Ein Gastbeitrag von Daniel Schweizer

Die aktuellen Debatten machen immer wieder deutlich, wie wichtig ein gesunder Nationalstolz auch für die Selbsterhaltung jedes Staates ist. Im Bereich der Unterhaltung sind es oftmals Sport- und Musikwettbewerbe, in denen verschiedene Nationen sich einen Wettbewerb liefern und die Fans voller Begeisterung ihre nationalen Fahnen schwingen.

Ungeachtet der politischen Gesinnung – die Grüne Jugend mag da die unrühmliche Ausnahme sein – schwenken auch deutsche Fans zu solchen Events gerne unsere wunderschöne schwarz-rot-goldene Fahne. Die bekanntesten Unterhaltungsshows dieser Art sind mit Sicherheit die Fußball-EM und -WM, die Olympischen Sommer- und Winterspiele – und der Eurovision Song Contest, der dieses Jahr mit den beiden Halbfinals am 8. Und 10. Mai, mit dem großen Finale am 12. Mai stattfinden wird – zum ersten Mal in seiner Geschichte in der wunderschönen portugiesischen Hauptstadt Lissabon und damit in seinem bislang südwestlichsten Austragungsort.

Dabei gibt eine langjährige Kontroverse um diesen Wettbewerb immer wieder Diskussionsstoff: Sollen die Länder in ihrer Landessprache singen und damit ihre Eigenständigkeit repräsentieren? Oder sollen sie durch Gesang auf Englisch mehr Zuschauer europaweit erreichen? Bis vor exakt 20 Jahren hatte das Regelwerk darauf eine klare Antwort: 1998 galt beim ESC in Birmingham – Deutschland war damals mit Guildo Horn fieberhaft dabei – zum letzten Mal die Landessprachenpflicht für alle Teilnehmer. Seit 1999 jedes Land die Gesangssprache frei wählen darf, singen die meisten Länder auf Englisch. In manchen Jahren sind in kleinerer, in anderen Jahren in größerer Zahl auch national gefärbte Beiträge in Landessprache zu hören. In den letzten zwei Jahren hatten sich immerhin die Siegertitel vom englischen Einheitsbrei abgehoben: 2016 Jamala aus der Ukraine mit ihrem Sprachen-Mix aus Englisch und Krim-Tatarisch, und letztes Jahr Salvador Sobral aus Portugal mit seinem komplett auf Portugiesisch gesungenen „Amar pelos dois“

Somit ist Portugal dieses Jahr zum ersten Mal Gastgeber. Mit dem diesjährigen Motto „All aboard“ und den maritimen Motiven im ESC-Logo knüpft das am Atlantik, der blauen Westgrenze Europas, gelegene Gastgeberland an seine Tradition als Seefahrernation an. Der Sieg Portugals mit seiner landessprachlichen Ballade weckte natürlich auch Hoffnung, dass dieses Jahr mehr Länder den Mut haben, in Landessprache zu singen. Und der ESC in Lissabon wieder mehr ein Europa der Nationen bietet. Werfen wir doch eine kleine Vorschau, ob der ESC in Lissabon sich auf diesem Weg befindet.

Einerseits könnte man ernüchternd feststellen: Von 43 Teilnehmern singen nur 12 in Landessprache – zählt man die Länder nicht mit, in denen Englisch Landessprache ist. Und mit einem italienischsprachigen Beitrag aus Estland singen insgesamt 13 Länder in einer anderen Sprache als Englisch. Das ist keine so erfreuliche Zahl. Verglichen mit dem Vorjahr kann man aber diese Zahl als erfreulichen Schritt in die richtige Richtung sehen. Denn letztes Jahr in Kiew sangen nur sechs Länder in ihrer Landessprache. Dieses Jahr hat sich also deren Zahl exakt verdoppelt. Und das lässt vermuten: Der Sieg Portugals hat Wirkung erzielt und mehr Länder ermutigt, dieses Jahr in Landessprache zu singen.

Wie jedes Jahr sind bereits sechs Länder direkt für das Finale am Samstagabend, den 12. Mai, qualifiziert – nämlich die fünf finanzstärksten Länder Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland und das Vereinigte Königreich – sowie der Gastgeber Portugal. Die anderen 37 Länder müssen zuerst durch eines der beiden Halbfinals am 8. Und 10. Mai, aus welchen sich jeweils 10 für das Finale qualifizieren.

