Ein Gastbeitrag von A.R. Göhring

Kennen Sie Sarah Rambatz? Müssen Sie nicht – aber ihr Fall ist symptomatisch für das grüne 68-er Buntland, in dem wir leben. Die Linken-Politikerin ist Mitglied der antideutschen Facebook-Gruppe „Deutsch mich nicht voll“ und erregte letzten Herbst ein wenig Aufsehen, als sie ihre Gruppengenossen nach Filmen fragte, in denen Deutsche getötet würden. Dafür musste sie von ihrem Listenplatz der Partei zurücktreten und kassierte eine Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Beleidigung von einem empörten Bürger.

Wie das Verfahren ausgegangen ist, können Sie sich denken.

„Die vorliegende Äußerung richtet sich dagegen pauschal gegen alle Deutschen.“,

O-Ton der Staatsanwaltschaft.

Strafbar sei aber nach § 130 StGB nur, „Bevölkerungsteile“ zu beleidigen.

Was auf Minderheiten wie Schwule oder Mohammedaner natürlich zutrifft; auf Polizisten zum Beispiel aber eher nicht. „Scheiß Bullen“ ist nach der Erfahrung ähnlich gearteter Strafverfahren ebenfalls wieder zu „allgemein“.

Dass es in Deutschland und anderen westlichen Ländern mittlerweile volksverhetzte Milieus gibt, ist spätestens seit den hasserfüllten Verwünschungen von extremistischen Antifa-Demonstranten anlässlich der Dresdner Bombengedenktage bestens bekannt.

„Sauerkraut, Kartoffelbrei, Bomber-Harris, Feuer frei!“

…und ein nächtliches Antifa-Freudenfeuerwerk für ca. 30.000 tote Dresdner und Flüchtlinge sind nur die Spitze der moralischen Verkommenheit.

Man wünscht sich, dass die verzogenen, oder besser: zum Hass erzogenen Gymnasiasten und Studenten die Berichte meiner Großeltern einmal am eigenen Leib nachvollziehen dürfen.

Wenn man mit ansehen muss, wie Soldaten auf dem Dresdner Altmarkt Hunderte aufgeschichtete nicht beerdigbaren Leichen der Nachbarn und Kollegen mit Flammenwerfern anzünden, um Seuchenausbrüche zu verhindern, wird man vielleicht etwas demütiger und gutherziger.

Der Hass auf die eigene Kultur, die eigenen Mitbürger und das eigene Land ist nichts spezifisch Deutsches und hat auch gar nichts mit unserer Nazivergangenheit zu tun.

Das Problem ist überall in der westlichen Welt, von San Francisco bis Canberra, präsent. Hat ein Land in seiner Geschichte keine Naziregierung, oder hat es gar gegen unsere Wehrmacht gekämpft, wird von den Hassrednern halt irgendetwas mit Rassismus, Frauenfeindlichkeit oder Homophobie hervorgekramt. Das kann dann groteske bis lustige Formen annehmen, wenn, wie gerade von der Jungen Freiheit berichtet, weiße australische Krankenschwestern und Pfleger gezwungen werden sollen, sich ihrer privilegierten „Weißheit“ zu stellen.

Ein anderes abartiges Beispiel ist die in den USA erfundene „kulturelle Aneignung“. Nach diesem Konzept sei es irgendwie rassistisch, wenn westliche Europide sich Erfindungen anderer Kulturen zu Nutze machen.

Daher sollen sich die Bürger an Halloween, oder, in Deutschland, an Karneval, nicht als Scheich, Chinese oder Indianer verkleiden. 

Der geneigte Leser fragt sich bei dem ganzen Schwachsinn natürlich, wo dieser Selbsthass von politisch korrekten Linken im Westen herkommt. Wie kann es sein, dass in derart vielen Ländern derart viele Leute sich selber hassen und versuchen, ihre eigene Lebensgrundlage zu zerstören?

Nun, das tun sie nach ihrer beschränkten Auffassung gar nicht, ganz im Gegenteil. Sie folgen dem mittlerweile nicht mehr ganz unbekannten Prinzip von Helmut Schelsky, welches schlicht lautet:

„Erfinde oder schaffe ein Problem und biete Dich selbst als Lösung an“.

Auf diese Weise kann man sich selber Themen für den politischen Konkurrenzkampf mit anderen Bevölkerungsgruppen schaffen oder öffentliche Gelder für den eigenen wirtschaftlich-gesellschaftlich nutzlosen Job organisieren.

Das klappt erfahrungsgemäß besonders gut mit Problemen, die nicht oder nicht mehr existieren. Homophobie, Frauenverfolgung und Rassismus in der westlichen Welt?

Im Jahre 2018 geht es Frauen, Afrikanern, Moslems und Homosexuellen in den Ländern des Westens historisch einzigartig gut. So erklärt sich schnell, wieso die Schelsky-Prinzip-Nutzer laufend himmelschreienden Blödsinn rund um Genderklos und politisch unkorrekte Karnevalskostüme erfinden.

Es erklärt sich auch, wieso der tatsächlich existierende Frauenhass und die tatsächlich existierende Homophobie in den Kulturen außerhalb der westlichen Sphäre von den Linken ignoriert werden.

Es würde schlicht nichts bringen für den eigenen Vorteil. Ganz im Gegenteil: Würde man Mohammedaner oder Afrikaner im Ausland, und noch schlimmer, im Inland, für deren erhebliche politische Unkorrektheit heftig und öffentlich kritisieren, würde man sich damit um den eigenen Hebel bringen, Geld und Macht von den (weißen) Konkurrenten im eigenen Land zu erpressen.

Man wundert sich allerdings schon, wie die linken Schelsky-Prinzipler es schaffen, sich in den westlichen Ländern, von Kalifornien bis Neuseeland, zu synchronisieren, und überall denselben Unsinn erfinden, mit dem sie ihre Gesellschaften unter Druck setzen und zerstören.

Ich denke, es liegt daran, dass die postmodernen Linken in jedem Land mit europäischer Kultur zum selben gesellschaftlichen Milieu gehören, den sozialistischen intellektuellen Akademikern.

Diese Leute solidarisieren sich nicht mehr mit den eigenen Mitbürgern im Nationalstaat, sondern nur noch mit den Klassengenossen weltweit.

Das funktioniert via Massenmedien sehr gut, da die Linken in jedem Land vor dem Problem stehen, dass es nur sehr begrenzten Bedarf an Studierten aus den klassischen intellektuellen Fächern wie Sprachen oder Sozialwissenschaften gibt.

Daher lohnt es sich, überall ein zeitgeistliches Klima zu schaffen, in dem es problemlos möglich ist, etliche Millionen (oder Milliarden?) Euro für Genderprofessuren und Programme gegen Rassismus oder für die universitäre Erforschung von „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ zu verschwenden.

Aber der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und diese Zeit ist nun gekommen. Spätestens, wenn in ein paar Jahren die Eurorettungsblase platzt, wird kaum noch Geld für den Sozialstaat da sein. Dann werden sich auch Schelsky-Jobs nicht mehr rechtfertigen lassen.

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