Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland hat am 6. August 2018 einstimmig beschlossen, dem Antrag des AfD-Landesvorstandes Niedersachsen mit dem Ziel eines Parteiausschlusses von Lars Steinke beizutreten und dadurch dieses Verfahren in jeder geeigneten Weise zu unterstützen.

Anlass für das Parteiausschlussverfahren sind nicht hinnehmbare Äußerungen Steinkes gewesen, mit denen das ehrenvolle Andenken an Claus Schenk Graf von Stauffenberg im Zusammenhang mit seinem am 20. Juli 1944 von ihm geleiteten Attentat auf Adolf Hitler in parteischädigender Art verächtlich gemacht worden ist.

Die Führungsspitze der Partei sowie der „Jungen Alternative“ hatten sich bereits vergangene Woche in aller Deutlichkeit von den Äußerungen Steinkes distanziert.

Hitler-Attentäter Stauffenberg als „Verräter“ bezeichnet – Was will der AfD-Nachwuchspolitiker Lars Steinke wirklich?

23 Kommentare

  1. Ich teile NICHT die Einstellung o.g. Afd-Mitgliedes, möchte auch keinen Mythos zerstören. Nur gibt es aufgrund belegter Dokumente tatsächlich Zweifel an der Motivation des milit. Widerstandes, s.:
    deutschlandfunkkultur.de/hitler-attentat-am-20-juli-1944-so-antisemitisch-war-der.1079.de.html?dram:article_id=360880
    Dies zu passender Zeit+Örtlichkeit angemessen zu diskutieren, sollte kein Tabu sein

  2. Ohne mir Steinkes Meinung zu eigen zu machen erlaube ich mir darauf hinzuweisen, dass auch missliebige Meinungen vom GG gedeckt sind.

    Mit zunehmendem befremden stelle ich fest, dass ausgerechnet die „Guten“ auf Artikel 5 GG bedenkenlos rumtrampeln.

    „Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.“ (Voltaire)

    • Sie haben nicht verstanden, worum es bei einem Parteiausschlussverfahren geht. Wenn ich als eines der „Gesichter“ von Coca Cola arbeite und dann allen erzähle, wie widerlich das Zeugs schmeckt, darf ich das zwar vom GG her, aber kein Richter wird urteilen, dass ich weiter von Coca Cola beschäftigt werden muss…

      • Mit Verlaub Herr Berger,

        in diesem Fall befinden wir uns aber nun mal gerade nicht in der Privatwirtschaft und es geht nicht um Geschmacksnerven. Zudem hat Coca Cola auch noch nie damit Kunden geworben, ein Verteidiger der Meinungsfreiheit zu sein.

        Ein passenderer Vergleich (wenn überhaupt) wäre: Keiner vom Coco Cola Vorstand trinkt das Zeug selber, obwohl es angeblich so toll schmeckt.

      • Aber im Parteienrecht – daher wird es auch ein ordentliches Parteiausschlussverfahren geben. Und weil ich davon überzeugt bin, dass die AfD nicht ein kleiner esoterischer Haufen an Reichsbürgern, Volkslehrerschülern, Holocaustleugnern u.a. Bekloppten sein soll, sondern für Deutschland gebraucht wird, hoffe ich, dass die AfD solche Leute in Zukunft ganz ordentlich loswird …

      • Danke Herr Berger. Sehr vernünftige und hilfreiche Erklärung. Manchen scheint der Impuls zu querulieren wichtiger zu sein als die Besonnenheit beim Nachdenken. Das macht alles noch mühsamer als es schon ist.

    • Es nimmt diesem braun-affinen Steinke niemand das Recht zu dieser Meinung (gewiß kann man an Stauffenberg was kritisieren, aber nicht SOO), nur gehört so einer (wie auch manche Elitär-Patrioten bei Kubitschek) nicht in eine patriotische Partei mit freiheitlich-demokrat. Richtung, was strikte Trennung vom damaligen wie heutigen Nazismus ist, sein MUSS! Ich empfehle das Venohr-Buch zu Stauffemberg.

      • Wenn ein Alt68er das meint, hat die AFD sicher alles richtig gemacht. Wer auch sonst könnte den totalen Durchblick haben.

  3. Wer hat eigentlich Steinke in die AfD gebracht? Wer (ggf. Gremium) hat ihn dort aufgenommen oder seine Aufnahme abgesegnet?

  4. Steinke ist entweder ziemlich unterbelichtet oder er will D und der AfD bewusst schaden!

    Soll er doch seine Thesen in einem Historikerseminar zur Debatte stellen. Zur Problematik Ds im Jahr 2018 passen sie nicht!

  5. Diese dummen Nazis sind die besten Wahlhelfer der Linken Blockparteien. Wenn es sie nicht geben würde, müssten die Linken sie erfinden. Die AFD muss diese Typen sofort rausschmeißen. Wenn sie diese Typen weitermachen lässt, werden sie nie die unfähige SPD mit ihrer Bätschi-Vorsitzenden als zweite Kraft im Lande ablösen.

    • Sie wissen anscheinend nicht was ein Nazi ist, ansonsten würden Sie sich ein wenig zurück halten.

      Ist ja schlimm, was manche Menschen so von sich geben. Zum fürchten!

  6. Ich stehe voll hinter der Entscheidung des Bundesvorstandes
    K. KLuger stellvertretender Vorsitzender AFD Niedersachsen Landesfachausschuss LFA 1 für Außen Sicherheits und Militärpolitik

  7. Steinke sollte gerade als AfD-Politiker vorsichtiger in seinen Äußerungen sein. Aber muss man dies wieder einmal so hochschaukeln? Sollte es nach Äußerungen gehen, müsste die allseits „Hochgeschätzte“ längst aus der CDU ausgeschlossen sein. Ich persönlich halte es auch eher mit Elser – und dies ist meine Meinung. Mein Gott, nicht alles auf die Goldwaage legen sondern ausdiskutieren.

  8. Wäre Steinke auf einer patriotischen Demo gewesen und hätte dort die Wirmer-Flaggen gesehen, hätte er besser nachgedacht und geschwiegen. Solche Leute müssen aus der AfD ausgeschlossen werden. Wenn er ein U-Boot ist, erst recht.

  9. Endlich mal eine gute Nachricht.

    Privat kann Herr Steinke denken was er will, aber als Vertreter einer Partei (und insbesondere als Landesvorsitzender der JA) muss er wissen was er sagt.

    Ich hoffe er wird möglichst schnell ausgeschlossen.

  10. Es ist immer das alte Muster! Kein heutiger, real denkender Politiker wird diese NAZI Kacke in den Mund nehmen! Nur wer ein wirtschaftliches Interesse dafür hat! Diese angeblichen Neonazis erhalten ihren „Spesenaufwand“ wie schon bei der NPD oder den Republikanern (Schönhuber Intimfreund des F.J Strauss) von den Steuerzahlern, weil sie als IM des BND-Staatsschutzes „arbeiten“!

  11. Vollkommen nachvollziehbar. Solche Personen gehören in KEINE Partei, um dort ihre kruden Ansichten loswerden zu können.

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