Sprachlich sehr abwechslungsreich sieht es unter den sechs von vornherein qualifizierten Ländern aus. Unter diesen verzichtet nur eines auf seine Landessprache: ausgerechnet Deutschland. Haben der seit Jahren bestehende Verzicht Deutschlands auf die Landessprache beim ESC und die bekannte – auch bei wichtigen politischen Fragen – geradezu wahnhafte nationale Selbstverleugnung Deutschlands – gefördert durch Nie-wieder-Deutschland-Plakatierer aus der linksgrünen Szene und Merkels Politik – einen kausalen Zusammenhang? Mit einer Antwort darauf halte ich mich bewusst zurück. Dafür erfreuen uns Portugal, Spanien, Frankreich und Italien im Finale mit Beiträgen in ihren Landessprachen.

Inwieweit das ESC-Finale am 12. Mai sprachlich abwechslungsreich und einem Europa der Nationen gerecht werden wird, hängt davon ab, welche 10 Länder sich jeweils in den Halbfinals am Dienstag und Donnerstag qualifizieren werden. Auch die sechs direkt qualifizierten Länder sind in einem der beiden Halbfinals stimmberechtigt, Deutschland im 2. Halbfinale am Donnerstag.

Im ersten Halbfinale am Dienstag bieten insgesamt vier Länder mit ihren Beiträgen sprachliche Abwechslung: Estland mit Operettengesang in Italienisch, Albanien, Griechenland und Armenien in ihrer jeweiligen Landessprache. Und was die Wirkung des portugiesischen Siegs erkennen lässt: Diese vier Länder singen dieses Jahr in Landessprache bzw. nicht auf Englisch, nachdem sie die letzten Jahre meistens auf Englisch gesungen hatten.

Albanien singt dieses Jahr zum ersten Mal nach fünf Jahren wieder in Landessprache. Große Chancen für den Finaleinzug werden ihm leider nicht eingeräumt. Zu verlieren hat Albanien mit der Landessprache nichts. Im Gegenteil: Sein bislang bestes Ergebnis erzielte es 2012 mit einem grandiosen 5. Platz – in albanischer Sprache. Da es immer wieder Überraschungen gegen die Wetten im Vorfeld gibt, bleibt, Albanien als Belohnung für den Mut zur Landessprache viel Erfolg zu wünschen, ins Finale einzuziehen.

Als sehr chancenreich auch für eine Top-10-Platzierung im Finale gilt unter den Kandidaten des 1. Halbfinales Elina Nechayeva aus Estland. Mit ihrem Operettengesang „La Forza“ in italienischer Sprache singt sie zwar nicht in Landessprache. Aber in jedem Fall sticht ihr Lied anderweitig sprachlich aus der Masse heraus – und vor allem qualitativ, ist doch im Gegensatz zu manchem modernen Plastikmüll die Operette ein schönes künstlerisches Erbe abendländischer Tradition.

Die optimale Mischung aus zeitgemäßer eingängiger Musik und traditioneller Folkore bietet Griechenland – gesungen in der wunderschönen griechischen Sprache: Yianna Terzi mit ihrer mystischen Ballade „Oniro mou“ (Mein Traum) werden gute Chancen eingeräumt, ins Finale einzuziehen und dort auch in der vorderen Hälfte zu landen. Auch der Text des Liedes gilt als patriotisch. Nach eigenen Angaben singt Yianna Terzi über einen Dialog zwischen dem Volk der Griechen und ihrer Heimat Griechenland.

Im vergangenen Jahr wie meistens in den zurückliegenden Jahren sang Griechenland komplett auf Englisch. Es ist kein Zufall, dass für Griechenland dieses Jahr ein national gefärbter Beitrag in Landessprache am Start ist. Der Sieg Portugals scheint Wirkung gehabt zu haben. Denn der ausrichtende griechische TV-Sender ERT machte die Verpflichtung zum Gesang in griechischer Sprache dieses Jahr zum Regelwerk. Nicht nur zur griechischen Sprache, auch zu griechischen Folklore-Elementen gilt nach diesjährigem Regelwerk Verpflichtung. ERT setzt also ganz auf nationale Färbung. Daran sollten sich alle Teilnehmerländer ein Beispiel nehmen, zumindest was die Sprache betrifft. Gerade auch Deutschland.

