Ein Gastbeitrag von Dr. Viktor Heese

In Deutschland herrscht seit Jahrzehnten kein Erkenntnis- oder Empörungsdefizit, sondern ein krasses Handlungsdefizit. Es wird debattiert und nicht gehandelt, wie jetzt über die Soforthilfen für die Bauern.

Die Landwirtschaftsministerin Klöckner erklärt in Statements, warum dies jetzt nicht geht, rät zu billigen Darlehen, doziert ob steuerbegünstigte Rücklagen möglich seien oder ob die Landwirte sich gegen die Dürrefolgen privat versichern können.

Dabei geht es nur um eine „mickrige“ Milliarde Euro. Werden dagegen 30 Milliarden Euro für Migranten intransparent verpulvert, herrscht mediale Stille. Deutschland 2018. Warum protestieren die Bauern nicht und versperren die Straßen? Warum droht Verbandspräsident Rukwied der Politik nicht mit solchen Aktionen? Sind jetzt auch die Landwirte politisch korrekt?

Ein Massenprotest würde die öffentliche Meinung auf die Asylmilliarden lenken!

Bauernproteste sind visuell immer hoch medienwirksam und in Europa (Griechenland, Spanien, Frankreich, Polen) seit Jahrzehnten ein probates Druckmittel. Oft tauchen Agrarier mit ihren Traktoren selbst in der fernen Brüssel-Zentrale auf.

Nur im „braven“ Deutschland tut sich diesbezüglich wenig. Dabei gäbe die jetzige Dürrezeit eine hervorragende Gelegenheit um auf die dreiste Disproportion zwischen den nützlichen Agrarausgaben (Haushaltsvolumen 2017: rd. 6 Mrd. €) und den extremen Migrationsgeschenken von mindestens 30 Mrd. € jährlich hinzuweisen.

Paar bunte Transparente mit Losungen wie „Bauern helfen statt Migranten beköstigen“, würden – wenn die Aktion länger andauern und von den Systemmedien nicht mehr verschwiegen werden könnte – erneut etwas Unruhe in die träge Daseinsfristung des braven Michels bringen. Eine Unruhe die die Politik scheut.

Sind die Deutschen am Merkelismus nicht selber schuld?

Ich befürchte, zu einem Aufstand der Landwirte wird es nicht kommen. So wie es wohl keine Proteste im überschuldeten Köln geben wird, das freiwillig zusätzliche Migranten aufnehmen will. Auch die zusehends verarmenden Rentner sieht man nicht auf den Straßen – so halt in Deutschland 2018. Es fehlt an charismatischen Anführern und an aktionswilligen Mitstreitern. Die meisten Bürger sind über die Missstände und ihre Gründe bestens informiert, protestieren aber nichts. Die Politik weiß darüber Bescheid und geht – Rechtstaat hin, Globalisierung her – so weit, bis sie auf harten Widerstand stößt. Die Fähigkeit zum Widerstand ist den Deutschen abhanden gekommen.

Vorschlag für die Erste Hilfe: „Fachportale“ über Erfolge des zivilen Ungehorsamen gründen!

Auch der passive Bürger braucht positive Beispiele, dass auch er auch bei Einhaltung der Gesetze etwas bewegen kann, nicht nur durch einen AfD-Beitritt oder GEZ-Boykott. Interessant wären z.B. Analysen wie in Demokratien auch Ex-Regierungschefs wegen Rechtsbrüche in der Amtszeit vor Gericht gestellt wurden. Dem Bürger muss klar werden, dass seine Volksvertreter und die Gerichte keine „heiligen Kühe“ sind.

Wenn Innenminister Seehofer angezeigt werden darf, warum geht dies nicht bei Angela Merkel. Ich bin sicher, solche spezialisierten Portale – falls sie es noch nicht gibt – eines riesigen Zulaufes erfreuen würden.

Zum Autor: Dr. Viktor Heese– Fachbuchautor und Finanzanalyst, www.prawda24.com; www.finanzer.eu

41 Kommentare

  1. Das bäuerliche Geschrei nach „Schlechtwettergeld“ ist so alt wie die Republikist und heuer wieder wohlfeil und vorschnell gewesen. Weizen hat 2018 gelitten, aber auch hohem Niveau.

