Wenn man sich mit dem heutigen Antisemitismus beschäftigt, wird man irgendwann unweigerlich mit dem Hinweis konfrontiert, dass doch nicht nur Juden, sondern auch Araber Semiten seien. Was uns der Dichter damit sagen will, variiert von Fall zu Fall. Ein Gastbeitrag von Adrian F. Lauber

„Antisemitismus“ ist ein Ausdruck, den – soweit man das zurückverfolgen kann – als erster ein radikal linker und später anarchistischer Journalist und Aktivist namens Friedrich Wilhelm Adolph Marr (1819-1904) gebraucht hat.

Schon in der Bibel war von „Semiten“ die Rede, aber in Mode gekommen ist dieser Ausdruck erst wieder ab dem 18. Jahrhundert. Damals hat der Historiker und Sprachwissenschaftler August Ludwig von Schlözer (1735-1809) die Bezeichnung „semitisch“ verwendet, allerdings vor allem als Bezeichnung für eine Sprachfamilie – die Sprachen der Völker des vorderen Orients, die sich auf den Urvater Abraham zurückführen, der wiederum ein Nachkomme des Sem, des Sohnes Noahs, gewesen sein soll.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die moderne, säkulare Judenfeindschaft, die sich von ihrer religiösen Grundierung weitgehend gelöst hatte, die die alte christlich begründete Judenfeindschaft (Juden als „Mörder Christi“ (dass Jesus selbst Jude gewesen war – nun ja, geschenkt) usw.) noch ausgezeichnet hatte.

Der moderne Judenhass übernahm zwar viele Stereotype aus alten Zeiten, war aber doch etwas anderes als der kirchliche Antijudaismus von früher. Im 19. Jahrhundert fing man an, die Juden als feindliche Rasse zu definieren, die in Gegensatz und Feindschaft etwa zu den Menschen von germanischer Ethnie steht.

So wurde der Begriff „Semiten“ zu einer Bezeichnung für die Volkszugehörigkeit und die Juden wurden damit belegt.

Der erwähnte Wilhelm Marr übernahm die Bezeichnung „Semiten“, vor allem auch, um sich selbst bzw. sein eigenes Feindbild zu definieren. Marr gründete die erste judenfeindliche politische Vereinigung und nannte sie die „Antisemitenliga.“

Der Begriff „Antisemitismus“ war von Anfang an ganz ausdrücklich als neue Umschreibung für Judenfeindschaft gemeint.

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass dieser Begriff unglücklich gewählt ist, dass er nicht präzise genug ist, dass – wenn man ihn weitherzig auslegt – durchaus auch eine rassistisch begründete Feindschaft gegen andere Semiten so bezeichnet werden könnte.

Aber die Entwicklungen in der Sprache sind nicht immer logisch, nicht immer präzise. Manchmal werden Wörter in einem Sinne gebraucht, der eigentlich nicht hundertprozentig dem exakten Wortsinn entsprechen würde, wenn man das Ganze etymologisch bis ins kleinste Detail auseinander klabüstern würde.

An und für sich ist es ja durchaus legitim, über diesen Begriff zu streiten. Problematisch – eigentlich sogar gefährlich – wird es dann, wenn ein etymologischer Trick angewandt wird, um blanken Judenhass zu verschleiern.

Und genau das tun viele, die so vehement darauf beharren, dass doch auch Araber Semiten seien. Viele behaupten auf dieser Grundlage, dass Araber per Definition gar keine Antisemiten sein können, weil sie ja selbst Semiten sind. Somit soll also der grassierende Judenhass in der arabisch-muslimischen Welt bagatellisiert oder verleugnet werden, den sich Europa durch Masseneinwanderung importiert.

Dann gibt es Leute wie den Aktivisten Ken Jebsen, der die These vertritt, wir seien derart manipuliert, dass wir „Antisemitismus“ ganz selbstverständlich mit „Judenhass“ übersetzen. Dass Antisemiten auch Leute sein können, die Araber hassen, darauf kommen wir gar nicht, so Jebsen.

Warum aber sagt er das? Diese Frage ist entscheidend, weil es jetzt richtig interessant wird. In seinem im Jahr 2012 veröffentlichten Video „Zionistischer Rassismus“ (das von seinem eigenen YouTube-Kanal inzwischen entfernt wurde, aber immer noch im Internet gefunden werden kann)

…hält Jebsen einen Monolog, der randvoll ist mit geballtem Hass auf den jüdischen Staat Israel und der so einige Register des modernen Antisemitismus zieht.

Unterm Strich kann man sagen, dass Jebsen Israel als einen Wiedergänger des Dritten Reiches bezeichnet und die Vorstellung vom auserwählten Volk mit der Ideologie von der Herrenrasse gleichsetzt. Er unterstellt, Israel sei ein rassistischer Apartheidsstaat, der mit den Palästinensern nichts Geringeres als die „Endlösung“ (ja, genau diesen Ausdruck gebraucht er!) anstrebe. (1) (Alles blühender Unsinn, wie ich in meiner Serie über Israels Verunglimpfung aufgezeigt habe.)

 

Jepsen deutet den Begriff „Antisemitismus“ in rassistisch motivierten Araberhass um, weil er solchen Hass den Zionisten unterstellt. Die Umdeutung des Begriffs dient ihm zur Beschreibung seiner eigenen Hassgefühle gegen den jüdischen Staat.

Und vermutlich dient es ihm auch dazu, um sich selbst zu belügen, sich selbst vorzumachen, er habe mit Antisemitismus gar nichts am Hut. Man deutet einen Begriff um und glaubt, dem Wesen der Sache damit entkommen zu sein. Das ist bei Jebsen aber nicht der Fall. Wenn er den jüdischen Staat zum blutrünstigen Monster und Weltverschwörer erklärt, dann projiziert er genau die alten antisemitischen Stereotype, die man früher „den“ Juden angeheftet hat, auf das jüdische Kollektiv im Nahen Osten. Wenn das mit Antisemitismus in der Marr’schen Bedeutung nichts zu tun haben soll, dann fress‘ ich einen Besen.

Wobei der Fall Jebsen deshalb so irritierend ist, weil er gleichzeitig ein Mensch ist, der schon früher als Radiomoderator großen Wert auf das Gedenken an den Holocaust gelegt hat. So jemand ein Antisemit? Ich vermute, er könnte zu jener Sorte von Deutschen gehören, die mit der NS-Vergangenheit nicht rational umgehen können und ein bewusstes oder unterbewusstes Bedürfnis entwickeln, Juden oder den jüdischen Staat zu dämonisieren. (Siehe meine Zeilen zum Schuldabwehr-Antisemitismus

Oder nehmen wir den ehemaligen Journalisten und Aktivisten Christoph Hörstel, den Gründer einer Mini-Partei namens „Deutsche Mitte.“ Hörstel ist ein bekennender Fan des iranischen Mullah-Regimes, das reihenweise Dissidenten exekutieren lässt und Dschihadisten sponsert.

Hörstel ist wesentlich offenherziger als Ken Jebsen. Er sagt frei heraus, dass Israel aus seiner Sicht kein Recht hat, zu existieren.

Er dämonisiert den jüdischen Staat ebenso mit den altbekannten Stereotypen wie der jüdischen Weltverschwörung, jüdischem Blutdurst und jüdischer Rachsucht – nur eben politisch korrekt jetzt nur auf die Zionisten übertragen. (2)

Aber was ist denn ein Zionist? Zionismus ist die Bezeichnung für die Weltanschauung der im 19. Jahrhundert entstandenen jüdischen Nationalbewegung, die eine neue Heimstätte für die Juden schaffen wollte. Wenn man den Begriff weitherzig auslegt, kann man sagen: jeder, der für die Existenz des jüdischen Staates Israel ist, ist ein Zionist. Soweit ich die Lage überblicke, trifft das auf die meisten Juden zu.

Trotzdem weist Christoph Hörstel den Antisemitismus-Vorwurf erwartungsgemäß weit von sich.

Seit einigen Jahren tritt Hörstel jedes Jahr als Redner am internationalen Al-Quds-Tag auf, den der Gründer der iranischen Mullah-Diktatur, Ayatollah Ruhollah Khomeini, 1979 eingeführt hat und der seit 1996 auch jedes Jahr in Berlin stattfindet. Am Al-Quds-Tag werden die Zerstörung Israels und die „Befreiung“ Jerusalems gefordert.

Hörstel verwies auch bei einer solchen Veranstaltung darauf, dass doch sowohl Juden als auch Muslime Semiten seien. Deshalb sei es eine Dummheit, ihm Antisemitismus zu unterstellen, so sagte er sinngemäß.

Es kommt hier darauf an, wer so etwas sagt und mit welcher Intention. Ein Mann wie Hörstel, der am Al-Quds-Tag und bei ähnlichen Veranstaltungen hemmungslos gegen den jüdischen Staat hetzt, ihn mit antisemitischen Stereotypen überzieht, sich Israels Ende wünscht und vorschlägt, die Juden sollten sich als Minderheit in einem Staat Palästina unter den „Schutz“ von Muslimen stellen, ist vollkommen unglaubwürdig, wenn er behauptet, er könne kein Antisemit sein.

Wenn jemand fordert, die Juden sollten sich unter den Schutz der Muslime – sogar der Terrororganisation Hamas – stellen, während gleichzeitig bekannt ist, dass in Israels Nachbarschaft der Judenhass wuchert, ist entweder völlig ignorant oder wünscht sich heimlich, dass mit den Juden etwas gemacht wird, was er nicht auszusprechen wagt.

In einem solchen Fall ist deutlich, dass der Verweis darauf, dass doch auch Araber Semiten seien, ein Ablenkungsmanöver ist.

Allerdings kein sehr gelungenes. Hörstel ist so offenherzig, dass ich mir bei ihm zu 99 Prozent sicher bin, dass er ein lupenreiner Antisemit ist. Sein Engagement als Propagandist für das iranische Regime, dessen Ziel es ist, Israel auszulöschen, passt da sehr gut ins Bild.

 

Jüd. Sekte Al Quds Tag (c) david Berger)

Apropos Al-Quds-Tag: Hörstel und andere Teilnehmer brüsten sich auch gerne damit, dass regelmäßig Mitglieder der jüdischen Mini-Sekte Neturei Karta (Foto oben (c) David Berger) an dieser Veranstaltung teilnehmen. (3) Das scheint nun das perfekte Alibi zu sein: wenn auch Juden unsere Meinung vertreten, dann können wir doch erst recht keine Antisemiten sein!

Richtig? Falsch!

Erstens ist etwas Grundsätzliches zu sagen: Auch Juden können Antisemiten sein. Ja. Das mag den einen oder anderen irritieren, aber überlegt doch mal: gibt es Deutsche, die Deutsche und Deutschland hassen? Gibt es Deutsche, die „Deutschland verrecke!“ brüllen und sich die Auslöschung dieses Volkes wünschen? Ja, aber Hallo! Gerade wir Deutschen können ganz gut mitreden, wenn es um Selbsthass geht.