Auch mit Blick auf die europäische Kultur im Ganzen ist es erfreulich, dass wir die griechische Sprache dieses Jahr wieder beim größten europäischen Musikwettbewerb zu hören bekommen. Denn welche Sprache war schon ein größerer Träger europäischer Geistesgeschichte als Griechisch? Bekanntlich waren es die griechisch-römische Antike und die christlich-jüdische Ethik, die unsere europäische Kultur am meisten geprägt haben. Und maßgeblich vermittelt wurde uns sehr viel davon durch die griechische Sprache: Die Gedanken der antiken griechischen Philosophen, die großen antiken Dichtungen an Epen, Dramen und Lyrik – und last but not least das Neue Testament. Ohne diese in griechischer Sprache überlieferten Werke wäre die europäische Geistesgeschichte der letzten 2000 Jahre völlig anders verlaufen. Und auch die deutschen Denker und Dichter der letzten 300 Jahre hätten ohne die Inspiration dieser griechischprachigen Quellen ihre Werke nicht in dieser Form verfasst. Nicht ohne Grund war Griechisch lange Zeit neben Latein und Hebräisch die wichtigste Gelehrtensprache Europas. Und umso weniger darf die griechische Sprache beim europäischen Sängerwettstreit fehlen. Bleibt also, Yianna Terzi und ihrer traumhaft schönen Ballade „Oniro mou“ viel Erfolg zu wünschen – vor allem den Finaleinzug.

Eine weitere Perle in Landessprache bietet uns Sevak Khanagian aus Armenien mit seiner herzergreifenden Ballade „Qami“ (Wind).

Die kleine Kaukasusrepublik nimmt seit 2006 am ESC teil. Leider sangen bislang alle armenischen Teilnehmer auf Englisch und in wenigen Ausnahmen bilingual Englisch/Armenisch. Dieses Jahr bekommen wir zum ersten Mal in der Geschichte des ESC ein Lied komplett in armenischer Sprache geboten. Und wir hören damit eine Sprache von hohem Seltenheitswert. Zumal sie in Teilen ihres nach wie vor angestammten Gebietes sogar vom Aussterben bedroht ist. Etwa in der Türkei, in der viele Gebiete zur angestammten Heimat der Armenier gehören und wo heute weniger als 20 Prozent der dort lebenden Armenier Armenisch noch als Muttersprache sprechen.

Möge diese wunderschönen Ballade in armenischer Sprache das Halbfinale überstehen und ins Finale einziehen. Damit möglichst viele Europäer einmal hören, wie schön diese seltene Sprache klingt und wie schützenswert sie ist.

Wir deutschen Zuschauer können leider im 1. Halbfinale nicht abstimmen, da Deutschland im zweiten Halbfinale stimmberechtigt ist. Aber für die Leser aus Österreich und der Schweiz gilt: Ihre Heimatländer starten im ersten Halbfinale und Sie können somit dort auch über Ihre Favoriten abstimmen. Wenn Sie ein Europa der Nationen oder zumindest sprachliche Vielfalt beim ESC unterstützen wollen, dann können Sie im ersten Halbfinale für Albanien, Estland, Griechenland und / oder Armenien stimmen.

Im zweiten Halbfinale haben wir deutschen Zuschauer die Möglichkeit, mit unserem Voting die landessprachlichen Lieder zu unterstützen. Fünf Länder singen dort in ihrer Landessprache: Georgien, Ungarn, Slowenien, Serbien und Montenegro.

Neben dem bereits genannten Armenien präsentiert sich zum allerersten Mal eine weitere Kaukasusrepublik komplett in Landessprache: Georgien. Der letztjährige Sieg Portugals scheint Wirkung zu erzielen. Im vergangenen Jahr erzielte Ungarn mit einem landessprachlichen Lied einen erfolgreichen Platz in den Top 10. Und nach diesem Erfolg bleibt es auch in diesem Jahr seiner Landessprache treu. Nach zwei bzw. drei Jahren mit komplett englischsprachigen Liedern kehren dieses Jahr im zweiten Halbfinale drei Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens zu ihrer Landessprache zurück: Slowenien, Serbien und Montenegro. Womöglich war ihnen ihr letztjähriges Ausscheiden im Halbfinale eine Lehre, dass Gesang auf Englisch einen Erfolg nicht garantiert.