    Gerade diese systemischen “ Konzerne“ müssen, möglichst nach EU-Austritt, drastisch weniger alimentiert werden.
    Und ein Landwirt, der, EEG-gepampert, mehr Windmühlen oder Solarscheunen betreibt als konventionelle Agrarwirtschaft, wird volkswirtschaftlich ohnehin und unverzüglich nicht benötigt.

    Ein Ansatz aus einer Gegend, wo es noch schlimmer um den traditionellen Nährstand bestellt ist, ist Farm Aid in den USA.

    Auch über Verbraucherverhalten und die Preispolitik der Handelketten muss man reden, allerdings erst, nachdem der enteignungsgleiche DM-Verrat rückgängig gemacht wurde.

  2. Es sind die „Welt(offenen)konzerne und deren Teilhaber, auf deren Mist alles gewachsen ist, sie haben jede Grenze außer Kraft gesetzt und erreicht, dass andere die Folgekosten tragen. Alle Theman gehören dazu, wenn man es durchbuchstabiert. Sie haben Milliarden in Werbung investiert in denl etzten 50 Jahren, damit alle an den „Fortschritt“ glauben, die neue Religion des neuen weltoffenen Roboter.

  3. Dass sich jetzt viele hier nicht verantwortlich und zugehörig Fühlende mit Großkarrossen, die gerade überall auf die Strassen drängen und diese Tag und Nacht unsicher machen und Leute die hier noch arbeiten und sie unterhalten am Schlaf hindern, interessiert die Ökobewegten K.’s und C.‘ pötzlich auch nicht mehr, von wegen Autoveggietag!! Nein plötzlich alles nicht mehr wichtig, Hauptsache „Mensch“

  4. Das Einschüchtern trägt Früchte. Die Zeiten wo Knechte und Sektierer, eine Fuhre Mist vor die Haustür geschenkt bekamen, sind wohl vorbei. Ja, einfache Delikte werden hoch bestraft, während die Elite alles darf. So wird das Volk umerzogen. Angst beherrscht unser Land.
    Klar, die Bauern sind, so wie wir alle, selbst schuld. Niemand soll( darf) fordern…. dafür aber gehorsam sein und wehe nicht!

  5. Eine smarte Gegenoffensive gegen die überall zu beobachtende Offensive migrationsbewegter Gruppen, in Medien und Justiz sollte dringend bald gestartet werden. Nur klüger und weniger durchsichtig. Aber es bewegt etwas in den Bereichen, man hat dort eine große Maschinerie an Strukturen und Organisationen hinter sich, die sehr schlagkräftig ist, man wird gezielt und konzentriet kontern müssen.

  6. Subventioniert wird intensive/ extensive Landwirtschaft, genau die, die große Beiträge zur Erderwärmung beiträgt, natürlich auf Anordnung früherer Regierungen. Deshalb werden diese Großbetriebe subventioniert. Damit meinte man auch Ströme von Migranten, die man ja auch zur Auswahl wollte, mit durchfüttern zu können. Alles wird nun zu Makulatur, man hat die Rechung ohne die Naturgesetze gemacht.

  7. Habe den Beitrag nicht gelesen, jedoch liegt die Lösung des Wetterproblems ganz woanders!
    Es könnte so einfach sein, und doch fallen die Leute alle Tage wieder auf die gleiche Kacke rein¡!

    • Richtig, wer braucht schon eine eigene Landwirtschaft, das deutsche Restvolk sicher nicht. Milch und Brot wachsen bekanntlich beim Discounter im Regal! [Sarkasmus off]

      Die Gewinnmargen vieler Bauern sind hauchdünn, dank Preisdumping und EU-Billigimporten.

  8. natürlich müßen die landwirte ganz sachlich und scharf protestieren und mit ihren traktoren nach berlin ziehen. Die landwirtchaft wird schon seit jahre nicht mehr richtig eingeschätz, dabei ist ernährung das grundbedürfnis.Die mißwirtschaft bezüglich der migrantenhorden wird erst folgen zeigen, wenn die afrikanischen streuner nach norden kommen.und dann gibt es bürgerkrieg!!!!!!

