Beirut (Agenzia Fides)  Eine 16 Meter hohe riesige Statue des libanesischen Heiligen St. Charbel wird in den nächsten Tagen auf den Anhöhen des Dorfes Hammana aufgestellt werden. Von dort wird die Statue die umliegenden Dörfer überragen und von Beirut aus sichtbar sein.

Die Überführung der Statue von Mar Moussa zum neuen Standort erregte bei der lokalen Bevölkerung Neugier und Staunen. Die Herstellung der Skulptur erforderte fünf Monate Arbeit von Facharbeitern und wurde von dem Ingenieur Charles Barmaki finanziert, während die Gemeinde Hammana das Grundstück zur Verfügung stellte, auf dem die Statue aufgestellt wird. Bei der Zeremonie zur Installation und Einweihung der Statue, die für Sonntag, dem 22. Juli, geplant ist, wird auch der maronitische Patriarch, Kardinal Béchara Boutros Raï, anwesend sein.

Von der Stadt Hammana aus wird die Statue von des heiligen Charbel von all denjenigen gesehen werden, die auf der Staatsstraße unterwegs sind, die den Osten mit dem Westen des Landes verbindet und den Libanon auch an das Autobahnnetz anschließt, das bis nach Saudi-Arabien reicht.

Charbel Makhluf (1828-1898), Priester und Mönch des libanesischen maronitischen Ordens, ist eine bei libanesischen Christen für seine besonders strenge Spiritualität bekannte Heiligenfigur, die auch für die Heilungswunder bekannt ist, die dem Heiligen auch noch nach seinem Tod zugeschrieben wurden. Er wurde von Papst Paul VI. im Jahr 1977 heilig gesprochen.

Im Sommer 2017 wurde eine noch größere Statue des heiligen Charbel (27 Meter hoch) auf den Bergen bei Kesrouan aufgestellt, während im März letzten Jahres (vgl. Fides 17/3/2018) die erste Statue von Papst Franziskus im Libanon und im ganzen Nahen Osten in Hadath eingeweiht wurde. Die Gemeinde im Bezirk Baabda ist ein südlicher Vorort von Beirut. (Foto: Reliquie des Heiligen (c) By Nheyob, CC BY-SA 4.0, from Wikimedia Commons)

Lokale Beobachter bekräftigen, dass die vielen Statuen und Bilder von Heiligen und das Aufstellen christlicher Symbole an öffentlichen Orten ein Zeichen sein sollen, das die einheimischen Christen ermutigt, ihre eigene Identität sichtbar zu machen und weiterhin ihren besonderen Beitrag zum Zusammenleben mit den verschiedenen religiösen Gemeinschaften vor dem Horizont einer gemeinsamen Staatsbürgerschaft zu leisten.
(GV) (Fides 9/7/2018).

23 Kommentare

  1. Ich möchte mich bei dieser Seite bedanken, dass 90% meiner Beiträge freigeschalten werden. Obwohl ich tief gläubig bin, werden auf einer konservativ-katholischen Webseiten 90% meiner Beiträge zensiert. Es reicht schon, die Freiwilligkeit des Rücktritts von Papst Benedikt anzuzweifeln oder bei einem „geächteten“ Bischof auf die Unschuldsvermutung hinzuweisen, der nicht angezeigt/verurteilt ist.

  2. „Ich spreche mit Gott und Er spricht mit mir. Es ist meine Lieblingsbeschäftigung, den Herrn kniend im Allerheiligsten Sakrament anzubeten und mit kindlichem Vertrauen alles von Ihm erbitten zu können.“

    Heiliger Charbel Makhluf

  3. Für mich als Christin, ein goldenes Kalb. Die „Kirche“ hält sich nicht an das was in der Bibel steht.
    Mit einem Götzen, Feinde abwähren geht nicht. Der Feind wird dadurch regelrecht eingeladen.
    Die katholische Kirche hat die biblischen 10 Gebote verändert. Wir tragen unseren Glauben im Herzen, nicht in Beton, Holz, Gold..etc. Passende Bibelstellen könnte ich zitieren, wenn Interesse besteht.

    • In evangelischen Kirchen findet man Denkmäler von protestantischen Fürsten. In evangelikalen Jugendzeitschriften werden christliche reiche Stars als Vorbilder präsentiert. Da sind mir Heilige lieber, die selbstverständlich nicht angebetet werden. Gehen Sie in eine katholische Messe, da werden in den Gebeten nur Gott/Jesus erwähnt.

      • Es gibt keine evangelische Kirche. Es gibt nur eine wahre Kirche. Und zwar, die Eine, Heilige, Katholische, Apostolische, römische Kirche! Jesus Christus ist ihr Stifter und Maria, die heilige Jungfrau, ihre Mutter.

      • Eben nicht, keine Messe ohne Maria, als Vermittlerin. Die Heiligen an der Wand und am Altar brauche ich nicht.

      • Die causa instrumentalis spielt im Katholizismus eine große Rolle. Sie hängt eng mit der Sinnen- und Lebensfreudigkeit dieser Konfession zusammen – die als solche das Gegenstück zum Islam und Protestantismus ist (beides Wortreligionen)

      • Vieles spielt im Katholizismus eine Rolle. Ansichten werden auf Bibel und Traditionen aufgebaut. Mein Glaube( keine Tradition und keine Religion) beruht auf das Wort Gottes. Das erste Gebot, in Verbindung mit dem zweiten, verbietet das Aufstellen religiöser Standbilder. Wenn natürlich die Tradition wichtiger ist, als das Wort Gottes, sollte man das auch so benennen. Die 10 Gebote bleiben!

      • Das Problem: woher wissen Sie was unter den zahlreichen uns überlieferten Evangelien und „heiligen schriften“ das Wort Gottes ist? Doch nur durch eine Autorität, die neben der Schrift steht- und das ist das Lehramt der Kirche, das im 3. jh. den Kanon fest gelegt hat …

      • Meine Bekehrung lief nur über Gottes Wort, ganz ohne Leher. Darüber bin ich immer noch sehr dankbar. Eigenes unabhängiges Lernen sitzt tiefer. „Rechtfertigung aus dem Glauben“ habe ich im Römerbrief nicht nur gelesen, nein, im Glauben erfahren dürfen. Später, erfuhr ich, dass Martin Luther das genauso lehrte. Ich weiß, um den Vermittler Jesus, weil ich den Hebräerbrief studiert habe und glaube…

    • Sie verfluchtes, häretisches Lästermaul! Charbel ist ein Heiliger, ein Freund Gottes. Wie können Sie ihn einen Götzen nennen? Ihren häretischen und schismatischen Irrglauben können Sie für sich behalten. Man sollte Ihnen Ihre häretische „Lutherbibel““ aus der Sie solche Erkenntnisse gewonnen haben, ordentlich um die Ohren hauen. Und zwar solange, bis Sie zur Erkenntnis kommen.

  4. Hoffentlich kommen keine deutschen Würdenträger der Katholischen Kirche zur Einweihung. Diese würden vorsorglich ihr Kreutz ablegen um niemanden zu beleidigen.

  5. Ok wenn die Menschen im Orient noch an Wesen mit übernatürlichen Kräften glauben und die Gottheit aus der arabischen Wüste anbeten. AUF Germanischem Gebiet sollten wir uns auf Armenius statt Jesus besinnen.

  6. Hoffentlich bringt dieser Heilige Frieden in diese Region, denn der Libanon war einmal ein rein christliches Land.

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