Gerade Serbien hat mit landestypischen Beiträgen in Landessprache beim ESC sehr erfolgreiche Erfahrungen gemacht: Über den Sieg von Marija Serifovic mit „Molitva“ und die mehrfachen ESC-Erfolge des serbischen Sängers und Komponisten Zeljko Joksimovic hatte ich letztes Jahr in meinem Artikel „Warum ich beim ESC wieder ein Europa der Nationen geboten haben möchte“ berichtet. Dieses Jahr bietet Serbien im 2. Semi einen der glänzendsten national gefärbten Beiträge: Sanja Ilic & Balkanika, auf dem Balkan sehr populär, kombinieren mit „Nova deca“ (Neue Kinder ) in gelungener Weise Discobeats mit typisch balkanischen Instrumenten und dem Wiedererkennungswert slawischer Gesangsstimmen:

Deutschland ist ja wie bereits erwähnt im 2. Halbfinale stimmberechtigt. Wir müssen es also nicht dabei belassen, Sanja Ilic und seiner Gruppe Balkanika nur viel Erfolg zu wünschen. Wir können ihn gezielt unterstützen, indem wir ihm beim Televoting unsere Stimme geben.

Balkan-Flair in ruhigeren Tönen bietet uns Serbiens Nachbar Montenegro: Vanja Radovanovic wird mit seiner Herzschmerz-Ballade „Inje“ hoffentlich auch die Herzen der Europäer erreichen und ins Finale einziehen.

Wer von den Zuschauern in Deutschland beim ESC wieder ein Europa der Nationen geboten haben möchte, der kann im 2. Halbfinale für Georgien, Ungarn, Slowenien, Serbien und / oder Montenegro stimmen. Und ihnen auf diesem Wege zu ihrem Einzug ins Finale verhelfen.

Das Angebot an landessprachlichen Liedern ist dieses Jahr beim ESC doppelt so groß wie im letzten Jahr. Jetzt kommt es in diesem Jahr darauf an, möglichst den landessprachlichen Liedern beim Televoting zum Erfolg zu verhelfen. Vielleicht haben dann 2019 noch mehr Länder den Mut, sich beim ESC in ihrer nationalen Identität zu präsentieren.

17 Kommentare

  1. Der ESC, früher „Grand Prix de la Eurovision de la Chanson“, also auf deutsch „Großer Liederpreis der europäischen Fernsehanstalten“ war immer schon eine Veranstaltung zur Werbung für Globalismus mit „Elaboraten“ wie die linksgrüne Nicole und dem ewigen Ralph Siegel. Wenn schlichte Gemüter es benötigen…

  2. „Denn welche Sprache war schon ein größerer Träger europäischer Geistesgeschichte als Griechisch?“ Das Altgriechisch hat mit den Neugriechisch so gut wie nichts zu tun. Genauso wie Latein mit dem Italienischen nichts (oder kaum was) zu tun hat.

  3. Englisch statt BUNTE Liedervielfalt. Das sollte die Grünen aber jetzt schleunigst auf den Plan bringen.

  4. Mal wieder Brot und Spiele ? Na wem es hilft das Elend zu ertragen …
    Muß ich mich jetzt schämen weil ich diesen (u.a. Müll) noch nie gesehen habe ?
    O.K. dann gehe ich jetzt mal in die Schamecke. ^^

  5. Dabei ist der ESC doch ein Multi-Kulti-Projekt ersten Ranges. Alles ist schön und bunt, es ist egal wenn man die Sprachen nicht versteht, und alle haben sich lieb. Diesen schönen Schein lassen wir uns auch einiges kosten.

    • Allerdings ist er kein Vergleich zur Multikulti-Gesellschaft in einem Staat. Sondern viel mehr steht er für das Miteinander zwischen den Staaten.

      Außerdem überwiegen beim ESC die Länder des christlich-jüdischen Kulturkreises. Die Anzahl der islamisch geprägten Teilnehmerländer hält sich in Grenzen. Und die Sängerinnen aus islamischen Ländern waren zumindest noch nie schariakonform gekleidet.