Auch in der Geschichte der Juden hat es immer wieder Beispiele von jüdischem Selbsthass und jüdischem Antisemitismus gegeben, mit denen sich beispielsweise Theodor Lessing schon vor achtzig Jahren befasst hat. (4) Auch der Historiker Arno Lustiger hat dazu geforscht. (5)

Woher so etwas kommt? Ich weiß es nicht genau. Ich vermute, manche Juden sind erstens innerlich nicht gefestigt und spüren zweitens die verbreitete Feindseligkeit der nicht-jüdischen Außenwelt und meinen dann, sich der nicht-jüdischen Mehrheit anbiedern zu müssen, indem sie sich selber gegen Juden positionieren und antisemitisches Denken für sich übernehmen.

Ein weltberühmtes Beispiel für einen antisemitischen Juden war Karl Marx. Gut, der war nur der Herkunft, nicht dem Glauben nach ein Jude, denn schon sein Vater war zum Protestantismus konvertiert. Aber immerhin. Marx jedenfalls ließ in seinen Schriften dem Judenhass ziemlich freien Lauf. Das Judentum sei ein „antisoziales Element“, hieß es da. Der weltliche Gott des Juden sei das Geld. Ferdinand Lassalle beschimpfte er als „jüdischen Nigger.“

Heutzutage sehen wir jüdische Antisemiten etwa in Gestalt der Antizionistin Evelyn Hecht-Galinski, die dem Staat Israel so ziemlich als Verbrecherische und Dämonische unterstellt, was man sich denken kann – die im Dezember sogar soweit ging, das öffentliche Verbrennen von Fahnen mit Davidstern zu verteidigen!6 (Wie es nach der Anerkennung Jerusalems als Israels Hauptstadt durch Donald Trump auch in Deutschland geschah.)

Noam Chomsky ist ein weiteres Beispiel, der zum Beispiel dadurch auf sich aufmerksam machte, dass er den französischen Holocaust-Leugner Faurisson in Schutz nahm und schrieb, er sehe keine antisemitischen Implikationen darin, die Existenz von Gaskammern oder die Historizität des Holocaust zu bestreiten. (7) (Mr Chomsky, wenn ein so gut dokumentiertes historisches Ereignis bestritten wird, kann man von einem gegen Juden gerichteten bösen Willen ausgehen.)

Oder nehmen wir die ultraorthodoxen Juden, die 2012 die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit antisemitischen Parolen beschmierten! „Hitler, danke für den Holocaust!“, stand da u. a. zu lesen. Kaum zu fassen, aber wahr: Juden hatten so etwas geschrieben.8

Zweitens ist etwas konkretes zu Neturei Karta zu sagen. Ich unterstelle diesen Leuten nicht, dass sie Antisemiten sind. Aber ich behaupte, dass sie fanatisierte Wirrköpfe sind. Es handelt sich um eine kleine Gruppe, mit denen die meisten Juden gar nichts zu schaffen haben wollen.

Denn die Neturei-Karta-Mitglieder wollen Israels Zerstörung. Ihrer Ansicht nach darf ein jüdischer Staat nur vom Messias höchstpersönlich errichtet werden. Das von Menschen geschaffene Israel aber verhindert die Ankunft eben dieses Messias! Also muss es weg.

In ihrer Verblendung machen sie sich sogar mit dem iranischen Regime und seinen Propagandisten gemein … Irgendwie tun sie in ihrer Verblendung fast leid. Mitglieder von Neturei Karta nahmen beispielsweise im Jahr 2006 an einer so genannten Holocaust-Konferenz in Teheran teil, umarmten und herzten dort den damaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad (9), der sich immer wieder mit deutlichen Worten die Auslöschung Israels wünschte. (10) Auf solchen Konferenzen bietet das Mullah-Regime einem Sammelsurium aus Judenhassern, Israelhassern, Rechtsextremen, Holocaust-Leugnern und mehr eine Plattform – oder eben willkommenen Alibi-Juden wie Neturei Karta, die auch am Al-Quds-Tag in Berlin gern gesehen sind.

Juden mag man doch! Aber bitte nur, wenn sie sich selbst oder Israel oder am besten beides hassen!

Kurz und gut:

Es ist grundsätzlich völlig okay, über den Begriff „Antisemitismus“ zu diskutieren und zu fragen, ob er das Phänomen des irrationalen Judenhasses präzise genug beschreibt.

Aber man sollte darauf achten, wer diesen Begriff zur Diskussion stellt und warum. Oft sind es Leute, die keineswegs an linguistischen Auseinandersetzungen interessiert sind, sondern daran, ihren eigenen Judenhass zu kaschieren.

Ich persönlich werde den Begriff „Antisemitismus“ weiter benutzen und damit Judenhass meinen, weil mir einfach noch kein besserer Begriff eingefallen ist. Ich weiß, dass er – streng genommen – unpräzise ist, aber jeder einigermaßen gebildete Mensch sollte wissen, was seit dem späten 19. Jahrhundert damit gemeint ist.

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Quellen:

1. Ken Jebsen (KenFM): „Zionistischer Rassismus“ (April 2012)

https://archive.org/details/KenfmZionistischerRassismusOpferGuenterGrass

2. Christoph Hörstel Rede am Quds Tag in Berlin (2011)

Al-Quds Demonstration 18. August 2012, Rede von Christoph Hörstel

Christopher Hörstels Rede am Quds-Tag in Berlin 25 Juli 2014

Qudstag 2015 Berlin – Redebeitrag – Christoph Hörstel

Christoph Hörstel: Quds-Demonstration Berlin 23.6.2017

3. haGalil.com, 3.7.2017: „Djihadistische Propaganda auf dem Qudstag-Marsch in Berlin“ http://www.hagalil.com/2017/07/quds-marsch/

4. Mission Impossible, 9.8.2013: „Theodor Lessing und der jüdische Selbsthass“ https://thinktankboy.wordpress.com/2013/08/09/theodor-lessing-und-der-judische-selbsthass/

5. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.9.2008: „Kurzer Lehrgang über den Selbsthass“ von Arno Lustiger http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/juedischer-antisemitismus-kurzer-lehrgang-ueber-den-selbsthass-1699782.html

6. Tapfer im Nirgendwo, 15.12.2017: ‘„Das Verbrennen des Davidsterns ist ein legales Recht!“ (Evelyn Hecht-Galinski)‘ von Gerd Buurmann https://tapferimnirgendwo.com/2017/12/15/das-verbrennen-des-davidsterns-ist-ein-legales-recht-evelyn-hecht-galinski/

7. Mission Impossible, 9.8.2013, a.a.O.

8. Welt Online, 11.6.2012: „Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem beschmiert“ https://www.welt.de/politik/ausland/article106493660/Holocaust-Gedenkstaette-Yad-Vashem-beschmiert.html

Welt Online, 29.6.2012: „Wenn Juden Juden hassen“ von Henryk M. Broder https://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article107298665/Wenn-Juden-Juden-hassen.html

9. Jüdische Allgemeine, 21.12.2006: „Vorsicht, Feinde!“ von Baruch Rabinowitz http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/6922

10. The Middle East Quarterly, Summer 2009, Vol. 16, No. 3: „Tehran’s Genocidal Incitement against Israel“ by Elihu D. Richter and Alex Barnea http://www.meforum.org/2167/iran-genocidal-incitement-israel

 

 

 

53 Kommentare

  1. Nun mit Antijudaismus, Antiisraelismus und Antizionismus stehen doch genügend deutsche Worte zur Verfügung!

    Wer möchte, kann sich ganz präzise und gewählt ausdrücken, und muss nicht den Kampfbegriff „Antisemitismus“ verwenden.

    Da es bei den Juden drei Stämme gibt, kann man eh nicht sagen, dass alle Juden Semiten wären!

    • Na klar, Sie kennen ja jede Menge davon. Noch son „Gebildeter“.

      Ob es regnet, ob es hagelt,
      Ob es schneit oder ob es blitzt
      Ob es dämmert, ob es donnert,
      Ob es friert oder ob du schwitzt,
      Ob es schön ist, ob’s bewölkt ist,
      Ob es taut oder ob es gießt,
      Ob es nieselt, ob es rieselt,
      Ob du hustest, ob du niest:
      An allem sind die Juden schuld!

      Die Juden sind an allem schuld!
      Wieso, warum sind sie dran schuld?
      Kind, das verstehst du nicht, sie sind dran schuld!
      Und sie mich auch! Sie sind dran schuld!
      Die Juden sind, sie sind und sind dran schuld!
      Und glaubst du’s nicht, sind sie dran schuld,

      An allem, allem sind die Juden schuld!
      Ach so!
      Ob das Telefon besetzt ist,
      Ob die Badewanne leckt,
      Ob dein Einkommen falsch geschätzt ist,
      Ob die Wurst nach Seife schmeckt,
      Ob am Sonntag nicht gebacken,
      Ob der Prinz of Wales schwul,
      Ob bei Nacht die Möbel knacken,
      Ob dein Hund ’n harten Stuhl:

      Ob der Dietrich dich versteuert,
      Ob die Dietrich Kopf bis Fuß,
      Ob Okasa sich verteuert,
      Ob ’ne Jungfrau sagt: „Ich tu’s“,
      Ob es kriselt bei der Danat,
      Ob ein Witz im Radio alt,
      Ob die Garbo ’n hohlen Zahn hat,
      Ob der Kuß im Tonfilm knallt:
      An allem sind die Juden schuld!…

      Daß der Schnee so furchtbar weiß ist
      Und dazu, was sagt man, kalt,
      Daß dagegen Feuer heiß ist
      Und daß Bäume stehn im Wald,
      Daß ’ne Rose keine Zwiebel
      Und daß Schabefleisch geschabt
      Daß der Heine gar nicht übel
      Und der Einstein ganz begabt:

      An allem sind die Juden schuld! …

  2. Karl Karl
    Februar 8, 2018 um 11:00 PM Uhr

    Sie schrieben:

    Den Talmud kenne ich einigermaßen gut und kenne dabei auch größtenteils die Stellen, die zweifelsfrei der biblischen Lehre widersprechen usw. Auch erstaunt mich, dass Nichtjuden im Talmud im Gegensatz zur Bibel sehr negativ dargestellt werden.

    ————————————————
    Können Sie uns einige Stellen nennen, wo Nichtjuden negativ dargestellt werden, vielleicht gibt es dazu Erklärungen, wenn z. Beispiel von Goj oder Gojim gesprochen wird, ist das eigentlich nur eine Bezeichnung für Menschen, die nicht jüdisch sind und ist durchaus nicht negativ gemeint.

    Allerdings gibt es sehr viele Zitatfälschungen, genau darum interessiert mich das.

  3. Um mal den neusten Spin schon mal vorgestellt zu haben, den allermeisten heißen Scheiß aus der muslimischen Judenhasserecke (ich habe ihn zuerst von iranisch-schiitischer Seite mitgekriegt), wird dem Autor demnächst auch irgendwo begegnen:

    Die Araber sind Semiten. Schön. Wissen wir jetzt.
    Aber die Juden sind keine!

