Ein Gastbeitrag von Frank Jordan

Wenn ich irgendwo auf einen Hinweis zu einem potentiell spannenden Film stoße, mache ich mir jedes Mal eine Notiz. Bei Gelegenheit besorge ich mir den einen oder anderen Film von der Liste und richte mich auf einen unterhaltsamen Abend ein. Letzthin war das der Fall. Der ausgewählte Film ein Polit-Thriller.

Die Hauptpersonen waren allesamt Frauen. Soweit, so gut, wenn es – und diesen Anspruch hat ein Thriller – plausibel ist. In diesem Fall – keine Chance . Und es wurde nicht besser: Die Hauptprotagonistin war geschieden. Ihr Ex hatte sich in der Zwischenzeit in eine Frau transformiert, war ihre beste Freundin und sie selber hielt sich einen Studenten.

Ihre Assistentin war eine arabisch-stämmige Lesbe und der einzige Mann in einer Hauptrolle betrog seine Frau mit einer Asiatin, war weiß, reich, mittleren Alters und hatte einen sechzehnjährigen Sohn, der ihm – die Taschen voll von Vaters Kohle – einen „ausgeleierten Arsch“ bescheinigte bei der Anzahl von Menschen, die in selbigem herumkröchen.

Mein Filmabend war da abrupt zu Ende. Ich war tödlich getroffen – von Müdigkeit.

Warum? Tue ich mich schwer, mit neuen Rollenbildern (was für ein fürchterliches Wort!)? Ja – durchaus. Und ich liebe es, darüber zu streiten. Aber das war nicht der Grund für den müdigkeitsbedingten Unterhaltungs-Abbruch.

Das Einzige, was mich so schlagartig und unwiderruflich zu erschöpfen vermag, ist Ausweglosigkeit.

Und genau das ist es, wenn man eine Welt vorgesetzt bekommt, die nicht die Realität abbildet, sondern aus jeder Pore den Anspruch des Richtigen und Guten ausdünstet. Eine Welt, die Offenheit sagt, aber in Wahrheit nicht Offenheit und Auseinandersetzung will, sondern die Überführung meiner niedrigen Realität in eine höhere, gute, um sie darin aufgehen und verschwinden zu lassen. Es ist Schein-Unterhaltung, die nicht eine Geschichte erzählen, sondern nach einem faden Schema von schwarz/weiss, gut/böse, richtig/falsch erziehen will. Es geht nicht um Qualität, sondern einzig um Moral.

Nun – das ist erstens nicht neu und zweitens kein Drama, könnte man meinen. Es ist ein Film. Kann man – wie geschehen – abschalten. Aber das ist nicht das Problem. Selbst heute, Wochen nach besagtem Abend, lässt mich die Erfahrung nicht los. Es ist nicht so sehr die Einsicht, dass die eigenen Gedanken und Gefühle zu erwähnten und anderen Themen und in der aktuell vorherrschenden Moral-Doktrin als etwas Böses und Fürchterliches zu gelten haben, während das, was mir nicht gefällt ohne Wenn und Aber hingenommen werden muss und als zwingend gut zu gelten hat. Es ist vielmehr die Vermutung, dass im aktuellen Klima im Grunde nichts Grosses mehr möglich ist. Nicht in der Kunst, nicht in der Bildung und auch nicht im Bereich Unternehmertum und Innovation. Wobei – ich drücke mich nicht richtig aus: Grosses ist immer noch möglich. Aber es ist selten geworden.

Um Großes zu schaffen musste einer schon immer austreten. Aus dem eigenen Ich ebenso, wie aus dem „Wir“ einer Gesellschaft oder Familie. Er musste sich befreien vom eigenen Blick und von dem anderer.

Musste Angst, Zweifel, Unsicherheit, Unwägbarkeit, Vorurteile und die Furcht vor den eigenen Ideen ebenso überwinden, wie gängige Vorstellungen des „Du sollst“ und des „Du sollst nicht“. Es wundert daher nicht, dass grosse Unternehmer, Künstler, Denker oft als Sonderlinge galten. Als eigen, seltsam, wunderlich und schwierig. Abseits stehende, vereinzelte Erscheinungen. Hart, anspruchsvoll, ausdauernd. Manchmal die einzig gesunden.