  6. An sich ist es schön in der Landessprache zu singen, aber was bringt es einen aussagekräftigen Text zu haben wenn man ihn als Fernsehzuschauer nicht versteht und erst die Übersetzung nachschauen muss.
    Zusätzlich singt außer den im Artikel erwähnten Länder auch noch Litauen und soweit ich weiß auch Island -zumindest teilweise- in ihrer Landessprache.

    • Wobei ja Musik die Menschen in erster Linie über Emotionen erreicht. Und je nach Lied geht das zum Beispiel mit Französisch, Italienisch oder Griechisch besser als mit Englisch.

      Litauen und Island singen – zumindest auf der offiziellen CD – komplett in Englisch.

  7. Persönlich gefällt mir übrigens von den hier eingebundenen Videos der Beitrag Estlands am besten, auf Platz 2 folgt bei mir Serbien.

    • Dann dürfen Sie sich freuen, dass Estland am Dienstag weiter gekommen ist. Heute ist ja Deutschland stimmberechtigt. Da werde ich fleißig für Serbien und Montenegro abstimmen. Man kann ja, wenn sich die Regeln nicht geändert haben, bis zu 20 Anrufe / SMS abschicken.

      Leider sind Griechenland und Armenien am Dienstag nicht weiter gekommen. Lag meiner Einschätzung nach an den deplatzierten Juries.

  8. Da ich mit Musik mein Geld verdiene – ich habe einen Laden für Tonträger – und mich ein bißchen bei der Beurteilung von Popmusik auskenne, kann ich zum ESC nur sagen: 1. Eine musikalisch ausgesprochen minderwertige Veranstaltung, 2. eine Geldverbrennungsmaschine ohnegleichen, 3. eine Selbstbeweihräucherung des ÖR-TVs, 4. Eine Friede, Freude, Eierkuchen-Show auf sehr niedrigem Niveau. Abschaffen.

    • Ich kann Sie verstehen, wenn Ihnen diese Veranstaltung nicht gefällt. Geschmäcker sind verschieden. Mir gefallen auch viele TV-Sendungen nicht. 🙂

      Aber warum abschaffen? 😉 Das TV-Gerät hat einen Ein- und Ausschaltknopf, mit dem jeder sich die Sendungen auswählen kann, die ihm gefallen.

      Die Quoten beim ESC liegen durchaus im grünen Bereich. In einigen Ländern genießt er sogar hohe Popularität.

  9. Ein starker Beitrag!Auch ich freue mich über jedes Land, das seine nationale Eigenart und patriotische Ader zeigt – auch und gerade in der Musik. In den Völkern und Nationen und in ihrer Unterschiedlichkeit liegt die gestaltende Kraft und der eigentliche Wert Europas.Nicht in zwangsverordnetem multiethnischem Einheitsbrei.Als deutscher Patriot gönne ich allen anderen von Herzen ihren Patriotismus.

  10. Die eigentliche FRAGE ist: Gehören inzwischen auch Mexiko, Saudi-Arabien, Kasachstan, Kirgisiee,Iran und bald (?) auch China und Indien zu „Europa“, und dürfen dann auch fröhlich mit-singen (-grölen, -krächzen)?

    Singen in der Muttersprache würde einerseits mehr kulturelle Authentizität schaffen, andererseits versteht das ja keiner.
    Der ESC ist längst so eine Art „EU-ECHO“. Wer braucht das?

    • Wer braucht das? – Wahrscheinlich niemand, aber Singen ist eine schöne Tradition, das Chorsingen in Deutschland ist sogar Weltkulturerbe (sieh an, Fr. Özuguz, soetwas gibt es!). Wir sollten daher den ESC nicht auch noch untergehen lassen, auch wenn er russisch und englischsprachig dominiert wird. Vielleicht hat der Autor ja recht und es kommt die Rückbesinnung. Schön wär´s.

    • Zwar ist Gesang in Serbisch, Griechisch oder Armenisch für die meisten Zuschauer textlich nicht verständlich. Aber Musik erreicht Menschen in erster Linie durch Emotionen. Und gerade manche Lieder aus östlichen und südlichen Gebieten Europas bringen in Landessprache ihre emotionale Wirkung viel besser zur Geltung. Viele englische Lyriks von Nicht-Muttersprachlern sind zudem keine Glanzstücke.

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