    Man bezieht sich auf irgendwelche genetischen Untersuchungen, nach denen die heutigen Juden überwiegend osteuropäischer Herkunft seien, in deren Genmaterial sich semitisches Erbe nur in homöopathischen Dosen wiederfinden lasse. Das Argument geht dann so: Die Vorfahren derer, die sich heute „Juden“ nennen, seien nie in Palästina gewesen, nie aus Palästina vertrieben worden; insofern würde sie auch nicht „heimkehren“ in „ihr“ Land, sondern kämen als fremdländische Invasoren / Kolonisatoren! Die genetischen Nachkommen der Juden zur Zeit Christi und damit einzig legitime Bewohner und Erben der einstigen römischen Provinz Palästina seien eben – Die Palästinenser!

    Eine entsprechend heilsgeschichtlich-theologische Deutung – Palästinenser als Volk Gottes im von Allah verheißenen Heiligen Land – habe ich noch nicht gefunden; wird bestimmt noch nachgeliefert 🙁

    Als ob Religion, Volk, Gefolgschaft genetisch vererbt würden. Aber nicht einmal eigene Verschwörungsmythen kriegen die da unten gebacken; müssen sich selbst dazu westlicher rassistischer Erzählungen bedienen.

  4. Ken ist kein Deutscher.
    Er ist Iraner-er sagte auch mal das er aus einer Jüdisch-Iranischen Familie kommt…bei diesem durchgedrehten Typ(er macht auf Links-soll aber teure Wohnungen verkaufen)könnte ich mir aber auch vorstellen das es sich um einen „Kostümjuden“ handelt.Das sind Leute die vorgeben Juden zu sein-alle diese Leute verbindet eins,der Hass auf Israel…

  5. Wer sich die oben verlinkten Videos über Anti-Israel / Pro-Islam-Ansprachen des Christoph Hörstel an Al-Quds- Tagen von 2014 bis 2017 anschaut, dem fällt auf, dass regelmäßig auch ultraorthodoxe Juden teilnehmen, die (mit den Antizionisten Hörstel und Muslimen vereint) ihren Protest gegen die Politik Israels durch stummes Hochhalten ihrer Plakate ausdrücken.
    Diese sog. drei „religiösen“ Bewegungen stehen dabei (mit polit. anderen Bewegungen) zusammen in ihrem Kampf gegen Israel, allerdings mit unterschiedlichen Hinter- und Beweggründen:

    Hörstel nennt sich Christ und vertritt die unbiblische Meinung, der biblische Gott habe die drei abrahamitischen Religionen „als gleichwertig“ erschaffen und Frieden in Palästina sei möglich, wenn die muslim. Palästinenser die Alleinherrschaft über Israel erhielten und Juden müssten ergo die Kontrolle an die Palästinenser freiwillig abgeben. Ein gemeinsames friedliches Zusammenleben zwischen Juden, Muslimen und Christen sei dann aus seiner Sicht in Israel möglich (= Wiederherstellung der Machtverhältnisse, wie vor dem 1.WK, bevor das islam. Osmanische Reich an der Seite Deutschlands den Krieg verlor, wobei Palästina zum osman. Reich gehörte, wo Juden, Christen und Muslime vor dem 1. WK gemeinsam lebten. Die Teilung Palästinas in Israel und das islam. Palästina nach dem 1. WK durch die damaligen Alliierten solle rückgängig gemacht werden).

    Hier stimmt bei Hörstels Religionsthese aus biblischer Sicht nur, dass Juden und anschließend Christen das Volk des biblischen Gottes wurden. Araber, die von Ismaeliten (Abrahams Sohn Ismael) und Edomitern (Edom = Esau) sowie Amalekitern (Esaus Enkel Amalek) abstammten, sagten sich vereint vom biblischen Gott und von Israel los und beteten Allah als babylonischen (Dämonen-) Mondgott an. Gideon nahm ihnen ihre Mondsichelsymbole, die sie bis heute verehren, ab, als er sie besiegte, weil sie bereits damals ständig gegen Israel kämpften. Allah wurde als Hauptgott neben anderen Göttern in vorislamischer Zeit von Arabern in der Kaaba in Mekka angebetet. Bereits vor Mohammed wurde dabei zur Sündenvergebung die Kaaba umrundet und der schwarze Stein geküsst, wie heute noch üblich. Das entspricht einer gnostischen Selbsterlösungsvariante. Rettung durch einen Messias Jesus, der zur Vergebung unserer Sünden stirbt, ist damit unnötig und wird islamisch bestritten und unter Strafandrohung verurteilt. Der gesamte ca. nach 600 nach Christus entstandene Koran und die Hadithe enthalten zwar biblische Namen, sind aber grundsätzlich Lehren, die die Bibellehren insgesamt bewusst verdrehen.

    Der biblische Gott, der über Jahrhunderte die genealogische Geschlechtslinie des Messias Jesus über das jüdische Volk als rettendes Heil hervorbrachte, müsste, wenn wir der These Hörstels folgen, auch die Anbetung des Mondgottes Allah und den Auftrag zur Umrundung der Kaaba als Sündenvergebung einschließlich Scharia und Dschihad gegen Juden, Christen und alle Ungläubigen angeordnet haben. Eine Erschaffung des Islams durch den Gott der Bibel ist unmöglich, weil dies der ges. Bibellehre diametral widerspricht. Der Islam wurde als antichristl. Religion erschaffen, um Juden, Christen und andere Ungläubige zu islamisieren, zu unterwerfen oder ersatzweise zu bekämpfen und zu töten. (Rest dazu: siehe z.B. Buch „Der islamische Antichrist“ von Joel Richardson mit Schriftvergleichen aus Bibel, Koran und Hadithen / im Netz als kostenlose pdf-Datei erhältlich)

    Für Hörstel gilt diese Einsicht nicht. Er ruft dann auch begeistert laut „Alahu akbar“ und erklärt Muslimen dabei, dass dieser Gebets-Ausruf mit dem christl. Vater-unser-Gebet gleichzusetzen sei.
    Auch die Kathol. Kirche identifiziert – vollkommen unnötig und absurd – seit dem 2. Vatikan. Konzil fatal Gott Allah mit dem christl. Bibelgott. Die evangel. Kirche läuft dieser These nach. Auch bei diesen kirchl. Organisationen greift inzwischen ein antichristl. Paradigmenwechsel, wonach die Vision einer finalen Eine-Welt-Religion, die alle Religionen einschließt, favorisiert wird. In Deutschland gibt es bereits, medial weitestgehend unbemerkt, einige Kirchengemeinden, die stolz berichten, dass sie nun mit (taqiyya-) Muslimen einen vereinten „Chrislam“ pflegen.

    Der schiitische Al-Quds-Tag als internationaler Jerusalemtag und weltweit israelkritische Massendemo wurde 1979 im Iran von Ajatollah Khomeni eingesetzt und ist im Iran ein gesetzlicher Feiertag. Er versteht sich „laut iran. Gesetz“ als Aufruf zur islamischen Revolution und zum Dschihad mit dem Ziel: Befreiung Jerusalems und gesetzlich vorgeschriebene Vernichtung Israels (in Verbindung mit Hisbollah und Hamas).
    Der Iran leugnet den Holocaust und behauptet lügend, dass Juden von den Alliierten nur Land in Israel erhielten, weil der Holocaust erfunden wurde, um die Flucht der Juden nach Israel zu begründen. Jeder schiitische und sunnitische Moslem begreift den Al-Quds-Tag (und ähnliches Aktionen) genau so, wie von Khomeni gefordert, als Hassdemo gegen Israel und Auftrag an alle Muslime, Juden aus Jerusalem und ganz Israel zu vertreiben, wie die muslimischen Schriften es fordern (…jeden Stein umdrehen, hinter dem sich ein Jude in Israel verstecken könnte…und Köpfe abschlagen…).

    Muslime erwarten, gem. muslim Prophezeiungen, dass ihr „islam. Messias Mahdi“, den sie erwarten, vom Jerusalemer Tempelberg aus die Welt regieren und die Islamisierung der Welt endzeitlich delegieren wird. Daher würden sie freiwillig weder einer Teilung noch einer Hergabe Jerusalems zustimmen. Sie begehen ihren Al-Quds-Tag darum als Unterwerfung unter Allah und den künftigen „islamischen Messias Mahdi“, dem sie die Vernichtung der Juden schwören.
    Hörstel bekommt bei seinen Reden vor Muslimen daher Aplaus, wenn er Muslimen seine Unterstützung zusagt. Kein Applaus ist zu hören. wenn er sie ermahnt, mit allen Menschen Frieden zu halten. Hörstel merkt wahrscheinlich nicht einmal, dass er sich für jüdisch-antichristliche islam. Verschwörungen gegen Israel (und auch gegen Christen) vor den Karren spannen lässt.

    Ebenso naiv und fehlgeleitet sind ultraorthodoxe Juden, die den Al-Quds-Tag Jahr für Jahr protestierend mit unterstützen, wie in den obigen Videos gezeigt. Ihr religiöser unbiblischer Anti-Israel-Beweggrund treibt sie an, wonach sie meinen, ein jetziger Staat Israel sei eine antigöttliche Idee. Erst wenn der „jüdische Messias“ käme, dürfe man Israel wieder als von Gott für ewig an Juden geschenktes Land betrachten.
    So wie nach dem babylon. Exil ein göttl. Aufruf kam, zum Wiederaufbau der Tempelmauern, so müsse auch jetzt ein göttl. Aufbauauftrag für den Tempel stattfinden (Diverse dieser endzeitl. Varianten kursieren und entspringen meist der unbiblischen Talmud-Tradition)
    Bis dahin (Tempelbau, Kommen des jüd. Messias usw) bekämpfen sie Israels Staatsgebilde, auch wenn sie sich selbstzerstörerisch Muslimen anschließen, die Israel von allen Juden befreien wollen und israel. Fahnen verbrennen usw.

    • Exzellenter Kommentar, Herr Karl.

      Nur eines nicht (vielleicht hat es schon jemand geäußert?, Kommentare werden ja erst später freigeschaltet): Überall, wo zehntausend oder tausend Leute etwas tun, sind etwa zwei Juden dabei. Das entspricht ca. dem Anteil der Juden an der Weltbevölkerung (0,02 Prozent). Also sind auch bei antisemitischen Hassveranstaltungen gegen Israel 0,02 Prozent Juden dabei.
      Diese äußerst wenigen Juden haben Sie sich leider herausgegriffen, wohl weil sie durch ihren Habitus besonders auffallen. Es mag zwar sehr jüdisch sein, gegen etwas aus Prinzip zu protestieren, aber es ist sehr unjüdisch, dass man dabei andere Juden beschmiert und sie als Götzendiener bezeichnet, die das Kommen des Moschiach verhindern. Warum: Weil der Moschiach kommt, wann er will. Keiner kann wissen, welche Kriterien er dafür hat!, oder ob überhaupt.

