(David Berger) Fürstin Gloria von Thurn und Taxis empfing CATO-Chefredakteur Andreas Lombard auf Schloss Emmeram. In dem Interview äußerte sie sich mit der von ihr bekannten Ehrlichkeit und Treffsicherheit zu den großen Problemen unseres Landes.

Als einer der überzeugendsten Edelmänner des konservativen Journalismus, Andreas Lombard, durch die Tore des Regensburger Schlosses St. Emmeram schritt, um dort Gloria von Thurn und Taxis zum großen CATO-Interview zu treffen, war abzusehen, dass hier zwei Personen aufeinander treffen werden, bei denen es kaum Dissonanzen geben dürfte.

Jedenfalls hat man diesen Eindruck, wenn man das jetzt erschienene Interview in der aktuellen Ausgabe des Kulturmagazins „für neue Sachlichkeit“ liest. Da kommen dann Interview-Fragen, auf die SZ- oder taz-Schreiberlinge nicht einmal kämen, wenn sie mehrere Jahre ununterbrochen nichts anderes als Interviews mit der Fürstin machen würden. Etwa:

„Durchlaucht, welche Beziehungen pflegen Sie zu Engeln und Heiligen?“

Oder:

„Adelsfamilien scheinen mehr Kinder zu haben als andere. Könnte der Adel in geburtenschwacher Zeit nicht zum Vorbild für mehr dynastisches Bewusstsein auch in der breiten Bevölkerung werden?“

Solch ein synchroner Herzschlag muss für ein Interview nicht immer abträglich sein. Ganz im Gegenteil. Hier hat er offensichtlich dazu geführt, dass Durchlaucht mit brutaler Ehrlichkeit und ohne jede Rücksicht auf politische Korrektheit geantwortet hat: „Ich bin es gewohnt, ehrlich antworten zu dürfen“, ist denn auch das ganze Interview überschrieben, das nun in der aktuellen Ausgabe von CATO erschienen ist.

Die Basis für diese Ehrlichkeit, die wir heute bei Prominenten in Deutschland kaum noch erleben, wurde bereits in der Kindheit Glorias (eine geborene Gräfin von Schönburg-Glauchau) gelegt. Die Fürstin erzählt aus ihrer Kindheit, die sie teilweise in Somalia verbrachte:

„Wir wurden zu großer Offenheit und Toleranz gegenüber anderen politischen Ansichten und Religionen erzogen. Das war aber nur möglich, weil unsere Eltern zugleich unseren tradierten Glauben vermittelten.“

Tradierter Glaube, das ist bei Gloria der Katholizismus und zwar nicht der dem Zeitgeist und den Wunschvorstellungen der gerade Mächtigen angepasste Wischiwaschi-Berufskatholizismus der Marxs und Woelkis, sondern sie meint wirklich Katholizismus, wenn sie über ihren Glauben spricht:

„Ich bin sehr katholisch …“

Deshalb bewundert sie auch den klassischen Messritus und sieht in der Wiederverheiratung Geschiedener, dem Frauenpriestertum, der Abtreibung usw. den Teufel am Werk.

Da kommt es dann schon zu außergewöhnlichen Aussagen, bei denen Nanny-Redakteure vermutlich zusammenzucken und die der Chefredakteur später streichen würde. So etwa, wenn Gloria zum Thema Früh-Sexualisierung in den Kindergärten und Schulen sagt:

„Die Sexualität ist ein zartes Pflänzchen … Wenn es zu früh zu viel Wasser bekommt, geht es kaputt“

Und etwas später:

„Auf der einen Seite wird durch Frühsexualisierung ‚Frischfleisch‘ gezüchtet. Aber wenn sich jemand daran vergreift, schreit die Gesellschaft auf, und die Täter werden auf ewig verdammt. Verwirrend!“

Vernichtend fallen ihre Analysen über den gegenwärtigen Zustand unseres Landes aus. Das System Merkel charakterisiert sie brutal als „Monarchie ohne Krone und Blut“.