Damit ist umzugehen oder nicht – es bedeutete indes nicht zwingend das totale Ausgestossensein, nicht Ächtung und nicht sozialen Tod. Heute deutet vieles darauf hin, dass sich das ändern soll, beziehungsweise bereits geändert hat und man ein weiteres Mal bereit ist, das als „krank“ erkannte Glied mitleid- und erbarmungslos abzuschlagen zum Besten des „Wir“. Moralisch Unerwünschtes wird nicht mehr gedacht, gesagt, produziert, und wenn doch, verboten. Über das als „Böse“ erkannte darf nur in dem Sinn nachgedacht und sich geäussert werden, als man sich davon distanziert. Wer sich nicht daran hält, wird mitsamt dem, was er tut und wirkt und mit der geballten Kraft und der temporären Courage derer, die staatliche  Moral, Macht und Mittel hinter sich wissen, zu verhindern gesucht.

„Fortschritt“ wird solches genannt, „Emanzipation“, „Opposition“, „Individualismus“ und „Gerechtigkeit“. Die Worte sind gross – jene die sie propagieren und adoptieren sind es nicht. Das Resultat sind ausweglose Erzeugnisse wie der oben erwähnte Film. Mensch und Werk so klein, dass der Schatten, den sie werfen, nicht die Tatsache zu verdecken mag, dass, was wirklich gefürchtet wird und verhindert werden soll dies eine ist: Die Freiheit des Ausserhalb. Der Ort, wo Grosses entsteht. Einmal mehr. Wie stets von der Politik gewünscht. Umgesetzt von jenen, die sich rächen für die eigene Trägheit, Feigheit und Bequemlichkeit.

Das allein ist erschütternd genug. Aber die Freiheit ist überall und zu jeder Zeit bedroht; mal mehr, mal weniger – das ist bekannt. Die grosse Tragik neben neuer Unfreiheit ist die fürchterliche Mittelmässigkeit all dessen, was gefeiert wird und bleibt, wenn alle „drin“ sind im Schutz des „Wir“, von dem sie zehren.

Was bleiben wird von unserer Zeit bei einem Weiter-So. Wie schwach, leidenschaftslos, zart, hinfällig, dünn, mattherzig, bemitleidenswert, schläfrig und lau das Vermächtnis zu werden riskiert. Wie gut und korrekt. Wie unpersönlich und unmenschlich. Das vor allem.

***

 

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Und hier zu seinem neuen Buch: LICHTSCHLAG MEDIEN

30 Kommentare

  1. Wer die Ordnungen des Schöpfers verlässt, wird im Irrsinn enden.
    Nur die Wahrheit schützt und macht frei.

    Dr. Caroline Leaf: Wer hat mein Gehirn ausgeschaltet.

    Die moderne Gehirnwissenschaft zeigt, dass das Wort Gottes das EINZIGE ist, was Halt und Orientierung gibt.

    Also, nicht den Mut verlieren.
    Jesus ist Weg, Wahrheit und Leben.

  2. Das kennen wir “gelernte DDR-Bürger“ zur Genüge. Hochklassige Fernsehfilme hatten immer den Anspruch, die “10 Gebote der sozialistischen Moral und Ethik“ den Zuschauern nahezubringen, um sie zu angepassten sozialistischen Menschen zu erziehen. Daher riechen wir “Ossis“ den Braten eher als Alle ohne diese Art Vorbildung.

  3. „Wir Frauen könnens besser“-Frauen haben die erhöhte Sozialkompetenz“-Mein Eindruck, mit der zunehmenden Zahl der Lehrerinnen nahmen Ordnung, Disziplin, Sozialverhalten und Lernniveau in der Schule ab. „Bildungsdesaster Feminismus“ – Seit Frauen auf dem „Selbstfindungstrip sind (meine 1. als der Junge 1 1/2 war), werden systematisch femiliäre soziale Beziehungen zerstört. „Beziehungsdesaster F“.

    • Zu einseitig. Die zunehmende geistige und finanzielle Unabhängigkeit der Frauen ist sicher nicht die Ursache allen Übels, sondern kann auch Basis einer echten gleichberechtigten Zusammenarbeit sein. Habe ich in der DDR so gelernt und lebe es mit meinem Ehemann seit 23 Jahren. Natürlich können Frauen nicht immer alles besser. Aber Männer auch nicht.