      Noch etwas: Sie bezeichnen den Talmud als „unbiblisch“. Also wissen Sie nichts vom Talmud. Wenn man nichts über den Talmud weiß, soll man nichts darüber äußern, um sich nicht angreifbar zu machen und widerlegt zu werden.
      Der Talmud ist die Zusammenfassung verschiedener jüdischer Meinungen, Diskussionen und Forschungsergebnisse (Textdeutung und numerische Deutung) über Torah und Mischna aus mehreren Jahrhunderten. Das sind Forschungsergebnisse von jüdischen Hochschulen und großen Gelehrten, Poeten auch. Das kann man nicht als „unbiblisch!“ abtun, denn es geht darin immer um die Torah, wieder um die Torah, und dann nochmal um die Torah.
      Ich geh ja auch nicht hin und bezeichne Ihre Kirchenlehre als unchristlich, Herr Karl. Also sollten Sie das mutatis mutandis auch nicht tun.

      • Ihre anteiligen 0,02 Prozent Juden sind quantitativ bei größeren Ansammlungen wahrscheinlich statistisch korrekt zu nennen.

        In den obigen Videos, in denen nicht zu sehen war, wie groß die Menschenmenge an diesen jährlichen Al-Quds-Tagen (in Berlin 2011 bis 2017) war, wobei auch nicht gesagt werden kann, wer bei dieser muslim. Veranstaltungen als anteilige Religionen usw dort vertreten war, lag der Fokus eindeutig auf der Übertragung der Reden des Christoph Hörstel, wodurch stets nur ein kleiner Ausschnitt des Veranstaltungsortes wiedergegeben wurde.
        Merkwürdigerweise erschienen die wenigen dort mit anwesenden ultraorthodoxen Juden mit ihren Plakaten im Laufe der Jahre immer an der selben Stelle vor dem Übertragungsort des Herrn Hörstel, als wenn man sie speziell als Ausdruck jüdischer Kritik an Israel direkt dort hin gekarrt hätte.

        Die Regelmäßigkeit des Erscheinens dieser wenigen selben ultraorthodoxen Juden über mehrere Jahre hat eigentlich erst dazu geführt, dass ich meinen Kommentar verfasste, weil die unterschiedlichen Hinter- und Beweggründe der drei hier anzufindenden jährlich immer gleichen Personen und 3 Religionen, die sich an diesem Ort gegen Israel empörten, mich beschäftigten.

        Hass oder Antipathie gegen Israel sind vielschichtig und die Nuancen reichen allein in diesen Videos von gewaltfreier ultraorthodox-jüdischer Kritik am polit. Israel-System über den islamisch gewaltbesessenen eigentlichen Al-Quds-Aufruf zur Beseitigung von Juden in Israel bis zur Kritik des Herrn Hörstel, der (aus angeblich christl. Sicht) gegen israel. Interessen einen Palästinenserstaat wie im osman. Reich installieren möchte usw. Diese Gegensätze kann man nur verstehen, wenn man die verschiedenen religiösen Hinter- und Beweggründe kennt.

        Daher liegt es mir fern, speziell Juden zu beschuldigen. Mir kam es nach Durchsicht der Videos nur darauf an, die unterschiedlichen Beweggründe dieser hier zu findenden 3 Anti-Israel-Gruppierungen mal aufzuschlüsseln, weil man sog. Antisemiten qualitativ nicht verallgemeinern kann.

        Ich setze mich grundsätzlich für das jüdische Volk ein und meine auch, dass biblisch prophetisch noch große positive jüdische Ereignisse zu erwarten sind, weil einige Prophezeiungen für Israel noch nicht erfüllt sind. Aber man sollte auch die Augen nicht verschließen, wenn im Laufe der Zeit einige falsche unbiblische Lehren auftraten (bei Juden und Christen), die mit dem göttl. Heilsplan und der biblisch göttl. Lehre nichts oder wenig zu tun haben und diesen sogar manchmal zuwider laufen.

        Wegen des Kommens des jüdischen Messias, den Sie ansprechen: Aus biblischer Sicht ist zu sagen, dass Juden den wiederkommenden endzeitl. Jesus Christus als ihren Messias annehmen werden.

        Was den islam. irdischen falschen Messias, der den bibl. beschriebenen Antichrist darstellt, anbelangt, verweise ich noch einmal, wie im vorigen Beitrag auf das Buch „Der islamische Antichrist“, weil er vor der Wiederkunft Christi erscheinen wird und viele Menschen verwirren und verführen wird.

        Zum von Ihnen angesprochenen Talmud Folgendes:
        Wenn ich sage, dass der Talmud unbiblischen Charakter hat, meine ich damit, dass ich die Bibel für göttlich inspiriert halte, während außerbiblische Schriften, zu denen auch der Talmud gehört, nicht inspiriert sind, auch wenn er sich mit der Bibel gründlich befasst.

        Daher haben sich im Laufe der Zeit in der sog. christl. und jüdischen (nicht inspirierten) Tradition Fehler eingeschlichen, weil Menschen nicht unfehlbar sind, wobei verschiedenene philosoph. Quellen und Lehren mit Eingang fanden.

        Wenn z.B. seitens der RKK seit dem 2. Vatikan. Konzil Gott Allah mit dem bibl. Gott identifiziert wird und wenn jüdische Rabbiner sich z.B. darüber auseinandersetzen, ob ein jüdischer Tempel in Jerusalem jetzt zu bauen ist oder ob dieser aus dem Himmel herabkommt, wenn der Messias kommt, dann haben all diese Lehren nichts mit der inspirierten bibl. Lehre zu tun, sondern mit der christl. und jüdischen Tradition, die menschl. Lehren entspricht und nicht immer mit der biblisch inspirierten Lehre vereinbar ist.

        Hier sollte man unterscheiden können und das ist nur möglich, wenn man alle diese bibl.-inspirierten und menschl. Lehren kennt und wenn man ehrlich und unparteiisch darüber befindet.
        Den Talmud kenne ich einigermaßen gut und kenne dabei auch größtenteils die Stellen, die zweifelsfrei der biblischen Lehre widersprechen usw. Auch erstaunt mich, dass Nichtjuden im Talmud im Gegensatz zur Bibel sehr negativ dargestellt werden.
        Das ist ein weites Feld, wozu hier der Platz fehlt für detailliertere Ausführungen.

        Das sollte insgesamt jeweils jeder für sich allein herausfinden. Sicher hat hier auch jeder von uns einen anderen subjektiven Kentnisstand.

        Wenn ich mich hier äußere, möchte ich keinesfalls Ihre jüdischen Gefühle verletzen.

      • Um Gefühle geht es nicht. Den Tatsachen sind die Gefühle egal.

        Also werde ich die Ihrigen jetzt wohl nicht verletzen, indem ich Ihnen mitteile: Hüten Sie sich vor Vereinnahmung der Juden, und hüten Sie sich ganz besonders, den Juden das Judentum zu erklären. Das haben Sie nicht zu tun. Warum: Weil Ihnen darin a) die Kenntnisse und b) die Zugehörigkeit fehlen, und c) vielleicht auch die Redlichkeit ab und zu.

        Inwiefern dieses mit der Redlichkeit: „Den Talmud kenne ich einigermaßen gut und kenne dabei auch größtenteils die Stellen, die zweifelsfrei der biblischen Lehre widersprechen…“

        Sie können weder Hebräisch noch Aramäisch, und Raschi-Script können Sie auch nicht lesen. Ferner haben Sie noch nie Talmud gelernt. Der Talmud besteht aus vielen großformatigen Bänden, und man muss fließend Hebräisch und Aramäisch beherrschen und problemlos Raschi-Script lesen können, um nur den Text lesen zu können. Um sich zusammenzureimen, was da steht!, braucht man das rabbinische Schrifttum aus anderthalb Jahrtausenden bis zu den Responsa der Gegenwart, und alles muss man mit Gelehrten portionsweise (a blettele Gmore) gemeinsam lernen, um überhaupt was zu begreifen. Wenn man das getan hat (ein Durchgang dauert drei bis sieben angestrengte Jahre) : DANN KENNT MAN DEN TALMUD, werter Herr. Vorher hat man vielleicht Absichten, aber keine blasse Ahnung.

        Sie besitzen vielleicht eine dieser einbändigen deutschen sog. Übersetzungen, und darin haben Sie etwas geblättert. Damit „kennen“ Sie selbstverständlich den Talmud absolut überhaupt nicht.

        Erstaunlich!, dass Sie sich (wie immer wieder mal irgendwo irgend jemand) herausnehmen zu behaupten „ich kenne den Talmud“, um ihn dann „zweifellos!“ als unbiblisch und fehlerhaft zu verurteilen. In der Physik oder in der Astonomie würden Sie es sich nicht herausnehmen zu behaupten „ich kenne die Quantenphysik!“, wenn Sie ein kleines Buch darüber gelesen haben.
        Aber bei den Juden nimmt man sich derlei heraus.

        P.S.
        Die Pogrome und Vertreibungen der letzten paar Jahrhunderte begannen immer damit, dass einer rief, genau wie Sie hier, Karl Karl: „Diese Juden haben den Talmud, der ist außerbiblisch und fehlerhaft, und die Christen werden darin schlecht behandelt!“
        Dann wurden erst die Talmudbände und dann die Juden verbrannt.

        Sie verachten Ihren Gott, wenn Sie so’n Zeug machen. Lassen Sie das sein. Danke.

      • @Aristobulus
        Ihr Beitrag vom Februar 12, 2018 um 4:08 AM Uhr

        Wenn Sie nun verärgert reagieren, meine ich auch jetzt, dass Sie mich falsch verstehen, weil es in meinen Beiträgen vom 08.02.2018 (5:40 AM Uhr und 11:00 PM Uhr), auf die Sie sich beziehen, in erster Linie um die nicht kohärente jüdische Sicht zum Kommen des jüd. Messias ging und erst in 2. Linie (in einem Nebensatz) um die jüd. Sicht über Gojim (allgemein diejenigen, die sich als Nichtjuden nicht an das jüdische Gesetz halten) usw. Wenn Sie direkt etwas dazu erwidern möchten, würde ich mich darüber freuen.

        Allerdings sollten Sie, wenn Sie eine Grundsatzdiskussion über den Talmud beginnen wollen, erst mal definieren, welche Teile Sie meinen.

        Sprechen Sie vom Babylonischen oder Jerusalemer (palästinens.)Talmud ? In beiden Varianten ist nur die Mischna identisch und entspricht der Torah. Der Rest (Gemara = Kommentare, Analysen usw) unterscheiden sich in beiden Varianten gründlich.

        Auch ist nicht klar, aus wessen jüdischer Sicht Sie sprechen (osteurop, Chassidismus, westeurop. Haskala-Bewegung oder wen meinen Sie genau ? Frankisten, die sich auf Jakob Joseph Frank berufen, lehnten und lehnen z.B. als Juden den Talmud ganz ab. Kabbalist. Schulen sind wiederum anders geprägt.usw usw usw.

