Ein Gastbeitrag von A.R. Göhring

Multikulturalismus und kultureller Relativismus („alle Kulturen sind gleich gut“), Ökologismus und Klimareligion, Ablehnung des europäischen Erbes, Genderismus und Antifaschismus sind ideologische Konzepte, die uns Deutschen heutzutage von Kleinauf im Kindergarten, in der Grundschule, in der Oberschule, und vor allem im Gymnasium eingetrichtert werden.

Wir sollen Angst vor Kapitalismus, Atomkraft, Klimatod und irgendwie überall lauernden Neonazis haben. Angst vor Planwirtschaft, Antifa-Schlägern, Islamterroristen, „Flüchtlings“-Vergewaltigern oder dem Zusammenbruch der Sozialsysteme dürfen wir natürlich nicht haben.

Besonders die „Millennials“, also die Bürgerkinder der Generation 18-25j, zeigen aufgrund dieser Indoktrinierung im Sinne der Grünen Partei ein weltfremdes und moralistisch-totalitäres Weltbild, das mich häufig erschreckt.

Die Jungen Unionler meines CDU-Kreisverbandes sind z.B. derart merkeltreu, wie man es von der rebellischen Jugend eher nicht erwarten würde. Die Wilden, das sind die Frauen und Männer ab 35j.

Die Folgen der Indoktrinierung zeigen exemplarisch die Kommentare auf Indoktrinierungs-Beiträge der linken Massenmedien.

Am Valentinstag sendete die ARD den in den „alternativen“ Blogs heftig kritisierten Film „Flucht ins Ungewisse“, der die katastrophale Asylpolitik Merkels und die dahinter stehende Multikulti-Ideologie unterstützend medial begleitet. Allzu viele Zuseher haben sich das PR-Drama nicht angetan; aber immerhin 3,9 Millionen haben eingeschaltet. Ohne das Fußballspiel im ZDF wären es wohl noch mehr gewesen.

Im Internetzeitalter kann die Zuschauerreaktion an den Kommentaren bei Facebook und den jeweiligen Heimseiten der Sender abgelesen werden. Und was lesen wir da?

Viel negative Kritik, aber auch tränenreiche und emotionsgeladene Hymnen, die den konservativen Leser nur noch baff werden lassen.

Ein Beispiel: Julia-Sophie, (vermutlich 21 und Germanistik-Gender-Studentin), schreibt:
„Ich habe den Film vor einigen Stunden gesehen und bin ich noch mitgenommen und emotional instabil. Man versetzt sich automatisch in die Lage der Flüchtlinge und denkt sich „Was, wenn einmal uns trifft?“. Bei manchen Szenen konnte ich meine Tränen nicht halten. Mahnend betont der Film immer wieder „Wehret den Anfängen“.

Ein Vorgeschmack auf das, was mit dem Hatespeech und Rechtsruck in Europa passieren wird. Ich habe einfach nur noch Angst und weine sehr oft. Wir fühlen uns so hilflos.“

Tja, da sieht man es: Die Julia-Sophie, unverkennbar Töchterlein aus akademischem Hause (sonst hieße sie Mändy, Schackeline o.ä.), hat Angst um die „Flüchtlinge“ und vor den „Rechten“. Angst vor Mord, Gewalt und Staatszusammenbruch durch die Sozialmigranten hat sie nicht (oder verdrängt sie effektiv). Sie denkt, und vor allem: sie fühlt, wie ihr geheißen.

Nichts Neues: 2016 erklärte eine sehr junge sehr grüne Funktionärin aus der Schweiz, sie habe keine Angst vor den rechtsextremen Mohammedanern, aber Angst vor den rechtsextremen Europäern.

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Und noch ein paar politisch korrekte Bonmots zum ARD-Fluchtschinken:

„…Wir Deutschen haben aufgrund unserer Erbschuld die Verantwortung, dem Guten in der Welt Vortrieb zu leisten und uns für die Schwachen aufzuopfern. Dass wir auch selbst einmal zu den Unglückseligen gehören können, hat der Film durch diesen genialen Kniff gezeigt. Deutsche als Geflüchtete….“ (Erbschuld, das klingt ja schon recht extremistisch. Aufopfern, ja, das ist etwas, was Linke gern verlangen, aber sicher niemals selber tun.)

