigen natürlich nicht an, was genau sie erwarten. In Summe aber ein Abwärtsrisiko für unseren Währungsraum. Nachdem auch die Schweiz stark exportiert und die Türkei eher unbedeutend als Absatzmarkt ist, kann man nur andere Dinge dahinter vermuten, die den Euro belasten könnten.