        DIE jüdische kohärente Sicht gibt es eher nicht. Allein meine vorherigen Angaben über verschiedene jüdische messianische Erwartungen zum jüdischen Messias und 3.Tempel zeigen doch schon, dass die Ansichten sich widersprechen. usw

        Natürlich werde ich nicht behaupten, ich kenne jedes Wort aus dem Talmud. Bei knapp 10000 Seiten, wäre eine andere Aussage schlicht eine Falschaussage. Trotzdem bedeutet dies entgegen Ihrer Aussage nicht, dass ich mich mit der Gemara nicht befasst habe. Das können Sie, ohne mich diesbezüglich persönlich zu kennen, überhaupt nicht beurteilen.

        Wenn Sie meinen, man dürfe sich als Nichtjude, womit ich in diesem Fall angesprochen werde, kein Urteil über die jüdische Religion erlauben, dann ist auch das eine abgeleitete Teilmeinung aus der Gemara des (Babylon.) Talmuds, was der Torah widerspricht und ihr nicht gerecht wird:
        „Wenn sich ein Nichtjude mit der Thora befaßt, so verdient er den Tod.“ (Synhedrin 59a)

        Eigentlich sollten Sie sich freuen, dass biblische und auch Talmudschriften heute jedem Menschen – für mich zumindest in deutsch und englisch – zugänglich sind, wenn man bedenkt, dass dies über Jahrhunderte durch weltliche und religiöse Zensur-Einflüsse verwehrt wurde.

        Es besteht keinerlei Veranlassung, andere Meinungen zu verurteilen, die der eigenen Meinung ganz oder teilweise widersprechen, zumal alle subjektiven Meinungen zu nichtinspirierten Schriften kein objektives Monopol auf Wahrheit haben.
        Man kann nur friedlich drüber diskutieren. Progrome gegen Juden entstehen dadurch nicht. Ich lehne Verschwörungstheorien gegen Juden ab, die aus dem muslim. Kulturkreis weltweit verbreitet werden und auch während des sog. 3. Reiches in Umlauf waren.

        Außerdem verurteile ich jeden Judenhass und würde alles tun, um die Verurteilung von Juden (aus welchen Gründen auch immer) zu verhindern. Auch die heutige Rolle Israels lehne ich nicht ab. Im Gegenteil. Als Christ respektiere ich die hervorragende Rolle des jüdischen Volkes, auch im Hinblick auf die Genealogie des Messias des abrahamit. Bundes.
        Sie sehen in mir einen jüdischen Feind, den es nicht gibt.

        Übrigens, nebenbei gesehen, ist meine quantentheoretische Sicht, die Sie ansprechen, geeigenet, eine biblische Kurzzeitschöpfung zu belegen, auch wenn Sie nicht meinen, ich könne dies physikalisch beurteilen.

      • Sprechen Sie hier von arabischen Christen? Denn der Muslim hat kein Altes oder Neues Testament.

        Nein das Wort Allah gab es auch schon in vorislamischen Zeiten, genau wie der in der Kaaba stehende schwarze Stein.

        Es wird zwar angenommen, daß das Wort durch die Kontraktion von al-ilāh abgeleitet wird, was „der Gott“ bedeutet und mit El und Elah, den hebräischen und aramäischen Wörtern für Gott, verwandt ist. Erwiesen jedenfalls ist es nicht.

        Das arabische Wort Allah stammt zudem aus dem vorderorientalischen Heidentum und bezeichnete zunächst die Gottheit (al-ilâh). Im Laufe der Jahrhunderte nahm es die Bedeutung Gott an und wurde zu einem Eigennamen.

        Leider nur in englisch aber aus wikipedia

        Religion in pre-Islamic Arabia was a mix of polytheism, Christianity, Judaism, and Iranian religions. Arab polytheism, the dominant form of religion in pre-Islamic Arabia, was based on veneration of deities and other rituals. Gods and goddesses, including Hubal and the goddesses al-Lāt, Al-‘Uzzá and Manāt, were worshipped at local shrines, such as the Kaaba in Mecca.

        en.wikipedia.org/wiki/Religion_in_pre-Islamic_Arabia

        al-ilâh aber ist und war auch der persönliche Name des Mondgottes, dem Hauptgott der alten Kaaba.

        Darüber hinaus ist das Küssen des heiligen Schwarzen Steins, das jahrhundertelange
        Zentrum des Götzendienstes in der Kaaba, immer noch ein wesentlicher Bestandteil des Islam und der Pilgerfahrt nach Mekka, die für jeden Muslim einmal im Leben obligatorisch ist.

        aufklaerung.co/2010/08/07/allah-die-mondgotze/

      • >> „Allah als babylonischer (Dämonen-) Mondgott“

        „Allah“ entstammt dem selben semitischen Wort, dem auch das alttestamentarische „El“ bzw. „Elohim“ entstammt. Völlig zu Recht wird „Gott“ in das arabische Alte wie Neue Testament mit „Allah“ übersetzt. < Jesus sagte: „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn jene Götter genannt wurden, an die das Wort Gottes erging, und wenn die Schrift nicht ungültig gemacht werden kann, wie wollt ihr…usw). Auch Mose wurde von JHWH als „Gott“ bezeichnet, weil er durch Gottes Macht vor Pharao in Ägypten handeln sollte (Exodus 4, 16) usw

        (b) Der allmächtige Gott JHWH wird als Gott oder „der wahre Gott“ bezeichnet (Deuteronomium 4, 35 + 39; Josua 22, 34; 2. Samuel 7, 28 + 1. Könige 8, 60 usw, der sich selbst JHWH nennt und sich auch so nennen lässt (Deuteronomium 6, 4). „So werden sie erkennen, dass du den Namen JHWH (teilw. mit Herr übersetzt) trägst…usw.“ (Psalm 83, 18 (bzw. Vers 19)). Dieser wahre ewige Gott ist gemäß Bibel der Schöpfer, allmächtig und der Vater des jüdisch-christl. Messias und Gottes Jesus usw

        (c) Engel werden z.B. als Götter und Gottähnliche und Söhne Gottes usw bezeichnet: Psalm 8, 5 + 6 bezeichnet z.B. Engel als elohim für Götter oder Gottähnliche, was wiederum von Paulus zitiert wird in Hebräer 2, 6 bis 8. Engel werden außer Elohim (Götter, Gottwesen usw) oder auch „bene ha Elohim“ (= Söhne Gottes bzw. Söhne des wahren Gottes) genannt

        (d) Satan und seine Dämonen werden als Götter bezeichnet oder sie werden auch abgefallene Söhne Gottes genannt (Genesis 6, 2 + 4), Hiob 1, 6; 2, 1).
        Satan, der Teufel, wird als „Gott dieser Welt“ gekennzeichnet, der den Sinn der Menschen verblendet und die gesamte Welt irreführt (2, Korinther 4, 3 + 4; Offenb. 12, 9) (als mächtigste Person dieser materiellen Welt, die als Gott angebetet werden will. Matth. 4, 8 + 9)

        (e) Heidengötter sind Dämonengötter (Psalm 106, 36, 37; 1. Korinther 10, 20).
        Die Götter der Heidennationen wurden als solche ebenso als Elohim (Götter) bezeichnet (z.B. die Götter Ägyptens Elohim, weil es viele ägypt. Götter gab (Exodus 12, 12).
        Auch andere heidnische Elohim sind Götter (z.B. Dagon (1, Samuel 5, 7b); oder die Göttin Aschtoret (1. Könige 11, 5) und der babylon. Gott Marduk (Daniel 1, 2b) und hunderte weitere Götter.

        Dazu gehörte auch der babylonische Dämonen-Mondgott, genannt schlicht Allah (Gott), den schon die von Israel abstammenden und von Gott abgefallenen Völker anbeteten, die Israel bekämpften und die dieselben Mondsichelsymbole für ihre Anbetung nutzten, die Muslime heute noch als Symbol für ihren Gott verehren (Ismaeliter, Edomiter, Amalekiter), aus denen die Araber entstanden (wie in meinem vorigen Beitrag vom 08.02.2018 beschrieben).

        Seit diesen vorchristlichen Zeiten, als die Araber aus den israelit. Völkern Ismaelitern, Edomitern und Amalekitern entstanden bis zum Kommen Mohammeds nach 600 nach Christus vergingen hunderte von Jahren, in denen sie Allah als (Mond-) Gott (mit weiteren Göttern) anbeteten im Zentrum des Mondgottglaubens in der Kaaba in Mekka.
        Der nach 600 entstandene Islam ist weiterhin die Anbetung des Mondgottes und keine der islamischen Lehren ist mit der Bibellehre vergleichbar. Stattdessen ist es eine antichristl. Lehre, die die biblische Heilslehre des menschenrettenden Christus verdrehen und verschleiern soll.

        Wenn Sie diese wenigen Beispiele berücksichtigen, dann sind die Begriffe Allah, El und Theos, die „Gott “ bedeuten und einen Titel für einen Mächtigen darstellen, nicht automatisch mit dem allmächtigen Gott der Bibel zu identifizieren, sondern auch Satan und seine Dämonen als mächtige ehemals abgefallene Söhne Gottes und abgefallene Engel beherrschen vorübergehend diese Welt und werden Götter genannt.

        „Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Mächte, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die Geister des Bösen im Reich der Himmel“ Epheser 6, 12

        Daher muss man untersuchen, welche Art Gott der islamische Gott Allah sein kann. Einen Automatismus, wonach Allah der allmächtige Bibelgott ist, kann es nicht geben, auch wenn der Islam dies behauptet. (siehe dazu Herleitung in meinem 1. Beitrag vom 08.02.2018 zu Mondgott Allah, zur Kaaba in Mekka usw.)

        Noch ein Hinweis dazu:

        In der biblischen Offenbarung 13, 18 usw wird ein Kennzeichen des Feindes Gottes beschrieben, vor dem wir gewarnt werden:
        Das dreiteilige Zeichen an dieser Stelle bedeutet in griechisch 666. Das gleiche dreiteilige Zeichen bedeutet in arabisch „bismillah“ = „Im Namen Allahs“.
        Dieses Zeichen „Im Namen Allahs“, das muslimische Dschihadisten als Zeichen der Unterwerfung unter den Islam an Hand und Stirn tragen, dürfen Christen nicht an ihrer Hand und Stirn anbringen, selbst wenn man ihnen dann bei der Verweigerung der Unterwerfung unter den Islam das Lebensnotwendige verweigern würde, weil es die geistige Unterwerfung unter den Feind Gottes bedeutet. (Offenb. 13, 16 bis 18)

        Schauen Sie sich im Netz das Zeichen in griechisch und arabisch mal an, dann sehen Sie, dass in der Bibel vor dem Islam gewarnt wird und dass Allah nicht mit dem biblischen Gott identifiziert werden kann. (suchen unter „666, griechisch, hebräisch“)

        Der Dämonenmondgott Allah ist der satanische Feind des Bibelgottes und der Islam wurde gegründet, um Nichtmuslime und besonders das Volk Gottes (Juden und Christen) zu islamisieren bzw, bei Verweigerung der Unterwerfung alternativ zu vernichten.