Zu der Grenzöffnung Merkels 2015 sagt Gloria:

„Weder das Parlament noch die Bürger wurden gefragt, als die folgenschwere Entscheidung fiel, die Einwanderung aus wirtschaftlich ärmeren Ländern zuzulassen. Das wird zu Konflikten führen. Wie die aussehen, kann man bereits in Belgien und Frankreich sehen – sofern die Bilder gezeigt werden. Sowohl in Südamerika als auch in Afrika hält man Deutschland für naiv.“

Auch zum Stand der Meinungs- und Pressefreiheit nimmt die Fürstin kein Blatt vor den Mund:

„Heute sind wir auf dem Weg in eine stramme, puritanische, selbsreferentielle Gesellschaft mit Denk- und Sprechverboten.“

AfD und „Nazi“ werden jetzt vielleicht jene schreien, die realisiert haben, dass ihre Zeit zu Ende geht und ihre gesellschaftlichen Illusionen nur noch mit Hilfe von Facebook-Sperrungen, Netzdurchsetzungsgesetzen und Shadowbans aufrecht erhalten können.

Und ich fragte mich nach dem Interview, ob unser Land nicht doch vielleicht besser in den Händen solch Adeliger aufgehoben wäre als unter der Raute von Pfarrerstöchtern.

**

Hier können Sie das Heft oder ein ganzes Abo bestellen: CATO

***

Sie wollen Philosophia Perennis unterstützen? Mit zwei Klicks geht das hier:

PAYPAL

… oder auf Klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: Spende PP

Meine Artikelbewertung ist (5 / 3)
avatar
400
28 Comment threads
8 Thread replies
2 Followers
 
Most reacted comment
Hottest comment thread
26 Comment authors
VeronikaLausitzerWilhelmWerrwulfMarianne Recent comment authors
  Abonnieren (alle Kommentare oder nur meine Kommentare)  
neueste älteste beste Bewertung
Ich möchte benachrichtigt werden zu:
Veronika
Gast
Veronika

Auf der einen Seite wird durch Frühsexualisierung ‚Frischfleisch‘ gezüchtet. Aber wenn sich jemand daran vergreift, schreit die Gesellschaft auf, und die Täter werden auf ewig verdammt. Verwirrend!“ 100% Zustimmung! Die sonst so unerträglich freizügigen Medien führen öffentliche Hinrichtungen durch…Und manchmal verführen die „Opfer“ und spielen „Rapo“ (vgl.Buch: Berne, Games People play)

Wilhelm
Gast
Wilhelm

Der Adel wurde mit dem Ersten Weltkrieg (den uns der Adel eingebrockt hat) abgeschafft. „Durchlaucht“ ist keine Anrede mehr, nur noch als Teil des Namens zu verwenden. (In Österreich konsequent völlig abgeschafft) „Durchlauchtens“ gibt es nicht mehr, auch wenn diese durchaus vernünftige Ansichten haben sollten. Deutschland ist noch immer nicht richtig in der Demokratie angekommen.

Marianne
Gast
Marianne

Habe mir das Heft heute besorgt … nicht nur das Interview überzeugt, sondern viele andere Texte auch. Auch wenn es ein bisschen teuer ist, aber dafür schön aufgemacht

Werrwulf
Gast
Werrwulf

haben Ihro Hochlaucht, untertänigst nachgefragt, auch schon die Plebs Petition 2018 mit Ihro angeheiratetem güldenen Siegelring geadelt, der Ihnen als Dank für Ihro Verfügungstellung als quasi Leihmutter ob des dringend benötigten männlichen Erben des sehr unheterosexuellen alten und flott verschiedenen (RIP) Fürsten des nicht unerheblichen Vermögens der Thurn und Taxis als Lohn überlassen wurde?

Jessica
Gast
Meine Artikelbewertung ist :
     

Hallo Cloria von Thun und Taxi
Ich habe eine Frage an dich singst du denn weiter mit Klubbb3
Gruß von eure fans Jessica

Jörg Plath
Gast
Jörg Plath

Nun ist Frau von Thurn und Taxis ja eine durchaus schillernde Persönlichkeit. Was ich mich frage, Herr Berger: Ihr traditionelles Katholizismusverständnis lehnt doch auch Homosexualität als Teufelszeug ab. Das ist ok für sie?