  4. „Opposition“ – das ist im Grunde der Schlüssel zum Verständnis der linken Geister. Sie sind in Opposition, auch dann wenn sie regieren. Ihre Opposition richtet sich dann gegen die Natur, die Menschen, das Volk. Alles wollen sie verändern, allem wollen sie trotzen – logisch, dass das einen Nihilismus ergibt.

    • Satan war der erste, der gegen den Schöpfer rebelliert hat.
      Die Rebellion gegen den Schöpfer ist Satanismus.
      Auch wenn er im Gewande kindlichen Trotzes daherkommt.

      Wir haben zum Glück die Freiheit zu entscheiden, wem wir glauben und folgen wollen.

  5. „[..] dass im aktuellen Klima im Grunde nichts Grosses mehr möglich ist.“

    Wie sollte es auch in den bleiernen Zeiten weltweiter Islamherrschaft? Kunst, Wissenschaft, Ingenieurwesen benötigen alle den kreativen Austausch freier Menschen. Darum haben islam. Länder auch nichts Wesentliches zum Menschheitserbe beigetragen.

    Leider fand man auf ihrem Boden Öl. Sonst wären sie schon untergegangen.

    • Dies trifft nicht nur auf den Islam zu, sondern auf alle totalitären Ideologien. In der Vergangenheit auch auf das Christentum, in der gegenwart vor allem Islam und Linksextremismus – beides mittlerweile salonfähig.

  6. Man könnte doch wenigstens als Gerichtsgutachter Wahrsager einstellen. „Das Leben ist ungerecht“ hat mir kürzlich einer gesagt „In Großbritannien erhalten Killer ca. 15 000 Pfund, bei uns ein sozialmedizinischer Gutachter nur 200 €.

    • Toleranz, Neugier, Forscherdrang, selbständiges Denken, Leistungswille und ähnliche Garanten für echten Fortschritt sind keine christlichen Werte. Es sind die Werte der Aufklärung, die mühsam gegen die religiöse Doktrin durchgesetzt werden mussten. Vor 200 Jahren genauso wie heute. Nur sind es heute andere Ideologien.

  7. Der Nationale Linksfaschismus hatte als Medium immer die mitlaufende, sich nur in der Masse sicher fühlende Plebs, brutal, mitleidlos,blutsaugend. Hitlers S A, DDR 1 StaSi, DDR 2 „Anti“fa. Zum 3. Mal die bejubelte Massenhysterisierung durch Aktivierung primit.Instinkte . Deutsche sind nicht mehr nur Opfer,- 87 (?) % sind auch Mit-Täter, Mit-vergewaltiger,Mit-denunzierer,Gutbessermenschen.

  8. Es ist halt kein Zufall, dass unser Land in den letzten Jahrzehnten keine überragenden Künstler und Wissenschaftler hervorgebracht hat. Das „Land der Dichter und Denker“ ist zur Mittelmäßigkeit in den meisten Bereichen verkommen. Naja, dann werden wir uns auch nicht so stark von den Neubürgern unterscheiden, die dann das Level noch mal nach unten ziehen werden.

  9. Nicht wundern, der verfall von kunst und alltag und medien ist die frucht der seelisch-geistigen verwahrlosung die von der politik in die öffentlichkeit ausstrahlt.oberflächlichkeit, dummheit, verzerrtheit und widerliche weiberwirtschaft. Mit morl hat das nichts zu tun sondern mit fast grenzenloser infantilität und ungebildetheit.

  10. Weg mit diesem ganzen Weiberkram.Früher war ich auch für Frauen an die Macht, doch inzwischen wünsche ich mir wieder viele gute geradedenkende Männer in die Politik zurück. Diese Weiber versauen alles und machen alles platt was viele gute Männer geschaffen haben.

  11. Ich kann es immer nur wieder empfehlen:
    nicht lange herumphilosophieren, sondern handeln! Fernseher abschaffen (bei mir im 2. Jahr nach GEZ-Sender-Boykott seit 2007). Auch kein GEZ-Radio mehr, Infos aus dem Web – und ansonsten f. Unterhaltung Amazon, Netflix & Co.
    Ergebnis: Keine intellektuelle Umweltverschmutzung mehr im Haus.
    Wunderbar!