  9. Warum protestieren die Bauern nicht? Ja, die Frage klingt logisch. Aber die Bauern, die ich kenne, sind gerade damit beschäftigt, das bisschen Ernte, das es dieses Jahr gibt, einzubringen. Die haben schlicht keine Zeit, die Straßen zu versperren. Und es würde ja auch nichts nützen. Sind schließlich keine „Geflüchteten“…

  10. Freilich kann man bei jeder Forderung sagen: Für die „Geflüchteten“ ist doch auch Geld da! Tatsächlich aber wird wohl keine Berufsgruppe so sehr vom Steuerzahler subventioniert wie die Landwirte. Die Subventionierung der Landwirtschaft ist mit 39 % der größte Posten im EU-Haushalt, und ein Drittel der Einnahmen eines durchschnittlichen Bauern besteht aus solchen Subventionen.

    • Zu Ihrer Information: Die Preise für Agrarprodukte fallen seit Jahrzehnten, während alle anderen Preise, Löhne usw. kontinuierlich steigen. Ohne Subventionen gäbe es zumindest in Deutschland überhaupt keine Bauern mehr, d.h., wir müssten sämtliche Nahrungsmittel importieren. Halten Sie das für wünschenswert?

      • Nonsens! Vielleicht sollten das Personal der BRD weniger Essen und mehr an Lebensfreude arbeiten!

  11. „Wenn Innenminister Seehofer angezeigt werden darf, warum geht dies nicht bei Angela Merkel.“

    Ach, es geht gar nicht um Bauern. Welch ein Aufwand.
    Mit Verlaub: „Merkel raus – Truppen rein“ geht auch kürzer.

    • Es wird den NUTzen des deutschen Volkes mehren! Das tut sie und genauso auch alle anderen bestimmten Parteien, welche von Spenden- und Steuergelder ihre Lebensweise finanzieren!

  12. @Peter Hofmueller
    Für die „Bundeswehr“ hat man genügend Gelder zur Verfügung?
    Für Umstandsuniformen und Besenstiele als Manöverwaffen vielleicht.

    Auf hunderttausende „Fachkräfte“, die nach DE kommen wartet ein Füllhorn an Sach- und Geldmitteln in unbegrenzter Höhe. Für die eigenen Leute bleibt dann eben nichts übrig.

  13. „Warum protestieren die Bauern nicht und versperren die Straßen?“
    Die Kollegen in Frankreich wären schon längst mit ihren Trekkern vor den Elysee-Palast gefahren und hätten ihre Güllewagen entlernt.

    Vorschlag: Hiesige Bausern beschließen mit ihren Trekkern nur mal einen Tagesausflug in die Nachbargemeinden zu unternehmen? Hunderte von Trekkern mit 20 km/h; das Verkehrschaos wird gigantisch.

  14. Protestieren ist genau richtig !
    Kühe sollen Milch geben, aber der Futternachschub ist schon jetzt in Gefahr, muß also schon jetzt dazu gekauft werden ! Wir wollen alle unser täglich Brot essen.
    So lange sofort und viel Geld für Zugereiste da ist, kann ich die Argumentation der Frau
    Landwirtschaftsministerin nicht nachvollziehen.

  15. Wie lange dauert es bis WIR alle begriffen haben, dass die Landwirte uns ERNÄHREN!?
    „Drum ehret stets den Bauernstand,
    er ist der erste Stand im Land“
    So zu lesen an alten Häusern.
    Geld, Benzin, Diesel, Autos und ein Urlaub sind schön, wenn man es hat, aber nichts davon macht satt!

    • Ehrbarer Bauernstand, gebe ich Ihnen recht. Nur hat dass, was wir heute haben, damit nichts mehr zu tun. Mein Grossvater war noch ehrbarer Bauer, mit Handarbeit und viel Schweiss, müsste auch Ernteveeluste etc. verkraften ohne Agrarroboter auf den Feldern. Heute Produktion ohne Rücksicht auf Verluste, Billigfleisch, Finanzspekulationen mit Lebensmitteln.

    • Der Mensch lebt nicht von Brot allein!
      Sondern auch von Megnetismus und Wasser und Luft und Sonne und vielen anderen Erzeugnissen die ein Wald oder auch Wiesen vielleicht sogar Wissen so für die Lebewesen bereit hält!?!

  16. Die Landwirtschaft wird seit zig Jahren subventioniert. Großbetriebe haben die Kleinbauern verdrängt. Wie die Lage der Bauern zur Zeit tatsächlich ist kann ich nicht beurteilen. Deutschen Journalisten traue ich schon seit vielen Jahren nicht über den Weg. Dummheit gepaart mit Dreistigkeit und völlig fehlendem Unrechtsbewusstsein, genau wie bei der Politik Kaste. Eine Demo wäre aber richtig.