      • Mein eben abgesandter Beitrag an Seeräuberjens wurde nicht komplett wiedergegeben, insofern der 1. Teil (Anfang bis Punkt (a)) durcheinandergeraten ist und daher unverständlich ist. Daher sende ich den Anfang bis Punkt (a) hier noch mal.
        Nach (a) geht es dann im vorher gesandten Beitrag mit Punkt (b) weiter.
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        >> „Allah als babylonischer (Dämonen-) Mondgott“

        „Allah“ entstammt dem selben semitischen Wort, dem auch das alttestamentarische „El“ bzw. „Elohim“ entstammt. Völlig zu Recht wird „Gott“ in das arabische Alte wie Neue Testament mit „Allah“ übersetzt. < Jesus sagte: „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn jene Götter genannt wurden, an die das Wort Gottes erging, und wenn die Schrift nicht ungültig gemacht werden kann, wie wollt ihr…usw). Auch Mose wurde von JHWH als „Gott“ bezeichnet, weil er durch Gottes Macht vor Pharao in Ägypten handeln sollte (Exodus 4, 16) usw

        ————————————————————————————-
        (b) Fortsetzung im anderen vorigen Beitrag von mir weiterlesen !!

      • Auch meine Berichtigung (2. heutiger Beitrag, der den 1. heutigen Beitrag korrigieren sollte) kommt als oberer Teil meines 1. Beitrags wieder verdreht an.
        Ich hoffe, mein erster heutiger Beitrag ist trotzdem noch verständlich.

        Ich versuche den oberen Teil (bis Punkt (a)) noch mal zu senden:
        ———————————————————————————-

        Allah (arabisch von al-ilah) und El (hebräisch) bzw. Theos (griechisch) bedeuten „Gott“.
        Elohim oder Elim sind die Pluralform = „Götter“, bzw. diese werden in der hebr. Bibel auch teilw. als sog. Majestäts- oder Hoheitsplural verwandt. Es handelt sich bei dem Begriff „El“ um einen Titel für einen mächtigen Gott, der verehrt oder auch angebetet wird (Wortwurzel = mächtig sein).

        Der Titel „Gott“ erscheint in den Hebräischen Schriften der Bibel als Titel für den allmächtigen Gott JHWH, für Jesus Christus, für Engel (Söhne Gottes), für Satan und seine Dämonen (abgefallene Söhne Gottes bzw. Engel), für materielle Götzen und für (mächtige bibl.) Menschen oder menschl. Kinder Gottes:

        (a) Beispielsweise wurden menschl. Richter in Israel wegen der ihnen von Gott verliehenen Macht und Vollmacht als Götter (elohim) bezeichnet, jedoch wegen ihrer Pflichtvergessenheit wurden sie auch getadelt (Psalm 82, 1 + 6 +7) Jesus zitierte diesen hebräischen Psalm als zeitgemäß (Johannes 10, 34 + 35 der christl. griech. Schriften), als er die Pharisäer seiner Zeit als ebenso pflichtvergessene Mächtige verurteilte: > Jesus sagte: „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn jene Götter genannt wurden, an die das Wort Gottes erging, und wenn die Schrift nicht ungültig gemacht werden kann, wie wollt ihr…usw). Auch Mose wurde von JHWH als „Gott“ bezeichnet, weil er durch Gottes Macht vor Pharao in Ägypten handeln sollte (Exodus 4, 16) usw

        ————————————————————————————

        Hier müsste es mit Punkt (b) weitergehen.

      • @Zahal

        Selbstverständlich meinte ich, daß „Gott“ in der christlichen Bibel„Allah“ übersetzte wird.

        Ich bin jetzt kein Experte für vorislamische Religion in Arabien. Der aktuelle Wikipedia-Artikel aber bestätigt meinen Eindruck: Nichts genaues weiß man nicht. Mondgott – kann sein, möglich.

        Der Koran warnt immer wieder vor der Verehrung eines dreieinigen Gottes. Gott ist einer! heißt es immer wieder, nicht drei! Jeder meint natürlich, das sei gerichtet gegen die christliche (nicäanische) Trinität. Ist es nicht. An einer Stelle wendet sich der Koran ausdrücklich gegen die Verehrung von: Gott Vater, Gottes Mutter und Gottsohn.

        Kein Mensch weiß, was sich da für eine obskure christliche Sekte herumgetrieben haben könnte. Aus Thrakien wird uns vage ähnliches berichtet. Wird hier die ägyptische Trinität Isis-Horus-Osiris christianisiert? Oder Zeus-Semele-Dionysos?

        Wasmich sagen will: Wir wissen über das vorislamische Arabien so gut wie nichts. Schon gar nicht aus zeitgenössischen Quellen. Aber selbst Ihre Quelle räumt ja ein, daß Allah mutmaßlich „die Gottheit“ zu übersetzen sei; nur sei dies in Arabien erst Titel, dann Eigenname einer Mondgottheit geworden. Selbst wenn dem so wäre, hieße das meines Erachtens immer noch lange nicht, daß sich der Islam auf diese Gottheit bezieht; sie beruft sich stets auf den Gott insbesondere Abrahams.

      • @Seeräuerjens

        Tut mir leid, dass meine heutigen drei Beiträge vom 10.02.2018 an Sie, die inzwischen erschienen sind, etwas verwirrt rüberkommen. Vermutlich hat sich mein erster Beitrag von 12:47 AM Uhr „im oberen Textteil“ (alles was vor Punkt (b) erscheint) durch Sonderzeichen verhakt.

        Bitte lesen Sie daher zuerst meinen 3. Beitrag von 1:10 AM Uhr (gibt den korrigierten Anfang meines Textes bis zum Punkt (a) wieder)

        Dann bitte die Fortsetzung lesen = mein 1. Beitrag von von 12:47 AM Uhr (gibt das Ende meines Textes wieder. Dabei ab Punkt (b) bis zum Schluss lesen. (Der obere wirre Teil dieses Textes vor Punkt (b) ist also dann in diesem Beitrag ungültig)

        (Mein 2. Beitrag von 12:57 AM Uhr ist dann ungültig, weil der Verhakungsfehler auch dort auftritt)

        Außerdem hat sich in meinem Text von 12:47 AM Uhr ein Schreibfehler eingeschlichen. Im vorletzten Absatz habe ich einen Suchbegriff eingegeben. Dort soll es nicht heißen „666, griechisch, hebräisch“.

        Der richtige Suchbegriff lautet dann „666, grieschisch, arabisch“.

        Ich hoffe, Sie steigen noch durch. Sorry

      • Seeräuberjens, ganz kurz nur: Der Islam beruft sich ausschließlich auf Allah als den islamischen Gott, der seinen Charakter ausschließlich im Koran offenbart. Der Islamr beruft sich dabei ausdrücklich nicht auf Abrahams Gott der späteren Zehn Gebote. Eindeutig. Es steht im Koran häufig geschrieben, dass die Juden alles verfälscht und verdorben hätten. Daraus folgt, dass der Ismal sich nicht auf jüdische (und christliche) Schriften beziehen KANN.

        Wie herum läuft das also: Der Islam behauptet, dass die jüdischen Propheten bis zum christlichen Jesus ‚in Wahrheit‘ mohammedanische Propheten gewesen seien,die Allah gedient hätten. Der Islam beruft sich also eindeutig NICHT auf Abrahams, Jitzchoks und Jakovs Gott, sondern der Koran behauptet, dass sich alles in grnsu der anderen Richtung auf Allah beziehe.

        Der Koran ist somit die erste und wohl die gemeinste Verschwörungstheorie überhaupt.

  6. So, und jetzt mal ganz unwissenschaftlich: Antisemitismus, Antijudaismus, Antizionismus, Antiisraelismus usw, usf bedeutet – Judenhaß und sonst garnichts! Alle Juden haben allesamt alle an allem Schuld, sei es Kapitalismus, sei es Kommunismus und am Schamgefühl der Erben ihrer Mörder sind sie auch noch schuld.

  7. @Zahal

    Das Hauptproblem ist und bleibt das Trojanische Pferd. Eine sehr beliebte Strategie, um den Gegner zu unterwandern und zu zersetzen. Ich meine damit ausdrücklich nicht Menschen, die migrieren und naturgemäß einen Teil ihrer Sozialisation mitbringen. Ich meine ganz explizit Menschen, die aus böser Absicht migrieren, um das Zielland oder die Kultur, in die eingewandert wird, zu zerstören.
    Man kann es sich als westlich orientierter Durchschnittsmensch, der normalerweise migriert um sich seinen Lebenstraum zu erfüllen, wohl nicht vorstellen, aber die Migration als Waffe gegen den Feind ist real. Und sie wird eingesetzt, weil man militärisch unterlegen ist.

  8. Wenn wir mal genau hinschauen, wird klar, worum es geht:
    Um den Nationalstaat als Bollwerk einer Kultur gegen jeden irgendwie gearteten Feind.

    Wer versucht den Nationalstaat zu unterminieren?
    Die Menschen innerhalb eines Nationalstaates, die sich dort nicht zuhause fühlen, oder durch das gesellschaftliche Raster gefallen sind, und die Menschen außerhalb dieses Nationalstaates, denen dessen Bewohner entweder aus religiösen, ideologischen oder wirtschaftlichen Gründen generell zuwider sind.
    Wir reden also von inneren und äußeren Feinden. Die Motivation beider Gruppen ist unterschiedlichen Ursprungs, aber in beiden Fällen darauf gerichtet, das zu zerstören, was den eigenen Interessen im Wege steht. Bei Gruppe 1 geht es um Selbsthass, bei Gruppe 2 um den Hass gegen andere. Die Globalisierung und das Streben nach grenzenlosem Freihandel hat beiden Gruppen nun eine Perspektive eröffnet, dem Hass gegen das Eigene bzw. das Andere freien Lauf lassen zu können.

    Die Political Correctness, die wohl mal dafür gedacht war, genau diese Tendenzen zu unterbinden, hat total versagt. Die Menschen haben die PC einfach in ihrem Sinne ausgelegt und ihr Anliegen dort geschickt eingebettet. Genau so, wie beim hinter dem Antizionismus versteckten Judenhass.

    Was kann man daraus schließen?
    Gib den Menschen Freiheit und das erste, was sie damit tun ist nicht etwa Leistungsbereitschaft und Selbstverwirklichung, sondern die Vernichtung des Gegners, dem man die Schuld für das eigene Versagen zuschreibt.
    Es war ein grundlegender Fehler, erst die Grenzen zu öffnen und dann darauf zu hoffen, dass sich die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede nivellieren.
    Es muss umgekehrt laufen: Man muss erst die Unterschiede nivellieren und kann dann über Grenzöffnungen nachdenken. Wer nicht bereit ist, gesellschaftlich, kulturell und wirtschaftlich aufzuholen, muss so lange aus der Globalisierung ausgeschlossen werden, bis er selbstständig und ohne fremde Hilfe zu laufen gelernt hat. Denn durch die unüberbrückbaren Differenzen zwischen Hochkultur und archaischer Lebensweise entsteht der Hass.
    Es ist genug Arbeit, sich mit den Verlierern des eigenen Kulturkreises herumschlagen zu müssen. Da sollte man sich die Verlierer aus anderen Kulturkreisen nicht noch als Brandbeschleuniger dazu holen und so die kritische Masse zum globalen Umsturz herbeiführen. Die wirklich Leistungsfähigen und Leistungswilligen sind auf diesem Planeten in der Minderheit. Wenn die Leistungsfähigen und Leistungswilligen von den Verlieren global unterjocht werden, wird die gesamte Welt ins Mittelalter zurückfallen.
    Kein denkender Mensch kann dies wollen. Es ist Zeit Mauern zu bauen.