  12. Es gibt TV Zeitungen. Man kann sich Filme aussuchen. Auf ARD und ZDF wird man so gut wie nie fündig. Bei den Privaten kann man prima die Werbepause zum Pinkeln oder ner neuen Pulle holen. Man kann -du Hurensohn- sagen oder -ihre Eltern haben sich bestimmt nur einmal getroffen. Ich bin sicher, da ist auch Geld geflossen-. ARD ZDF ist für Leute mit einem IQ unter 85. Die Macher haben den auch.

  13. Die eigene Meinung in Beziehung zur vorgesetzten und tatsächlich vorhandenen Realität darf nicht mehr ausgesprochen werden, der gesunde Menschenverstand ausgeschaltet, die Empathien auf ein Mindestmass beschränkt, Hauptsache politisch korrekt. Nur beim Thema Invasion der Massen wird absolute und uneingeschränkte Humanität eingefordert. Ob die Rentner Flaschen sammeln,Kranke dahinvegetieren ..egal

  14. Mein persönlicher Ausweg: Fernsehen und Radio schon seit Jahren nicht mehr, ich kann es nicht mehr aushalten. Dafür klassische Musik und alte (!) Bücher aus Zeiten, als die Leute noch originelle Ideen hatten und frei ausdrücken durften. Dazu Museen mit alten Kunstwerken. Und schließlich die Natur. Und natürlich auf Demos gehen.

  15. Sehr guter Beitrag – wie sollte in diesem Klima des betreuten Denkens auch kreative Schaffenskraft gedeihen? Die Mittelmäßigkeit hat sich in Deutschland bereits längst als Standard etabliert – zum großen Teil verschuldet durch die Mainstream-Medien, die das Klima der geistigen Agonie weiter in ungeahnte Ausmaße intensivieren. Gleichgeschaltet, verblödet und verödet…

  16. Das Gemeine in Filmen ist ja, dass unser Gehirn alle offene und verdeckte Botschaften im „Kopfkino“ immer weiter verarbeitet. Darum findet man schon in sehr alter Literatur den Rat, sich nicht von Schlechten leiten lassen und alles vermeiden, was die Seele beschädigen könnte. Sinnbildlich stehen dafür die „Drei Affen“ als Mahnung: nichts Böses sehen, sprechen, hören und (unsichtbar 4.Affe)tun.

  17. Die meisten Menschen wissen was gut und böse, richtig und falsch und normal und abnormal ist. Niemand braucht Wertevorstellungen von einer kranken degenerierten Elite. Zwangsindoktrination geht früher oder später immer nach hinten los, weil wir das bewußt sofort innerlich ablehnen und genau das Gegenteil machen. Die Zwangsverbödung funktioniert nur bei einem Teil der Menschen.

  18. Gehirnforscher Gerald Hüther sagt: Vor der Einschulung sind 98% der Kinder kreativ und hochbegabt, nach Schulabschluß sind es nur noch 2%. Das Problem sind die Normalen.

  19. Es betrifft das ganze öffentliche Leben. Man schaue ins Fernsehen, wer moderiert, reportiert, vor allem Frauen m.piepsiger Stimme. Sogar in der Spielewelt ist man nicht mehr davor sicher: Homoehen in Überzahl, Höchste Militärs-Frauen. Generalin in Magierrobe. Unser ganzes Leben wird gegendert und alles dadurch unglaubwürdig gemacht und es widert einen an. Das Leben soll zur Traumwelt degenerieren.

    • Ein Schweizer hoher Militär meinte einmal.
      An dem Tag, als wir den Frauen das aktive und danach auch noch das passive Wahlrecht erlaubten, begann die Kacke zu dampfen.
      Recht hatte er.
      Ich fragte einmal einen Musel: warum die Frauen bei denen seit 1400+ Jahren unterdrückt werden.
      Seine lapidare Antwort: „Weil es sich bewährt hat.“

  20. Es ist eben nicht NUR ein Film. Genauso funzt Hirnvermüllung. Leider ist sie nicht immer so platt wie bei „Aufbruch ins Ungewisse“, es ist die Semi-Propaganda die eben nicht zu latt daherkommt, die die Köpfe vernebelt.

  21. Man kann die gesamte Situation im wohlstandsverblödenden und -degenerierenden Westen in relativ wenige Worte zusammenfassen: Gender-Mainstreaming und intellektuelle wie emotionale Gleichschaltung. Noch kürzer: Moralbasierter Faschismus.

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