  17. Wo ist denn da unsere “ sich über alles und jeden echaufierende“ Claudia Roth. Fällt doch die Landwirtschaft in die ursprüngliche Daseinsberechtigung der Grünen. Da könnte sie sich richtig einsetzen und verausgaben. Vor allem auch über das ständige Ausbringen der Nitratgülle unsrer Agrarindustrie. Sitze gerade bei 30 Grad in geschlossenen Räumen, tränenden Augen, da heute die „Kacke“ am Dampfen.

  18. Der kluge Landwirt hat 1 Ernte auf der Bank, 1 Ernte im Stall und 1 Ernte auf dem Feld. Wenn meine Firma Pleite geht, bekomme ich auch keine Kohle von der Allgemeinheit, sprich Steuergeld. Was soll dieses ewige „Gewinne privatisieren, Verluste dem Steuerzahler aufzwingen“ ?

    • DAS Argument wäre vor 30-40 Jahren stichhaltig gewesen, bevor die EU die Landwirtschaft mit erdrosselnden Regulierungen (Zwangsstillegung + -anpflanzung wg. Satellitenkontrolle) immer mehr verplanwirtschaftete.

  19. ALLE FORDERN! Jeder kommt in Deutschland daher und FORDERT. Es geht nicht allen Bauern schlecht. Da muss man differenzieren. Es sind Steuergelder. Es ist schon schlimm, dass die für Immigranten ausgegeben werden und nicht für die deutsche Infrastruktur im weitesten Sinne. Jeder fordert nur. Steuergelder sind endlich. Der Steuertopf muss endlich von Ideologie befreit werden und für Wichtiges einges

    • „Es sind Steuergelder.“

      Ja. Und es sind unsere Bauern, die uns näher sein sollten als wildfremde Völkerwanderer, die auf unsere Sozialkassen schielen.

  20. Wenn sich die Landwirte nicht wehren macht das den Eindruck, als würden sie zu Unrecht fordern. Demnach werden sie sich aber wehren, wenn es eng wird im Portemonnaie, da kann man ziemlich sicher sein.
    Kurz gesagt: es geht allen noch nicht schlecht genug. Erst wenn jeder im eigenen Bereich Auswirkungen spürt, die er anders erwartet hat wird es zu Aufständen kommen.
    Könnte aber zu spät sein

  21. Klöckner war schoin als fette Weinkönigin ein Totalausfall. Als Ministerin folgt sie nach Kräften dieser Linie. Wer nix kann bringt auch nichts zustande. Neue Erkenntnis ? Nein. Aber ignoriert in Germoney

  22. Für die „Bundeswehr“ hat man genügend Gelder zur Verfügung,hier knausert man wo es nur geht!Erbärmliche „GroKo“,erbärmliches „Landwirtschaftsministerium“!

  23. Erst die Bilanz der Ernte 2018 – also den tatsächlich eingetretenen Ausfall – abzuwarten, um dann zu zahlen, scheint vernünftig. Denn so knapp auf Kante genäht ist die deutsche Landwirtschaft doch nicht, dass sie jetzt schon unterstützt werden müsste.

    • Falsch, die Bauern haben auch mal gute Jahre, allerdings wird das dort eingenommene Geld im Jahr darauf garantiert wieder durch Mindereinnahmen verpulvert. Landwirte sind in diesem Staat wohl so ziemlich die Einzigen die am Anfang des Jahres nicht wissen was sie am Ende verdient haben werden! Außerdem werden die Auflagen immer höher, somit steigen die Kosten,

      • „Die Bauern haben auch mal gute Jahre, allerdings wird das dort eingenommene Geld im Jahr darauf garantiert wieder durch Mindereinnahmen verpulvert.“ – Wenn das so schlimm wäre, würde sich das doch niemand antun. Ein Kaufmann legt doch Geld aus guten Zeiten für schlechte Zeiten zurück.

      • „Wenn das so schlimm wäre, würde sich das doch niemand antun.“

        Kennen Sie den Begriff „Selbstausbeutung“? Es gibt zig Menschen, die unprofitables tun – z.B.:
        – weil sie nichts anderes gelernt haben,
        – weil ihr Herz dran hängt,
        – weil sie es geerbt haben und weiterführen möchten (Familientradition).

        Und es gibt eine Politik, die das weiß – und kaltlächelnd ausnutzt.

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