Angstdeutscher
Gast
Angstdeutscher

„Sowohl in Südamerika als auch in Afrika hält man Deutschland für naiv.” Naiv – das ist ja eine vornehm subtile umschreibung für selbstmörderisch, suizidal. Die Deutschen und ihr Land schaffen sich damit selber ab.

Angstdeutscher
Gast
Angstdeutscher

„System Merkel …“Monarchie ohne Krone und Blut”.“ Kein Blut von Regierungsseite, aber ihre Merkeldeutschen, die moslemischen Masseneinwanderer, lassen ganze Flüsse von Blut in Deutschland fließen. Siehe dazu auch Enoch Powell ‚Rivers of Blood‘-Rede.

Freya
Gast
Freya
Meine Artikelbewertung ist :
     

Ich finde Gloria schon immer sehr mutig, authentisch und bodenständig. Sie verwaltet ihr Erbe mit kluger und fester Hand. Ja,Fürstin Gloria hätte unser Land ganz sicher nicht wie Sauerbier verscherbelt. Man braucht vielleicht keinen Leithammel, aber gute Vorbilder braucht ein Volk schon. Danke Gloria!

Petros Zervoulias
Gast
Petros Zervoulias

Diese Dame spricht sehr oft nur mit dem mund und leider nicht mit kopf. Wen man von sich selber immer viele sachen behauptet….wo es in wircklickeit nie gab…..denkt man irgendwann….dass man selber der NABEL der WELT ist.

August
Gast
August

Brauchen wir denn wirklich immer einen Leithammel??? Wir werden als freie Menschen geboren und bereits mit der Geburtsanzeige werden wir zu Staatssklaven. Es wir hier viel von Religion gesprochen, doch alle Dogmen sind der Untergang der Menschheit. Gott braucht keine Religion, aber die Religion braucht Gott.

Carl Eugen
Gast
Carl Eugen

Naja, Berufskatholizismus aber schon; denn die Dame hält sich bei Hofe seit diesem Jahr einen eigenen Priester: nicht Woelki oder Marx, aber Wilhelm Imkamp (Buchpublikation: „Sei kein Spießer, sei katholisch“), der, inzwischen pensioniert, mit Büchern, Pfeifen und Haushälterin nach Regensburg übersiedelt, damit Gloria nicht vom Weg abkommt.

Hans Adler
Gast
Hans Adler

Die sympathisch wirkende Schnacksel-Fürstin liegt nicht so ganz richtig:
je nach persönlicher Sichtweise leben wir durchaus bereits in einer der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie abträglichen GroKo-Monarchie oder auch Merkel-Diktatur. Allerdings nicht unblutig, wie die seit 2015 stark angestiegenen Zahlen von Gewaltopfern und Getöteten unzweifelhaft und mit sinnlos vergossenem Blut belegen.

Aufbruch
Gast
Aufbruch

Ich kann dieser Frau nur uneingeschränkte Bewunderung entgegen bringen. Nicht nur wegen ihrer Überzeugungen, sondern auch wegen Ihres Wissens und ihrer Willens-und Durchsetzungskraft. Sie hat sich nach dem Tode ihres Mannes nicht von dessen Verwaltern übers Ohr hauen lassen, sondern selbst das Heft in die Hand genommen und ist erfolgreich damit. Die Interview-Aussagen der Fürstin sind treffend.

Maria10
Gast
Maria10

DURCHLAUCHT hat immer schon die Realität gesehen. Die gewählte Bundeskanzlerin aber nicht. Die geht an der Realität vorbei, egal was es koste. Nicht umsonst gehen die Leute inzwischen mutig auf die Strasse. Honecker wurde auch so entmachtet.

Old-Man
Gast
Old-Man
Meine Artikelbewertung ist :
     

Sie ist eine der wenigen Frauen,die offen und ehrlich sind und bleiben,diese Fürstin Gloria.
Zu unserem Unglück gibt es nur sehr wenige Frauen dieses Formates!Von Männern will Ich nicht reden,die meisten sind geistig eh kastriert!!
Merkel und die anderen Weiber gehören weg,auf den Müllhaufen der Geschichte!

maru
Gast
maru

Bei der Wiederverheiratung Geschiedener und dem Frauenpriestertum bin ich anderer Meinung als Gloria, beides sollte möglich sein.

