(David Berger) Mehr als 3.000 PP-Leser haben an unserer Umfrage zum parteipolitischen Kurs der AfD teilgenommen. 41 % wünschen sich eine stärkere Abgrenzung der AfD gegen als „rechtsaußen“ geltende Positionen und Personen, 37 %, dass sie so (liberal-konservativ) bleibt, wie sie derzeit ist.

Vor rund zwei Wochen sorgte ein PP-Artikel in den sozialen Netzwerken und in unserem Kommentarbereich für rege Diskussionen: „JF-Umfrage: Großer Teil der AfD-Wähler wünscht sich eine deutlichere Abgrenzung der Partei nach rechts.”

Darin hieß es: „Ein erheblicher Teil der AfD-Wähler wünscht sich eine deutlichere Abgrenzung der Partei nach rechts. Dies ergab eine im Auftrag der JUNGEN FREIHEIT Anfang der Woche erstellte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA. Dazu wurden 2.066 Personen zwischen dem 16. und 19. März befragt.

Auf die Frage „Sollte sich die AfD Ihrer Meinung nach stärker vom rechten Rand abgrenzen?“ antworteten von allen Befragten 38 Prozent mit „Ja“, von den aktuellen AfD-Wählern stimmten 45 Prozent dieser Auffassung zu.”

Die Umfrage sei gefälscht, die “Junge Freiheit” habe ihre alten Ideale aufgegeben usw. hieß es bei einigen der Kommentare, die uns dazu erreichten.

Ja, PP wurde unterstellt, der Blog würde die AfD spalten – allein aufgrund der Tatsache, dass er über die Umfrage-Ergebnisse berichtet hatte. Und gleichzeitig wurde die These in den Raum gestellt:

Wenn PP diese Umfrage macht, werde sie ganz anders ausfallen.

Nun wollten wir es aber wissen und starteten am vergangenen Montag vor zwei Wochen eine ähnliche Umfrage. Die einzige Ausnahme: Neben den Wünschen nach mehr und weniger Abgrenzung gegen „rechts“ stand eine dritte Option für jene zur Verfügung, die AfD solle so bleiben wie sie derzeit ist.

Diese wurde erst nachgetragen, als bereits ca. 100 Stimmen abgegeben worden waren. Statistisch gesehen ist dies allerdings bei der Gesamtzahl der Leser, die sich beteiligt haben, kein Problem.

Gestern endete diese Umfrage nach genau 14 Tagen. Teilgenommen haben mehr als 3000 PP-Leser. Und das Ergebnis fiel eindeutig aus.

Bedenkt man, dass bereits jetzt die AfD – gut sichtbar an der auch in weiteren Wahlen Erfolge garantierende Bundestagsfraktion – als konservativ-Liberale Partei gelten kann und sich zB. von André Poggenburgs Aschermittwochsrede klar distanziert hat,

…wünschen sich 78 % der PP-Leser eine AfD, die sich klar von rechtsradikalen Positionen und Institutionen, von NPD, „Die Rechte“ & Co abgrenzt.

Nur 22 % der PP-Leser wünschten sich von der AfD, dass die als „rechtsaußen“ geltende Positionen und Personen eine größere Rolle in der Ausrichtung der Partei spielen.

Ich will kein Geheimnis aus meiner Position zu der Umfrage machen: Als Gründer und Betreiber von PP freut mich dieses Ergebnis.

Zu den Kommentatoren, die unter unserer Umfrage eine rege Tätigkeit entfalteten, noch ein Wort:

Dass sich eine Partei, zumal eine junge, auch distanziert, ist zu deren Identitätsfestigung ebenso dringend notwendig wie die Ziehung von Grenzen für die Identität eines Volkes bzw. einer Nation.

Eine solche Distanzierung bedeutet natürlich nicht, wie einige Kommentatoren befürchteten, dass Parteimitglieder, die sich eindeutig im Rahmen unseres demokratischen Rechtsstaates befinden und mit den wesentlichen Punkten des Parteiprogrammes übereinstimmen, aus der Partei ausgeschlossen werden sollen. Die AfD hat in dieser Sache stets ein gutes Fingerspitzengefühl bewiesen.

Dass ein freies Medium seine Leser fragt, wo sie die AfD sehen wollen, ist ebenso legitim. Viele derer, die sich über die Umfrage generell beschwerten, haben sich offensichtlich schon so sehr an Staatsfunk-Methoden gewöhnt, dass sie uns vorwarfen, die Partei zu spalten.

Zum einen räumen solche Befürchtungen PP einen viel zu hohen Stellenwert ein, zum anderen ist PP nicht der „Bayernkurier“ der AfD.

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