    • Wenn wir mal genau hinschauen, wird klar, worum es geht:
      Um den Nationalstaat als Bollwerk einer Kultur gegen jeden irgendwie gearteten Feind.
      ———————————————–

      Genauso schaut es aus, und diese sogenannten trojanischen Pferde sind nur ein Teil dessen, aber nichts desto trotz noch viel gefährlicher, das sieht man in allen westlichen und dazu gehört auch Israel, Zivilisationen.

  9. Danke für die klaren Worte.

    Ich möchte aber zu der Sekte der Naturei Karta noch etwas erklären. Diese Sekte hat weltweit nicht mehr als 5000 Mitglieder, viele davon sind zum Judentum konvertiert wie Reuven Jisroel Cabelman* 1955 in Kaiserslautern, ein jüdisch-orthodoxer Antizionist ist, der augenscheinlich nur deshalb zum Judentum konvertiert ist, um Israel als Jude bekämpfen zu können. Er ist Aktivist der Neturei Karta und Mitglied der Satmarer Chassidim.

    Zu dieser mehr als zweifelhaften Person hat Herr Broder einiges geschrieben 🙂

    jewiki.net/wiki/Reuven_Cabelman

    Broder: Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass ein Vertreter der Naturei Karta, einer Sekte am psychopathologischen Rand des Judentums, es bis in eine Bundesbehörde geschafft hat. Am 27. Jänner 2010 (Holocaust-Gedenktag!) gaben die “toratreuen Juden” eine Pressekonferenz im Bundespresseamt. Auch damals war keinem aufgefallen, dass es sich um eine Handvoll Bekloppte handelte, die sich als Juden verkleidet hatten, allen voran der Pfälzer Lausbub Cabelman, an den sich viele aus seiner alten Heimat noch gut erinnern können, wo er es gerne krachen ließ, bevor er beschloss Jude zu werden und nach Antwerpen zu ziehen, um dort eine parasitäre Existenz als Kettenhund des “toratreuen doitschen” Judentums zu führen. Der Mann mit dem keck in den Nacken geschobenen Hütchen jiddelt gerne (”… hat er sich geschaffen einen Staat”) und macht aus seinem Konvertiten-Herzen keine Mördergrube. Er sagt: “Wir kritisieren den Staat Israel nicht, wir lehnen ihn grundsätzlich ab.”

    achgut.com/artikel/der_kostuemjude_und_sein_shabbes_goj

    Zum Zionismus gleich mehr.

    • Zu Ken Jebsen, er hat zwar einen deutschen Pass, ist aber kein Biodeutscher und man kann raten, wo seine Abstammung liegt?

      Eine Erklärung zum Zionismus, damit wir dem dummen Gewäsch einiger mal antworten können; wir mögen Juden – aber hassen den Zionismus.
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      Um den öffentlichen Diskurs über unsere wirklichen Probleme so weit es geht zu verbessern und die Dämonisierung Israels, die gerade im Zusammenhang mit diesem Begriff auf der Welt immer mehr um sich greift, so weit es geht zu verringern, werde ich den Begriff des Zionismus auf möglichst objektive und logische Weise zu formulieren und seine Verwendung zu spezifizieren versuchen. Wir dürfen den Begriff nicht zu einer Art Sauce verwandeln, die man über jedes Gericht schüttet, um dessen Geschmack zu verbessern oder es völlig zu verderben.

      Besonders wichtig ist festzuhalten, dass der Zionismus keine Ideologie ist. Die Definition von Ideologie gemäß der hebräischen Enzyklopädie lautet: „Eine systematische und kompakte Kombination von Ideen, Sichtweisen, Prinzipien und Imperativen, in denen die spezielle Weltsicht einer Sekte, Partei oder sozialen Schicht zum Ausdruck kommt.“ Gemäß dieser klaren Definition kann und darf der Zionismus nicht als Ideologie betrachtet werden. Der Zionismus ist die gemeinsame Plattform für verschiedene und einander sogar widersprechende soziale und politische Ideologien und kann daher nicht als selbständige Ideologie gelten.

      Der Zionismus hoffte auf ein Ziel und versprach eine Sache – die Errichtung eines Staates für die Juden in ihrer abgestammten Heimat. Dieses Versprechen hielt er, zu unserem Unglück, vor allem mit Hilfe des Antisemitismus in Europa aber auch in den arabischen Staaten

      Der Zionismus strebte lediglich nach der Bildung eines politischen Rahmens. Was in dem Staat geschehen und was sein Charakter, seine Regierungsform sein würde, wo man seine Grenzen ziehen, was seine gesellschaftlichen Werte, wie sein Verhältnis zu nationalen Minderheiten sein würde, all diese und andere Fragen waren von Anfang an Dutzenden von Auslegungen und politischen und gesellschaftlichen Haltungen im Kreis jener Juden unterworfen, die ins Land Israel kamen, gemeinsam mit denen, die schon seit ewigen Zeiten dort wohnten und selbstverständlich auch den Entwicklungen und Veränderungen, die in jeder menschlichen Gesellschaft vonstatten gehen.

      Das Prinzip des Rückkehrgesetzes

      Nachdem der Judenstaat, also der Staat Israel, praktisch gegründet wurde, ist das einzige Verständnis von Zionismus, das in Kraft geblieben ist, das Prinzip des Rückkehrgesetzes. Das bedeutet, abgesehen davon, dass der Staat Israel mittels seines Parlaments von all seinen Bürger mit israelischem Personalausweis regiert und verwaltet wird, ist er weiterhin offen für jeden Juden, der sich einbürgern lassen will. Ein solches Rückkehrgesetz gibt es noch in einigen anderen Staaten auf der Welt, wie Ungarn, Deutschland und anderen. So wenig dies in Ungarn, Deutschland und anderen Staaten ein rassistisches Gesetz ist, so wenig ist es in Israel ein rassistisches Gesetz, zudem selbst die UNO (Durban I, II, und III) den Zionismus, auf Betreiben der muslimischen Länder als Rassismus erst verurteilt, dann aber wieder aufheben mußte.

      Denn als die Vereinten Nationen 1947 die Gründung eines jüdischen Staates beschlossen, nahmen sie einen Teil von Palästina, nicht nur für die damals dort lebenden 600 000 Juden, sondern taten dies auch in der moralischen Annahme, daß dieser Staat allen Juden, die dies wünschen würden, eine Zuflucht bieten müßte. Ein Israeli, Jude, Palästinenser oder jeder andere, der sich gegen das Rückkehrgesetz stellt, nimmt eine politische Position ein, die legitim ist. Ein Antizionist hingegen ist ein Mensch, der den Staat Israel im Nachhinein annullieren möchte, und außer einigen extremen ultraorthodoxen Sekten oder radikalen jüdischen Kreisen (Beispiel Naturei Karta) in der Diaspora, gibt es nicht viele Juden, die diese Position einnehmen.

      Alle die wichtigen und grundsätzlichen Diskussionen, die in Israel geführt werden: Annexion der befreiten Gebiete oder keine Annexion; das Verhältnis zwischen der jüdischen Mehrheit und der palästinensischen Minderheit im Staate; das Verhältnis von Staat und Religion; der Charakter und die Werte der Wirtschafts- und Wohlfahrtspolitik oder sogar historische Ereignisse der Vergangenheit, sind Diskussionen und Auseinandersetzungen, wie sie in vielen Staaten geführt wurden und werden. Es sind Debatten, die ständig mit der dynamischen und sich verändernden Identität eines jeden Volkes und Staates befassen.

      Ebenso wenig, wie diese Diskussionen andere Völker verpflichten, zusätzliche Begriffe in sie hineinzumischen, dürfen diese Debatten mißbraucht werden um den Begriff des Zionismus zu entstellen, der zu Unrecht zu einer weiteren Waffe im Kampf gegen Juden und Israel geworden ist und dadurch die Klärung der Kontroversen und ihrer Bedeutung erschwert.

      Der Zionismus ist kein Begriff, der die Begriffe Patriotismus oder Pioniergeist ersetzen sollte. Patriotismus ist Patriotismus, und Pioniergeist ist Pioniergeist. Der Offizier, der seinen Militärdienst verlängert, oder jemand, der sich im Negev ansiedelt, ist nicht zionistischer als ein Ladenbesitzer in Tel Aviv, sondern höchstens patriotischer als dieser, entsprechend des diesen Begriffen zugeschriebenen Verständnisses.

      Der Zionismus ist unser teuerster Begriff, und daher ist es wichtig, daß er nur am richtigen Ort seinen Ausdruck findet. Der inflationäre und überflüssige Gebrauch des Begriffs verwischt somit die moralische Debatte zwischen den Juden, die beschlossen haben im Guten wie im Schlechten für jeden Aspekt ihres Lebens in einem begrenzten Gebiet unter Selbstherrschaft verantwortlich zu sein und jenen, die im Gewebe anderer Völker leben und ihre jüdische Identität partiell durch das Studium, religiöser Texte und limitierte Gemeindeaktivitäten praktizieren.

      tangsir2569.wordpress.com/israel/zionismus/

      • Ah!, das ist der beste Aufsatz über Zionismus, den ich je gelesen habe. Bis 120 🙂

        Und übrigens, Zahal!, freu-freu, lange nicht gesehen!, es müssten Jahre sein. Kol tuv, saj gesunt.

    • Sehr gutes Aperçu, danke!
      In der Tat gibt es eine Doppelbindung zwischen Antisemitismus und Islamophilie. Einmal so herum, einmal anders herum. Nämlich:

      1) Wer sich islamophil verhält und Mohammedaner ins Land holt, der holt größtmehrheitliche Antisemiten ins Land, sei es gezielt, sei es willfährig.
      Wer den Islam öffentlich als freundliches wenngleich etwas zurückgebliebenes Brauchtum verharmlost (the soft bigotry of low expectations), Gebetsgruppen mit Mohammedanern gründet oder mit schlechtem Kolonialgewissen einknickt, wenn Imame mehr öffentlichen Einfluss und Rücksichtnahme fordern, der unterstützt den gewalttätigen Judenhass der selben Leute. Oder er verschweigt ihn. Was ja immer auf’s Selbe rauskommt.

      2) Anders herum jetzt: Es besteht auch eine sehr starke Bindung von Seiten der Antisemiten in Richtung Islam. Heinrich Himmler war vom Islam sehr eingenommen, und ein enger Verbündeter Hitlers war der Mufti von Jerusalem, Amin Al-Husseini, der als einer der Erfinder der Endlösung gilt. Husseinis Clan, der später die palästinischen Araber beherrschen sollte (er beherrscht sie bis heute), war seit Mitte der 1930er Jahre Achsenmacht – es handelt sich um die einzige übrige, noch heute bestehende Achsenmacht, die nicht untergegangen ist.