„… Fazit ist doch klar: EU Asylrecht anfechten bzgl. dieser dämlichen Erstmelde-Regelung! Humane Institute zur Fluchthilfe, den Schleppern das Geschäft aus den Händen reißen. Und dann eine humane Verteilung auf alle EU Länder….“ (Gruß aus der Realität)

„…Es ist sehr wichtig, das unsere Medien mehr über Flüchtlinge bringen, das Thema geht uns alle an und leider gibt es viel zu wenig Sendungen mit Flüchtlingen. Wir brauchen mehr davon….“ (Noch mehr?!“)

„…Sehr spannende Erzählung. Danke ARD !!!!“ (Indoktrinierte bedanken sich für Desinformation und Indoktrinierung, siehe „1984“)

„…Ein sehr gelungener Film, der in seiner Drastigkeit erahnen lässt, welch unfassbare Strapazen die vielen armen Menschen auf sich nehmen müssen, die täglich vor Hunger, Krieg und Terror zu uns nach Deutschland fliehen.“ (Anis Amri floh vor Terror?)

„Realistisch, man weiß gar nicht, ob es ein Film ist, oder ob gerade die Tagesschau läuft. gut gemacht.“ (Tja, da hat er/sie versehentlich eine pikante Wahrheit ausgesprochen….)

Tipp: Lesen Sie die Kommentare der Schauspieler zu dem Fluchtfilm. Interessant, dass die Hauptdarsteller nichts sagen wollten

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Aber nicht nur meist junge Medien-Konsumenten käuen ihr eingeprägtes Weltbild wieder, auch die Journalisten selbst sind kaum noch in der Lage, außerhalb des äußerst eng begrenzten Meinungskorridors der politischen Korrektheit zu denken bzw. zu fühlen. Ein besonders erschreckendes Beispiel ist Leonie Hallet vom Spiegel-Ableger bento: „In Köln geboren und in Leipzig studiert. Schreibt mit links, mag lange Zugfahrten und findet, dass Kölsch zu Hause am besten schmeckt.“ Was sie studiert hat, kann man sich denken. Sicher nicht Medizin oder Ingenieurwesen.

Leonie schreibt am 18. Februar über das Abhängen angeblich sexistischer Kunst in einem Museum in Manchester. Was aufgeklärten Zeitgenossen sofort an die viktorianische Prüderie oder den Islamfanatismus der iranischen Mullahs erinnerte, war bei Linksfeministin Leonie natürlich ok – wenn auch etwas verschwurbelt formuliert:

„Das ist keine Gefahr für die Freiheit der Kunst. Das ist eine gute Nachricht für die Freiheit der Frau.“

Man sieht, die fixe Idee der Ideologen hat oberste Priorität – die einmaligen Errungenschaften der westlichen Demokratie stören da bestenfalls nur.

Es darf übrigens vermutet werden, dass Leonie im Falle der zwanghaften Vermummung mohammedanischer Frauen die Freiheit der Frau plötzlich fallen ließe – bei Linken (und bento) hat nämlich der „edle wilde“ Immigrant absolute Priorität, und zwar vor allem.

Die Kommentatoren oben und Leonie sind keine Einzelfälle, sondern im akademisch-bürgerlichen Milieu, das privilegiert die Schaltstellen der westlichen Länder besetzt, eher typisch.

Wie können wir diese indoktrinierten Kinder wachrütteln und sie zu erwachsenen, außerhalb eines engen Rahmens selbst denkenden Menschen und Staatsbürgern erziehen?

Mir fiel zufällig gerade das berühmte fünfte Flugblatt der „Weißen Rose“ um Hans und Sophie Scholl ins Auge. Vielleicht geben Sie uns eine Antwort.

„Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique „regieren“ zu lassen.

Ist es nicht so, daß sich jeder ehrliche Deutsche heute seiner Regierung schämt, und wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die grauenvollsten und jegliches Maß unendlich überschreitenden Verbrechen ans Tageslicht treten?

Wenn das deutsche Volk schon so in seinem tiefsten Wesen korrumpiert und zerfallen ist, daß es, ohne eine Hand zu regen, im leichtsinnigen Vertrauen auf eine fragwürdige Gesetzmäßigkeit der Geschichte das Höchste, das ein Mensch besitzt und das ihn über jede andere Kreatur erhöht, nämlich den freien Willen, preisgibt, die Freiheit des Menschen preisgibt, selbst mit einzugreifen in das Rad der Geschichte und es seiner vernünftigen Entscheidung unterzuordnen – wenn die Deutschen, so jeder Individualität bar, schon so sehr zur geistlosen und feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang.“ 

Den Untergang verdienen wir sicher nicht.

Ansonsten: Hut ab, Geschwister Scholl, Ihr wart Propheten! Die Geschichte wiederholt sich.

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