Ob unser Land besser in den Händen solcher Adeliger aufgehoben wäre als unter Merkill? Da ist kein Unterschied. Adel und AM – beides sind WILLKÜRSSTEME.

Das Land gehört in die Hände seines Souveräns – des deutschen Volkes!

KleineKarotte
Gast
KleineKarotte

Frau Turn und Taxis ist eine „gewachsene“ Frau. In ihrer Jugendzeit hat sie viel Farbe gezeigt, was ihrer Wärme aber keinen Abbruch tat und offensichtlich ist die leise Sprache des Herrn dort angekommen. Und deshalb hat sie wohl offenbar eine geistige Tiefe erlangt, die viele unsere Landsleute wohl nie mehr erreichen werden. Denn wie viele der „Güte“ der Oberen hinterherrennen, ist beängstigend.

KleineKarotte
Gast
KleineKarotte

Sie haben auch keinen Bezug mehr zu ihren eigenem Volk – im übrigen, wen wunderts kommen sie da ja auch teilweise nicht mehr her – und treten die Kultur unseres Landes mit Füßen. Grundlage ihres mittlerweile bösartien Tuns ist in der Tat die Gottlosigkeit. Leider ist die Amtskirche beider Konfessionen an diesem Abfall im hohen Maße beteiligt.

KleineKarotte
Gast
KleineKarotte

Der Gedanke, dass wir hier eine – mittlerweile ungewählte! denn in Ministerämtern ist die abgewählte SPD – Clique von die eigene Bevölkerung maltretierenden Ideologen in Amt und Würden haben, schlimmer, als je die Aristrokratie, ist mir auch schon gekommen. Die Adeligen hatten Bezug auf eine göttliche Ordnung (u. haben sie teilw. missbraucht), die jetztigen Herrscher haben nicht mal das.

Jan-Peter
Gast
Jan-Peter

„und Kommunisten.“

..hätte der letzte Satz ergänzt werden sollen. Für die Geburt in eine Pfarrhaushaltsfamilie ist man nicht selbst verantwortlich. Hingegen strebt man eine politische Laufbahn im Kommunismus sehr wohl aus eigenen Willen mit entsprechender Überzeugung an.

Ernst
Gast
Ernst

Übrigens, war die ausschließliche Funktion der Könige im frühen Mittelalter die Anwendung und Aufrechterhaltung „guten alten Rechts“. Die Vorstellung von einem Geburtsrecht auf Königtum gab es im frühen Mittelalter nicht, wie Hans-Hermann Hoppe in „Eine kurze Geschichte der Menschheit – Fortschritt und Untergang“ über den „allodialen“ Feudalismus darlegt.

Horst Horst
Gast
Horst Horst

Die liebe Gloria ist eine der wenigen öffentlichen Persönlichkeiten, die es aus eigener Kraft geschafft haben, sich nicht kriecherisch,wie z.B. Barwasser,Schramm und Priol nebst all der sogenannten Medienstars, die Merkel;Sozis und Grünen bis zu den Schulterblättern in den, na sie wissen schon, kriecht.

Wilhelm
Gast
Wilhelm

Sich vor einem solchen Hintergrund zu positionieren wäre eher einem Auftritt in der BUNTEN würdig.

Emma
Gast
Emma

Tja, trotz Reichtum hat die werte Frau nicht an Realität, Anstand und Moral verloren.

Ingrid Jung
Gast
Ingrid Jung

Chapeau GLORIA, wir brauchen mehr ehrliche Promis im Land die endlich auch mal ihren Mund aufmachen und nicht aus Angst vor Repressalien weiter still halten und beim Untergang unseres Landes weiter zusehen.

Frank
Gast
Frank

„Der Schwarze schnackselt gerne“ ….Ich will die Monarchie- wenn sie so intelligent und ehrlich ist wie Gloria!

Wilhelm
Gast
Wilhelm

Diese Frau soll sich weiter um ihr aus Imperialismus und Kapitalismus (teilweise ererbtes) Kapital kümmern (Outing als Katholikin: Kamel und Nadelöhr) und die Gesellschaft mit ihren Belehrungen verschonen.