      Ferner lieben Antisemiten wie Ken Jebsen, Christoph Hörstel, Abraham Melzer, Claudia Roth usf. den Islam. Die haben eine unauslöschliche Affinität zum Islam. Hingegen Antisemiten, die eine Abneigung zum Islam haben, kommen selten vor, und sie geraten schnell in Erklärungsnot und ins Stammeln, weshalb sie Israel ablehnen, indem sie doch den Islam als Gefahr erkennen.

      • Ja, diese Zusammenhänge sehe ich auch. Eine merkwürdige Allianz rechtsextremer, linksextremer, radikalislamischer und auch gewisser christlicher oder jüdischer Judenhasser, die rational nicht nachvollziehbar ist. MfG

      • Ja, Demokrat, rational nicht nachvollziehbar. Dinge zwischen Himmel und Erde ^^

        Es sei denn, man nimmt das Element ‚Judenhass‘ mit in die Gleichung auf. Darin stecken ja schon andere, ähnlich schwer zu fassende, diffuse Platzhalter, etwa für Radikalismus dieser oder jener Art, Selbsthass, Eitelkeit. Dann funktioniert die Gleichung ncht nur für den, der sie leider anwendet, sondern auch für den, der sie analysiert.

      • @ Aristobolus: Ein grundlegendes Motiv für Judenhass scheint mir Neid zu sein. Viel weiß ich nicht über das Judentum, deshalb kann ich mir keine Ansicht über jüdischen Selbsthass bilden. MfG

      • … ja Neid, den hab ich glatt vergessen. Also gehört Verdrängung deutlichst auch noch mit in die Liste 😉

        Neid auf Juden, und der ist sehr merkwürdig und ein Widerspruch in sich, denn wie kann jemand beneidet werden, der gleichzeitig als so minderwertig angesehen ist?
        Aber der Widersprüche sind viele. Das Ganze ist aus Widersprüchen gebaut. Der Jud‘ selbst wird als völlig irrationaler Widerspruch in sich gesehen, nicht?, denn einerseits sei er „tief verderbt und seelenlos“ wie Ungeziefer und nicht zu Höherem oder Geistigem fähig, andererseits besitze er alle Reichtümer der Welt und unvorstellbare Macht.

      • Ich finde das gut beobachtet, aber dem muß ich leider widersprechen:

        „Hingegen Antisemiten, die eine Abneigung zum Islam haben, kommen selten vor, und sie geraten schnell in Erklärungsnot und ins Stammeln, weshalb sie Israel ablehnen, indem sie doch den Islam als Gefahr erkennen.“

        Viele wittern hinter der Islamisierung des Abendlandes einen verschwörerischen Komplott. Bilderberger, NWO, die üblichen Verdächtigen. Das geht dann bisweilen in Richtung internationales Finanzkapital, das die Nationen schleifen wolle als letzt Bastionen gegen die totale Deregulierung. Schnell fällt dann der Name „Soros“, und der ist nun einmal Jude. Und einige wenige, aber viel zu viele fragen: Und woher hatte dieser Flüchtling, dieser Habenichts sein Startkapital? Und weisen dann auf Namen, die mit „R“ beginnen und auf „othschild“ enden.

        Der Unsinn, eine jüdischen Finanzkapital-Weltverschwörung zu behaupten, hört leider nicht auf. Meine, mich zu erinnern, so etwas auch schon hier in Leserkommentaren angedeutet gefunden zu haben. 🙁

      • Stimmt völlig.
        Tja, derlei wird behauptet und behauptet. Meist wird es raunend-aggressiv behauptet, damit bloß keiner kommt und den Rauner bloßstellt.

        … zu Soros: Der ist vielleicht grad noch als Jude geboren, aber das war’s dann auch. Mit dem Judentum hat er seit 1944 nichts mehr zu tun. Alles, wofür das Judentum steht, wird von Soros gehasst und bekämpft.

  10. Guter Text mit mittelmäßiger Überschrift. Denn sachlich stimmt der Einwand einfach. Semiten sind Sprecher semitischer Sprachen und damit auch Araber. Als sich der Begriff des Antisemitismus eingebürgert hat, gab es in Europa/Deutschland aber keine Araber, also waren Semiten Juden (obwohl im strengen Sinne oft nicht einmal mehr Sprecher semitischer, sondern ausschließlich indogermanischer Sprachen [auch Jiddisch zählt zum indogermansischen Sprachkreis]). Diese Verengung des Begriffs Semiten ist politischer, nicht wissenschaftlicher Natur. Ähnlich politisch unwissenschaftlich wurde übrigens umgekehrt mit dem Begriff der Arier verfahren. Dieser wurde unzulässig ausgeweitet auf alle indogermanischen Völker, statt im korrekten Sinne nur die Vorfahren der Perser zu bezeichnen.
    Aber das ist ein Streit um Worte und deswegen von untergeordnetem Belang.

    • Also, es gibt keine ‚Semiten‘ oder semitische Völker. Dort, wo semitische Sprachen gesprochen werden, kamen seit Jahrtausenden laufend andere Gruppen hinzu, nahmen die semitischen Sprachen an und vermischten sich mit den Einwohnern. Immer wieder. Da bleibt kein semitisches Auge trocken.
      Schon im dritten Jahrtausend v.d.Z. waren etwa die Akkader kein semitischer Stamm mehr, weil sie sich längst mit den Sumerern vermischt hatten. So wie heute die Syrer zwar arabisch schreien und drohen und schießen und stechen, aber ihre Vorfahren sind Griechen, Assyrer, Osmanen, Genuesen, Venezianer, Franzosen, Beduinen, Ägypter. Kein einziger ‚Semit‘ dorten jemals 😉

      Analog gibt es heute auch keine Germanen, nicht?, es gibt jedoch germanische Sprachen. Nun ja. Wobei etwa Englisch, die am Weitesten verbreitete germanische Sprache, zur Hälfte eine romanische Sprache (Französisch) ist.

      Ferner geht es ja nie um ‚die Semiten‘. Kein seriöser Mensch beschäftigt sich jemals mit den Semiten oder mit den Romanen oder mit den Slawen. Warum: Weil es sowas nicht gibt.

    • Von keinem Belang, aber für‘s Protokoll: Es gab damals sehr wohl sehr gute Argumente, den Begriff „Arier“ oder auch „Alt-Arier“ statt „Urindogermanen“ oder „Protoindoeuropäer“ zu verwenden. Immerhin der bedeutende Indologe Max Müller, der das Rigveda übersetzte, hat das gemacht. Bis hin zu der bis heute nicht klärbaren Frage, ob Irland (Irland) als „Arierland“ gedeutet werden kann, aber das ist noch nicht einmal das stärkste Argument. Durch Rassisten wie Houston S. Chamberlain ist das dann verdorben worden, die den sprachgeschichtlichen Begriff ins Rassische ummünzten. (Die blondesten und blauäugigsten Europäer heute übrigens sind die Finnen. Die eben KEINE indogermanische Sprache sprechen.)

  11. Natürlich sind Araber auch „Semiten“, zumindestens wenn man davon ausgeht, daß die Bibel Recht hat!

    Das Problem entsteht doch erst, wenn man sich mit diesem Befund immunisieren will gegen rassistischen Hass auf Semiten.
    Denn selbstverständlich gibt es, wie jeder an der mainstream-Politik der Blockparteien sehen kann bspw. Deutsche, die es hassen, daß es Deutsche gibt, und die „DEN“ Deutschen alles Schlechte der Welt andichten. Evidentermaßen vertreten sie einen Antideutschen „Rassismus“.*
    Und ebenso gibt es unter Juden häufig den Vorwurf, Andersdenkende (Juden) seien „Antisemiten“.

    Weshalb also kann ein Araber per definitionem als sprachlicher Semit kein Antisemit im Sinne des Hasses auf Juden als „Semiten“ sein?

    Vielleicht scheint dem Ein oder Anderen aber bei dieser meiner Argumentation ebenso wie mir auf, daß all diese Begriff (nicht zuletzt durch ihre interessengeleitete Verwendung) sehr unscharf und nahezu unbrauchbar geworden sind. Die hier von D.Berger dargelegte Genese zeigt ja im übrigen auch, daß die Begriffsfindung schon zum guten Teil die Instrumentalisierung zu Grunde legte (zur begrifflichen Fassung des eigenen Judenhasses, s.o. im Artikel).
    Desweiteren ist das Gelände (nach dem bisher Gesagten kaum verwunderlich) arg vermint, sodaß ich solche Diskussionen meide, denn sie führen nie zu einer Erkenntnis von Welt, sondern immer nur zu einer moralistischen ZUordnung von Selbst und Feindbild.

    * der Begriff ist hier leider nicht ganz korrekt, weil Deutsche keine „Rasse“, sondern eine Nation und Kulturgemeinschaft sind, was über rassische Termini und Kategorien nicht fassbar ist. Ich verwende ihn doch, um auf die Parallelität hinzuweisen, denn sowohl die Reflexe wie die Folgen sind dieselben!

    • PS.: „was über rassische Termini und Kategorien nicht fassbar ist“

      Insgesamt ist der Mensch als Kulturwesen über biologische Rassebegriffe (und andere gibt es nicht!) nicht fassbar. Weshalb mir der Rassismus , nicht aus moralischen, sondern aus kategorischen Gründen (!), vollkommen daneben zu greifen scheint!

      • Perfekt wirr und blendend unverständlich, was Sie äußern.
        Vielleicht wollten Sie einfach auch mal was sagen über Juden, Deutsche, Rassen und allgemeine Schuldigkeit. Nu gutt, haben Sie es also gesagt, und keiner versteht es, weil Sie es selber ja nicht verstehen.

        Lesen Sie Aristoteles‘ Schriften über Logik, das wird Ihnen guttun.

  12. Nun ist es so, dass ich mich bemühe, mit klaren Begriffen einen klaren Kopf zu bekommen.

    Wenn ich Judenhass meine, sage ich Judenhass. Wenn ich Vorbehalte gegen den Staat Israel formuliere, sage ich Staat Israel.

    Teilweise werden Begriffe unsauber/ fahrlässig gebraucht. Teilweise bewusst in falsche Zusammenhänge gestellt und im politischen eigenen Sinne (Ideologie) eingesetzt. Oder es werde „Neuerfindungen“ gebraucht: Sexismus ist hier ein gutes Beispiel. (gab es bis 1980 nicht im Duden).

    Sehr schön total kaputt und kaum brauchbar, weil extrem unpräzise: Antifaschismus. Spätestens beim Begriff „Antifaschismus“ verweigere ich mich. Soll ich meinem Gesprächspartner die Entwicklung und Anwendung des Begriffes seit 1929 …

    Hier hilft nur die Gesprächs + Dialog Verweigerung.

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