Ein Gastkommentar von Wilhelm Dieckmann

Der Landesvorsitzende der Jungen Alternative (JA) in Niedersachsen Lars Steinke hat den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf seiner Facebookseite als Verräter bezeichnet.

„Stauffenberg war ein Verräter, der bereit war, Millionen von Leben zu riskieren. Wer in der Zeit der Rückzugsgefechte die Führung des eigenen Staates auslöschen und damit Chaos in den eigenen Reihen stiften möchte (…), der ist auch nicht der Feind Hitlers, sondern der Feind des Deutschen Soldaten (…) und damit Feind des Deutschen Volkes und damit auch mein Feind.“ Zudem sei das gescheiterte Attentat vom 20. Juli 1944 „der beschämende Versuch eines Feiglings“ gewesen, „die eigene Haut vor dem kommenden Sieger zu retten“, schrieb Steinke bei Facebook.

Ist der Jungpolitiker Steinke tatsächlich so ahnungslos?

Damit hat Steinke ein deutschlandweites Presseecho ausgelöst und sogar britische Zeitungen berichten darüber. Der niedersächsische AfD-Landesvorstand distanzierte sich von den Äußerungen Steinkes.

Wütenden Kommentatoren hält der JA-Landesvorsitzende auf seiner Facebookseite entgegen: „Irgendwann hätte die Debatte geführt werden müssen. Wenn nicht heute, dann irgendwann in der Zukunft.“

Der Weg zur extrem rechten Fünf-Prozent-Splitterpartei wäre geebnet

Ist der Jungpolitiker Steinke tatsächlich so ahnungslos? Die Debatte um Stauffenberg wird seit mindestens 70 Jahren geführt! Oder verfolgt Lars Steinke mit seiner Wortmeldung auf Facebook  ganz andere Ziele: Will Steinke mit seinen kruden Thesen vielleicht die darüber entsetzten bürgerlichen AfD-Mitglieder aus der Partei treiben? Soll die Partei zur Steinke-AfD werden?

Der Weg zur extrem rechten Fünf-Prozent-Splitterpartei wäre geebnet. Möglicherweise mit einem Vorsitzenden Lars Steinke. Zumindest der hätte dann davon profitiert.

Solche politischen Irrlichter wie Lars Steinke möglichst schnell loswerden

„Die Äußerungen des Herr Steinke sind komplett inakzeptabel, offenbaren ein absurdes Geschichtsverständnis und haben in der AfD absolut nichts zu suchen. Der Bundesvorstand wird sich zu Beginn der kommenden Woche mit der Angelegenheit befassen“, erklärte der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen heute Vormittag zum „Fall Steinke“.

Man kann der immer noch jungen AfD nur wünschen, daß sie solche politischen Irrlichter wie Lars Steinke möglichst schnell los wird. Sonst darf sie sich demnächst Gedanken darüber machen, wie sie die Fünf-Prozent-Hürde überspringt.

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