Eine Studie des Bundesumweltamtes bleibt weiter unter Verschluss. Ihr brisanter Inhalt: Ein Zusammenhang von Stickoxiden und Todesfällen in der Vergangenheit ist sehr unwahrscheinlich.

Die Stickoxid-Messwerte in deutschen Städten sind zwischen 1970 und 1990 stark angestiegen, seit 1990 wurde diese Belastung jedoch deutlich verringert.

„Wenn es tatsächlich einen Zusammenhang gäbe zwischen Stickoxid-Belastungen und Todesfällen, dann müsste sich dies auch in der Sterbestatistik wiederspiegeln“,

…so der Karlsruher Bundestagsabgeordnete Marc Bernhard in der Regierungsbefragung am Mittwoch.

In der Befragung der Bundesregierung im Deutschen Bundestag am 28.02.2018 antwortete Bundesumweltministerin Hendricks auf Fragen des Karlsruher AfD-Abgeordneten Marc Bernhard zur Schädlichkeit von Stickoxiden.

Bundesumweltministerin Hendricks sagte in ihrer Antwort,  ein statistischer Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Stickoxid-Messwerte in Deutschland zwischen den Jahren 1970 und 2017 und der Entwicklung von Todesfällen in Städten mit hoher Stickoxid-Belastung sei „nur sehr schwer möglich herzustellen“.

Marc Bernhard, der im Umweltausschuss für dieses Thema zuständig ist, legte damit einen Widerspruch zu einer aktuellen Studie des Umweltbundesamtes offen. Darin wird von 6.000 bis 8.000 vorzeitigen Todesfällen pro Jahr berichtet, die durch Stickoxide ausgelöst werden.

„Diese rein statistischen Hochrechnungen sollen offenbar als ein weiteres Instrument dazu genutzt werden, den Diesel-Motor zu verteufeln und die heimische Automobilindustrie zu schwächen“,

…erklärte Marc Bernhard und forderte Bundesregierung und Umwelt-Lobbyisten auf, nicht in Hysterie zu verfallen, sondern sämtliche Aspekte in der Schadstoff-Debatte sorgfältig abzuwägen.

Bernhard kritisierte die Bundesregierung ferner dafür, dass über Ergebnisse der Studie bereits in den Medien diskutiert wird, noch bevor der Bericht den zuständigen Bundestagsabgeordneten vorgelegt wurde. 

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